American Psychological Association korrekt zitieren

American Psychological Association zitieren

Lesezeit ca. 8 Min. · zuletzt aktualisiert: 15. August 2026 · Weitere Tipps für Studium und wissenschaftliches Arbeiten

Wer nach APA zitiert, sollte zunächst den verwendeten Quellentyp bestimmen und anschließend Autor oder Institution, Titel, Datum, Fundstelle sowie die Angaben im Text und Literaturverzeichnis aufeinander abstimmen.

APA 7 und deutsche Richtlinien einordnen

Beim American Psychological Association zitieren ist zunächst zu klären, welcher Zitierstandard für den eigenen Text maßgeblich ist. Der vorliegende Leitfaden fasst den Standard der siebten Ausgabe der American Psychological Association aus dem Jahr 2019 zusammen. Für Manuskripte in deutscher Sprache sind nach der Quelle die Richtlinien der vierten Auflage der Deutschen Gesellschaft für Psychologie aus dem Jahr 2019 zu beachten. Diese Richtlinien beziehen sich auf die APA-Richtlinien, sind an die deutsche Sprache angepasst und weichen laut Quelle nur in wenigen Ausnahmen ab.

Behandle APA 7 und die genannten DGPs-Richtlinien daher bei deutschsprachigen Manuskripten nicht als freie Auswahl. Prüfe zuerst die Sprache des Manuskripts und halte fest, nach welchen Richtlinien du arbeitest. Diese Festlegung gibt den Rahmen vor, in dem du die Angaben der einzelnen Quelle erfasst. Zusätzliche Vorgaben lassen sich aus dem vorliegenden Leitfaden nicht ableiten.

Danach bestimmst du den Quellentyp der tatsächlich verwendeten Quelle. Für Zeitschriften nennt die Quelle als Erscheinungsangaben den Namen der Zeitschrift, den Band und Seitenangaben. Bei Büchern gehören Verlagsort und Verlag zu den genannten Angaben. Jede Angabe im Literaturverzeichnis soll vollständig und richtig sein; normalerweise gehören dazu die Namen der Autorinnen oder Autoren, das Erscheinungsjahr, der Titel des Werks und Erscheinungsangaben. Ermittle fehlende Angaben aus der verwendeten Quelle oder einer überprüfbaren Fundstelle, bevor du einen Eintrag bildest.

Die Zuordnung dient der Auffindbarkeit der verwendeten Literatur. Eine Quellenangabe im Text soll deshalb auch im Literaturverzeichnis stehen. Umgekehrt soll dort keine Literatur stehen, die im Text nicht verwendet wurde. Prüfe vor dem Abschluss, ob Textangabe und Verzeichniseintrag dieselbe Quelle betreffen, statt eine thematisch passende Zusatzquelle aufzunehmen.

Für wissenschaftliches Schreiben heißt das: Erfasse den Quellentyp und die vorhandenen bibliografischen Angaben nachvollziehbar. Wenn du eine Hausarbeit schreiben oder eine Masterarbeit schreiben möchtest, ordnest du jede tatsächlich verwendete Quelle den maßgeblichen Richtlinien zu und belegst sie vollständig. Institutionelle Vorgaben, Fristen oder Leistungsanforderungen folgen nicht aus diesem Leitfaden und sollten deshalb nicht aus ihm abgeleitet werden.

American Psychological Association zitieren mit einer themenspezifischen Checkliste

Die Angaben in nachvollziehbarer Reihenfolge erfassen

Beginne beim Aufbau mit der Dokumentart. Entscheidend ist, welche Art von Quelle du tatsächlich vor dir hast. Notiere danach den genannten Urheber; das kann eine Person oder eine Institution sein. Rate diese Angabe nicht, sondern übernimm nur Daten, die du in der Quelle feststellen kannst.

Erfasse als Nächstes den Titel und das ausgewiesene Erscheinungsjahr oder Datum. Kläre danach die Fundstelle. Der Leitfaden nennt für Zeitschriftenbeiträge Zeitschriftenname, Band und Seitenangaben als Erscheinungsangaben; bei Büchern gehören Verlagsort und Verlag dazu. Ermittle außerdem, ob bei deiner Quelle eine DOI oder URL vorhanden ist. Nimm sie nur auf, wenn sie vorliegt und der gewählte Zitierstil ihre Aufnahme vorsieht.

