Hiermit erkläre: Eidesstattliche Erklärung prüfen
Hiermit erkläre Eidesstattliche Erklärung Vorlage
Eine eidesstattliche Erklärung lässt sich als prüfbare Textaufgabe bearbeiten: Formulierung erfassen, Aussagen zu Selbstständigkeit und Hilfsmitteln prüfen und die Angaben am Ende kontrollieren.
Von der Vorlage zur konkreten Fachfrage
Die Formulierung „Hiermit erkläre“ sollte nicht isoliert betrachtet werden. Für eine fachlich prüfbare Bearbeitung lautet die konkrete Fachfrage: Welche Aussagen enthält die vorliegende eidesstattliche Erklärung, und welche Textbestandteile müssen im eigenen Dokument nachvollziehbar überprüft werden? Das überprüfbare Arbeitsergebnis ist eine geordnete Auswertung mit den Elementen Erklärung, Arbeitsweise, Hilfsmittel, Quellenkenntlichmachung sowie Ort, Datum und Unterschrift.
Die vorliegende Musterformulierung erklärt, dass die Arbeit selbstständig angefertigt wurde und dabei nur ausgewiesene Hilfsmittel verwendet wurden. Außerdem wird festgehalten, dass aus gedruckten oder im Internet verfügbaren Werken übernommene Stellen kenntlich gemacht wurden. Die Vorlage nennt dafür genaue Quellenangaben. Am Ende stehen Platzhalter für Ort, Datum, Unterschrift sowie Vorname und Nachname. Diese Aussagen bilden den belegten Rahmen der Auswertung.
Damit wird keine zusätzliche Aussage über eine bestimmte Hochschule, Fakultät, Prüfungsordnung, Frist, Zulassung oder Rechtsfolge eingeführt. Solche Angaben gehören nur dann in eine Bearbeitung, wenn dafür eine eigene direkte Quelle vorliegt. Für wissenschaftliches Schreiben ist deshalb zwischen dem belegten Wortlaut und einer nicht belegten Ergänzung zu trennen. Auch beim Hausarbeit schreiben oder beim Masterarbeit schreiben darf die Musterformulierung nicht automatisch auf eine andere örtliche oder institutionelle Vorgabe übertragen werden.
Die Fachfrage bleibt dadurch eng: Nicht die gesamte Prüfungsorganisation wird untersucht, sondern der Inhalt der Erklärung und seine überprüfbare Anwendung im eigenen Text. Wer zusätzlich eine Forschungsfrage formulieren möchte, bearbeitet eine andere Aufgabe. Aus der vorliegenden Formulierung lässt sich nur der genannte Inhalt sicher ableiten. Ordne deine Begründung nachvollziehbar und verweise für die Prüfung auf wissenschaftliche Argumentation.

Bestandteile in nachvollziehbarer Reihenfolge
Der Aufbau beginnt mit der Fachfrage für „Hiermit erkläre Eidesstattliche Erklärung Vorlage“. Danach wird die direkte Quelle ausgewertet. Maßgeblich sind die in der Vorlage enthaltenen Aussagen: selbstständige Anfertigung, beschränkte Verwendung ausgewiesener Hilfsmittel, Kennzeichnung übernommener Stellen und genaue Quellenangaben. Anschließend werden die benötigten Textdaten geordnet. Dazu gehören der Erklärungstext sowie die vorgesehenen Angaben zu Ort, Datum, Unterschrift und Name.
- Fachfrage festlegen: Formuliere schriftlich, welche Aussagen der Erklärung geprüft werden sollen. Ein geeigneter Fokus ist der Zusammenhang zwischen eigener Anfertigung, verwendeten Hilfsmitteln und Quellenangaben.
- Direkte Quelle auswerten: Lies die Musterformulierung vollständig und notiere nur Aussagen, die dort ausdrücklich stehen. Der Ausdruck „Hiermit erkläre“ wird dabei als Einstieg der Erklärung erfasst.
- Kriterien bestimmen: Prüfe, ob die Bearbeitung die vier inhaltlichen Punkte Selbstständigkeit, ausgewiesene Hilfsmittel, gekennzeichnete Übernahmen und genaue Quellenangaben abdeckt. Ergänzend werden die vorgesehenen Abschlussangaben betrachtet.
- Material ordnen: Lege den Erklärungstext und die persönlichen Eintragungsfelder getrennt ab. So bleibt erkennbar, welche Textteile aus der Vorlage stammen und welche Angaben erst im eigenen Dokument eingesetzt werden.
