Wie gestaltest du den Anhang nach APA 7?
Anhang nach APA 7: Benennung, Verweis und Platz in der Arbeit
Hast du mehrere Anhänge, heißen sie nach APA 7 Appendix A, Appendix B und so weiter. Jeder Anhang braucht im Text mindestens einen Verweis. Wie du Titel, Reihenfolge und Verweise gestalten kannst, zeigen die Abschnitte unten. Verwandte Fragen zum Anhang der Bachelorarbeit und zum Anhang zitieren werden auf eigenen Seiten ausführlicher behandelt.
Wofür der Anhang gedacht ist
Der APA-Leitfaden der Uni Greifswald sieht Anhänge für Zusatzinformationen vor. Dazu zählen erhobene Daten, Transkripte, Fotomaterial oder selbst erstellte Materialien, die den Lesefluss im Haupttext stören würden. Wer den Anhang allgemein einordnen will, findet dazu mehr unter Anhang der Bachelorarbeit: Der Anhang der Bachelorarbeit sammelt Material, das im Haupttext den Lesefluss bremsen würde.
Das Heidelberger Merkblatt zur Manuskriptgestaltung nach APA 7 nennt für empirische Arbeiten Anhänge mit Versuchsmaterialien oder Rohdaten. Aufgenommen wird dabei nur, was zum Überprüfen oder Nachvollziehen der Ergebnisse nötig ist, nicht alles, was während der Arbeit entstanden ist. Prüfe deshalb für jedes Dokument einzeln, ob es diesem Zweck dient, bevor du es aufnimmst. Du wählst also gezielt aus, welches Material für die Nachvollziehbarkeit deiner Arbeit nötig ist, und lässt alles andere weg.
Ob dein Fach und deine Betreuung überhaupt einen Anhang erwarten, ist damit noch nicht beantwortet. Das klärst du am besten vorab mit der betreuenden Person oder anhand des Leitfadens deines Fachbereichs, denn die beiden hier genannten Leitfäden zeigen zwar Beispiele, legen aber keine allgemeine Pflicht fest. Bevor du den Anhang zusammenstellst, lohnt sich auch ein Blick auf das Literaturverzeichnis nach APA, weil das Heidelberger Merkblatt Anhänge als letzten Teil nach den Referenzen einordnet und beide Teile aufeinander abgestimmt sein sollten. Gleiche dazu die Einträge in beiden Teilen einmal gegeneinander ab.

Wie du Appendix A und Appendix B benennst
Nach dem Greifswalder Leitfaden heißen mehrere Anhänge Appendix A, Appendix B und so weiter. Jeder Anhang bekommt damit einen eigenen Buchstaben, der ihn eindeutig identifiziert, und dieser Buchstabe wird später auch im Text verwendet, wenn du auf das jeweilige Material verweist.
Ein Bamberger Leitfaden aus der BWL, der kein reiner APA-Leitfaden ist, verlangt ein Anhangsverzeichnis erst ab zwei Einträgen. Die Nummerierung folgt dort der Reihenfolge der Verweise im Text, nicht einer freien Anordnung. In den Anhang kommen laut diesem Leitfaden ausführlichere Dokumente wie Interviews oder Fragebögen, die zum unmittelbaren Verständnis der Arbeit nicht nötig sind. Wer mehrere Anhänge auflistet, sollte deshalb ein klares Anhangsverzeichnis erstellen, denn ab zwei Einträgen verlangt der Bamberger Leitfaden genau dieses Verzeichnis.
Für die praktische Benennung hilft eine kurze Übersicht. Die folgende Tabelle zeigt ein erfundenes Beispiel mit drei Anhängen, wie sie in einer Arbeit mit empirischem Teil vorkommen könnten.
| Anhang | Inhalt | Verweis im Text |
|---|---|---|
| Beispiel: Appendix A | Fragebogen der Befragung | Abschnitt Methodik |
| Beispiel: Appendix B | Interviewleitfaden | Abschnitt Erhebung |
| Beispiel: Appendix C | Rohdaten der Auswertung | Abschnitt Ergebnisse |
Diese drei Zeilen sind frei erfunden und sollen nur zeigen, wie Buchstabe, Inhalt und Textverweis zusammengehören. In deiner eigenen Arbeit ersetzt du die Beispielinhalte durch dein tatsächliches Material und prüfst, ob dein Fachbereich zusätzliche Vorgaben zur Benennung macht.