Aus den erfassten Daten entstehen ein Kurzbeleg im Text und eine vollständige Angabe im Literaturverzeichnis. Vergleiche Urheber, Titelbezug und Datum in beiden Fassungen. Wer Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit prüft, behandelt diese Angaben als zusammenhängende Beschreibung derselben Quelle.

Ordne das Literaturverzeichnis nach den Nachnamen der Autorinnen und Autoren alphabetisch. Bei mehreren Quellen mit gleicher Urheberschaft folgt die Reihenfolge dem Erscheinungsjahr. Prüfe anschließend, ob jeder Kurzbeleg auf den vollständigen Eintrag verweist. Beim Literaturverzeichnis erstellen hilft eine feste Abfolge: Quellentyp bestimmen, Urheber erfassen, Titel und Datum prüfen, Fundstelle sowie DOI oder URL klären und beide Angaben abgleichen.

Die Wahl der Zitierweisen muss innerhalb des Textes einheitlich bleiben. Wenn du die deutsche Zitierweise oder die Harvard-Zitierweise vergleichst, übertrage deren Regeln nicht ungeprüft. Bestimme stattdessen den für deinen Text gewählten Stil und richte Kurzbeleg und Literaturangabe danach aus.

Schritt für Schritt von der Quelle zum Beleg

  1. Stil festlegen: Prüfe, ob du APA 7 oder die für deutschsprachige Manuskripte genannten DGPs-Richtlinien verwendest. Ergebnis ist eine klar benannte Zitiergrundlage für die weitere Bearbeitung.
  2. Dokumentart bestimmen: Sieh dir die bibliografischen Angaben der konkreten Quelle an und ordne sie einer Dokumentart zu. Ergebnis ist eine belastbare Auswahl der passenden Bestandteile.
  3. Urheber erfassen: Übernimm die Namen der Autorinnen oder Autoren aus der Quelle. Ergebnis ist der Urheber, der sowohl im Kurzbeleg als auch in der Literaturangabe wiederzufinden sein muss.
  4. Titel und Datum notieren: Lies beide Angaben direkt aus der verwendeten Quelle ab. Ergebnis ist ein gemeinsamer Datensatz, der nicht zwischen Textbeleg und Literaturverzeichnis auseinanderlaufen darf.
  5. Fundstelle ergänzen: Prüfe, ob Zeitschrift, Band und Seitenangaben oder bei einem Buch Verlagsort und Verlag vorliegen. Nimm die Angaben so auf, wie sie in der Quelle vorliegen. Ergebnis ist die vollständige bibliografische Grundlage.
  6. Kurzbeleg bilden: Erstelle die Angabe im Text nach dem festgelegten Stil. Ergebnis ist ein Kurzbeleg, der die verwendete Literatur eindeutig mit dem Verzeichnis verknüpft.
  7. Literaturangabe bilden: Forme aus demselben Datensatz den vollständigen Eintrag. Ergebnis ist ein Literaturverzeichniseintrag mit den erforderlichen Angaben zur verwendeten Quelle.
  8. Abgleich durchführen: Vergleiche Urheber, Titelbezug, Datum und Fundstelle in beiden Angaben. Ergebnis ist eine sichtbare Übereinstimmung oder eine konkrete Korrekturliste.
  9. Verzeichnis ordnen: Sortiere die fertigen Einträge alphabetisch nach Autorennamen und bei gleicher Urheberschaft chronologisch nach Erscheinungsjahr. Ergebnis ist eine nachvollziehbare Reihenfolge im Literaturverzeichnis.

Dieser Ablauf unterstützt auch die Verbindung von Forschungsfrage formulieren und wissenschaftliche Argumentation: Die inhaltliche Arbeit bleibt von der formalen Prüfung unterscheidbar, während jede verwendete Quelle eine nachvollziehbare Angabe erhält. Für die Auswahl von Methoden wissenschaftlicher Arbeiten oder die Unterscheidung von qualitative und quantitative Forschung liefert der vorliegende Leitfaden keine eigenen Sachregeln. Prüfe solche methodischen Fragen daher in der jeweils dafür vorgesehenen Fachquelle.

