Forschungsdatensätze mit DOI zitieren und prüfen
Forschungsdatensatz zitieren
Ein DOI kann einen publizierten Forschungsdatensatz dauerhaft identifizierbar machen. Diese Seite zeigt, welche Angaben in der beschriebenen WueData-Umgebung relevant sind und wie du sie vor der Verwendung im eigenen wissenschaftlichen Text prüfst.
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Literaturverzeichnis: Muster für APA und Harvard
Erst der Forschungsdatensatz, dann die Zeile darunter. Buch, Sammelbandbeitrag, Zeitschriftenaufsatz, Internetquelle und KI-Quelle: jede hat ihre fertige Zeile, einmal nach APA und einmal nach Harvard. Du füllst die eckigen Klammern und löschst die Zitierweise, die du nicht brauchst. Keine Anmeldung.
Warum die eindeutige Kennzeichnung eines Datensatzes zählt
Forschungsdatensatz zitieren bezeichnet hier die Aufgabe, einen publizierten Datensatz so in den eigenen Text einzubeziehen, dass seine Kennzeichnung geprüft und nachvollziehbar übernommen wird. Die belegte Grundlage ist konkret: Ein in WueData publizierter Forschungsdatensatz erhält automatisch einen DOI. Dieser digitale Identifikator ist bei DataCite registriert und dient dazu, das Datenpaket dauerhaft zu identifizieren, zu finden, zu zitieren und mit weiteren wissenschaftlichen Publikationen zu verknüpfen.
Wissenschaftliches Schreiben erfordert besondere Sorgfalt überall dort, wo auf Datenpakete verwiesen wird. Prüfe zunächst, ob der verwendete Datensatz publiziert ist, und übernimm anschließend den dort angegebenen DOI. So stützt sich die Kennzeichnung auf die Anzeige des Datensatzes und nicht auf eine Erinnerung oder eine ungesicherte Notiz.
Wenn du eine Hausarbeit schreiben möchtest oder eine Masterarbeit schreiben möchtest, trenne den Datensatz gedanklich von den übrigen Materialien deines Textes. Ermittle für jede Bezugnahme, ob sie sich auf den Datensatz selbst, auf eine andere digitale Ressource oder auf eine wissenschaftliche Publikation bezieht. Dadurch entsteht eine klare Prüfliste für die eigene Verwendung. Für die weiteren Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit bleibt der Datensatz eine gesondert zu prüfende Ressource.
Wissenschaftliche Argumentation wirkt klarer, wenn die Angabe zum Datenpaket vor der Übernahme in den Text kontrolliert wird. Die Quelle belegt die technische Identifikation und die Verknüpfung mit wissenschaftlichen Publikationen. Für die Form der Quellenangabe gibt sie jedoch keine verbindliche Zitierweise vor, sondern empfiehlt ein Format. Prüfe die Anforderungen deiner Arbeit daher in den maßgeblichen Unterlagen.
Auch beim Formulieren einer Forschungsfrage kann es hilfreich sein, die Materialien sichtbar auseinanderzuhalten. Der Beitrag Forschungsfrage formulieren bietet dafür Hinweise: Notiere zunächst nur, welcher Datensatz geprüft werden soll und welcher DOI dazu gehört. Das Ergebnis ist eine eindeutige Arbeitsnotiz. Sie ersetzt keine Prüfung der später verwendeten Angaben, schafft aber eine nachvollziehbare Grundlage für den nächsten Arbeitsschritt.

Datensatz, DOI und Metadaten geordnet erfassen
Die Darstellung in der Quelle beginnt beim publizierten Forschungsdatensatz. Darauf folgt der automatisch vergebene DOI. Als persistenter Identifikator ermöglicht er die dauerhafte Identifikation, das Auffinden und das Zitieren des Datenpakets. Das erste festzuhaltende Element ist daher der konkrete DOI des publizierten Datensatzes.
Das zweite Element sind die Metadaten. In WueData können Datenpakete sowie darin enthaltene Dateien und Verzeichnisse mit generischen Metadatenparametern des RADAR-Metadatenschemas und zusätzlich mit fachlichen Metadaten annotiert werden. Für die eigene Prüfung heißt das nicht, dass alle verfügbaren Felder übernommen werden müssen. Ermittle vielmehr, welche Angaben im Datensatz angezeigt werden, und notiere nur die Angaben, die du tatsächlich verwenden willst.
