Brauchst du in deiner Arbeit ein Nachwort und wie schreibst du es?

Nachwort schreiben: Inhalt, Länge und Platz in der Arbeit

Lesezeit ca. 7 Min. · zuletzt aktualisiert: 6. Oktober 2026 · Aufbau der Bachelorarbeit

Ein Nachwort ist ein nachgestellter, ergänzender Text am Ende eines Schriftwerks oder einer größeren schriftlichen Arbeit. Hier erfährst du, wie es sich von Vorwort, Epilog und Fazit unterscheidet, wann du es in Betracht ziehst und was dort hineingehören kann.

Was ein Nachwort ist und was nicht

Ein Nachwort ist ein nachgestellter, ergänzender Text. Der Duden beschreibt es als Text, der einem Schriftwerk oder einer größeren schriftlichen Arbeit nachgestellt ist und dieses ergänzt sowie erläutert. Die Lage nach dem Haupttext ist der Punkt, den du im Entwurf prüfen kannst. Als Synonyme nennt der Duden unter anderem Epilog und Schlusswort, als Gegenwort steht Vorwort daneben.

Was ein Nachwort nicht ist, lässt sich über seine Stelle im Text prüfen. Es ist keine Einleitung, denn die Einführung in ein Buch hat der Duden dem Vorwort zugeordnet. Der Duden definiert das Fazit als zusammenfassend festgestelltes Ergebnis oder Schlussfolgerung. Aus der Begriffsbestimmung ergibt sich keine Pflicht, keine feste Form und keine Länge, denn sie beschreibt nur, was der Text ist. Für die Abgrenzung kannst du daher die Lage im Text prüfen, also ob etwas vor oder nach dem Haupttext steht.

Wer das Gegenstück am Anfang planen will, sollte den Blick auf Vorwort fürs Buch schreiben richten, denn das Vorwort gehört zur selben Rahmung wie das Nachwort, nur steht es vorn.

Ob ein Nachwort in deiner Arbeit erwartet wird, klärst du mit der betreuenden Person. Frag außerdem im Leitfaden deines Fachbereichs nach, ob dort etwas festgelegt ist, denn was dort nicht steht, bleibt eine offene Frage für die Rücksprache.

Nachwort schreiben: der Ablauf in drei Schritten

Nachwort, Vorwort, Epilog und Fazit im Vergleich

Vorwort, Nachwort, Epilog und Fazit werden nebeneinander genannt, obwohl sie unterschiedliche Aufgaben haben. Laut Duden führt das Vorwort in ein Buch ein und heißt auch Vorrede. Die Tabelle ordnet es der Stelle vorn zu. Das Nachwort dagegen steht hinten und ergänzt den Text. Die Begriffe unterscheiden sich in ihrer Bedeutung und in der Stelle, die die Tabelle nennt. Die folgende Tabelle ordnet die vier Begriffe nach Bedeutung und typischer Stelle.

Tabelle: Begriff, Bedeutung, typische Stelle
BegriffBedeutungtypische Stelle
VorwortEinführung in ein Buch, auch Vorrede genanntvorn
Nachwortnachgestellter, ergänzender und erläuternder Text zu einem Schriftwerk oder einer größeren schriftlichen Arbeithinten
EpilogSchlussrede im Drama oder Nachspiel, in der Literaturwissenschaft ein Nachwort, das ein Werk abschließend erläuterthinten
Fazitzusammenfassend festgestelltes Ergebnis oder Schlussfolgerungim Hauptteil

Das Fazit gehört zum Hauptteil, sofern dein Leitfaden das so vorsieht, und beim Fazit Bachelorarbeit geht es um die Ergebnisse der Arbeit selbst, nicht um einen Nachtrag. Das unterscheidet es klar vom Nachwort, das ergänzt und erläutert.

