Rhetorische Mittel und Stilmittel verstehen
Die Stilmittelübersicht der Lehrerfortbildung Baden-Württemberg nennt
Diese Seite zeigt dir, wie du eine Übersicht rhetorischer Mittel sinnvoll liest, Begriffe prüfst und daraus einen nächsten Schritt für deinen Text ableitest.
Worum es bei der Liste rhetorischer Mittel geht
Wer sich mit stilistischen Mitteln beschäftigt, sucht eine Orientierung, welche Figur zu einer bestimmten Textstelle passt. Die Seite der Lehrerfortbildung Baden-Württemberg stellt dafür eine tabellarische Übersicht bereit, die zu einzelnen Stilmitteln die Herkunft des Begriffs, eine kurze Definition und ein Beispiel nennt, damit du die Wirkung eines Mittels verstehen kannst. So wird dort etwa die Litotes als Hervorhebung eines Begriffs durch Untertreibung, Abschwächung oder doppelte Verneinung beschrieben.
Das Ziel dieser Liste rhetorischer Mittel und Stilmittel ist es, einzelne Begriffe nachzuschlagen und mit einer eigenen Textstelle zu vergleichen, bevor du einen Begriff in deiner Arbeit verwendest. Eine Grenze gehört ausdrücklich dazu: Die Übersicht einer einzelnen Landesstelle erhebt keinen Anspruch, alle Figuren der Rhetorik abschließend aufzuzählen, und nennt keine feste Gesamtzahl rhetorischer Mittel. Wer an einer bestimmten Anzahl oder an Vollständigkeit interessiert ist, prüft das selbst anhand mehrerer Quellen, statt sich auf eine einzelne Übersicht zu verlassen.
Bei der Einordnung hilft es, Begriffe aus der Stilmittelübersicht von allgemeinen Fragen zur Rechtschreibung zu trennen. Während die Liste sprachliche Wirkung beschreibt, betreffen Fragen zur Rechtschreibung und zu den dahinterstehenden Rechtschreibregeln ein anderes Themenfeld, das eigene Nachschlagewerke verlangt und nicht mit der Stilmittelliste verwechselt werden sollte.

So gehst du Schritt für Schritt vor
Für den Einstieg lohnt sich ein fester Ablauf. Rufe zunächst die Übersicht der Lehrerfortbildung Baden-Württemberg auf und suche den Begriff, der zu deiner Textstelle passen könnte. Notiere dir Definition und Beispiel aus der Quelle, bevor du einen Vergleich ziehst, damit du später nachvollziehen kannst, worauf deine Einordnung beruht.
Im zweiten Schritt vergleichst du deine eigene Textstelle mit der notierten Definition. Passt das Beispiel aus der Übersicht zu deinem Satzbau, kannst du den Begriff vorsichtig übernehmen. Stimmt die Definition nicht ganz, suche in der Liste nach einem passenderen Mittel, statt den ersten gefundenen Begriff vorschnell zu übernehmen.
Ist die Zuordnung für eine Arbeit oder Abgabe relevant, bestimme die zuständige Stelle oder Person, die deine Verwendung bewertet, etwa eine Lehrkraft oder eine Betreuung an der Hochschule. Kläre offene Fragen dort, statt sie unbeantwortet zu lassen und erst kurz vor der Abgabe nachzufragen.
Halte das Ergebnis schriftlich fest: welcher Begriff, welche Definition, welches Beispiel und welche eigene Textstelle dazugehören. Lege danach den nächsten Schritt fest, etwa eine Rückfrage oder eine Überarbeitung der Formulierung in deinem Text.
Ein Beispiel für diesen Ablauf: Eine Studierende sucht eine Bezeichnung für eine stark untertriebene Formulierung in ihrem Text. Sie öffnet die Übersicht, findet den Begriff Litotes mit Definition und Beispiel, vergleicht ihn mit ihrer eigenen Formulierung und hält das Ergebnis in ihren Unterlagen fest, bevor sie die Betreuung fragt, ob die Einordnung so passt.
