Wie lässt sich der Absatzabstand nach DIN 5008 in Word einstellen?
Absatzabstand einstellen: DIN 5008, Hochschulbeispiele und Word-Schritte
Der Absatzabstand in Word ist eine Einstellung am Absatz, kein getippter Leerraum. Hochschulen legen ihn in ihren Formatvorgaben unterschiedlich fest. Dieser Artikel zeigt, was eine Klett-Wiedergabe der DIN 5008 dazu sagt, welche Werte drei Hochschulen nennen und wie man den Abstand in Word konkret einstellt.
Was DIN 5008 zu Absätzen sagt
Der Absatzabstand ist in Word eine Einstellung des Absatzes und keine leere Zeile, die man tippt. Dieser Unterschied hat praktische Folgen: Eine getippte Leerzeile legt einen eigenständigen Absatz ins Dokument, der bei einer späteren Formatänderung einzeln gesucht und entfernt werden muss. Eine Absatzabstandeinstellung dagegen wirkt auf alle Absätze einer Formatvorlage zugleich und lässt sich mit wenigen Klicks anpassen.
Das Online-Material des Ernst Klett Verlags gibt Auszüge der DIN 5008 wieder. Im entsprechenden Abschnitt zu Absätzen steht dort, dass Texte bei Bedarf in Absätze gegliedert werden und sich vor sowie nach jedem Absatz eine Leerzeile befindet. Im Abschnitt zum Geschäftsbrief heißt es außerdem, dass Absätze, sofern sie erforderlich sind, durch je eine Leerzeile voneinander getrennt werden. Das Klett-Material bezieht sich damit auf Schriftstücke wie den Geschäftsbrief. Die Norm selbst ist kostenpflichtig und wurde für diesen Artikel nicht eingesehen.
Wer wissen möchte, was der Zeilenabstand nach DIN 5008 im genauen Wortlaut vorschreibt, muss die Norm direkt beschaffen und prüfen. Hochschulen können für Abschlussarbeiten eigene Abstände vorgeben, sodass die Norm nicht automatisch die maßgebliche Formatvorgabe einer Seminar- oder Abschlussarbeit ist. Welcher Abstand gilt, steht im Leitfaden des eigenen Fachbereichs oder in den Hinweisen der betreuenden Person.
Das Klett-Material richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die Schriftstücke im beruflichen Kontext verfassen. Wer eine wissenschaftliche Arbeit schreibt, findet die verbindliche Vorgabe nicht in diesem Material, sondern in den Richtlinien des jeweiligen Instituts oder Lehrstuhls. Was die Norm im Wortlaut zu Abschlussarbeiten ausführt, lässt sich aus den Klett-Auszügen nicht ablesen, da diese Auszüge andere Schriftstücke im Blick haben.

Hochschulen legen den Absatzabstand fest
Die Abstände nach DIN 5008, wie sie das Klett-Material wiedergibt, nennen eine Leerzeile vor und nach dem Absatz. Drei Hochschulbeispiele zeigen, dass feste Punktwerte in den Formatvorgaben vorkommen. Welcher Wert gilt, hängt von der jeweiligen Quelle ab:
| Quelle | Vorgabe zum Absatz | Hinweis |
|---|---|---|
| FAU Erlangen-Nürnberg, Institut für Pädagogik | 6 pt nach dem Absatz | Zusammen mit Arial 12 pt und 2,0-zeiligem Fließtext, gilt auch im Inhalts- und Literaturverzeichnis |
| TU Dortmund, Lehrstuhl Unternehmensrechnung und Controlling | Halbe Zeile (6 pt) zwischen Absätzen | Leerzeilen als Absatzabstand gelten dort ausdrücklich als zu groß |
| DHBW Heilbronn | 1,5-zeilig plus 6 Punkt am Absatzende | Betreuende können abweichende Vereinbarungen treffen |
| Klett-Wiedergabe der DIN 5008 | Leerzeile vor und nach dem Absatz | Bezieht sich auf Schriftstücke wie den Geschäftsbrief |
In Erlangen-Nürnberg steht die Absatzabstandvorgabe zusammen mit der Schriftart Arial 12 Punkt und einem 2,0-zeiligen Fließtext. In Dortmund werden Leerzeilen als Absatzabstand ausdrücklich als zu groß und lesbarkeitsmindernd eingestuft. Die DHBW Heilbronn legt für den Standort Heilbronn 1,5-zeiligen Text mit 6 Punkt am Absatzende fest und hält dabei ausdrücklich fest, dass die wissenschaftlich Betreuenden abweichende Vereinbarungen treffen können.