Der literarische Epilog erläutert ein Werk am Schluss, und wer sich mit Epilog schreiben beschäftigt, findet im Duden die Bedeutung als abschließendes Nachwort zur Erläuterung eines literarischen Werkes. Deshalb lohnt der Blick in den Fachgebrauch, bevor du einen der Begriffe wählst. Ob dein Fach den Begriff in diesem Sinn verwendet, klärst du im Leitfaden oder mit der betreuenden Person. Das Nachwort bleibt damit ein Text, der nach dem Haupttext steht.

Wer die Begriffe auseinanderhält, prüft beim Schreiben zuerst die Funktion des Textes. Ein Vorwort führt in ein Buch ein, ein Nachwort ergänzt und erläutert den Text am Ende, und ein Fazit fasst die festgestellten Ergebnisse zusammen. Mit diesen drei Funktionen im Blick lässt sich die Einordnung des Textes mit dem Leitfaden abgleichen.

Wann eine Arbeit ein Nachwort braucht

Ob du ein Nachwort brauchst, klärst du anhand der Vorgaben für deine Arbeit. Für Haus-, Bachelor- und Masterarbeiten gilt als Hinweis, dass ein Nachwort dort nicht vorgesehen ist. Das ist keine Regel, sondern ein Anlass, im Leitfaden nachzusehen und bei der betreuenden Person nachzufragen. Dort zeigt sich, ob dein Fach dazu etwas festlegt.

Sinnvoll kann ein Nachwort nach dem Fazit sein, wenn noch etwas fehlt, das nicht zur Beweisführung gehört, etwa ein persönlicher Rückblick oder ein Dank. Das ist ein Vorschlag und keine Regel. Ob du es willst, entscheidest du zusammen mit der betreuenden Person.

Was an den Schluss einer Prüfungsarbeit gehört, klärst du mit dem Leitfaden und zusätzlich mit der betreuenden Person, und Zusatzmaterial wie lange Tabellen gehört als Vorschlag eher in den Anhang der Bachelorarbeit als ins Nachwort. Prüfe mit der betreuenden Person, ob dieser Vorschlag zu deiner Arbeit passt.

Als Beobachtung gilt: Wer ein Buch herausgibt oder eine fremde Arbeit kommentiert, greift eher zum Nachwort als Studierende, die eine Prüfungsarbeit schreiben. Diese Beobachtung sagt nichts über Pflichten aus. Für deine Arbeit ist zu prüfen, was dein Leitfaden verlangt.

Eine kurze Notiz, welche Punkte nach dem Fazit noch offen sind, kannst du vor dem Gespräch anlegen. Eine klare Frage an die betreuende Person benennt dann die Stelle im Text, nach der du fragst.

Nachwort schreiben: Prüfliste mit vier Punkten

Was hineingehört, wie lang es sein kann und wo es steht

Das Nachwort steht nachgestellt, also nach dem Haupttext. Der Duden beschreibt es als Text, der dem Schriftwerk oder der größeren Arbeit nachfolgt und sie ergänzt. Wo genau es zum Fazit, zum Literaturverzeichnis oder zum Anhang steht, zeigt dir dein Leitfaden, sofern er dazu etwas sagt. Im Zweifel klärst du die Stelle mit der betreuenden Person.

Als Vorschlag kommen ein Rückblick auf den Entstehungsprozess, offene Fragen oder ein Dank in Betracht. Verbindlich ist diese Liste nicht, und ob sie für deine Arbeit passt, klärst du mit der betreuenden Person.

Auch die Länge ist nur eine Orientierung. Als Vorschlag, ohne Quelle und ohne Vorgabecharakter, käme etwa eine halbe bis eine Seite in Betracht. Diese Angabe stammt nicht aus dem Duden.

  1. Kläre mit der betreuenden Person, ob ein Nachwort erwünscht ist.
  2. Entscheide, was nach dem Fazit noch fehlt, etwa ein Dank oder ein Rückblick.
  3. Schreibe kurz und ohne neue Ergebnisse.
  4. Stimme den Platz nach dem Fazit, vor dem Literaturverzeichnis oder dem Anhang mit der betreuenden Person ab.

