Doppelabschluss oder Double Degree klar einordnen
Doppelabschluss oder Double Degree
Ohne Kenntnis der relevanten Studien- und Prüfungsunterlagen lassen sich die Termini nicht sicher deuten. Hier findest du einen prüffähigen Weg, um deine persönliche Situation anhand der Originale zu bewerten.
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Der Doppelabschluss als Double Degree: daneben der ganze Ablauf. Eine Zeitleiste rückwärts vom Abflug, der Vergleich von Erasmus, Freemover, PROMOS, Double Degree, Summer School und Auslandspraktikum, dazu Anerkennung, ECTS und Notenumrechnung sowie eine Checkliste der Dokumente.
Die Aufgabe hinter der Bezeichnung verstehen
Doppelabschluss oder Double Degree bedeutet für Studierende nicht einfach, ein Label auszuwählen. Vielmehr musst du dein eigenes Studienprogramm, die beteiligten Unterlagen und die Form der Zeugniserstellung zusammen betrachten. Als Ergebnis dieser Analyse weißt du, welche Abschlussunterlagen das konkrete Programm vorsieht und welche Regelwerke den Studienverlauf sowie die Anerkennung von Leistungen beschreiben.
In den genannten Referenzen werden die Begriffe nicht einheitlich verwendet. Ein Handbuch betont ausdrücklich, dass internationale Bezeichnungen variieren und sich ihre Bedeutung durch Übersetzungen verändern kann. Daher erlaubt die bloße Wortfolge auf Informationsseiten keine abschließende Einordnung. Achte stattdessen auf die genaue Programmbeschreibung und auf Hinweise zur Zeugniserstellung.
Als quellennahe Unterscheidung nennt der Bremer Leitfaden die Ausgabe von zwei oder mehr Zeugnissen, die aufeinander verweisen. Diese Aussage beschreibt dort das vereinbarte Verfahren der Zeugniserstellung. Sie beantwortet nicht automatisch weitere Fragen zum individuellen Studienweg. Für die Orientierung vor der Wahl eines Angebots können Studium-Tipps, Studiengänge und Hochschulen und Universitäten dabei helfen, die passenden Vergleichsfragen zu sammeln.
Ein weiterer Leitfaden beschreibt Programme auf Grundlage zweier unabhängiger Studiengänge, die jeweils auch vollständig an der Heimathochschule studiert werden können. Daneben erwähnt er ein neu geschaffenes Studienprogramm, für das neue Studien- und Prüfungsordnungen entstehen. Diese beiden Beschreibungen zeigen, warum die Bezeichnung allein nicht genügt: Erst der dokumentierte Aufbau des konkreten Angebots erlaubt eine belastbare Zuordnung.
Die Entscheidung ist damit eine Dokumentenentscheidung. Wer einen Studiengang wählen möchte, notiert zunächst das eigene Ziel und trennt es von ungeprüften Erwartungen. Studienberatung, Universität oder Fachhochschule und ein Studienorientierungstest können als sichtbare nächste Informationswege dienen. Die maßgebliche Prüfung bleibt jedoch auf die Unterlagen des betrachteten Programms gerichtet.

Welche Unterlagen vor der Einordnung geprüft werden
Die Leitfäden nennen Unterlagen, die für die Einordnung eines Programms relevant sein können. Beim angestrebten Doppelabschluss oder gemeinsamen Abschluss ist die Prüfungs- und Studienordnung der Heimathochschule als zentrales Dokument für das Curriculum benannt. Prüfe daher zuerst, ob dir genau diese Fassung für das betrachtete Studium vorliegt.
- Studien- und Prüfungsordnung der Heimathochschule: Lies die Aussagen zum Curriculum und halte die Fundstelle fest. Die Bezeichnung Prüfungsordnung dient dabei als Ausgangspunkt für die vertiefte Recherche.
