Brauchst du in deiner Arbeit ein Nachwort und wie schreibst du es?
Nachwort schreiben: Inhalt, Länge und Platz in der Arbeit
Ein Nachwort ist ein nachgestellter, ergänzender Text am Ende eines Schriftwerks oder einer größeren schriftlichen Arbeit. Hier erfährst du, wie es sich von Vorwort, Epilog und Fazit unterscheidet, wann du es in Betracht ziehst und was dort hineingehören kann.
Was ein Nachwort ist und was nicht
Ein Nachwort ist ein nachgestellter, ergänzender Text. Der Duden beschreibt es als Text, der einem Schriftwerk oder einer größeren schriftlichen Arbeit nachgestellt ist und dieses ergänzt sowie erläutert. Die Lage nach dem Haupttext ist der Punkt, den du im Entwurf prüfen kannst. Als Synonyme nennt der Duden unter anderem Epilog und Schlusswort, als Gegenwort steht Vorwort daneben.
Was ein Nachwort nicht ist, lässt sich über seine Stelle im Text prüfen. Es ist keine Einleitung, denn die Einführung in ein Buch hat der Duden dem Vorwort zugeordnet. Der Duden definiert das Fazit als zusammenfassend festgestelltes Ergebnis oder Schlussfolgerung. Aus der Begriffsbestimmung ergibt sich keine Pflicht, keine feste Form und keine Länge, denn sie beschreibt nur, was der Text ist. Für die Abgrenzung kannst du daher die Lage im Text prüfen, also ob etwas vor oder nach dem Haupttext steht.
Wer das Gegenstück am Anfang planen will, sollte den Blick auf Vorwort fürs Buch schreiben richten, denn das Vorwort gehört zur selben Rahmung wie das Nachwort, nur steht es vorn.
Ob ein Nachwort in deiner Arbeit erwartet wird, klärst du mit der betreuenden Person. Frag außerdem im Leitfaden deines Fachbereichs nach, ob dort etwas festgelegt ist, denn was dort nicht steht, bleibt eine offene Frage für die Rücksprache.

Nachwort, Vorwort, Epilog und Fazit im Vergleich
Vorwort, Nachwort, Epilog und Fazit werden nebeneinander genannt, obwohl sie unterschiedliche Aufgaben haben. Laut Duden führt das Vorwort in ein Buch ein und heißt auch Vorrede. Die Tabelle ordnet es der Stelle vorn zu. Das Nachwort dagegen steht hinten und ergänzt den Text. Die Begriffe unterscheiden sich in ihrer Bedeutung und in der Stelle, die die Tabelle nennt. Die folgende Tabelle ordnet die vier Begriffe nach Bedeutung und typischer Stelle.
| Begriff | Bedeutung | typische Stelle |
|---|---|---|
| Vorwort | Einführung in ein Buch, auch Vorrede genannt | vorn |
| Nachwort | nachgestellter, ergänzender und erläuternder Text zu einem Schriftwerk oder einer größeren schriftlichen Arbeit | hinten |
| Epilog | Schlussrede im Drama oder Nachspiel, in der Literaturwissenschaft ein Nachwort, das ein Werk abschließend erläutert | hinten |
| Fazit | zusammenfassend festgestelltes Ergebnis oder Schlussfolgerung | im Hauptteil |
Das Fazit gehört zum Hauptteil, sofern dein Leitfaden das so vorsieht, und beim Fazit Bachelorarbeit geht es um die Ergebnisse der Arbeit selbst, nicht um einen Nachtrag. Das unterscheidet es klar vom Nachwort, das ergänzt und erläutert.
Der literarische Epilog erläutert ein Werk am Schluss, und wer sich mit Epilog schreiben beschäftigt, findet im Duden die Bedeutung als abschließendes Nachwort zur Erläuterung eines literarischen Werkes. Deshalb lohnt der Blick in den Fachgebrauch, bevor du einen der Begriffe wählst. Ob dein Fach den Begriff in diesem Sinn verwendet, klärst du im Leitfaden oder mit der betreuenden Person. Das Nachwort bleibt damit ein Text, der nach dem Haupttext steht.
