Qualitativ versus quantitativ im wissenschaftlichen Arbeiten

Qualitativ versus quantitativ

Lesezeit ca. 8 Min. · zuletzt aktualisiert: 15. August 2026 · Weitere Tipps für Studium und wissenschaftliches Arbeiten

Die Unterscheidung wird anhand einer Quelle zur Unterrichtsforschung in eine prüfbare Arbeitsaufgabe übersetzt.

Qualitativ versus quantitativ als konkrete Arbeitsfrage

Die Unterscheidung qualitativ versus quantitativ wird hier nicht als losgelöste Kurzdefinition behandelt, sondern als Arbeitsfrage im ausdrücklich genannten Kontext der Unterrichtsforschung. Die direkte Quelle ist eine Linksammlung der Zeitschrift für Pädagogik, Heft 3/2013, die Gemeinsamkeiten und Differenzen qualitativer und quantitativer Unterrichtsforschung thematisiert. Sie konzentriert sich hauptsächlich auf von DFG und BMBF geförderte Untersuchungen. Diese Eingrenzung gehört zur Einordnung und darf nicht zu einer allgemeinen Aussage über jede Forschung übertragen werden.

Eine brauchbare Fachfrage macht aus der Unterscheidung eine überprüfbare Aufgabe. Sie kann zum Beispiel lauten: Welche Merkmale des Untersuchungsdesigns lassen sich in der ausgewählten Quelle einer qualitativen, einer quantitativen oder einer verbundenen Vorgehensweise zuordnen? Das überprüfbare Arbeitsergebnis ist dann keine bloße Behauptung, sondern eine begründete Zuordnung mit direktem Quellenbezug, ausgewertetem Material und einer ausdrücklich benannten Aussagegrenze.

Für das wissenschaftliche Schreiben bedeutet das: Die Fachfrage muss so formuliert werden, dass jede Aussage auf eine sichtbare Textstelle, ein ausgewertetes Dokument oder einen nachvollziehbaren Arbeitsschritt zurückgeführt werden kann. Wer eine Hausarbeit schreiben möchte, kann dieselbe Logik auf eine begrenzte Quelle anwenden. Wer eine Masterarbeit schreiben möchte, muss die eigene Fragestellung und das Material ebenfalls ausdrücklich abgrenzen, ohne aus der vorliegenden Quelle zusätzliche Ergebnisse abzuleiten.

Die Quelle beginnt mit Videostudien, weil deren Analyse dort als Grundlage für qualitative wie quantitative Methoden beschrieben wird. Danach folgen Untersuchungen, deren Design eine Verbindung qualitativer und quantitativer Methoden erkennen lässt. Zusätzlich nennt die Quelle stärker auf einzelne Ausrichtungen konzentrierte qualitative beziehungsweise quantitative Untersuchungen. Zugleich weist sie darauf hin, dass eine klare Trennung nicht immer erkennbar ist. Genau diese Einschränkung ist für die Fachfrage wichtig: Die Zuordnung muss am konkreten Untersuchungsdesign geprüft werden.

Passend dazu findest du weitere Hinweise im Beitrag wissenschaftliches Schreiben.

Konkrete Schritte zu Qualitativ versus quantitativ im wissenschaftlichen Arbeiten

Bestandteile in nachvollziehbarer Reihenfolge

Der Aufbau beginnt mit einer festgelegten Fachfrage für qualitativ versus quantitativ. Formuliere zunächst, was am ausgewählten Untersuchungsdesign geprüft werden soll. Ein möglicher Satz lautet: Ich untersuche, welche Hinweise die direkte Quelle für die Einordnung des ausgewählten Designs liefert und welche Aussage daraus begründet werden kann. Beim Forschungsfrage formulieren muss der Gegenstand deshalb enger gefasst werden als das gesamte Themenfeld.