- Unterlagen der Partnerhochschule: Der Leitfaden beschreibt, dass Leistungen im Ausland nach deren Prüfungsregelungen abgenommen werden. Ermittle deshalb aus offiziellen Unterlagen, welche Dokumente auf der Partnerseite genannt sind.
- Vereinbarungen der Partnerhochschulen: Die Quelle nennt Vereinbarungen zur Durchführung eines Double- oder Joint-Degree-Programms. Prüfe, ob eine solche Vereinbarung für das konkrete Angebot dokumentiert ist.
- Äquivalenzprotokolle: Laut Quelle kann aus ihnen hervorgehen, welche Leistungen der Partnerhochschulen als äquivalent festgehalten sind. Prüfe den Wortlaut und gleiche ihn mit den Prüfungsordnungen ab.
Das Modulhandbuch kann zusätzlich als Lesepunkt dienen, wenn du die im Programm beschriebenen Studienbestandteile nachvollziehen willst. Das ECTS-System ist als weiteres Thema nur dann einzubeziehen, wenn es in den offiziellen Unterlagen des betrachteten Programms auftaucht. Aus den Quellen folgt keine allgemeine Vorgabe zu einzelnen Unterlagen, zu einer Stelle oder zu einem Zeitpunkt. Ermittle die zuständige Stelle aus den offiziellen Unterlagen und dokumentiere, welche Informationsquelle du für die Antwort herangezogen hast.
Auch Numerus Clausus sowie Immatrikulation und Rückmeldung lassen sich nicht allein aus der Bezeichnung eines Doppelabschlusses als Voraussetzungen ableiten. Behandle sie daher als getrennte Prüfthemen: Lies die offiziellen Angaben zum eigenen Angebot.
Nachvollziehbare Prüfroute in fünf Schritten
- Ziel festhalten. Schreibe in einem Satz auf, was du klären willst: die Bedeutung der Bezeichnung, die vorgesehene Zeugniserstellung oder die dokumentierte Behandlung von Auslandsleistungen. Zwischenergebnis: Eine präzise Frage, die sich anhand von Unterlagen prüfen lässt.
- Programmform aus den Texten herauslesen. Vergleiche die Programmbeschreibung mit den quellenbasierten Hinweisen zu unabhängigen Studiengängen und zu einem neu geschaffenen Studienprogramm. Suche außerdem nach der Darstellung von zwei oder mehr Zeugnissen, die aufeinander verweisen. Zwischenergebnis: Eine Notiz mit den gefundenen Formulierungen, ohne ihnen weitergehende Folgen zuzuschreiben.
- Voraussetzungen und Unterlagen abgleichen. Lege die Prüfungs- und Studienordnung der Heimathochschule neben die Unterlagen der Partnerhochschule. Prüfe, ob eine Programmvereinbarung und ein Äquivalenzprotokoll genannt oder zugänglich gemacht werden. Zwischenergebnis: Eine Liste vorhandener und noch zu beschaffender Dokumente.
- Informationsquelle bestimmen. Entnimm den offiziellen Unterlagen, wo Fragen zum konkreten Programm beantwortet werden sollen. Wenn keine eindeutige Zuordnung erkennbar ist, formuliere deine Frage anhand der Fundstellen und ermittle die zuständige Stelle aus offiziellen Unterlagen.
- Ergebnis und Nachweis kontrollieren. Prüfe, ob deine Notiz Ziel, Programmform, Unterlagen und Quelle trennt. Halte fest, welche Aussage aus welchem Dokument stammt. Die Quelle beschreibt Äquivalenzprotokolle zusammen mit Prüfungsordnungen als Grundlage für die Anerkennung von Leistungen der jeweiligen Partnerhochschule. Zwischenergebnis: Eine überprüfbare Zusammenfassung mit den verwendeten Nachweisen.
