Den Analyseplan vor der Auswertung ausarbeiten
Analyseplan vor der Auswertung schreiben
In diesem Beitrag bezeichnet „Analyseplan“ eine arbeitsnahe Vorbereitung. Dabei werden Fragestellung, zu bearbeitendes Material und geplantes Vorgehen im Hinblick auf die spätere Bearbeitung der Frage festgehalten.
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Word-Formatvorlage für die Abschlussarbeit
Der Analyseplan auf der einen Seite, ein sauber gesetztes Dokument auf der anderen: Deckblatt, Verzeichnisse, Kapitelgerüst und eidesstattliche Erklärung fertig eingerichtet, Überschriften als echte Formatvorlagen, ein Inhaltsverzeichnis, das sich selbst füllt, Seitenzahlen in zwei Nummernkreisen, römisch für die Verzeichnisse und arabisch ab der Einleitung. Kein fertiger Text, sondern das Gerüst. Keine Anmeldung.
Die Fragestellung als Bezugspunkt der Auswertung
Ein Analyseplan vor der Auswertung richtet die spätere Bearbeitung an der Fragestellung aus. Der Hauptteil ist der Ort, an dem die in der Einleitung genannte Frage behandelt wird. Außerdem gilt es, die Problemstellung im Blick zu behalten, weil sich daran die Relevanz des Materials bemisst. Der Plan kann diesen Bezug verdeutlichen: Notiere die Frage, benenne das Material und formuliere für jeden Abschnitt, welchen Beitrag er zur Frage leistet.
Damit gehört die Aufgabe in den Zusammenhang von wissenschaftliches Schreiben. Sie ersetzt weder die Fragestellung noch den Hauptteil, sondern macht die Verbindung zwischen beiden arbeitsfähig. Wer eine Forschungsfrage formulieren möchte, kann den Wortlaut anschließend als Prüfpunkt in den Plan übernehmen. Für die Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit ist dabei wesentlich, dass Einleitung und Hauptteil nicht losgelöst voneinander behandelt werden: Die Einleitung enthält unter anderem Frage, Hypothese, Gliederung, Begriffsklärungen und eine kurze Beschreibung der Literaturlage; der Hauptteil bearbeitet die dort beschriebene Frage.
Keine willkürliche Datensammlung steckt hinter dem Plan. Mögliche Arbeitsweisen mit Literatur und Informationen sind: beschreiben, vergleichen, systematisieren, analysieren und interpretieren. Welche Tätigkeit jeweils geplant ist, sollte direkt beim Material stehen. So entsteht keine Pauschalbehauptung, sondern eine prüfbare Zuordnung: Dieses Material wird mit dieser Tätigkeit bearbeitet, weil es zur Fragestellung gehört. Für das Hausarbeit schreiben und das Masterarbeit schreiben kann dieselbe Frage als Maßstab dienen, ohne Aussagen über die Anforderungen einzelner Arbeiten zu treffen.
Die fachliche Einordnung bleibt eng: Ein Analyseplan dient hier der Vorbereitung einer nachvollziehbaren Bearbeitung der Frage mit Literatur und Informationen. Lass Fristen, formale Vorgaben und institutionelle Erwartungen bewusst außen vor. Wenn solche Vorgaben geprüft werden sollen, ermittle sie aus den für die eigene Arbeit maßgeblichen Unterlagen.

Bestandteile des Plans in einer nachvollziehbaren Reihenfolge
Dieser Beitrag nutzt den Analyseplan als geordnete Notiz für die wichtigen Entscheidungen. Entscheidend ist nicht ein starres Formular, sondern die sichtbare Verbindung von Frage, Material, geplanter Bearbeitung und Gliederung. Kritisiert werden in Einleitungen fehlende Angaben zum methodischen Vorgehen, etwa zur Auswertung gefundener Literatur, sowie das Fehlen kurzer Beschreibungen der wichtigsten verwendeten Literatur. Daraus ergibt sich eine konkrete Prüfung: Halte im Plan fest, wie das Material im Hinblick auf die Frage bearbeitet werden soll, und notiere, welche Literatur dafür als wichtig eingeordnet wird.
- Fragestellung und Problemstellung: Übernimm die in der Einleitung beschriebene Frage. Ergänze die Problemstellung als Maßstab für die Materialauswahl. Ergebnis dieses Teils ist ein Bezugspunkt, gegen den jeder weitere Planpunkt geprüft werden kann.
- Begriffe und Ausgangslage: Notiere wichtige Begriffsklärungen sowie die kurze Beschreibung der Literaturlage, sofern diese in der Einleitung vorgesehen sind. Ergebnis ist eine Liste der Punkte, die vor der Bearbeitung geklärt oder beschrieben werden sollen.
- Material: Führe die Literatur und Informationen auf, die bearbeitet werden sollen. Kennzeichne die Literatur, deren kurze Beschreibung im Plan nicht fehlen soll. Ergebnis ist eine nachvollziehbare Materialbasis für die weitere Arbeit.