Das dritte Element ist eine mögliche Verknüpfung. Im Feld „Verwandter Identifikator“ lässt sich der Forschungsdatensatz mit einer anderen digitalen Ressource verbinden. Die Quelle nennt dafür unterschiedliche Relationsoptionen und Identifikatortypen. Prüfe bei einer Verbindung genau, welche Ressource angezeigt wird und welche Relation im Datensatz hinterlegt ist. Das Ergebnis ist eine getrennte Zuordnung: Der DOI gehört zum Datenpaket; gegebenenfalls kommt eine weitere überprüfte Ressource hinzu.
Im vierten Abschnitt nennt die Quelle standardisierte Auswahlmöglichkeiten in den Metadatenfeldern. Dazu zählen ORCID für Personen, ROR für Organisationen, die Crossref Funder Registry für Förderorganisationen und GND für Schlagworte. Diese Angaben dürfen nicht aus anderen Dokumenten ergänzt werden, ohne sie im Datensatz zu prüfen. Halte fest, welches Feld du gesehen hast und welchen Eintrag es enthält. So bleibt der Weg vom Datensatz zur verwendeten Angabe nachvollziehbar.
Wer eine Gliederung einer Hausarbeit vorbereitet, kann diese Reihenfolge als Arbeitsordnung nutzen: erst Datenpaket, dann DOI, danach Metadaten und zuletzt mögliche Verknüpfungen. Beim Literaturverzeichnis erstellen oder beim Quellenangaben richtig zitieren sollte die Form der Darstellung anschließend an den Vorgaben des eigenen Textes geprüft werden. Die Quelle belegt den DOI und die Metadatenmöglichkeiten, nicht die Formvorgaben einzelner Zitierweisen.
- Datensatz prüfen: Ist das Datenpaket als publiziert erkennbar?
- Identifier sichern: Wie lautet der passende DOI für dieses Set?
- Attribute sichten: Welche sichtbaren Infos braucht mein eigener Beitrag?
- Verknüpfungen trennen: Ist im Feld „Verwandter Identifikator“ eine andere digitale Ressource angegeben?
Der Ablauf: Vom Datenpaket zur überprüften Angabe
- Den Gegenstand bestimmen: Öffne den Forschungsdatensatz, auf den dein Text Bezug nehmen soll. Ergebnis: Du arbeitest mit einem konkret abgegrenzten Datenpaket statt mit einer allgemeinen Themenbezeichnung.
- Den Publikationsstatus prüfen: Kontrolliere, ob der Datensatz in WueData publiziert ist. Die Quelle beschreibt für publizierte Forschungsdatensätze die automatische Vergabe eines DOI. Ergebnis: Du weißt, ob die belegte DOI-Aussage auf den geöffneten Datensatz angewendet werden kann.
- Den DOI übernehmen: Lies den DOI direkt am Datensatz ab und vergleiche die übernommene Zeichenfolge erneut mit der Anzeige. Ergebnis: Für den eigenen Text liegt ein kontrollierter persistenter Identifikator vor.
- Metadaten gezielt erfassen: Prüfe die angezeigten generischen und, falls vorhanden, fachlichen Metadaten. Notiere nur Angaben, die du im eigenen Text verwendest. Ergebnis: Die verwendete Information lässt sich auf ein sichtbares Metadatenfeld zurückführen.
- Verwandte Ressourcen prüfen: Sieh im Feld „Verwandter Identifikator“ nach, ob eine andere digitale Ressource verknüpft ist. Übernimm eine solche Ressource nicht als Teil des Datensatzes, sondern halte die Verbindung getrennt fest. Ergebnis: Der Unterschied zwischen Datensatz und weiterer Ressource bleibt klar erkennbar.
- Darstellungsform abgleichen: Prüfe die formale Darstellung gegen die Anforderungen deines Textes. Wenn für deinen Text die deutsche Zitierweise oder Harvard-Zitierweise maßgeblich ist, richte dich nach den zuständigen Vorgaben. Ergebnis: Die geprüfte DOI-Angabe wird nicht mit einer unbelegten Formatannahme vermischt.
- Endfassung kontrollieren: Stelle die Angaben im Text noch einmal dem veröffentlichten Datensatz gegenüber. Ergebnis: Unstimmigkeiten zwischen Notiz und Endfassung fallen vor der Abgabe auf.
Für Methoden wissenschaftlicher Arbeiten sowie für qualitative und quantitative Forschung enthält die vorliegende Quelle keine Einordnung des Datensatzes in bestimmte Forschungsansätze. Prüfe diese Zuordnung daher anhand der Beschreibung deines eigenen Forschungsvorhabens und der dazugehörigen methodischen Unterlagen.