Ein kurzes Beispiel: Eine Studentin findet bei der Beschreibung ihres Studienwegs die Wörter Double Degree. Sie prüft anschließend die Prüfungs- und Studienordnung, sucht nach Aussagen zur Zeugniserstellung und notiert, ob eine Vereinbarung sowie ein Äquivalenzprotokoll genannt sind. Erst danach fasst sie zusammen, was ihre Unterlagen tatsächlich aussagen. Für die Organisation des Studienstarts können Erstsemester-Tipps ein zusätzlicher Lesepunkt sein, ohne dass daraus eine Aussage über das konkrete Programm folgt.
Was die Prüfung bewusst offenlässt
Die Prüfung ersetzt keine Lektüre der maßgeblichen Unterlagen. Sie soll gerade verhindern, dass eine abstrakte Begriffsdefinition an die Stelle der Programmbeschreibung tritt. Die Quellen erlauben die Aussage, dass die Terminologie im internationalen Kontext unterschiedlich verwendet werden kann. Daraus folgt als Handlung: Behandle gleiche Wörter nicht als Beweis für gleiche Regelungen, sondern vergleiche die dokumentierte Ausgestaltung.
Keine Frist wird angegeben, keine Stelle als zuständig benannt und keine Rechtsfolge behauptet. Ebenso wird kein bestimmtes Ergebnis versprochen. Wenn dir Angaben zu Terminen, Einreichungen, Entscheidungen oder Folgen fehlen, suchst du diese im offiziellen Dokument des jeweiligen Programms und dokumentierst die Fundstelle.
Vorsicht ist auch bei Schlussfolgerungen aus einzelnen Teilen der Unterlagen geboten. Der Leitfaden beschreibt, dass an der Partnerhochschule im Ausland erbrachte Leistungen nach den Prüfungsregelungen der ausländischen Hochschule abgenommen und dann auf das von der Heimathochschule definierte Studium angerechnet werden. Diese Beschreibung gehört zu dem dort behandelten Rahmen und darf nicht auf ein anderes Angebot übertragen werden. Prüfe deshalb, ob die eigene Unterlage denselben Sachverhalt tatsächlich beschreibt.
Eine Finanzierungs- oder Auswahlentscheidung lässt sich aus diesem Material ebenfalls nicht ableiten. Stipendium im Studium und Studienkredit-Vergleich markieren eigenständige Themen, die gesonderte Unterlagen erfordern. Das Ergebnis dieser Seite ist keine Zusage, sondern eine dokumentierte Prüfung der Begriffe, Regelwerke und Nachweise.

Abschlusscheck für die eigene Einordnung
- Ziel: Ist festgehalten, ob Bezeichnung, Programmaufbau oder Zeugnisausgabe geklärt werden sollen?
- Unterlagen: Liegen die Prüfungs- und Studienordnung der Heimathochschule, die einschlägigen Unterlagen der Partnerhochschule sowie gegebenenfalls Vereinbarungen oder Protokolle bereit?
- Quelle: Wurde die Information aus offiziellen Unterlagen entnommen, statt sie zu vermuten?
- Schritte: Sind Ziel, Textvergleich, Abgleich, Quellenfestlegung und Kontrolle in der Notiz klar getrennt?
- Ergebnis und Nachweis: Kann ich zu jeder Aussage das Ursprungsdokument benennen, und habe ich die Unterlagen sowie die zuständige Quelle erneut geprüft?
Wenn ein Punkt offenbleibt, ergänze keine Annahme. Formuliere stattdessen die konkrete Nachforschung, etwa: Prüfe in den offiziellen Programmunterlagen, ob und wie die Zeugniserstellung beschrieben ist. So bleibt die Einordnung an den verfügbaren Nachweisen ausgerichtet und unterscheidet sich von einer bloßen Deutung der Begriffe.
Quellen und Stand
- Microsoft Word: TheresaLemser_Leitfaden zu Rechtsfragen bei Doppelabschlussprogrammen.doc: static.daad.de (überprüft am 2026-08-24)
- Stand Oktober 2017 1: www.uni-bremen.de (überprüft am 2026-08-24)