Ein durchgängiges Beispiel ohne geratene Angaben

Für dieses durchgängige Beispiel wird APA 7 gewählt. Die Quelle ist erfunden; sie dient nur dazu, die vorhandenen Angaben in zwei zueinander passenden Formen zu notieren. Als Arbeitsdaten stehen bereit: Lara Beispiel, 2024, der Titel Lernen im Musterfall, die Zeitschrift Studiennotizen, Band 8 und die Seiten 14 bis 19. Eine DOI oder URL wird nicht ergänzt, weil dafür in den Arbeitsdaten kein Wert vorliegt.

Die Arbeitsdaten werden hier als Zeitschriftenbeitrag behandelt. Der Kurzbeleg im Fließtext lautet: „Die Übung trennt das Erfassen der Angaben vom anschließenden Abgleich (Beispiel, 2024).“ Steht der Name bereits im Satz, kann dieselbe Zuordnung so erscheinen: „Beispiel (2024) beschreibt die Übung als Abgleich der erfassten Angaben.“ Beide Formulierungen verwenden denselben Nachnamen und dasselbe Jahr. Damit wird im Text keine zusätzliche Person, kein abweichendes Jahr und kein geratener Titel eingeführt.

Aus genau diesen Arbeitsdaten entsteht für dieses Beispiel folgender Eintrag im Literaturverzeichnis:

Beispiel, L. (2024). Lernen im Musterfall. Studiennotizen, 8, 14 bis 19.

Der Eintrag enthält den Namen, das Erscheinungsjahr, den Titel sowie die Angaben zur Fundstelle. Für die Übung wird der Vorname als Initiale „L.“ geschrieben; diese Angabe folgt aus dem erfundenen Vornamen Lara und fügt keine neue Quelle hinzu. Der Titel steht vor der Zeitschrift. Band und Seitenbereich stehen bei der Zeitschrift. Eine fehlende DOI oder URL wird nicht durch eine Vermutung ersetzt. Wenn die vorliegende Quelle einen solchen Wert enthält, wird er aus dieser Quelle übernommen und anschließend erneut mit dem Eintrag verglichen.

Nun folgt der Abgleich in beide Richtungen. Der Kurzbeleg „(Beispiel, 2024)“ verweist auf „Beispiel, L. (2024)“ im Literaturverzeichnis. Nachname und Jahr stimmen überein. Der vollständige Eintrag ergänzt die Angaben, die im Kurzbeleg nicht stehen: Titel, Zeitschrift, Band und Seiten. Umgekehrt wird der Eintrag nicht als unbenutzte Zusatzliteratur stehen gelassen, denn im Beispielsatz erscheint der passende Kurzbeleg bereits im Text. Bei einer Abweichung, etwa „(Beispiel, 2023)“ im Text oder „Beispiel, M.“ im Verzeichnis, werden die vorhandenen Arbeitsdaten erneut gelesen, statt eine Angabe zu schätzen.

Beim Thema Gliederung einer Hausarbeit kann diese Abfolge als eigene Arbeitsnotiz dienen: zuerst die Angaben erfassen, dann Kurzbeleg und Eintrag bilden, zuletzt beide Formen vergleichen. Beim Quellenangaben richtig zitieren hilft derselbe Abgleich auch dann, wenn eine Angabe noch offen ist. Die offene Stelle bleibt sichtbar, bis sie an einer überprüfbaren Fundstelle geklärt ist. So enthält das Beispiel einen konkreten Kurzbeleg, einen dazu passenden vollständigen Eintrag und eine nachvollziehbare Prüfung ihrer Übereinstimmung.

Fortschrittsbalken für die einzelnen Ablaufstationen zu American Psychological Association zitieren

Abgrenzung und formale Prüfung trennen

Abgrenzung: Prüfe zuerst die Dokumentart der konkreten Quelle. Entscheide danach, ob der Text nach APA 7 oder nach den für deutschsprachige Manuskripte genannten DGPs-Richtlinien bearbeitet wird. Halte Urheber, Titel und Datum nur so fest, wie sie in der verwendeten Quelle ausgewiesen sind. Ergänze keine institutionellen Vorgaben, Fristen, Kosten oder anderen Angaben, die aus dem vorliegenden Leitfaden nicht hervorgehen.

