Internetquellen korrekt bestimmen und zitieren
Richtiges zitieren von Internetqüllen
Beim Zitieren einer Internetseite kommt es zuerst auf die Bestimmung des Quellentyps an. Danach werden Urheber, Titel, Datum, Fundstelle und die Anforderungen des gewählten Zitierstils zusammengeführt. Entscheidend ist, dass Kurzbeleg und vollständige Literaturangabe auf dieselbe Quelle verweisen und keine Pflichtangabe geraten wird.
Die Internetseite als Quellentyp einordnen
Richtiges Zitieren von Internetquellen beginnt mit der Prüfung der konkreten Fundstelle. Nicht jede online erreichbare Quelle wird ohne weitere Prüfung als Internetseite eingeordnet. Handelt es sich bei der verwendeten Fundstelle um eine gewöhnliche Webseite, werden für diesen Fall die auf der Seite vorhandenen Angaben erfasst: gegebenenfalls Autorinnen oder Autoren, Titel und gegebenenfalls Untertitel, Internetadresse sowie letzter Zugriff. Diese Angaben bilden die Arbeitsgrundlage für den Beleg.
Die Einordnung klärt damit, welche Merkmale an der konkreten Quelle überprüft werden. Vor dem Formulieren des Belegs wird die Seite geöffnet und die sichtbaren Angaben werden notiert. Fehlt eine Angabe, wird sie nicht vermutet. Stattdessen bleibt sie als offene Prüfstelle stehen, bis die Fundstelle erneut kontrolliert wurde.
Beim Thema wissenschaftliches Schreiben kann die Trennung zwischen eigener Aussage und übernommener Information bewusst geprüft werden. Der Beleg verweist dabei auf die konkrete Fundstelle, aus der die übernommene Information stammt. Beim Thema Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit kann diese Dokumentation als eigener Arbeitsschritt behandelt werden, ohne zusätzliche Aussagen über die Quelle abzuleiten.
Die Universitätsbibliothek empfiehlt, die zitierte Seite lokal auf dem eigenen Computer zu speichern. Sie nennt außerdem die Möglichkeit, Internetseiten über „Save Page Now“ des Internet Archive in der Wayback Machine zu archivieren. Wenn eine Seite gelöscht oder stark verändert wurde, kann die archivierte zitierte Fassung wieder angezeigt werden. Ob ein Text aus dem Internet zitierwürdig ist, soll mit Fragen aus dem Tutorial „So bewerte ich Literatur“ geprüft werden.
Bei einer Aufgabe zum Thema Hausarbeit schreiben oder Masterarbeit schreiben bleibt der Ablauf daher konkret: Quellentyp prüfen, vorhandene Angaben erfassen und erst dann den Beleg formulieren. Aussagen über Qualität, Aktualität oder Eignung werden nicht aus bloßer Online-Verfügbarkeit abgeleitet.

Die Angaben in nachvollziehbarer Reihenfolge ordnen
Für den Beleg wird zuerst die konkrete Fundstelle geprüft. Ergibt diese Prüfung, dass es sich um eine gewöhnliche Webseite handelt, kann sie als Internetseite behandelt werden. Dann werden nur die Angaben erfasst, die an dieser Seite tatsächlich vorliegen: gegebenenfalls der Name des Autors oder der Autorin, der Titel und gegebenenfalls ein Untertitel, die Internetadresse sowie der letzte Zugriff. Nicht auffindbare Angaben bleiben offen; sie werden nicht ergänzt oder erraten.
- Quellentyp prüfen: Das Ergebnis ist die begründete Arbeitsnotiz, ob die Fundstelle hier als Internetseite behandelt wird.
- Urheber erfassen: Das Ergebnis ist ein vorhandener Name; fehlt er auf der Seite, bleibt das Feld leer.
- Titel übernehmen: Das Ergebnis ist der auf der Seite sichtbare Titel, gegebenenfalls mit Untertitel.