Wie du im Text auf den Anhang verweist
Nach dem Greifswalder Leitfaden erfüllt ein Anhang stets eine Funktion im Gesamttext. Er existiert nicht losgelöst vom Haupttext, sondern wird mit mindestens einer Stelle im Fließtext verknüpft, ähnlich wie es bei Tabellen und Abbildungen üblich ist. Prüfe deshalb zu jedem Anhang, ob eine solche Stelle im Fließtext vorhanden ist. Auch das Heidelberger Merkblatt nimmt Material nur dann in den Anhang auf, wenn im Text darauf verwiesen wird, und der Bamberger Leitfaden aus der BWL fordert ausdrücklich, dass jeder einzelne Bestandteil im Text eine eigene Erwähnung erhält.
Wie du im Text einen Anhang zitieren kannst, zeigt ein kurzer Verweis mit Buchstabe, etwa direkt an der Stelle, an der das Material inhaltlich gebraucht wird. Wer den Verweis als Fußnote oder Klammer sucht, findet auf der eigenen Seite zum Thema Anhang zitieren weitere Hinweise zur genauen Form eines solchen Verweises.
Für den praktischen Ablauf hilft eine feste Schrittfolge, die du bei jedem Anhang durchgehen kannst.
- Material wählen, das für das Verständnis der Arbeit wichtig ist, aber den Lesefluss stören würde
- Buchstaben vergeben, beginnend mit Appendix A in der Reihenfolge der ersten Erwähnung
- Im Text an der passenden Stelle verweisen, dort wo das Material inhaltlich gebraucht wird
- Anhang an das Ende der Arbeit setzen, nach dem Literaturverzeichnis
- Verweis und Anhang gegenlesen, damit Buchstabe und Inhalt im Text und im Anhang übereinstimmen
Gerade bei mehreren Anhängen lohnt es sich, die Liste der Verweise am Ende noch einmal mit dem fertigen Anhangsverzeichnis abzugleichen.

Wo Tabellen und Abbildungen stehen
Das Heidelberger Merkblatt nennt für den Gesamtaufbau die Reihenfolge Titelblatt, Zusammenfassung, Arbeit, Referenzen und gegebenenfalls Anhänge. Die APA sieht Tabellen und Abbildungen grundsätzlich am Ende des Manuskripts vor. Für studentische Arbeiten empfiehlt das Heidelberger Merkblatt jedoch, Tabellen und Abbildungen ungefähr an der Stelle des ersten Bezugs im Text zu platzieren. Das ist eine Empfehlung dieses einzelnen Leitfadens und keine allgemeine Festlegung, die für alle Fächer gleich gilt.
Das Stuttgarter Merkblatt zeigt im Kern dieselbe Grundreihenfolge, platziert den Anhang jedoch erst ganz am Schluss der Gliederung und macht deutlich, dass dieser Teil nur entsteht, wenn tatsächlich Bedarf dafür besteht. Zusätzlich fordert dieses Merkblatt, dass Tabellen für sich genommen verständlich bleiben und zugleich im Fließtext erläutert werden. Wer Tabellen im Anhang beschriftet, sollte deshalb auf eine klare Nummer, einen aussagekräftigen Titel und eine kurze Erklärung im Text achten. Tabellen und Abbildungen nach APA brauchen Nummer, Titel und einen Verweis im Text.
Der Greifswalder Leitfaden weist ausdrücklich darauf hin, dass er an einigen Stellen vom Publication Manual abweicht. Solche Abweichungen, etwa bei der genauen Platzierung von Tabellen und Abbildungen, stimmst du am besten direkt mit der betreuenden Person ab. Im Zweifel fragst du also konkret nach, wo deine Betreuung Tabellen im fertigen Dokument sehen will, bevor du dich endgültig auf eine bestimmte Platzierung festlegst.
Quellen und Stand
- Uni Greifswald, Erziehungswissenschaft: Leitfaden APA 7th Edition: ews.uni-greifswald.de (geprüft am 2026-10-09)
- Uni Heidelberg, Psychologie: Manuskriptgestaltung nach APA 7: www.psychologie.uni-heidelberg.de (geprüft am 2026-10-09)
- Uni Stuttgart, Institut für Sozialwissenschaften: APA-Manuskriptgestaltung: www.inspo.uni-stuttgart.de (geprüft am 2026-10-09)
- Uni Bamberg, BWL: Leitfaden Wissenschaftliches Arbeiten: www.uni-bamberg.de (geprüft am 2026-10-09)