Was bedeutet „Gattung“ in der Kunst?
Art Gattung in der Kunst Fremdwort: Bedeutung und Verwendung
„Gattung“ bezeichnet eine zusammengefasste Art von Dingen oder Formen. In der bildenden Kunst kann der Begriff beispielsweise Baukunst, Plastik und Malerei ordnen.
Gattung in der Kunst verständlich erklärt
„Gattung“ bezeichnet eine Gruppe von Dingen, Einzelwesen oder Formen, die durch wesentliche gemeinsame Eigenschaften verbunden sind. Für die bildende Kunst nennt die Quelle Baukunst, Plastik und Malerei als Gattungen. Der Ausdruck benennt damit einen künstlerischen Bereich und nicht ein einzelnes Werk.
Die Fremdwortfrage verlangt eine genaue Unterscheidung: Im Quellenmaterial erscheint Genre als Bezeichnung im Zusammenhang mit Musik. Daraus folgt keine allgemeine Gleichsetzung von „Genre“ und „Gattung“ für alle Kunstbereiche. Steht in einem Text über bildende Kunst „Gattung“, kann der Satz daher die Einteilung in Baukunst, Plastik oder Malerei meinen.
Ein passender eigener Satz lautet: „Malerei ist eine Gattung der bildenden Kunst.“ Er macht deutlich, dass Malerei selbst als Bereich der Einteilung genannt wird. Der umgebende Satz sollte erkennen lassen, ob es um Kunst, Literatur oder Biologie geht, weil das Wort auch dort belegt verwendet wird.
„Gattung“ ist ein feminines Substantiv; im Singular steht „die Gattung“, im Plural „die Gattungen“. Für die Formulierung eines eigenen Satzes können Rechtschreibung und Rechtschreibregeln geprüft werden. Zusätzliche Einteilungen sollten nur aufgenommen werden, wenn eine verwendete Quelle sie für den jeweiligen Zusammenhang trägt.

Bedeutung und Aussageabsicht im Kontext
„Gattung“ hat mehrere belegte Verwendungen. Sie sind je nach Satzkontext als unterschiedliche Möglichkeiten zu verstehen; sie beschreiben nicht gleichzeitig denselben Gegenstand.
- Allgemeine Bedeutung: Das Wort kann Dinge, Einzelwesen oder Formen zu einer Kategorie zusammenfassen, wenn sie wesentliche Eigenschaften teilen. In einem Kunstsatz kann diese allgemeine Bedeutung dazu dienen, Formen oder Bereiche nach einem gemeinsamen Gesichtspunkt einzuordnen.
- Bildende Kunst als Anwendungsfall: Baukunst, Plastik und Malerei werden in der Quelle als Gattungen der bildenden Kunst genannt. Dies ist keine weitere, von der allgemeinen Bedeutung getrennte Bedeutungsrichtung. Der Satz verwendet die allgemeine Einteilung auf künstlerische Bereiche.
- Literaturwissenschaft: Dort kann „Gattung“ eine Klasse literarischer Texte meinen. Lyrik, Epik und Dramatik stehen in der Quelle für diesen Kontext. Diese Verwendung betrifft Texte und lässt sich nicht ohne Weiteres als Aussage über bildende Kunst lesen.
- Biologie: Hier bezeichnet das Wort eine taxonomische Kategorie, welche nah verwandte Arten bündelt und zwischen Art und Familie liegt. Diese Bedeutung wird durch biologische Wörter im Satz erkennbar.
Die Aussageabsicht ergibt sich somit aus dem Gegenstand des Satzes. „Die Ausstellung vergleicht Malerei und Plastik als Gattungen der bildenden Kunst“ ordnet künstlerische Bereiche. „Die Analyse untersucht die Gattung eines Textes“ verweist auf Literatur. „Das Tier wird einer Gattung zugeordnet“ kann bei einem biologischen Zusammenhang die taxonomische Bedeutung meinen. Die gleiche Wortform reicht daher nicht aus; die Wörter rundherum bestimmen die Lesart.
Für den sprachlichen Rahmen eines eigenen Satzes lassen sich Groß- und Kleinschreibung sowie Getrennt- und Zusammenschreibung ansehen. Bei einer Aufzählung von Kunstbereichen können außerdem Kommasetzung und weitere Zeichensetzung geprüft werden. Diese Arbeitsschritte betreffen die Satzform, nicht die fachliche Einordnung.
Drei eigenständige Beispiele
Die folgenden eigenständig formulierten Sätze zeigen, wie der Kontext die Bedeutung von „Gattung“ festlegt. Sie behandeln jeweils einen anderen Gegenstandsbereich.
- Bildende Kunst: „Im Kurs wird Malerei neben Baukunst und Plastik als Gattung der bildenden Kunst behandelt.“ Der Satz nennt künstlerische Bereiche und verwendet das Wort für ihre Einteilung.
- Literatur: „Die Besprechung fragt, welcher Gattung der Roman zugeordnet werden kann.“ Hier geht es um einen literarischen Text; „Gattung“ bezeichnet in diesem Zusammenhang eine Klasse von Texten.
- Biologie: „Die Einordnung fasst mehrere nah verwandte Arten in einer Gattung zusammen.“ Die Begriffe „Arten“ und „Einordnung“ zeigen den biologischen Kontext und die taxonomische Bedeutung.