Das Ergebnis aus diesen vier Quellen: Dreimal wird ein fester Abstandswert in Punkt genannt, die Klett-Wiedergabe der Norm nennt eine Leerzeile. Die Werte hängen also von der jeweiligen Quelle ab. Keine dieser Angaben gilt für andere Institute, andere Lehrstühle oder andere Hochschulen. Wie viele Hochschulen insgesamt einen bestimmten Wert verwenden, lässt sich aus diesen Beispielen nicht ableiten. Verbindlich ist allein die Vorgabe des eigenen Fachbereichs oder der betreuenden Person.
Absatzabstand in Word einstellen: Schritt für Schritt
Microsoft beschreibt in seiner Support-Dokumentation zwei Wege, den Absatzabstand in Word festzulegen. Für einzelne Absätze oder eine Auswahl geht man nach folgenden Schritten vor:
- Cursor in den Absatz setzen oder die gewünschten Absätze markieren.
- Auf den Reiter Layout wechseln.
- Unter Abstand die Felder Vor und Nach aufrufen und die gewünschten Werte eintragen.
- Für das gesamte Dokument alternativ über Entwurf und Absatzabstand einen voreingestellten Wert wählen oder Benutzerdefinierter Absatzabstand aufrufen und eigene Zahlen festlegen.
Die Werte in den Feldern Vor und Nach lassen sich mit den Pfeiltasten schrittweise anpassen oder durch direkte Zahleneingabe setzen. Die genauen Bezeichnungen der Menüpunkte können je nach Word-Version leicht abweichen.
Wer Formatvorlagen in Word für die Abschlussarbeit einrichtet, kann den Absatzabstand direkt in der Formatvorlage hinterlegen. Damit gilt der eingestellte Wert automatisch für alle Absätze, die dieser Vorlage zugewiesen sind. Redaktioneller Vorschlag: Den Wert aus der Formatvorgabe des Fachbereichs in die Vorlage eintragen, also zum Beispiel 6 Punkt nach dem Absatz, wenn die Vorgabe diesen Wert nennt. Welcher Wert für die eigene Arbeit richtig ist, ergibt sich aus der jeweiligen Formatvorgabe, nicht aus dem Word-Dialog.
Die Microsoft-Support-Seite beschreibt ausschließlich die Bedienschritte. Eine Aussage darüber, welcher Abstandswert inhaltlich korrekt ist, trifft sie nicht. Diese Entscheidung liegt bei der Hochschule, dem Institut oder dem Lehrstuhl, dessen Formatvorgabe für die Arbeit gilt.
Leerzeilen als Absatzabstand vermeiden
Laut den Richtlinien des Lehrstuhls Unternehmensrechnung und Controlling der TU Dortmund sind Abstände zwischen Absätzen, die durch Leerzeilen erzeugt werden, zu groß und wirken sich negativ auf die Lesbarkeit aus. Dieselben Richtlinien geben für Überschriften einen vorangehenden Abstand von 18 Punkt und einen nachfolgenden Abstand von 6 Punkt an. Auch bei Überschriften werden also feste Punktwerte genannt, keine getippten Leerzeilen.
Das Institut für Pädagogik der FAU Erlangen-Nürnberg verlangt, den Absatzabstand in der gesamten Arbeit als Einstellung auf 6 Punkt nach zu setzen, ausdrücklich auch im Inhaltsverzeichnis und im Literaturverzeichnis. Eine getippte Leerzeile ist im Dokument ein eigener Absatz, keine Einstellung des Absatzabstands; wer diese Vorgabe technisch umsetzen will, sollte deshalb die Einstellung verwenden statt eine Leerzeile zu tippen.
