Qualitativ versus quantitativ im wissenschaftlichen Arbeiten

Qualitativ versus quantitativ

Lesezeit ca. 8 Min. · zuletzt aktualisiert: 15. August 2026 · Weitere Tipps für Studium und wissenschaftliches Arbeiten

Am Beispiel einer Quelle zur Unterrichtsforschung wird die Unterscheidung zu einer Aufgabe, die du prüfen kannst.

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Fachbegriffe des wissenschaftlichen Arbeitens: 16 Lernkarten

Qualitativ versus quantitativ als Forschungsansätze plus eine Karte für die Grundbegriffe. Sechzehn davon fallen in jeder Einführung, darunter Hypothese, Operationalisierung, Validität, Reliabilität, Paraphrase und Peer-Review, jeweils mit kurzer Definition. Zum Ausschneiden im Format A7.

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Qualitativ versus quantitativ als konkrete Fragestellung

Die Unterscheidung qualitativ versus quantitativ zeigt sich hier am Beispiel der Unterrichtsforschung. Grundlage ist eine Linksammlung der Zeitschrift für Pädagogik, Heft 3/2013, die Gemeinsamkeiten und Differenzen qualitativer und quantitativer Unterrichtsforschung thematisiert. Sie konzentriert sich hauptsächlich auf von DFG und BMBF geförderte Untersuchungen. Diese Eingrenzung gehört zur Einordnung: Allgemeine Aussagen über jede Forschung lassen sich daraus nicht ableiten.

Eine brauchbare Frage macht aus der Unterscheidung eine überprüfbare Aufgabe. Sie kann zum Beispiel lauten: Welche Merkmale des Untersuchungsdesigns lassen sich in der ausgewählten Quelle einer qualitativen, einer quantitativen oder einer verbundenen Vorgehensweise zuordnen? Das Ergebnis ist dann keine bloße Behauptung, sondern eine begründete Zuordnung, die du an der Quelle und am ausgewerteten Material belegst und deren Grenzen du benennst.

Für das wissenschaftliche Schreiben heißt das: Formuliere deine Frage so, dass sich jede Aussage auf eine sichtbare Textstelle, ein ausgewertetes Dokument oder einen nachvollziehbaren Schritt zurückführen lässt. Wer eine Hausarbeit schreiben möchte, kann dieselbe Logik auf eine begrenzte Materialbasis anwenden. Wer eine Masterarbeit schreiben möchte, muss die eigene Fragestellung und das Material ebenfalls ausdrücklich abgrenzen und darf aus dieser Linksammlung keine zusätzlichen Ergebnisse ableiten.

Die Quelle beginnt mit Videostudien, weil deren Analyse dort als Grundlage für qualitative wie quantitative Methoden beschrieben wird. Danach folgen Untersuchungen, deren Design eine Verbindung qualitativer und quantitativer Methoden erkennen lässt, und schließlich Untersuchungen, die stärker auf eine Ausrichtung konzentriert sind. Sie weist außerdem darauf hin, dass sich beide nicht immer klar trennen lassen. Das ist für deine Frage wichtig: Prüfe die Zuordnung am konkreten Untersuchungsdesign.

Passend dazu findest du weitere Hinweise im Beitrag wissenschaftliches Schreiben.

Konkrete Schritte zu Qualitativ versus quantitativ im wissenschaftlichen Arbeiten

Bestandteile in nachvollziehbarer Reihenfolge

Der Aufbau beginnt mit einer festgelegten Frage zu qualitativ versus quantitativ. Formuliere zunächst, was am ausgewählten Untersuchungsdesign geprüft werden soll. Ein möglicher Satz lautet: Ich untersuche, welche Hinweise die Quelle für die Einordnung des ausgewählten Designs liefert und welche Aussage daraus begründet werden kann. Beim Forschungsfrage formulieren fasst du den Gegenstand deshalb enger als das gesamte Themenfeld.

Als Zweites folgt die Quelle. Nimm die Linktipps der Zeitschrift für Pädagogik aus Heft 3/2013 als Ausgangspunkt und halte Titel, redaktionelle Angaben und den thematischen Bezug fest. Die Quelle ist eine Linksammlung und keine eigene Auswertung aller genannten Untersuchungen. Diese Dokumentart bestimmt, was du unmittelbar aus ihr ableiten darfst.

Drittens trennst du den Inhalt der Linksammlung von einem eigenen Prüfraster. Die Reihenfolge der Sammlung (Videostudien, Verbindungen qualitativer und quantitativer Methoden, stärker einzelne Ausrichtungen) zeigt ihre Schwerpunkte, ist aber kein fertiges Schema zur Einordnung eines einzelnen Untersuchungsdesigns. Wenn du ein eigenes Prüfraster verwendest, kennzeichne es als deine Entscheidung, ordne jeden Punkt einer Textstelle zu und begrenze das Ergebnis auf diese Prüfung. Beachte auch den Hinweis der Quelle, dass sich eine klare Trennung nicht immer erkennen lässt.