Wer die Begriffe auseinanderhält, prüft beim Schreiben zuerst die Funktion des Textes. Ein Vorwort führt in ein Buch ein, ein Nachwort ergänzt und erläutert den Text am Ende, und ein Fazit fasst die festgestellten Ergebnisse zusammen. Mit diesen drei Funktionen im Blick lässt sich die Einordnung des Textes mit dem Leitfaden abgleichen.
Wann eine Arbeit ein Nachwort braucht
Ob du ein Nachwort brauchst, klärst du anhand der Vorgaben für deine Arbeit. Für Haus-, Bachelor- und Masterarbeiten gilt als Hinweis, dass ein Nachwort dort nicht vorgesehen ist. Das ist keine Regel, sondern ein Anlass, im Leitfaden nachzusehen und bei der betreuenden Person nachzufragen. Dort zeigt sich, ob dein Fach dazu etwas festlegt.
Sinnvoll kann ein Nachwort nach dem Fazit sein, wenn noch etwas fehlt, das nicht zur Beweisführung gehört, etwa ein persönlicher Rückblick oder ein Dank. Das ist ein Vorschlag und keine Regel. Ob du es willst, entscheidest du zusammen mit der betreuenden Person.
Was an den Schluss einer Prüfungsarbeit gehört, klärst du mit dem Leitfaden und zusätzlich mit der betreuenden Person, und Zusatzmaterial wie lange Tabellen gehört als Vorschlag eher in den Anhang der Bachelorarbeit als ins Nachwort. Prüfe mit der betreuenden Person, ob dieser Vorschlag zu deiner Arbeit passt.
Als Beobachtung gilt: Wer ein Buch herausgibt oder eine fremde Arbeit kommentiert, greift eher zum Nachwort als Studierende, die eine Prüfungsarbeit schreiben. Diese Beobachtung sagt nichts über Pflichten aus. Für deine Arbeit ist zu prüfen, was dein Leitfaden verlangt.
Eine kurze Notiz, welche Punkte nach dem Fazit noch offen sind, kannst du vor dem Gespräch anlegen. Eine klare Frage an die betreuende Person benennt dann die Stelle im Text, nach der du fragst.

Was hineingehört, wie lang es sein kann und wo es steht
Das Nachwort steht nachgestellt, also nach dem Haupttext. Der Duden beschreibt es als Text, der dem Schriftwerk oder der größeren Arbeit nachfolgt und sie ergänzt. Wo genau es zum Fazit, zum Literaturverzeichnis oder zum Anhang steht, zeigt dir dein Leitfaden, sofern er dazu etwas sagt. Im Zweifel klärst du die Stelle mit der betreuenden Person.
Als Vorschlag kommen ein Rückblick auf den Entstehungsprozess, offene Fragen oder ein Dank in Betracht. Verbindlich ist diese Liste nicht, und ob sie für deine Arbeit passt, klärst du mit der betreuenden Person.
Auch die Länge ist nur eine Orientierung. Als Vorschlag, ohne Quelle und ohne Vorgabecharakter, käme etwa eine halbe bis eine Seite in Betracht. Diese Angabe stammt nicht aus dem Duden.
- Kläre mit der betreuenden Person, ob ein Nachwort erwünscht ist.
- Entscheide, was nach dem Fazit noch fehlt, etwa ein Dank oder ein Rückblick.
- Schreibe kurz und ohne neue Ergebnisse.
- Stimme den Platz nach dem Fazit, vor dem Literaturverzeichnis oder dem Anhang mit der betreuenden Person ab.
Wer ein Vorwort schreibt, stellt sich im Fall von Vorwort Bachelorarbeit dieselbe Frage nach Pflicht und Umfang wie beim Nachwort. Mit dieser Frage führst du das Gespräch am besten vollständig, bevor du den Text schreibst.
Bei der Länge gilt dasselbe wie bei den Inhalten: Prüfe mit der betreuenden Person, ob ein kurzer Text zu deiner Arbeit passt, statt eine Seitenzahl ungeprüft zu übernehmen. Prüfe außerdem, ob der Text den Hauptteil nicht ersetzt und keine neuen Ergebnisse einführt, denn er ist nachgestellt.
Quellen und Stand
- Duden: Nachwort: www.duden.de (geprüft am 2026-10-06)
- Duden: Vorwort: www.duden.de (geprüft am 2026-10-06)
- Duden: Epilog: www.duden.de (geprüft am 2026-10-06)
- Duden: Fazit: www.duden.de (geprüft am 2026-10-06)