Redaktioneller Vorschlag: Den Absatzabstand in die Formatvorlage legen, statt Leerzeilen zu tippen. Dann genügt eine einzige Einstellung, um den Abstand im gesamten Dokument zu ändern. Getippte Leerzeilen müssen dagegen einzeln gesucht und entfernt werden, was bei langen Dokumenten zeitaufwendig ist. Das gilt besonders bei der Formatierung der Masterarbeit, weil ein umfangreiches Dokument viele Absätze enthält und Leerzeilen im laufenden Text nicht immer sofort auffallen. Dieser Vorschlag ist eine praktische Empfehlung und keine Regel einer bestimmten Hochschule.
Welche Formatvorlage und welcher Abstandswert für die eigene Arbeit gelten, ergibt sich aus den Hinweisen des Fachbereichs oder der betreuenden Person. Die hier genannten Beispiele aus Dortmund und Erlangen-Nürnberg beziehen sich auf konkrete Institute und Lehrstühle und lassen sich nicht auf andere Hochschulen übertragen.

Grenzen der Quellen: Was bleibt offen
Die Quellen zeigen Beispiele von drei Hochschulen, eine Wiedergabe der Norm und eine Anleitung von Microsoft, sie ersetzen nicht die eigene Formatvorgabe und nicht die Prüfungsordnung. Wer eine wissenschaftliche Arbeit schreibt, muss die verbindliche Formatvorgabe direkt beim eigenen Fachbereich, Lehrstuhl oder bei der betreuenden Person erfragen.
Die Hochschulangaben in diesem Artikel gelten für ein Institut oder einen Lehrstuhl: Die FAU-Vorgabe gilt für das Institut für Pädagogik, die Dortmunder Vorgabe für den Lehrstuhl Unternehmensrechnung und Controlling, die DHBW-Richtlinien für den Standort Heilbronn. Was andere Institute, andere Lehrstühle oder andere Standorte vorschreiben, lässt sich daraus nicht ableiten.
Was die DIN 5008 im Wortlaut zu Abschlussarbeiten vorschreibt, geht aus den Klett-Auszügen nicht hervor, weil diese Auszüge Schriftstücke wie den Geschäftsbrief behandeln. Die Norm selbst ist kostenpflichtig und wurde für diesen Artikel nicht eingesehen. Wer das Layout der Hausarbeit an der DIN 5008 ausrichten möchte, muss die Norm direkt beschaffen und prüfen, ob sie für die eigene Arbeit überhaupt verbindlich ist.
Die Hinweise zu Word stammen von Microsoft und beschreiben ausschließlich die Bedienschritte, nicht den inhaltlich richtigen Abstandswert für eine bestimmte Arbeit. Der Stand der Quelldokumente ist außerdem unterschiedlich: Hochschulrichtlinien werden aktualisiert, und die hier genannten Angaben können sich inzwischen geändert haben. Eine Prüfung der aktuellen Fassung beim jeweiligen Fachbereich oder auf der offiziellen Seite der Hochschule ist deshalb sinnvoll. Aussagen zu Benotung oder Prüfungsergebnissen lassen sich aus diesen Angaben nicht ableiten.
Quellen und Stand
- Ernst Klett Verlag: Online-Material Regeln der DIN 5008 (Auszüge der Norm): www.klett.de (geprüft am 2026-10-01)
- Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Institut für Pädagogik: Bachelorarbeit, formale Gestaltung: www.paedagogik.phil.fau.de (geprüft am 2026-10-01)
- TU Dortmund, Lehrstuhl Unternehmensrechnung und Controlling: Richtlinien für die formale Gestaltung (Version 4.1): uc.wiwi.tu-dortmund.de (geprüft am 2026-10-01)
- DHBW Heilbronn: Richtlinien zur Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten (Version vom 26.03.2024): www.heilbronn.dhbw.de (geprüft am 2026-10-01)
- Microsoft Support: Ändern des Abstands zwischen Absätzen (Word): support.microsoft.com (geprüft am 2026-10-01)