Viertens ordnest du das Material. Lege die Quelle, die ausgewählten Linkhinweise und die für deine Frage wichtigen Textstellen getrennt ab. Für die spätere Gliederung einer Hausarbeit kann daraus die Reihenfolge Frage, Quelle, Kriterien, Auswertung und Ergebnis entstehen. Die Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit werden dabei nicht nur aufgezählt, sondern jeweils mit der konkreten Prüfaufgabe verbunden.

Fünftens wertest du aus. Lies die für deine Frage relevanten Beschreibungen, markiere die Hinweise zum Untersuchungsdesign und ordne jede Zuordnung einer Textstelle zu. Eine wissenschaftliche Argumentation entsteht, wenn Aussage, Beleg und die daraus gezogene begrenzte Schlussfolgerung sichtbar verbunden sind.

Sechstens prüfst du dein Ergebnis gegen die Kriterien. Es muss erkennen lassen, ob die Linksammlung eine qualitative, quantitative oder verbundene Ausrichtung beschreibt, und darf nicht so klingen, als sei die Untersuchung damit vollständig bewertet. Für ergänzende Recherche nennt die Linksammlung die FIS Bildung Literaturdatenbank. Ob eine dort gefundene Publikation zu deiner Frage passt, prüfst du jeweils gesondert.

Schritt für Schritt zu einem belegten Ergebnis

  1. Frage festlegen. Formuliere eine Frage, die eine konkrete Zuordnung am Untersuchungsdesign verlangt. Ergebnis ist ein prüfbarer Fragesatz mit begrenztem Gegenstand.
  2. Quelle bestimmen. Notiere, dass die Grundlage die Linktipps der Zeitschrift für Pädagogik, Heft 3/2013, zur Unterrichtsforschung sind. Ergebnis ist eine eindeutige Quellenangabe mit Dokumentart und thematischem Rahmen.
  3. Kriterien auswerten. Suche in der Linksammlung nach Hinweisen auf Videostudien, verbundene qualitative und quantitative Designs sowie stärker einzelne Ausrichtungen. Am Ende steht eine kleine Kriterienliste mit zugeordneten Fundstellen.
  4. Material ordnen. Trenne Quelle, ausgewählte Linkhinweise und eigene Notizen. Ergebnis ist ein Materialbestand, bei dem nachvollziehbar bleibt, welche Aussage aus welchem Dokument stammt.
  5. Auswertung durchführen. Vergleiche das ausgewählte Untersuchungsdesign mit den festgelegten Kriterien. Am Ende steht eine vorläufige Zuordnung, deren Begründung sich jeweils auf eine konkrete Textstelle stützt.
  6. Ergebnis formulieren. Schreibe die Zuordnung als begrenzte Aussage und kennzeichne, wenn die Quelle keine klare Trennung erkennen lässt. Ergebnis ist ein kurzer Auswertungssatz mit Beleg und Einschränkung.
  7. Aussagekraft prüfen. Frage, ob aus einer Linksammlung tatsächlich ein vollständiges Forschungsergebnis abgeleitet werden darf. Am Ende steht eine klare Abgrenzung zwischen der Beschreibung in der Linksammlung und deiner eigenen Auswertung.

Für die methodische Vertiefung kann die Seite zu Methoden wissenschaftlicher Arbeiten als angrenzender Lesepunkt dienen. qualitative und quantitative Forschung bezeichnet hier das Themenfeld, das die Quelle anhand von Untersuchungen zur Unterrichtsforschung erschließt. Deine eigene Entscheidung solltest du aber immer an der konkret untersuchten Quelle und ihrer Beschreibung festmachen.

Auch die formale Verarbeitung gehört zum Ablauf. Wenn du ein Literaturverzeichnis erstellen willst, erfasst du die verwendeten Dokumente vollständig und einheitlich. Um Quellenangaben richtig zitieren zu können, prüfst du jede übernommene Aussage an der tatsächlich verwendeten Quelle. Welche der Zitierweisen, ob deutsche Zitierweise oder Harvard-Zitierweise, gilt, lässt sich aus dieser Quelle nicht ableiten. Nutze die Vorgaben, die für deine Arbeit gelten, und dokumentiere deine Entscheidung.

Kurzes durchgängiges Anwendungsbeispiel

Eine Studentin untersucht eine in der Linksammlung genannte Unterrichtsstudie. Ihre Frage lautet: Welche Hinweise der Beschreibung sprechen für eine qualitative, quantitative oder verbundene Ausrichtung des Untersuchungsdesigns? Als Material legt sie die Linktipps aus Heft 3/2013 und die Beschreibung der ausgewählten Studie ab. Sie übernimmt keine vollständige Darstellung der Studie, sondern prüft nur die Merkmale, die sie für ihre Frage braucht.

Im nächsten Schritt markiert sie, ob die Beschreibung eine Videostudie, eine Verbindung qualitativer und quantitativer Methoden oder eine stärker einzelne Ausrichtung nennt. Findet sie einen Hinweis auf eine Verbindung, schreibt sie nicht automatisch, dass alle Teile gleich gewichtet seien. Sie schreibt stattdessen: Die Beschreibung weist auf eine Verbindung der beiden methodischen Ausrichtungen hin; eine weitergehende Bewertung lässt sich aus der Textstelle nicht ableiten.