Ein vierter, allgemeiner Satz kann lauten: „Die Sammlung enthält Gegenstände verschiedener Gattungen.“ Ohne einen Fachhinweis bleibt offen, welche Art von Gegenständen oder welche Einteilung gemeint ist. Erst ein Zusatz wie „der bildenden Kunst“, „literarisch“ oder ein biologischer Bezug macht die beabsichtigte Lesart genauer sichtbar.
Für die Überarbeitung eines selbst geschriebenen Beispiels kann die Suche nach Rechtschreibreform und passenden Rechtschreibprogrammen die Schreibweise betreffen. Im wissenschaftlichen Schreiben sollte der Satz außerdem klar erkennen lassen, auf welchen Gegenstandsbereich sich „Gattung“ bezieht. Eine fachliche Einteilung ist nur dann zu übernehmen, wenn die herangezogene Quelle sie ausdrücklich nennt.
Passend dazu findest du weitere Hinweise im Beitrag wissenschaftliches Schreiben.
Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen
„Gattung“ darf im Kunstzusammenhang nicht pauschal mit jedem ähnlichen Wort gleichgesetzt werden. Die Quelle nennt zwar bedeutungsverwandte Ausdrücke wie „Art“, „Sorte“, „Typ“, „Erscheinungsform“, „Form“, „Einteilung“ und „Klassifikation“. Daraus folgt jedoch nicht, dass jeder dieser Begriffe in jedem Satz dieselbe fachliche Funktion wie „Gattung“ erfüllt.
„Art“ kann im allgemeinen Sinn eine Art oder Kategorie bezeichnen. „Gattung“ kann ebenfalls eine Kategorie benennen, im Kunstkontext aber ausdrücklich auf Bereiche wie Baukunst, Plastik und Malerei bezogen werden. Ob ein Austausch ohne Bedeutungsverschiebung möglich ist, muss am konkreten Satz geprüft werden. Eine pauschale Gleichsetzung wäre durch die Quelle nicht gedeckt.
Auch „Genre“ wird in der Quelle im Zusammenhang mit Musik als bedeutungsverwandter Ausdruck aufgeführt. Daraus lässt sich keine allgemeine Regel ableiten, nach der „Genre“ und „Gattung“ in allen Kunstbereichen austauschbar wären. Für Literatur nennt die Quelle Gattungen wie Lyrik, Epik und Dramatik; diese Einordnung ist von der biologischen Bedeutung zu trennen.
Die biologische Bedeutung darf ebenfalls nicht in einen Kunstsatz hineingelesen werden. Dort bezeichnet „Gattung“ eine Kategorie der Systematik zwischen Art und Familie. Der Satz „Der Leopard gehört zur Gattung Panthera“ behandelt daher nicht eine Kunstform. Herkunft, Wertung oder eine weitere Fachbedeutung werden hier nicht ergänzt, weil die Quellen dafür keinen tragenden Beleg liefern.
Bei der Überarbeitung eines Textes können Abkürzungen richtig schreiben, Wortbedeutungen und Abkürzungen, Artikel der, die und das, Pluralbildung, Synonyme und Textformen als sprachliche Prüffelder dienen. Sie entscheiden jedoch nicht allein darüber, welche fachliche Bedeutung im Satz gemeint ist.

Kurzer Check für den eigenen Satz
Prüfe zuerst die Kernbedeutung: Bezeichnet „Gattung“ eine Kategorie von Dingen oder Formen, die in wesentlichen Eigenschaften übereinstimmen? Wenn der Satz bildende Kunst behandelt, lässt sich anschließend prüfen, ob die Aussage eine dort belegte Einteilung wie Baukunst, Plastik oder Malerei meint.
- Bestimme den Kontext des Satzes: Geht es um bildende Kunst, Literatur, Biologie oder um eine allgemeine Kategorie?
- Prüfe die Aussageabsicht: Soll eine Form, ein Bereich, eine Klasse literarischer Texte oder eine biologische Kategorie benannt werden?
- Prüfe mögliche Verwechslungen: Wird „Gattung“ vorschnell mit „Art“, „Genre“, „Typ“ oder einem anderen verwandten Ausdruck gleichgesetzt?
- Prüfe Quelle und konkreten Satzkontext: Die verwendete Einteilung muss für den jeweiligen Gegenstandsbereich ausdrücklich belegt sein.
- Prüfe anschließend die sprachliche Form des eigenen Satzes, etwa Singular oder Plural und die grammatische Einfügung von „Gattung“.
Ein sicherer Kurztest lautet: Der Satz muss erkennen lassen, welcher Bereich gemeint ist, und die Bedeutung darf nicht aus einem anderen Fachkontext übernommen werden. Fehlt eine tragende Quelle für eine zusätzliche Einteilung, sollte diese Einteilung nicht als Tatsache formuliert werden. Stattdessen ist die konkrete Quelle zu prüfen, die den verwendeten Kunstbegriff erklärt.
Quellen und Stand
- Gattung, Schreibung, Definition, Bedeutung, Etymologie, Synonyme, Beispiele | DWDS: www.dwds.de (geprüft am 2026 bis 09 bis 01)
- Gattung ▶ Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft | Duden: www.duden.de (geprüft am 2026 bis 09 bis 01)
- Gattung, Wiktionary: de.wiktionary.org (geprüft am 2026 bis 09 bis 01)
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