Logistik und Supply Chain: Arbeiten und Fachtexte lektorieren
Kennzahlen, Prozessbeschreibungen und Fachsprache prüfen
Logistiktexte beschreiben Abläufe und messen sie. Beides geht schief, wenn eine Kennzahl ohne Berechnungsweg steht oder ein Prozess mitten in der Beschreibung die Blickrichtung wechselt. Diese beiden Punkte machen den größten Teil unserer Rückmeldungen in diesem Fach aus.
Kennzahlen ohne Berechnungsweg sind nicht prüfbar
Lieferbereitschaftsgrad, Termintreue, OTIF und Umschlagshäufigkeit werden in Unternehmen unterschiedlich berechnet. Steht in einer Arbeit „die Termintreue lag bei 94 Prozent“, ist unklar, ob nach Positionen oder nach Aufträgen gerechnet wurde und welche Toleranz als pünktlich galt.
Wir melden jede Kennzahl, deren Definition im Text fehlt, und prüfen, ob eine einmal eingeführte Definition durchgehalten wird. Nachgerechnet wird nichts: Wir sorgen dafür, dass die Rechenweise nachvollziehbar dasteht.

Prozesse in einer Richtung beschreiben
Beschreibungen von Wareneingang, Kommissionierung oder Retourenabwicklung wechseln häufig unbemerkt die Perspektive: Erst folgt der Text der Ware, dann dem Mitarbeitenden, dann dem Beleg. Für die lesende Person entsteht der Eindruck, es gebe Lücken im Ablauf, obwohl nur die Blickrichtung gesprungen ist.
Wir melden solche Wechsel und schlagen eine durchgehende Perspektive vor. Ebenso prüfen wir, ob jeder beschriebene Schritt einen genannten Auslöser und ein genanntes Ergebnis hat, weil sonst offenbleibt, wann er beginnt und wann er abgeschlossen ist.
Englische Fachbegriffe: übersetzen oder stehen lassen
Supply Chain, Lead Time, Cross-Docking, Milkrun: Diese Begriffe sind etabliert, und eine deutsche Ersatzform wirkt oft konstruiert. Problematisch wird es erst, wenn beides gemischt wird, also einmal „Durchlaufzeit“ und einmal „Lead Time“ für dieselbe Größe.
Wir legen mit dir fest, welche Begriffe englisch bleiben, und ziehen die Entscheidung durch. Bei erstmaliger Nennung ergänzen wir auf Wunsch die deutsche Entsprechung in Klammern. Die Deklination bleibt dabei ein eigener Punkt: „des Cross-Dockings“ folgt anderen Regeln als „des Milkruns“, und beides muss innerhalb der Arbeit gleich gehandhabt werden.

Abbildungen aus der Praxis
Logistikarbeiten enthalten häufig Screenshots aus Lagerverwaltungssystemen, Wertstromdiagramme und Layoutskizzen. Der häufigste Befund ist eine Beschriftung, die nicht zur Abbildung passt, weil die Grafik in einer späteren Fassung getauscht wurde. Der zweithäufigste sind Firmendaten, die auf einem Screenshot lesbar geblieben sind.
Wir melden beides. Bei Arbeiten mit Praxispartner ist der zweite Punkt regelmäßig der wichtigere, weil er nach Abgabe nicht mehr zu korrigieren ist.
Dieselben Prüfpunkte gelten für Prozesstexte aus dem Betrieb, etwa Arbeitsanweisungen für den Wareneingang oder Standards für die Kommissionierung. Auch dort entscheidet die Nachvollziehbarkeit darüber, ob eine neue Kraft nach dem Lesen handeln kann.
Preise für Arbeiten und Fachtexte
Für Abschlussarbeiten gilt der Studierendenpreis: Lektorat 4,90 € pro Normseite bei fünf Werktagen, Korrektorat 1,90 €. Eine Masterarbeit mit 70 Normseiten liegt bei rund 343 Euro. Prozessdiagramme und Tabellenseiten zählen nicht als Normseiten.
Enthält die Arbeit einen Praxisteil mit Unternehmensdaten, klären wir vorab, welche Angaben anonymisiert werden sollen. Wir setzen die Anonymisierung nicht selbst um, melden aber jede Stelle, an der ein Name, ein Standort oder eine Kundennummer erkennbar bleibt.
Unternehmen rechnen über das kostenlose Geschäftskonto mit denselben Grundpreisen und Mengenstaffel ab. Express ist mit 6,90 € in 48 Stunden und 8,90 € in 24 Stunden möglich. Weiterführend: Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurwissenschaften und technische Dokumentation.