Im Ergebnis hält sie drei Elemente zusammen: die Frage, die Fundstelle und die begrenzte Zuordnung. Ihre Darstellung ist damit eine nachvollziehbare Quellenanalyse, aber kein allgemeiner Überblick über sämtliche qualitative und quantitative Unterrichtsforschung. Sie berücksichtigt außerdem, dass sich nicht jede Untersuchung klar einer Ausrichtung zuordnen lässt.

Zum Schluss prüft sie die Form. Die Quelle kommt ins Literaturverzeichnis, die verwendete Textstelle wird nach den geltenden Vorgaben belegt, und die eigene Aussage bleibt von der Quellenbeschreibung getrennt. So lässt sich Plagiat vermeiden: Die Herkunft übernommener Inhalte bleibt sichtbar, und die eigene Schlussfolgerung erscheint nicht als wörtlicher Quelleninhalt.

Konkreter Abschlusscheck zu Qualitativ versus quantitativ im wissenschaftlichen Arbeiten

Abgrenzung und formale Prüfung trennen

Der Qualitätscheck besteht aus zwei getrennten Teilen. Zuerst prüfst du den Inhalt, danach die Form.

Inhalt

  • Ist die Frage konkret genug, um qualitativ versus quantitativ an einem bestimmten Untersuchungsdesign zu prüfen?
  • Ist die Quelle als Linktipps der Zeitschrift für Pädagogik, Heft 3/2013, zur Unterrichtsforschung ausgewiesen?
  • Sind die Kriterien am Material der Linksammlung festgemacht, etwa Videostudien, verbundene Designs und stärker einzelne Ausrichtungen?
  • Ist das Material geordnet, sodass Quelle, Linkhinweis und eigene Notiz unterscheidbar bleiben?
  • Ist dein Vorgehen nachvollziehbar beschrieben, statt nur eine Zuordnung zu behaupten?
  • Enthält das Ergebnis eine Fundstelle und eine begrenzte Aussage?
  • Wird berücksichtigt, dass sich die Methoden nicht immer klar trennen lassen?
  • Ist erkennbar, dass die Beschreibung einer Linksammlung kein vollständiges Forschungsergebnis ist?

Form

  • Wurde jedes verwendete Dokument für das Literaturverzeichnis erfasst?
  • Sind Quellenangaben nach den für die Arbeit geltenden Vorgaben gestaltet?
  • Ist erkennbar, welche Formulierung aus der Quelle stammt und welche Formulierung die eigene Auswertung wiedergibt?
  • Wurde die gewählte Zitierweise einheitlich umgesetzt?
  • Wurden Übernahmen geprüft, damit die Herkunft der Inhalte sichtbar bleibt?

Für die letzte Kontrolle prüfst du außerdem, ob ergänzende Literatur aus der FIS Bildung Literaturdatenbank wirklich zu deiner Frage passt. Die Linksammlung nennt diese Datenbank als Möglichkeit, die Recherche zu erweitern. Ein fertiges Ergebnis für deine Arbeit folgt daraus nicht. Fehlt ein Nachweis, streiche die Aussage oder formuliere sie als offene Prüfaufgabe.

Quellen und Stand

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Häufige Fragen zu Qualitativ versus quantitativ

In welchem Fachkontext wird qualitativ versus quantitativ hier behandelt?

Es geht um Gemeinsamkeiten und Differenzen qualitativer und quantitativer Unterrichtsforschung. Grundlage ist eine Linksammlung der Zeitschrift für Pädagogik, Heft 3/2013, die sich hauptsächlich auf von DFG und BMBF geförderte Untersuchungen konzentriert.

Welche Rolle spielen Videostudien in der beschriebenen Sammlung?

Die Sammlung beginnt mit Videostudien, weil deren Analyse dort als Grundlage für qualitative wie quantitative Methoden beschrieben wird. Die Aussage bezieht sich auf den Aufbau dieser Quelle zur Unterrichtsforschung.

Gibt es immer eine klare Trennung zwischen qualitativen und quantitativen Methoden?

Nein. Eine klare Trennung zwischen den beiden Methoden ist nicht immer erkennbar. Deshalb muss die Zuordnung am jeweils beschriebenen Untersuchungsdesign geprüft werden.

Welche Untersuchungen folgen in der Linksammlung auf die Videostudien?

Danach nennt die Linksammlung Untersuchungen, deren Design eine Verbindung qualitativer und quantitativer Methoden erkennen lässt. Anschließend berücksichtigt sie stärker auf einzelne Ausrichtungen konzentrierte qualitative beziehungsweise quantitative Untersuchungen.

Womit lässt sich die Recherche zur Unterrichtsforschung erweitern?

Die Linksammlung nennt eine Recherche in der FIS Bildung Literaturdatenbank als Möglichkeit, die Auswahl aktueller Publikationen zur Unterrichtsforschung zu erweitern. Ob ein dort gefundener Titel zu deiner Frage passt, prüfst du am konkreten Dokument.

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