- Arbeitsschritt umsetzen: Übertrage die Auswertung in eine klare Reihenfolge. Eine mögliche Ordnung ist Erklärung, Arbeitsweise, Quellenbezug und Abschlussangaben. Das ist eine Darstellungsentscheidung für die Prüfung, keine zusätzliche Aussage über eine institutionelle Vorgabe.
- Ergebnis prüfen: Vergleiche den fertigen Text mit den festgelegten Kriterien. Markiere jede Aussage, die nicht unmittelbar aus der direkten Quelle hervorgeht, und entferne sie oder führe dafür eine gesonderte Quelle an.
Diese Ordnung lässt sich in die Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit einfügen, ohne den Inhalt der Erklärung zu erweitern. Für die Gliederung einer Hausarbeit ist dabei nur festzuhalten, an welcher Stelle die Erklärung im eigenen Dokument vorgesehen ist, sofern eine dafür einschlägige Unterlage vorliegt. Die formale Ausarbeitung darf außerdem nicht mit dem Literaturverzeichnis erstellen verwechselt werden. Ein Literaturverzeichnis und die Erklärung erfüllen in dieser Bearbeitung unterschiedliche Textaufgaben.
Bei der Prüfung von Quellenübernahmen helfen Quellenangaben richtig zitieren, die Unterscheidung verschiedener Zitierweisen, die deutsche Zitierweise und die Harvard-Zitierweise. Die Vorlage selbst schreibt in der vorliegenden Quelle keine dieser Benennungen vor. Deshalb werden sie hier nur als getrennte Prüfbereiche behandelt, nicht als verbindliche Auswahl.
Schritt für Schritt zum prüfbaren Ergebnis
Ein konkreter Ablauf beginnt mit einer leeren Prüftabelle. In die erste Spalte kommt die Fachfrage, in die zweite die direkte Textstelle oder der daraus eigenständig formulierte Prüfpunkt, in die dritte das Ergebnis der Bearbeitung. So erhält jeder Schritt ein sichtbares Resultat.
- Fachfrage notieren: Schreibe auf, ob die Erklärung ihre zentralen Aussagen vollständig abbildet. Ergebnis: ein klar abgegrenzter Prüfauftrag.
- Vorlage lesen: Erfasse den Einstieg der Erklärung und die Aussage über die selbstständige Anfertigung. Ergebnis: ein erster Inhaltsbaustein zur eigenen Arbeitsleistung.
- Hilfsmittel abgleichen: Prüfe, ob die Aussage über die ausgewiesenen Hilfsmittel erhalten bleibt. Ergebnis: ein gesonderter Prüfpunkt für die Arbeitsweise.
- Übernahmen prüfen: Suche nach der Aussage, dass Stellen aus gedruckten oder im Internet verfügbaren Werken kenntlich gemacht werden. Ergebnis: ein Prüfpunkt für übernommene Inhalte.
- Quellenbezug prüfen: Stelle fest, ob die Vorlage genaue Quellenangaben verlangt. Ergebnis: ein eigener Quellenprüfpunkt, der nicht mit dem Literaturverzeichnis gleichgesetzt wird.
- Abschlussfelder ordnen: Kontrolliere die vorgesehenen Felder für Ort, Datum, Unterschrift, Vorname und Nachname. Ergebnis: eine vollständige Liste der noch einzutragenden Angaben.
- Aussagegrenze festhalten: Notiere, dass die Bearbeitung keine nicht belegten Angaben zu Stelle, Staat, Rechtswirkung, Frist, Kosten oder institutionellen Anforderungen ergänzt. Ergebnis: eine ausdrücklich begrenzte Schlussfassung.
Für die fachliche Einordnung können Methoden wissenschaftlicher Arbeiten als eigener Vergleichsbereich dienen. Die Vorlage legt jedoch keine Methode fest. Auch die Einordnung in den Bereich qualitative und quantitative Forschung ist nicht Bestandteil des Erklärungstextes. Sie darf daher nicht als Inhalt der Erklärung ausgegeben werden.
Der letzte Arbeitsschritt ist die Gegenlese: Vergleiche jede Aussage mit der direkten Quelle und frage, ob sie als Textbestandteil der Vorlage oder als neutrale Prüfhandlung erkennbar ist. Wenn ein Satz weder unmittelbar belegt noch als Prüfhandlung formuliert ist, wird er nicht übernommen. Für das Ziel, Plagiat vermeiden, wird ausschließlich kontrolliert, ob übernommene Stellen durch genaue Quellenangaben kenntlich gemacht sind. Eine weitergehende Bewertung wird nicht ergänzt.