- Internetadresse festhalten: Das Ergebnis ist die geprüfte Adresse der verwendeten Fundstelle.
- Letzten Zugriff notieren: Das Ergebnis ist das Datum, an dem die Seite für den Beleg aufgerufen wurde.
- Belegformen abgleichen: Das Ergebnis ist ein Kurzbeleg und eine Literaturangabe, die dieselbe erfasste Quelle nennen.
Erst nach dieser Erfassung wird die Darstellung an den für den Text gewählten Stil angepasst. Beim Thema Zitierweisen ist deshalb entscheidend, dieselben Quelldaten nicht mit Angaben aus einer anderen Fundstelle zu vermischen. Beim Thema deutsche Zitierweise und beim Thema Harvard-Zitierweise kann die Form unterschiedlich aussehen; die Arbeitsgrundlage bleibt jedoch die zuvor geprüfte Seite.
Beim Schritt Literaturverzeichnis erstellen wird die vollständige Angabe aus genau dieser Arbeitsgrundlage geschrieben. Beim Thema Quellenangaben richtig zitieren bedeutet das: Vor dem Schreiben werden Titel, Internetadresse und letzter Zugriff an der Fundstelle kontrolliert. Danach wird der Kurzbeleg mit dem Eintrag verglichen. Weichen Titel, Urheber oder Adresse voneinander ab, wird die betreffende Angabe erneut an der Seite geprüft.
Dieser Ablauf kann als eigener Punkt in der Gliederung einer Hausarbeit stehen, ohne den Inhalt der Arbeit vorwegzunehmen. Eine Seite kann etwa beim Thema Forschungsfrage formulieren gelesen werden. Der Beleg ersetzt dabei nicht die wissenschaftliche Argumentation, sondern hält fest, auf welche geprüfte Fundstelle sich eine übernommene Information bezieht.
Schritt für Schritt vom Seitenaufruf zum Beleg
Wähle zuerst die konkrete Internetseite aus, die im eigenen Text verwendet werden soll. Öffne sie und sammle nur die Angaben, die auf dieser Seite sichtbar sind. Das Ergebnis ist eine Arbeitsnotiz zur Fundstelle. Für die weitere Dokumentation kann diese Notiz die Einordnung „Internetseite“ enthalten.
- Seite sichern: Speichere die zitierte Seite lokal auf dem eigenen Computer. Das Ergebnis ist eine Sicherungskopie der verwendeten Seite.
- Angaben suchen: Prüfe, ob ein Autor oder eine Autorin genannt ist. Das Ergebnis ist eine übernommene Namensangabe oder der Vermerk, dass keine Angabe gefunden wurde.
- Titel festhalten: Notiere den sichtbaren Titel und, falls vorhanden, einen Untertitel. Das Ergebnis ist eine dokumentierte Titelangabe.
- Adresse aufnehmen: Halte die Internetadresse der geöffneten Seite fest. Das Ergebnis ist die zugehörige Fundstelle in der Arbeitsnotiz.
- Zugriff notieren: Vermerke den Zeitpunkt des letzten Zugriffs. Das Ergebnis ist ein festgehaltener Zugriff.
- Angaben ordnen: Lege Autor, Titel, Adresse und Zugriff nebeneinander ab. Das Ergebnis ist eine vollständige Sammlung der ermittelten Angaben.
- Eintrag prüfen: Öffne die Seite erneut und gleiche die Notiz mit den sichtbaren Angaben ab. Das Ergebnis ist eine Korrekturliste oder eine bestätigte Arbeitsnotiz.
Die Sicherungskopie kann auch in einem Literaturverwaltungsprogramm abgelegt werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, eine Internetseite im Netz archivieren zu lassen. Wird die Seite später gelöscht oder stark verändert, kann die archivierte zitierte Fassung wieder angezeigt werden. Das Ergebnis dieser Schritte ist eine lokal gespeicherte oder archivierte Fassung der verwendeten Seite.
