Die Selbstständigkeitserklärung im wissenschaftlichen Arbeiten
Selbstständigkeitserklärung verständlich erklärt
Die Selbstständigkeitserklärung steht am Ende oder im Anhang einer Facharbeit und bezieht sich auf eigenständiges Arbeiten, verwendete Hilfsmittel und kenntlich gemachte Quellenübernahmen.
Wozu die Selbstständigkeitserklärung dient
Eine Selbstständigkeitserklärung wird bei schriftlichen Leistungsnachweisen verwendet. Der belegte Hochschulkontext umfasst unter anderem Seminar-, Bachelor- und Masterarbeiten. Auch bei Facharbeiten im schulischen Bereich kommt sie zur Anwendung. Im Studium steht sie im Zusammenhang mit dem Nachweis eigenständigen wissenschaftlichen Arbeitens.
Mit der Erklärung wird versichert, dass die Arbeit eigenhändig und ohne fremde Hilfe entstanden ist. Außerdem betrifft sie die angegebenen Hilfsmittel sowie die Kennzeichnung wörtlicher und sinngemäßer Übernahmen durch Zitate.
Damit lassen sich drei Inhalte unterscheiden: die eigene Erstellung, die verwendeten Hilfsmittel und der Umgang mit übernommenen Textstellen. Diese Punkte beschreiben, was mit der Erklärung versichert wird.
Bei einer Facharbeit kann die Erklärung am Schluss der Arbeit oder im Anhang stehen. Ihr genauer Inhalt richtet sich nach der jeweiligen Universität. Liegt von der einreichenden Institution ein Muster vor, ist dieses für den konkreten Text heranzuziehen.
Für die Einordnung genügt daher eine Prüfung dieser belegten Inhalte. Aussagen zu Rechtsfolgen, Terminen oder weiteren Anforderungen ergeben sich daraus nicht.

Begriff, Merkmale und Bestandteile
Eine Selbstständigkeitserklärung ist eine Erklärung zur Anfertigung einer schriftlichen Arbeit. Mit ihr werden die eigenhändige Erstellung ohne fremde Hilfe, die angegebenen Hilfsmittel sowie die Kennzeichnung direkter und sinngemäßer Übernahmen durch Zitate versichert.
Für die Prüfung des Aufbaus können diese Merkmale nacheinander betrachtet werden. Zuerst wird die betroffene Arbeit bestimmt. Danach folgen die eigene Erstellung, die Hilfsmittel und die Kennzeichnung übernommener Inhalte. Zum Schluss ist zu klären, ob die einreichende Institution ein Muster bereitstellt.
- Bezug zur Arbeit: Kläre, auf welche schriftliche Arbeit sich die Erklärung bezieht. Die belegten Anwendungsfelder umfassen Facharbeiten sowie schriftliche Prüfungen an Universitäten.
- Eigene Erstellung: Prüfe, ob die Erklärung die eigenhändige Anfertigung und das Arbeiten ohne fremde Hilfe umfasst.
- Hilfsmittel: Prüfe, ob die verwendeten Hilfsmittel als angegeben berücksichtigt werden.
- Übernahmen: Prüfe, ob wörtlich und sinngemäß übernommene Inhalte durch Zitate kenntlich gemacht werden.
- Muster der Institution: Ermittle anhand der Unterlagen der einreichenden Institution, ob ein vorgegebenes Muster vorhanden ist. Wird ein solches Muster bereitgestellt, ist es zu verwenden.
Die Reihenfolge ordnet die belegten Inhalte, ohne weitere Bestandteile vorauszusetzen. Sie berücksichtigt neben der eigenen Erstellung auch Hilfsmittel und Zitate.
Der Wortlaut kann unterschiedlich ausfallen, wenn die üblichen Aspekte des Dokuments enthalten sind. Für die konkrete Fassung ist deshalb zuerst ein vorhandenes institutionelles Muster zu prüfen. Ohne eine solche Vorgabe bieten die genannten Bestandteile eine inhaltliche Orientierung. Aussagen über weitere Formen, Plätze im Dokument oder zusätzliche Bestandteile sind hier nicht belegt.