Prüfe außerdem, ob die Quelle ein Buch oder einen Zeitschriftenbeitrag darstellt, sofern du die dafür genannten Erscheinungsangaben verwenden willst. Bei einem Zeitschriftenbeitrag kontrollierst du Zeitschriftentitel, Band und Seitenangaben. Bei einem Buch kontrollierst du Verlagsort und Verlag. Beschränke die Angabe auf die Bestandteile, die du für die konkrete Quelle geprüft hast.

Formale Prüfung: Vergleiche den Kurzbeleg mit der vollständigen Literaturangabe. Stimmen Urheber, Titelbezug und Erscheinungsjahr überein? Ist die Fundstelle vollständig erfasst? Ist die Literaturangabe alphabetisch eingeordnet? Bei gleicher Urheberschaft: Ist die chronologische Ordnung nach Erscheinungsjahr nachvollziehbar? Enthält das Literaturverzeichnis nur Literatur, die im Text verwendet wurde? Ist umgekehrt jede Quellenangabe aus dem Text im Literaturverzeichnis vertreten?

Nutze bei der Kontrolle ein Literaturverwaltungsprogramm nur als Unterstützung. Die Quelle empfiehlt Programme wie Citavi, RefWorks und Mendeley, weist aber zugleich darauf hin, dass die erzeugten Angaben auf Fehler geprüft werden müssen. Eine technische Ausgabe ersetzt daher nicht den Abgleich mit der Originalquelle.

Wer Plagiat vermeiden möchte, sollte die Herkunft jeder übernommenen Literaturangabe nachvollziehbar halten. Für die abschließende Prüfung von Quellenangaben richtig zitieren trennst du deshalb die inhaltliche Abgrenzung von der formalen Kontrolle. Erst wenn beide Prüfbereiche abgeschlossen sind, übernimmst du den Eintrag in deine Arbeit.

Quellen und Stand

Die Einordnung „American Psychological Association korrekt zitieren“ fasst den vollständigen Zusammenhang zusammen.

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Häufige Fragen zu American Psychological Association zitieren

Was bedeutet APA 7 beim Zitieren?

APA 7 bezeichnet im vorliegenden Leitfaden den Zitierstandard der siebten Ausgabe der American Psychological Association aus dem Jahr 2019. Prüfe, ob dieser Standard für deinen Text gewählt wurde.

Welche Richtlinien nennt die Quelle für deutschsprachige Manuskripte?

Für Manuskripte in deutscher Sprache nennt die Quelle die Richtlinien der vierten Auflage der Deutschen Gesellschaft für Psychologie aus dem Jahr 2019. Sie beziehen sich laut Quelle auf die APA-Richtlinien und sind an die deutsche Sprache angepasst.

Welche Angaben gehören zu einem Zeitschriftenbeitrag?

Die Quelle nennt bei Zeitschriften den Namen der Zeitschrift, den Band und Seitenangaben als Erscheinungsangaben. Übernimm diese Bestandteile nur, wenn die konkrete Quelle tatsächlich als Zeitschriftenbeitrag ausgewiesen ist.

Welche Angaben nennt die Quelle für Bücher?

Für Bücher nennt die Quelle Verlagsort und Verlag als Erscheinungsangaben. Prüfe die Dokumentart und übernimm die Angaben aus der verwendeten Quelle.

Wie müssen Textbeleg und Literaturverzeichnis zusammenpassen?

Eine Quellenangabe im Text wird in das Literaturverzeichnis aufgenommen. Umgekehrt soll das Literaturverzeichnis keine zusätzliche, im Text nicht verwendete Literatur enthalten. Vergleiche deshalb Kurzbeleg und vollständige Literaturangabe anhand desselben Datensatzes.

Wie wird das Literaturverzeichnis geordnet?

Die Quelle beschreibt eine alphabetische Ordnung nach den Nachnamen der Autorinnen und Autoren. Bei mehreren Quellen mit gleicher Urheberschaft wird nach dem Erscheinungsjahr geordnet.

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