Kurzes Beispiel für die durchgängige Anwendung
Das Manuskript nimmt Bezug auf ein in WueData veröffentlichtes Datenpaket. Die Verfasserin öffnet zunächst genau dieses Datenpaket und sucht den dort angezeigten DOI. Sie notiert den DOI und vergleicht die Notiz unmittelbar mit der Anzeige. Daraus ergibt sich eine kontrollierte Kennzeichnung für dieses Datenpaket.
Als Nächstes liest sie die sichtbaren Metadaten. Außerdem entdeckt sie das Feld „Verwandter Identifikator“. Statt die dort angezeigte digitale Ressource mit dem Datensatz gleichzusetzen, hält sie beide Angaben getrennt fest: zuerst den DOI des Datenpakets, dann die eventuell verknüpfte Ressource mitsamt der angezeigten Relation. So bleiben die beiden Bezugspunkte nachvollziehbar getrennt.
Bevor sie Angaben übernimmt, prüft sie die formalen Vorgaben ihrer Arbeit. Sie entscheidet nicht aus einer Vermutung, welche Angabe in welcher Reihenfolge stehen soll. Für diese formale Prüfung kann sie Hinweise zu Quellenangaben und zum richtigen Zitieren heranziehen. Anschließend vergleicht sie ihren fertigen Eintrag erneut mit dem geöffneten Datensatz. So entsteht eine Angabe, deren DOI und verwendete Metadaten am publizierten Datenpaket überprüft wurden.
Dieses Beispiel behauptet keine bestimmte Fachkonvention und keine vorgegebene Textform. Es zeigt allein einen kontrollierten Ablauf auf Basis der Quelle: publiziertes Datenpaket feststellen, DOI prüfen, Metadaten lesen, mögliche Verknüpfung trennen und die gewünschte Darstellung anhand der eigenen Vorgaben abgleichen.

Inhaltliche Abgrenzung und formale Prüfung getrennt kontrollieren
Der Qualitätscheck trennt zwei Aufgaben. Die inhaltliche Abgrenzung betrifft die Frage, was du vor dir hast: ein publiziertes Forschungsdatenpaket, dessen DOI oder eine damit verknüpfte andere digitale Ressource. Die formale Prüfung betrifft ausschließlich die Darstellung der ausgewählten Angaben in deinem Text. Diese Trennung verhindert, dass eine verknüpfte Ressource unbemerkt als Datensatz behandelt oder eine Formatvorgabe als Eigenschaft des DOI ausgegeben wird.
- Definition prüfen: Verwendest du „Forschungsdatensatz zitieren“ in deinem Text nur für eine Bezugnahme auf ein konkret geprüftes Datenpaket und dessen Kennzeichnung?
- Zentrales Merkmal prüfen: Hast du den DOI direkt am publizierten Forschungsdatensatz kontrolliert? Die Quelle beschreibt ihn als persistenten Identifikator, der Identifikation, Auffinden, Zitieren und Verknüpfung unterstützt.
- Anwendung prüfen: Entsprechen DOI und eingesetzte Metadaten in deiner Notiz exakt den Werten am Datensatz?
- Abgrenzung prüfen: Hast du „Verwandter Identifikator“ eigenständig erfasst und die genannte digitale Ressource nicht mit dem Datenpaket gleichgesetzt?
Die formale Prüfung folgt danach. Prüfe, welche Angaben dein eigener Text verlangt, und vergleiche deine Darstellung mit den dafür geltenden Unterlagen. Wenn du eine Übernahme von Daten, DOI oder Metadaten erläuterst, prüfe zusätzlich, ob der Bezug zum geöffneten Datensatz sichtbar bleibt. Für den allgemeinen Umgang mit Übernahmen kann die Prüfung zu Plagiat vermeiden eine weitere Arbeitsfrage liefern; konkrete Anforderungen an deine Arbeit musst du in den maßgeblichen Vorgaben ermitteln.
Abschließend kontrollierst du Zeichenfolge, Schreibweise und Zuordnung der übernommenen Angaben direkt am Datensatz. Ergänze keine Namen, Institutionen, Förderorganisationen, Schlagworte oder Beziehungen aus Vermutungen. Falls ein Eintrag unklar ist, halte die offene Stelle fest und prüfe sie anhand der sichtbaren Metadaten oder offizieller Unterlagen. Das Ergebnis ist keine pauschale Zusicherung, sondern eine nachvollziehbar kontrollierte Angabe.
Quellen und Stand
- FAQ: Rechenzentrum: www.rz.uni-wuerzburg.de (zuletzt geprüft am 2026-08-24)