Schritt für Schritt zur eigenen Anwendung
Die Umsetzung beginnt mit einer Prüfung des konkreten Arbeitskontexts. Ermittle zunächst, ob es sich um eine Facharbeit oder um einen anderen schriftlichen Leistungsnachweis handelt. Als belegte Beispiele für schriftliche Uni-Prüfungen nennt die Quelle Seminararbeiten, Bachelorarbeiten und Masterarbeiten. Das Ergebnis dieses Schritts ist eine klare Zuordnung der eigenen Arbeit zu dem vorhandenen Kontext, ohne zusätzliche Kategorien anzunehmen.
- Arbeitsart erfassen: Lies die Bezeichnung deiner Arbeit aus den vorhandenen Unterlagen ab. Ergebnis ist die konkrete Arbeitsbezeichnung, auf die sich die Erklärung beziehen soll.
- Vorgabe suchen: Prüfe die Unterlagen der einreichenden Institution auf ein vorgefertigtes Muster. Ergebnis ist entweder das gefundene Muster oder eine dokumentierte Prüfung, dass die Quelle des Musters noch ermittelt werden muss.
- Erstellung abbilden: Formuliere den Teil der Erklärung so, dass eigenhändige Erstellung und Arbeiten ohne fremde Hilfe angesprochen werden. Ergebnis ist ein Textbestandteil zur eigenen Erstellung.
- Hilfsmittel berücksichtigen: Vergleiche den Entwurf mit den tatsächlich angegebenen Hilfsmitteln. Ergebnis ist ein auf die eigene Arbeit bezogener Abschnitt zu den verwendeten Hilfsmitteln.
- Übernahmen prüfen: Untersuche die Arbeit auf wörtliche und sinngemäße Übernahmen und prüfe, ob diese durch Zitate kenntlich gemacht wurden. Ergebnis ist eine getrennte Prüfung beider Übernahmearten.
- Bestandteile zusammenführen: Ordne die geprüften Inhalte in einer zusammenhängenden Erklärung. Ergebnis ist ein Entwurf, der die belegten gängigen Aspekte des Dokuments enthält.
- Abgabeort prüfen: Ermittle anhand der konkreten Arbeitsunterlagen, ob die Erklärung am Ende oder im Anhang vorgesehen ist. Ergebnis ist eine Platzierungsentscheidung, die auf den verfügbaren Unterlagen beruht.
Bei jedem Schritt bleibt die Quelle der Maßstab für den Inhalt. Aussagen über weitere Folgen, verbindliche Fristen oder besondere institutionelle Regeln werden nicht ergänzt, wenn dafür keine direkte Belegstelle vorliegt.
Durchgängiges Beispiel für die Anwendung
Eine Person hat eine schriftliche Arbeit erstellt und möchte die Selbstständigkeitserklärung vorbereiten. Die konkrete Arbeitsart wird zuerst aus den Unterlagen übernommen. Danach wird geprüft, ob die einreichende Institution ein vorgefertigtes Muster bereitstellt. Wird ein Muster gefunden, bildet dieses die Grundlage für den weiteren Entwurf.
Für den Inhalt werden anschließend die belegten Merkmale einzeln betrachtet. Die Person prüft, ob sie die Arbeit eigenhändig und ohne fremde Hilfe erstellt hat. Danach gleicht sie ab, welche Hilfsmittel angegeben wurden. Im nächsten Schritt untersucht sie den Text auf wörtliche und sinngemäße Übernahmen. Beide Arten werden darauf geprüft, ob sie durch Zitate kenntlich gemacht sind.
Der daraus entstehende Entwurf enthält somit eine Aussage zur eigenhändigen Erstellung, eine Aussage zum Arbeiten ohne fremde Hilfe, einen Bezug zu den angegebenen Hilfsmitteln und einen Bezug zur Kennzeichnung wörtlicher sowie sinngemäßer Übernahmen. Die Person gleicht diesen Entwurf anschließend mit dem gefundenen Muster ab.