Als zweiter Bestandteil folgt die direkte Quelle. Verwende die Linktipps der Zeitschrift für Pädagogik aus Heft 3/2013 als Ausgangspunkt und halte den Titel, die redaktionellen Angaben sowie den thematischen Bezug fest. Die Quelle ist eine Linksammlung, keine eigene Auswertung aller darin genannten Untersuchungen. Diese Dokumentart bestimmt, was unmittelbar aus ihr abgeleitet werden darf.

Drittens wird zwischen dem Inhalt der Linksammlung und einem eigenen Prüfraster unterschieden. Die Quelle beginnt bei Videostudien, behandelt danach Verbindungen qualitativer und quantitativer Methoden und nennt anschließend stärker auf einzelne Ausrichtungen bezogene Untersuchungen. Diese Reihenfolge beschreibt Schwerpunkte der Sammlung, aber kein fertiges Schema zur Einordnung eines einzelnen Untersuchungsdesigns. Wenn du ein eigenes Prüfraster verwendest, kennzeichne es als eigene Arbeitsentscheidung, ordne jeden Punkt einer Textstelle zu und begrenze das Ergebnis auf diese Prüfung. Die Quelle weist zudem darauf hin, dass eine klare Trennung nicht immer erkennbar ist.

Viertens wird das benötigte Material geordnet. Lege die direkte Quelle, die ausgewählten Linkhinweise und die für die Fachfrage relevanten Textstellen getrennt ab. Für die spätere Gliederung einer Hausarbeit kann daraus die Reihenfolge Fachfrage, Quelle, Kriterien, Auswertung und Ergebnis entstehen. Die Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit werden dabei nicht nur aufgezählt, sondern jeweils mit der konkreten Prüfaufgabe verbunden.

Fünftens folgt der fachliche Arbeitsschritt. Lies die für die Fachfrage relevanten Beschreibungen, markiere die Hinweise zum Untersuchungsdesign und ordne jede Zuordnung einer Textstelle zu. Eine wissenschaftliche Argumentation entsteht, wenn die Aussage, der Beleg und die daraus gezogene begrenzte Schlussfolgerung sichtbar verbunden sind.

Sechstens wird das Ergebnis gegen Kriterien und Aussagegrenzen geprüft. Das Ergebnis muss erkennen lassen, ob die Quelle eine qualitative, quantitative oder verbundene Ausrichtung beschreibt. Es darf nicht so formuliert werden, als sei damit eine vollständige Bewertung der jeweiligen Untersuchung geleistet. Für ergänzende Recherche nennt die Quelle die FIS Bildung Literaturdatenbank. Ob eine dort gefundene Publikation die eigene Fachfrage trägt, muss jeweils gesondert geprüft werden.

Schritt für Schritt zu einem belegten Ergebnis

  1. Fachfrage festlegen. Formuliere eine Frage, die eine konkrete Zuordnung am Untersuchungsdesign verlangt. Ergebnis dieses Schritts ist ein prüfbarer Fragesatz mit begrenztem Gegenstand.
  2. Direkte Quelle bestimmen. Notiere, dass die verwendete Grundlage die Linktipps der Zeitschrift für Pädagogik, Heft 3/2013, zur Unterrichtsforschung sind. Ergebnis ist eine eindeutige Quellenangabe mit Dokumentart und thematischem Rahmen.
  3. Kriterien auswerten. Suche in der Quelle nach Hinweisen auf Videostudien, verbundene qualitative und quantitative Designs sowie stärker einzelne Ausrichtungen. Ergebnis ist eine kleine Kriterienliste mit zugeordneten Fundstellen.
  4. Material ordnen. Trenne Quelle, ausgewählte Linkhinweise und eigene Notizen. Ergebnis ist ein Materialbestand, bei dem nachvollziehbar bleibt, welche Aussage aus welchem Dokument stammt.
  5. Arbeitsschritt durchführen. Vergleiche das ausgewählte Untersuchungsdesign mit den festgelegten Kriterien. Ergebnis ist eine vorläufige Zuordnung, die jede Begründung an einer konkreten Quellenstelle ausrichtet.
  6. Ergebnis formulieren. Schreibe die Zuordnung als begrenzte Aussage und kennzeichne, wenn die Quelle keine klare Trennung erkennen lässt. Ergebnis ist ein kurzer Auswertungssatz mit Beleg und Einschränkung.
  7. Aussagegrenze prüfen. Frage, ob aus einer Linksammlung tatsächlich ein vollständiges Forschungsergebnis abgeleitet werden darf. Ergebnis ist eine klare Abgrenzung zwischen Quellenbeschreibung und eigener Auswertung.