Typische Fehler beim Umgang mit Stilmitteln
Ein verbreiteter Fehler besteht darin, aus einer einzelnen Übersicht eine feste Gesamtzahl rhetorischer Mittel abzuleiten. Die Seite der Lehrerfortbildung Baden-Württemberg zählt zahlreiche Stilmittel tabellarisch auf, ohne dass daraus eine abschließende Aufzählung aller Figuren wird. Gib eine solche Landesstelle deshalb nicht als vollständiges Verzeichnis aller rhetorischen Mittel aus.
Ein weiterer Fehler ist, eigene Annahmen über ein Stilmittel mit einer belegten Regel zu verwechseln. Nur weil ein Beispiel plausibel klingt, muss die zugehörige Definition noch nicht auf deine eigene Textstelle zutreffen. Prüfe deshalb Begriff für Begriff anhand der Quelle, statt eine Zuordnung aus dem Bauch heraus zu entscheiden.
Verschiebe Nachweise und Rückfragen nicht auf später. Wer eine Einordnung für eine Arbeit braucht, bezieht die zuständige Stelle früh in den Vorgang ein, statt die Klärung bis kurz vor der Abgabe aufzuschieben. Das gilt besonders dann, wenn die Verwendung eines Stilmittels für eine Bewertung relevant ist.
Auch bei Nachbarthemen schleichen sich Fehler ein: Wer ein Stilmittel mit einer Frage der Zeichensetzung oder der Kommasetzung vermischt, vermischt zwei unterschiedliche Ebenen der Sprachbetrachtung. Stilmittel beschreiben sprachliche Wirkung, während Zeichensetzung und Kommasetzung formale Regeln der Rechtschreibung betreffen und eigenständig geprüft werden sollten.

Checkliste für den Abschluss deiner Prüfung
Vor dem Abschluss lohnt sich eine kurze Checkliste. Halte zu jedem geprüften Stilmittel den Namen fest, dazu die Definition aus der Übersicht, das Beispiel der Quelle und deine eigene Textstelle im Vergleich dazu.
Vermerke außerdem, welche Quelle oder Stelle du zur Prüfung herangezogen hast, etwa die Übersicht der Lehrerfortbildung Baden-Württemberg oder eine Rückfrage bei einer Betreuung. So bleibt nachvollziehbar, worauf deine Einordnung beruht.
Lege zuletzt deinen persönlichen nächsten Schritt fest: Soll die Formulierung bleiben, überarbeitet werden oder noch einmal mit einer zuständigen Person besprochen werden. Dokumentiere diese Entscheidung, damit sie bei einer späteren Überarbeitung nachvollziehbar bleibt.
Wer über die Stilmittelliste hinaus an der Rechtschreibung des eigenen Textes arbeitet, findet ergänzende Anknüpfungspunkte: Fragen zur Groß- und Kleinschreibung oder zur Getrennt- und Zusammenschreibung betreffen zwar andere Regeln, gehören aber zum selben Überarbeitungsprozess eines Textes.
Auch der Unterschied zwischen älteren und neueren Schreibweisen im Rahmen der Rechtschreibreform kann beim Überarbeiten eine Rolle spielen, ebenso wie Rechtschreibprogramme als zusätzliches Hilfsmittel bei der Durchsicht.
Bei längeren Arbeiten im Studium betrifft die Überarbeitung auch das wissenschaftliches Schreiben oder die Hinweise zu Abkürzungen richtig schreiben, damit Kürzel einheitlich verwendet werden.
Wer Begriffe oder deren Bedeutung klären will, kann dafür Wortbedeutungen und Abkürzungen nachschlagen, und bei Unsicherheit zum grammatischen Geschlecht hilft ein Blick auf Artikel der, die und das.
Für die richtige Form im Satz lohnt sich zudem ein Blick auf die Pluralbildung einzelner Wörter, und wer nach passenden Alternativen sucht, findet dort passende Synonyme zur Auswahl.
Schließlich unterscheiden sich Textformen in ihrem Aufbau, was bei der abschließenden Prüfung des eigenen Textes ebenfalls eine Rolle spielen kann, bevor du die Liste rhetorischer Mittel und Stilmittel für die nächste Textstelle erneut nutzt.
Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: lehrerfortbildung-bw.de (geprüft am 2026-10-22)
Das Thema „Rhetorische Mittel und Stilmittel verstehen“ wird hier als Gesamtzusammenhang aufgegriffen.