Prüfbeispiel: Bezieht sich der Entwurf auf die eigene schriftliche Arbeit, nennt er die eigenhändige Erstellung, berücksichtigt er die angegebenen Hilfsmittel und behandelt er wörtliche sowie sinngemäße Übernahmen durch Zitate?
Dieses Beispiel beschreibt keine zusätzliche institutionelle Regel und nennt keine Frist. Es zeigt nur, wie die belegten Bestandteile nacheinander auf eine konkrete schriftliche Arbeit angewendet werden. Falls kein Muster auffindbar ist, lautet der nächste sichere Schritt: Ermittle die Vorgabe aus den offiziellen Unterlagen der einreichenden Institution, bevor du einen endgültigen Wortlaut festlegst.
Für die Platzierung prüft die Person außerdem die Unterlagen darauf, ob die Erklärung am Ende oder im Anhang der Arbeit stehen soll. Damit wird die belegte Möglichkeit einer Platzierung berücksichtigt, ohne eine nicht belegte allgemeine Vorgabe zu formulieren.

Definition, Abgrenzung und formale Prüfung
Der Qualitätscheck besteht aus zwei sichtbar getrennten Bereichen: der inhaltlichen Abgrenzung und der formalen Prüfung. Beide Bereiche beantworten unterschiedliche Fragen und sollten nicht vermischt werden.
Inhaltliche Abgrenzung: Prüfe zuerst die Definition. Bezeichnet der Text eine Erklärung zur eigenen schriftlichen Arbeit? Danach prüfst du die zentralen Merkmale: eigenhändige Erstellung, Arbeiten ohne fremde Hilfe, Verwendung der angegebenen Hilfsmittel sowie Kennzeichnung wörtlicher und sinngemäßer Übernahmen durch Zitate.
- Ist der Bezug zu einer schriftlichen Arbeit erkennbar?
- Ist die eigenhändige Erstellung berücksichtigt?
- Ist das Arbeiten ohne fremde Hilfe berücksichtigt?
- Werden die angegebenen Hilfsmittel angesprochen?
- Werden wörtliche Übernahmen berücksichtigt?
- Werden sinngemäße Übernahmen berücksichtigt?
- Wird für beide Übernahmearten die Kenntlichmachung durch Zitate geprüft?
Danach folgt die Anwendungsprüfung. Ermittle, ob die Erklärung für eine Facharbeit oder für einen anderen belegten schriftlichen Leistungsnachweis vorbereitet wird. Prüfe außerdem, ob ein vorgefertigtes Muster der einreichenden Institution vorhanden ist. Wenn ein Muster vorliegt, vergleiche den Entwurf damit.
Formale Prüfung: Prüfe getrennt, ob die Erklärung am Ende oder im Anhang der Arbeit vorgesehen ist. Ermittle diese Platzierung aus den konkreten Unterlagen. Prüfe anschließend, ob der Entwurf die geprüften Bestandteile in einer verständlichen Reihenfolge wiedergibt.
Zur formalen Prüfung gehört außerdem der Abgleich des Wortlauts mit den vorhandenen Vorgaben. Der genaue Inhalt kann von der jeweiligen Universität abhängen. Deshalb darf ein allgemeiner Entwurf nicht ungeprüft als institutionelles Muster behandelt werden. Fehlt eine direkte Vorgabe, dokumentiere die offene Prüfhandlung und ergänze keine unbelegte Regel.
Zum Abschluss trennst du belegte Aussagen von nicht belegten Annahmen. Aussagen zu Rechtsfolgen, Fristen, Zuständigkeiten, zusätzlichen Voraussetzungen oder einer garantierten Wirkung werden nur aufgenommen, wenn die Unterlagen sie ausdrücklich tragen. Andernfalls bleibt die konkrete Prüfung der offiziellen Unterlagen als nächster Schritt bestehen.
Passende nächste Schritte
Quellen und Stand
- Fachquelle: www.bachelorprint.de (geprüft am 2026-08-15)