- Vorgehen: Ordne jedem Materialblock eine Tätigkeit zu: beschreiben, vergleichen, systematisieren, analysieren oder interpretieren. Ergebnis ist eine ausdrückliche Beschreibung des geplanten methodischen Vorgehens statt einer bloßen Literaturliste.
- Gliederung: Verteile die Bearbeitung auf Kapitel und, wenn erforderlich, Unterkapitel. Die Gliederung einer Hausarbeit kann als sichtbare Form dieser Ordnung geprüft werden. Ergebnis ist eine Reihenfolge, in der die Frage im Hauptteil behandelt werden soll.
Die Anwendung liegt in der Verknüpfung dieser Bestandteile. Ein Materialpunkt ohne Bezug zur Frage bleibt offen. Auch ein Kapitel ohne benannte Bearbeitung bleibt offen. Die wissenschaftliche Argumentation soll aus dem Beschreiben, Vergleichen, Systematisieren, Analysieren und Interpretieren entwickelt werden. Der Plan hält daher nicht nur Überschriften fest, sondern auch die Tätigkeit, aus der die Argumentation hervorgehen soll.
Für die weitere Ausarbeitung können Methoden wissenschaftlicher Arbeiten und qualitative und quantitative Forschung als eigene Themen geprüft werden. Der vorliegende Plan ersetzt keine Beschreibung solcher Methoden; er verlangt lediglich, das geplante Vorgehen bei der Auswertung nicht auszulassen.
Ablauf: vom Material zur geplanten Argumentation
- Frage abschreiben und sichtbar platzieren. Setze die in der Einleitung beschriebene Frage an den Anfang des Plans. Prüfe danach jeden weiteren Eintrag in Bezug auf diese Frage. Ergebnis: Die Bearbeitung erhält einen eindeutigen Bezugspunkt.
- Problemstellung daneben notieren. Formuliere im Plan, welches Material für die Problemstellung bearbeitet werden soll. Prüfe so, ob das Material zur Problemstellung passt. Ergebnis: Für jeden Materialpunkt ist eine Relevanzprüfung vorgesehen.
- Material katalogisieren. Listi das verfügbare Inventar auf und kennzeichne jene Schriften, die einer kurzen Vorstellung bedürfen. Resultat: Das Konzept besitzt sowohl die materielle Basis als auch einen Platz für die Kurzdokumentation essenzieller Werke.
- Bearbeitungstätigkeit zuordnen. Bestimme für jeden Materialabschnitt explizit, ob Beschreiben, Vergleichen, Systematisieren, Analysieren oder Interpretieren ansteht. Ergebnis: Das Verfahren für die Auswertung ist definiert.
- Abschnitte bilden. Ordne die Materialblöcke als Kapitel und bei Bedarf als Unterkapitel. Verbinde jede Überschrift mit der Frage, die dort bearbeitet wird. Ergebnis: Der Hauptteil ist als geordnete Bearbeitung der Frage vorbereitet.
- Argumentationslinie prüfen. Lies die Zuordnung von Frage, Material, Tätigkeit und Abschnitt nacheinander. Entferne oder überarbeite einen Punkt, wenn sein Bezug zur Fragestellung nicht begründet werden kann. Ergebnis: Der Plan unterstützt eine logische Argumentation und trennt Wesentliches von Unwesentlichem anhand der Frage.
Dieser Ablauf verbindet die genannten Elemente, ohne zusätzliche Anforderungen zu setzen. Wer Literaturverzeichnis erstellen, Quellenangaben richtig zitieren oder Zitierweisen auswählen muss, sollte diese Aufgaben als getrennte Prüfpunkte neben dem Analyseplan führen. Für deutsche Zitierweise und Harvard-Zitierweise ist hier keine Auswahlregel behauptet; prüfe die passende Form anhand der für den eigenen Text maßgeblichen Unterlagen.
Am Ende steht eine Arbeitsfolge, nicht bereits die Auswertung selbst: Die Frage ist vorhanden, das Material ist zugeordnet, die Bearbeitungstätigkeit ist benannt und die Kapitelstruktur ist vorbereitet. Bei jedem Schritt entsteht damit ein konkretes Ergebnis, das im nächsten Schritt kontrolliert werden kann.
Kurzes Beispiel einer durchgängigen Anwendung
Das folgende Beispiel verwendet nur neutrale Platzhalter und ergänzt keine fachlichen Aussagen. Eine Person plant einen Text zu einer selbst formulierten Frage über zwei ausgewählte Texte. Im Plan steht zuerst die Frage. Darunter werden Text A und Text B als Material notiert. Neben beiden Einträgen steht: „vergleichen und analysieren“. Als nächster Punkt wird festgehalten, welche Begriffe vor der Bearbeitung geklärt werden sollen und welche Literatur kurz beschrieben werden soll.