Prüfe anschließend mit den Fragen eines Literaturbewertungs-Tutorials, ob der Text aus dem Internet zitierwürdig ist. Halte dabei fest, welche Frage du beantwortet hast und was auf der geöffneten Seite dafür ermittelt wurde. Das Ergebnis ist eine dokumentierte Prüfung der Fundstelle, keine Ergänzung fehlender Angaben durch Vermutungen.
Beim Thema Methoden wissenschaftlicher Arbeiten kann dieser Ablauf als Dokumentationsschritt festgehalten werden. Auch bei qualitative und quantitative Forschung lässt sich eine verwendete Online-Fundstelle mit denselben Schritten erfassen: Seite öffnen, vorhandene Angaben notieren, Sicherungskopie ablegen und die Notiz abgleichen. Beim Thema Plagiat vermeiden kann die Fundstelle ebenfalls gesichert und mit den auf der Seite ermittelten Angaben dokumentiert werden.
Beim Thema Harvard-Zitierweise werden die ermittelten Angaben erst nach dem Öffnen und Prüfen der Fundstelle zusammengestellt. Fehlt eine Angabe, wird die betreffende Seite erneut aufgerufen. Das Ergebnis ist entweder eine dort gefundene Angabe oder ein entsprechend gekennzeichneter offener Punkt.
Kurzes Beispiel für eine konsistente Internetquelle
Das folgende durchgängige Beispiel verwendet absichtlich erfundene Daten. Es dient ausschließlich als Datenabgleich und ist keine Vorlage für einen bestimmten Zitierstil; die Angaben dürfen nicht als reale Quelle oder als Pflichtangaben übernommen werden. Eine Studentin prüft eine fiktive gewöhnliche Webseite mit dem Titel „Lernen mit Quellen“. Auf der Seite stehen als Autorin „Mara Beispiel“, als Untertitel „Eine Arbeitsnotiz“ und die Adresse https://beispiel.invalid/lernen-mit-quellen. Sie ruft die Seite am 1. September 2026 auf.
Für ihre Arbeitsnotiz hält sie zwei unterschiedlich ausführliche Angaben nebeneinander fest. Die erste Zeile lautet: (Beispiel, „Lernen mit Quellen“, 01.09.2026). Die zweite Zeile lautet: Beispiel, Mara: Lernen mit Quellen. Eine Arbeitsnotiz. https://beispiel.invalid/lernen-mit-quellen, letzter Zugriff: 01.09.2026. Diese Zeilen sind keine frei wählbare Musterform. Sie zeigen nur, welche Angaben die Studentin an ihrer fiktiven Fundstelle gefunden hat und anschließend miteinander abgleicht.
Sie prüft, ob beide Zeilen dieselbe Autorin und denselben Titel erkennen lassen. Die ausführlichere Zeile enthält außerdem Untertitel, Internetadresse und Zugriffstag. Diese zusätzlichen Angaben müssen nicht deshalb in der kürzeren Zeile stehen. Entscheidend für den Abgleich ist, dass sich beide Zeilen auf dieselbe zuvor geprüfte Fundstelle beziehen. Die Internetadresse gleicht sie in der ausführlichen Zeile mit ihrer Arbeitsnotiz ab. Damit kann die Studentin konkret prüfen, ob sie die Daten konsistent übertragen hat, statt zwei voneinander unabhängige Angaben zu schreiben. Bei der Arbeit Literaturverzeichnis erstellen vergleicht sie dazu die beiden Zeilen Zeichen für Zeichen mit ihrer Arbeitsnotiz.