Für die methodische Vertiefung kann die Seite zu Methoden wissenschaftlicher Arbeiten als angrenzender Lesepunkt dienen. Der Ausdruck qualitative und quantitative Forschung bezeichnet in diesem Zusammenhang das Themenfeld, das die Quelle anhand von Untersuchungen zur Unterrichtsforschung erschließt. Eine eigene Entscheidung sollte jedoch immer an der konkret untersuchten Quelle und ihrer Beschreibung festgemacht werden.

Auch die formale Verarbeitung gehört zum Ablauf. Beim Literaturverzeichnis erstellen werden die verwendeten Dokumente vollständig und einheitlich erfasst. Für Quellenangaben richtig zitieren wird jede übernommene Aussage an der tatsächlich verwendeten Quelle geprüft. Die Auswahl zwischen Zitierweisen, deutsche Zitierweise und Harvard-Zitierweise darf nicht aus diesem Quelleninhalt erfunden werden. Verwende die an deiner Arbeit geltenden Vorgaben und dokumentiere die getroffene Entscheidung.

Kurzes durchgängiges Anwendungsbeispiel

Eine Studentin untersucht eine in der Quellenliste genannte Unterrichtsstudie. Ihre Fachfrage lautet: Welche Hinweise der direkten Beschreibung sprechen für eine qualitative, quantitative oder verbundene Ausrichtung des Untersuchungsdesigns? Als Material legt sie die Linktipps aus Heft 3/2013 und die Beschreibung der ausgewählten Studie ab. Sie übernimmt keine vollständige Darstellung der Studie, sondern prüft nur die Merkmale, die für ihre Fachfrage benötigt werden.

Im nächsten Schritt markiert sie, ob die Beschreibung eine Videostudie, eine Verbindung qualitativer und quantitativer Methoden oder eine stärker einzelne Ausrichtung nennt. Findet sie einen Hinweis auf eine Verbindung, formuliert sie nicht automatisch, dass alle Teile gleich gewichtet seien. Sie schreibt stattdessen: Die direkte Beschreibung weist auf eine Verbindung der beiden methodischen Ausrichtungen hin; eine weitergehende Bewertung wird aus der vorliegenden Textstelle nicht abgeleitet.

Im Ergebnis hält sie drei Elemente zusammen: die Fachfrage, die Fundstelle und die begrenzte Zuordnung. Ihre Darstellung ist damit eine nachvollziehbare Quellenanalyse, aber kein allgemeiner Überblick über sämtliche qualitative und quantitative Unterrichtsforschung. Für die Einordnung berücksichtigt sie außerdem, dass die Quelle eine klare Trennung zwischen den Ausrichtungen nicht für jede Untersuchung erkennen lässt.

Zum Schluss prüft sie die Form. Die direkte Quelle wird im Literaturverzeichnis erfasst, die verwendete Textstelle wird nach den geltenden Vorgaben belegt und die eigene Aussage wird von der Quellenbeschreibung getrennt. So lässt sich Plagiat vermeiden, weil die Herkunft übernommener Inhalte sichtbar bleibt und die eigene Schlussfolgerung nicht als wörtlicher Quelleninhalt erscheint.

Konkreter Abschlusscheck zu Qualitativ versus quantitativ im wissenschaftlichen Arbeiten

Abgrenzung und formale Prüfung trennen

Der Qualitätscheck besteht aus zwei sichtbar getrennten Teilen. Zuerst wird die inhaltliche Abgrenzung geprüft. Danach folgt die formale Prüfung.