Kurzes durchgängiges Anwendungsbeispiel
Eine Person möchte die Formulierung „Hiermit erkläre“ für eine eigene wissenschaftliche Arbeit nutzen. Zuerst prüft sie den Inhalt der vorliegenden Musterformulierung: selbstständige Anfertigung, ausgewiesene Hilfsmittel, Kenntlichmachung übernommener Stellen und Quellenangaben. Das Ergebnis ist eine anpassbare Erklärung, deren Angaben anschließend mit der eigenen Arbeit abgeglichen werden.
Vorlage
Hiermit erkläre ich an Eides Statt, dass ich diese Arbeit selbstständig angefertigt und dabei ausschließlich die ausgewiesenen Hilfsmittel verwendet habe. Stellen, die ich wörtlich oder sinngemäß aus gedruckten oder im Internet verfügbaren Werken übernommen habe, sind durch genaue Quellenangaben kenntlich gemacht.
Ort: [Ort]
Datum: [Datum]
Unterschrift: [Unterschrift]
Vorname: [Vorname]
Nachname: [Nachname]
Danach prüft die Person jeden Satz der Vorlage am eigenen Text. Sie ergänzt keine Aussage zu einer zuständigen Stelle, einer Frist, Kosten oder einer rechtlichen Folge, weil diese Punkte aus der vorliegenden Musterformulierung nicht hervorgehen. Das fertige Ergebnis bleibt damit auf die belegten Aussagen und die vorgesehenen Eintragungsfelder beschränkt.

Inhaltliche Abgrenzung und formale Prüfung
Der Qualitätscheck besteht aus zwei sichtbar getrennten Teilen. Die inhaltliche Abgrenzung prüft, ob Fachfrage, direkte Quelle, Kriterien, Material, Arbeitsschritt, Ergebnis, Nachvollziehbarkeit und Aussagegrenze vollständig erfasst sind.
- Fachfrage: Ist klar, welche Aussagen der Erklärung untersucht werden?
- Direkte Quelle: Wurde die Musterformulierung vollständig ausgewertet, ohne ihre Reichweite zu erweitern?
- Kriterien: Sind Selbstständigkeit, ausgewiesene Hilfsmittel, gekennzeichnete Übernahmen und genaue Quellenangaben getrennt erkennbar?
- Material: Sind Erklärungstext und Felder für Ort, Datum, Unterschrift sowie Name geordnet?
- Arbeitsschritt: Ist nachvollziehbar, wie aus der Quelle die Prüfnotizen und die Schlussfassung entstanden sind?
- Ergebnis: Beantwortet die Auswertung die festgelegte Fachfrage?
- Nachvollziehbarkeit: Kann jede inhaltliche Aussage auf den belegten Mustertext zurückgeführt werden?
- Aussagegrenze: Wurden keine Angaben zu Institution, Staat, Recht, Frist, Kosten oder Folgen ergänzt, für die der direkte Beleg fehlt?
Die formale Prüfung folgt getrennt danach. Prüfe, ob die vorgesehenen Eintragungsfelder für Ort, Datum, Unterschrift, Vorname und Nachname vorhanden und eindeutig zugeordnet sind. Prüfe außerdem, ob die Formulierung der Erklärung nicht mit zusätzlichen Erläuterungen vermischt wird. Der sichtbare Text soll erkennen lassen, was zur Erklärung gehört und was lediglich die Auswertung beschreibt.
Zum Schluss wird die Quellenkenntlichmachung kontrolliert. Die Vorlage verlangt, Stellen, die im Wortlaut oder Sinn aus gedruckten oder im Internet verfügbaren Werken entnommen sind, durch genaue Quellenangaben kenntlich zu machen. Deshalb wird jede entsprechende Übernahme im eigenen Dokument gesondert geprüft. Fehlt für eine ergänzte Aussage ein tragender Beleg, lautet die sichere Handlung: Beleg ermitteln oder Aussage entfernen. So bleibt das Ergebnis auf die belegte Erklärung begrenzt.
Quellen und Stand
- Muster-Eidesstattliche Erklärung: www.geku.uni-passau.de (geprüft am 2026 bis 08 bis 30)