Fehlt bei einer tatsächlichen Seite ein Name oder ein Untertitel, ersetzt sie ihn nicht durch eine Vermutung. Sie hält den fehlenden Punkt fest, öffnet die Fundstelle erneut und überprüft dort die sichtbaren Angaben. Erst danach passt sie die für ihren gewählten Stil vorgesehenen Angaben an. Die fiktiven Namen, das erfundene Datum und die Beispieladresse zeigen somit lediglich einen konsistenten Arbeitsgang; sie sind keine Pflichtangaben für eine andere konkrete Quelle.
Zusätzlich speichert sie die tatsächlich zitierte Seite lokal. Für eine Seite, die später gelöscht oder stark verändert wird, nennt die Quelle außerdem die Möglichkeit, eine Fassung über „Save Page Now“ in der Wayback Machine archivieren zu lassen. Das Ergebnis des Beispiels bleibt ein überprüfbares Paar aus einer kürzeren und einer ausführlicheren Angabe, das auf einer einzigen zuvor geprüften Fundstelle beruht.

Abgrenzung und formale Prüfung getrennt durchführen
Der abschließende Qualitätscheck besteht aus zwei getrennten Teilen. Die inhaltliche Abgrenzung klärt, ob tatsächlich die zitierte Internetseite geprüft wurde und ob die verwendete Aussage dieser Fundstelle zugeordnet werden kann. Die formale Prüfung klärt anschließend, ob die erfassten Angaben vollständig in den gewählten Zitierstil übertragen wurden.
Abgrenzung:
- Quellentyp als Internetseite bestimmen.
- Prüfen, ob der angegebene Urheber auf der Seite genannt wird.
- Titel und gegebenenfalls Untertitel an der Fundstelle kontrollieren.
- Datum nur übernehmen, wenn es an der Quelle feststellbar ist.
- Internetadresse der tatsächlich zitierten Seite prüfen.
- Die Zitierwürdigkeit anhand der im Quellenmaterial genannten Fragen des Tutorials „So bewerte ich Literatur“ prüfen.
- Die Seite lokal speichern und eine Archivierung über die Wayback Machine erwägen, wenn eine spätere Veränderung dokumentiert werden soll.
Formale Prüfung:
- Den gewählten Zitierstil eindeutig festlegen.
- Den Kurzbeleg nach diesem Stil bilden.
- Die vollständige Literaturangabe nach demselben Stil bilden.
- Quellentyp, Urheber, Titel, Datum und Fundstelle in beiden Angaben vergleichen.
- DOI oder URL nur aufnehmen, wenn die Angabe tatsächlich zur Quelle gehört.
- Letzten Zugriff nach den Vorgaben für die Internetseite erfassen.
- Prüfen, dass Kurzbeleg und Literaturangabe nicht unterschiedliche Quellen bezeichnen.
Die Prüfung von Quellenangaben richtig zitieren endet erst mit diesem Abgleich. Eine zusätzliche fachliche Prüfung bleibt davon getrennt. Wer den Aufbau einer wissenschaftlichen Argumentation kontrolliert, prüft die Aussage und ihre Begründung; der Internetquellen-Check prüft die Identität und Form des Belegs. So werden inhaltliche Bewertung und formale Dokumentation nicht verwechselt.
Für die endgültige Kontrolle gilt: Keine fehlende Angabe wird geraten. Jede offene Stelle erhält eine konkrete Prüfhandlung, etwa die erneute Kontrolle der Internetseite, der dort genannten Urheberangabe oder der technischen Fundstelle. Erst danach wird entschieden, ob die Literaturangabe unverändert verwendet oder korrigiert wird.
Passend dazu findest du weitere Hinweise im Beitrag wissenschaftliche Argumentation.
Quellen und Stand
- Internetseite: Universitätsbibliothek: www.bibliothek.uni-wuerzburg.de (geprüft am 2026 bis 09 bis 01)
- Zitatrecht in der Lehre und bei OER verständlich erklärt: www.twillo.de (geprüft am 2026 bis 09 bis 01)
Der Überblick „Internetquellen korrekt bestimmen und zitieren“ ordnet das Thema vollständig ein.