Inhaltliche Abgrenzung

  • Ist die Fachfrage konkret genug, um qualitativ versus quantitativ an einem bestimmten Untersuchungsdesign zu prüfen?
  • Ist die direkte Quelle als Linktipps der Zeitschrift für Pädagogik, Heft 3/2013, zur Unterrichtsforschung ausgewiesen?
  • Sind die Kriterien aus der Quelle abgeleitet, etwa Videostudien, verbundene Designs und stärker einzelne Ausrichtungen?
  • Ist das benötigte Material geordnet, sodass Quelle, Linkhinweis und eigene Notiz unterscheidbar bleiben?
  • Wird der fachliche Arbeitsschritt nachvollziehbar beschrieben, statt nur eine Zuordnung zu behaupten?
  • Enthält das Ergebnis eine Fundstelle und eine begrenzte Aussage?
  • Wird berücksichtigt, dass die Quelle eine eindeutige Trennung der Methoden nicht immer erkennen lässt?
  • Ist die Aussagegrenze sichtbar, sodass die Beschreibung einer Linksammlung nicht als vollständiges Forschungsergebnis ausgegeben wird?

Formale Prüfung

  • Wurde jedes verwendete Dokument für das Literaturverzeichnis erfasst?
  • Sind Quellenangaben nach den für die Arbeit geltenden Vorgaben gestaltet?
  • Ist erkennbar, welche Formulierung aus der Quelle stammt und welche Formulierung die eigene Auswertung wiedergibt?
  • Wurde die gewählte Zitierweise einheitlich umgesetzt?
  • Wurden Übernahmen geprüft, damit die Herkunft der Inhalte sichtbar bleibt?

Für die letzte Kontrolle wird außerdem geprüft, ob ergänzende Literatur aus der FIS Bildung Literaturdatenbank tatsächlich zur Fachfrage passt. Die Quelle nennt diese Datenbank als Möglichkeit zur Erweiterung der Recherche. Daraus folgt jedoch kein fertiges Ergebnis für die eigene Arbeit. Wenn ein Nachweis fehlt, wird die betreffende Aussage gestrichen oder als konkrete Prüfhandlung formuliert.

Quellen und Stand

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Häufige Fragen zu Qualitativ versus quantitativ

In welchem Fachkontext behandelt die verwendete Quelle qualitativ versus quantitativ?

Die Quelle behandelt Gemeinsamkeiten und Differenzen qualitativer und quantitativer Unterrichtsforschung. Sie ist eine Linksammlung der Zeitschrift für Pädagogik, Heft 3/2013, und konzentriert sich hauptsächlich auf von DFG und BMBF geförderte Untersuchungen.

Welche Rolle spielen Videostudien in der beschriebenen Sammlung?

Die Sammlung beginnt mit Videostudien, weil deren Analyse dort als Grundlage für qualitative wie quantitative Methoden beschrieben wird. Die Aussage bezieht sich auf den Aufbau dieser Quelle zur Unterrichtsforschung.

Beschreibt die Quelle immer eine klare Trennung zwischen qualitativen und quantitativen Methoden?

Nein. Die Quelle weist darauf hin, dass eine klare Trennung zwischen den beiden Methoden nicht immer erkennbar ist. Deshalb muss die Zuordnung am jeweils beschriebenen Untersuchungsdesign geprüft werden.

Welche Untersuchungen folgen in der Quellenstruktur auf die Videostudien?

Danach nennt die Quelle Untersuchungen, deren Design eine Verbindung qualitativer und quantitativer Methoden erkennen lässt. Anschließend berücksichtigt sie stärker auf einzelne Ausrichtungen konzentrierte qualitative beziehungsweise quantitative Untersuchungen.

Womit lässt sich die Recherche zur Unterrichtsforschung erweitern?

Die Quelle nennt eine Recherche in der FIS Bildung Literaturdatenbank als Möglichkeit, die Auswahl aktueller Publikationen zur Unterrichtsforschung zu erweitern. Ob ein dort gefundener Titel die eigene Fachfrage trägt, muss anhand des konkreten Dokuments geprüft werden.

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