Wer ein Vorwort schreibt, stellt sich im Fall von Vorwort Bachelorarbeit dieselbe Frage nach Pflicht und Umfang wie beim Nachwort. Mit dieser Frage führst du das Gespräch am besten vollständig, bevor du den Text schreibst.

Bei der Länge gilt dasselbe wie bei den Inhalten: Prüfe mit der betreuenden Person, ob ein kurzer Text zu deiner Arbeit passt, statt eine Seitenzahl ungeprüft zu übernehmen. Prüfe außerdem, ob der Text den Hauptteil nicht ersetzt und keine neuen Ergebnisse einführt, denn er ist nachgestellt.

Quellen und Stand

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Häufige Fragen zum Nachwort

Muss ich in meiner Abschlussarbeit ein Nachwort schreiben?

Der Duden legt nur die Bedeutung fest: Ein Nachwort ist ein nachgestellter, ergänzender und erläuternder Text zu einem Schriftwerk oder einer größeren schriftlichen Arbeit. Daraus folgt nicht, dass du es schreiben musst. Ob es in deiner Arbeit erwartet wird, klärst du im Leitfaden deines Fachbereichs und mit der betreuenden Person.

Worin unterscheidet sich das Nachwort vom Fazit?

Der Duden definiert das Fazit als zusammenfassend festgestelltes Ergebnis oder als Schlussfolgerung. Ein Nachwort dagegen ist ein nachgestellter Text, der ergänzt und erläutert. Das Fazit zieht also die Ergebnisse zusammen, während das Nachwort den Text am Schluss einordnet. Wo das Fazit in deiner Arbeit steht und wie lang es sein muss, legt die Definition nicht fest.

Ist ein Epilog dasselbe wie ein Nachwort?

Der Duden nennt Epilog unter den Synonymen des Nachworts. Im Drama ist der Epilog eine Schlussrede oder ein Nachspiel, in der Literaturwissenschaft dagegen ein Text, der ein literarisches Werk am Schluss erläutert. Daraus folgt nicht, dass beide Begriffe in jedem Fach austauschbar sind. Das klärst du mit deinem Fachbereich.

Was ist der Unterschied zwischen Vorwort und Nachwort?

Der Duden erklärt das Vorwort als Einleitung zu einem Buch. Die Vorrede ist eine andere Bezeichnung dafür. Als Gegenstück zum Nachwort nennt der Duden das Vorwort, das Vorwort steht also am Anfang und das Nachwort am Ende. Daraus folgt nicht, dass ein Vorwort in einer Haus- oder Abschlussarbeit verlangt wird. Dazu fragst du die betreuende Person.

Welche Inhalte passen in ein Nachwort?

Als Vorschlag kommen ein Rückblick auf den Entstehungsprozess, offene Fragen oder ein Dank in Betracht. Diese Liste ist nicht verbindlich. Nach dem Duden ist das Nachwort ein ergänzender, erläuternder Text, der nach dem Haupttext steht. Deshalb bleibt es kurz und führt keine neuen Ergebnisse ein. Die Abstimmung mit der betreuenden Person bleibt wichtig.

Wie lang sollte ein Nachwort sein?

Als Orientierung wird als Vorschlag etwa eine halbe bis eine Seite genannt, ausdrücklich ohne Vorgabecharakter. Diese Angabe stammt nicht aus dem Duden. Der Duden legt keine feste Länge fest, deshalb prüfst du den Umfang gemeinsam mit der betreuenden Person.

Gehört Zusatzmaterial ins Nachwort?

Als Vorschlag gehört Zusatzmaterial wie lange Tabellen eher in den Anhang deiner Arbeit als ins Nachwort. Ob dein Leitfaden dazu etwas festlegt, klärst du mit der betreuenden Person.

Wo steht das Nachwort in der Arbeit?

Nach dem Duden steht das Nachwort nachgestellt, also nach dem Haupttext. Den genauen Platz zwischen Fazit, Literaturverzeichnis und Anhang stimmst du mit der betreuenden Person ab.

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