Anschließend sind zwei Kapitel vorgesehen. Im ersten steht die Arbeitsnotiz „Text A in Bezug auf die Frage beschreiben und analysieren“, im zweiten die Arbeitsnotiz „Text B in Bezug auf die Frage beschreiben und analysieren“. Ein dritter Planungspunkt lautet: „Beide Bearbeitungen vergleichen und für die Frage systematisieren“. So entsteht eine Reihenfolge, in der Material und Tätigkeit nicht getrennt nebeneinanderstehen, sondern auf die Frage bezogen sind.
Für die Kontrolle liest die Person jeden Eintrag im Hinblick auf die Frage. Bei einem Notizzettel ohne erkennbaren Bezug wird nicht behauptet, dass er wichtig sei, sondern seine Relevanz wird geprüft. Bei einem Materialpunkt ohne Tätigkeit wird konkret ergänzt, ob er beschrieben, verglichen, systematisiert, analysiert oder interpretiert werden soll. So erhält die spätere wissenschaftliche Argumentation eine sichtbare Grundlage aus den vorgesehenen Bearbeitungsschritten.
Das Beispiel zeigt auch eine Abgrenzung: Es legt keine Aussage über Inhalte, Epochen, Zahlen oder Ergebnisse der beiden Texte fest. Es beschreibt allein die Vorbereitung der Auswertung. Bevor Übernahmen in den Text gelangen, kann zusätzlich geprüft werden, wie sich Plagiat vermeiden lässt. Diese Prüfung ist neben dem Analyseplan zu dokumentieren, nicht als Ersatz für die Verbindung von Frage, Material und Vorgehen.

Zwei Prüfungen: inhaltliche Passung und formale Kontrolle
Inhaltliche Prüfung: Prüfe zunächst die Definition im eigenen Plan: Steht dort wirklich eine geordnete Verbindung von Fragestellung, Material, Bearbeitung und Gliederung? Prüfe danach die zentralen Merkmale. Die Frage aus der Einleitung muss sichtbar sein; die Problemstellung muss als Maßstab für die Relevanz des Materials verwendet werden; das geplante Vorgehen bei der Auswertung muss benannt sein; wichtige verwendete Literatur muss für eine kurze Beschreibung erkennbar sein. Prüfe schließlich die Anwendung: Zu jedem Materialblock sollte eine der genannten Tätigkeiten notiert sein, und jeder Abschnitt sollte zur Bearbeitung der Frage beitragen.
- Kann für jede Materialstelle gerechtfertigt werden, warum sie zum Anliegen passt?
- Erkennt man am Material, ob es dargestellt, verglichen, sortiert, untersucht oder gedeutet wird?
- Zeigt die Gliederung von Kapiteln und Unterkapiteln, wo die Fragestellung bearbeitet wird?
- Versteht man, aus welchem Prozess die argumentative Logik hervorgehen soll?
Abgrenzungsprüfung: Trenne den Analyseplan von Aufgaben, die er nicht beantwortet. Der Plan legt in diesem Beitrag keine Zitierweise fest und ersetzt keine Prüfung von Quellenangaben. Er entscheidet auch nicht über eine bestimmte Forschungsmethode. Wenn eine dieser Fragen offen ist, ermittle die erforderlichen Angaben aus den für die eigene Arbeit maßgeblichen Unterlagen und halte sie getrennt vom Plan fest. Diese Trennung verhindert, dass eine Literaturliste, eine Formfrage oder eine Überschrift fälschlich als Beschreibung des Auswertungsvorgehens behandelt wird.
Formale Prüfung: Kontrolliere, ob die Arbeitsnotizen lesbar und einheitlich angeordnet sind: zuerst Frage und Problemstellung, danach Begriffe und Literaturlage, anschließend Material, Tätigkeit sowie Kapitel. Prüfe außerdem, ob jeder Eintrag ein Ergebnis des vorherigen Schritts aufnimmt. Die formale Kontrolle betrifft die Ordnung des Plans; sie ist von der inhaltlichen Relevanzprüfung getrennt. Wenn eine kurze Beschreibung wichtiger Literatur oder das geplante Vorgehen fehlt, ergänze genau diesen fehlenden Planpunkt, statt eine ungeprüfte Schlussfolgerung hinzuzufügen.
Der abschließende Test lautet: Kann jeder Abschnitt über Frage, Material und Bearbeitungstätigkeit mit der Problemstellung verbunden werden? Falls nein, überprüfe den Eintrag erneut in Bezug auf die Fragestellung. So bleibt der rote Faden als Ergebnis der begründeten Auswahl und Bearbeitung sichtbar.
Quellen und Stand
- Aufbau wissenschaftlicher Arbeiten: gonline.univie.ac.at (Stand: 2026-08-24)
Die Einordnung „Den Analyseplan vor der Auswertung ausarbeiten“ fasst den vollständigen Zusammenhang zusammen.