Exposé schreiben: Beispiel, Aufbau und Prüfung

Expose schreiben Beispiel

Lesezeit ca. 8 Min. · zuletzt aktualisiert: 15. August 2026 · Weitere Tipps für Studium und wissenschaftliches Arbeiten

Ein wissenschaftliches Exposé kann ein Promotionsvorhaben als Plan verständlich machen. Dieses Beispiel zeigt, wie Zweck, Bausteine, Quellenbezüge und die abschließende Prüfung im Text festgehalten werden.

Wozu ein Exposé dient

Das Quellenmaterial behandelt das wissenschaftliche Exposé im Zusammenhang mit einer geplanten Dissertation. Es hält einen ersten inhaltlichen und zeitlichen Rahmen des Promotionsvorhabens schriftlich fest. Das Beispiel bezieht sich deshalb auf eine Dissertation und überträgt diese Einordnung nicht auf andere wissenschaftliche Arbeiten.

Das Exposé erfüllt zwei Aufgaben: Es dient der Planung des Vorhabens und kann einer potenziellen Betreuungsperson die Einschätzung des Themengebiets und des geplanten Forschungsvorhabens ermöglichen. Der Text macht dazu Ausgangssituation oder Problemstellung sowie die Zielsetzung sichtbar. Die Zielsetzung benennt, was nach Abschluss der Arbeit herausgefunden werden soll.

Ein Beispiel für das Schreiben eines Exposés beginnt damit, den Zweck festzuhalten, die erforderlichen Bausteine zu ordnen und ihre Verbindung im Text zu prüfen. Prüfe vor der Endfassung, ob Ausgangssituation, Problemstellung, Zielsetzung sowie inhaltlicher und zeitlicher Rahmen auffindbar sind und auf dasselbe Vorhaben bezogen bleiben. Ergänze keine Aussagen zu Zulassung, Fristen, Kosten oder beruflichen Folgen, wenn dafür kein direkter Beleg vorliegt.

Im Bereich wissenschaftliches Schreiben sollte jeder Abschnitt eine erkennbare Funktion für das geplante Vorhaben haben. Die Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit können zur Orientierung dienen; ihre Übertragung auf ein Exposé ist jedoch am konkreten Dokumentzweck zu prüfen.

Konkreter Abschlusscheck zu Expose schreiben Beispiel

Bestandteile in nachvollziehbarer Reihenfolge

Lege zunächst Zweck und Zielgruppe fest. Im Beispiel erläutert das Dokument ein Promotionsvorhaben und soll einer potenziellen Betreuungsperson eine Einschätzung ermöglichen. Lies anschließend die für dein Vorhaben geltenden Vorgaben und notiere nur die darin verlangten Bausteine. So wird die Zielgruppe nicht mit allgemeinen Aussagen über Studium oder akademische Laufbahnen vermischt.

  1. Ausgangssituation und Problemstellung: Beschreibe die Situation oder das Problem, von dem das Vorhaben ausgeht.
  2. Zielsetzung: Benenne, was nach Abschluss der Arbeit herausgefunden werden soll.
  3. Inhaltlicher Rahmen: Halte fest, was innerhalb des Vorhabens erarbeitet werden soll.
  4. Zeitlicher Rahmen: Notiere den vorgesehenen zeitlichen Rahmen, ohne zusätzliche Termine oder Fristen zu behaupten.
  5. Verbindung der Bausteine: Prüfe, ob Problemstellung, Zielsetzung und Rahmen einen verständlichen Plan ergeben.

Als redaktioneller Vorschlag führt die Reihenfolge vom Ausgangspunkt über das Ziel zum Rahmen. Arbeite den Text mit den verwendeten Quellen und den erforderlichen Querverweisen aus; erfasse die Belege während der Ausarbeitung und nicht erst am Schluss. Wer eine Gliederung einer Hausarbeit vorbereitet, sollte den abweichenden Dokumentzweck beachten. Auch Hausarbeit schreiben und Masterarbeit schreiben sind keine Gleichsetzung mit dem hier behandelten Promotionsvorhaben.

Für das Literaturverzeichnis erstellen können verwendete Titel unmittelbar beim Schreiben erfasst werden. Prüfe Quellenangaben richtig zitieren und die gewählten Zitierweisen an den tatsächlichen Vorgaben. Ob die deutsche Zitierweise oder die Harvard-Zitierweise passt, ist anhand dieser Vorgaben zu entscheiden. Prüfe zum Schluss, ob alle verlangten Teile vorhanden sind und auf das geplante Forschungsvorhaben verweisen.

Schritt für Schritt zur prüfbaren Fassung

Der Ablauf kann direkt aus den beschriebenen Aufgaben des Exposés abgeleitet werden. Jeder Schritt erhält ein sichtbares Ergebnis, damit die Bearbeitung nicht bei einer bloßen Themenidee stehen bleibt.

  1. Zweck festlegen: Formuliere, dass das Dokument ein Promotionsvorhaben als Fahrplan oder Projektplan erläutert und einer potenziellen Betreuungsperson eine Einschätzung des Vorhabens ermöglicht. Ergebnis ist ein klarer Zweckabsatz.
  2. Zielgruppe bestimmen: Benenne die vorgesehene Leserschaft als Person, die mit dem Themengebiet vertraut sein und das geplante Forschungsvorhaben unterstützen können soll. Ergebnis ist eine sprachliche Auswahl, die auf Verständlichkeit und fachliche Nachvollziehbarkeit ausgerichtet ist.
  3. Ausgangssituation beschreiben: Notiere die Situation, aus der die Untersuchung hervorgeht. Ergebnis ist ein abgegrenzter Ausgangspunkt.
  4. Problemstellung formulieren: Fasse zusammen, welches Problem bearbeitet werden soll. Ergebnis ist eine prüfbare Problemformulierung, die nicht durch Nebenthemen ersetzt wird.
  5. Zielsetzung festhalten: Schreibe auf, was nach Abschluss der Arbeit herausgefunden werden soll. Ergebnis ist eine konkrete Zielaussage.
  6. Rahmen abstecken: Lege den ersten inhaltlichen und zeitlichen Rahmen des Vorhabens fest. Ergebnis ist eine Planung, die erkennen lässt, was innerhalb der begrenzten Promotionszeit erarbeitet werden soll.
  7. Quellen und Querverweise einarbeiten: Füge Belege an den Stellen ein, an denen sie für die Darstellung benötigt werden. Ergebnisse sind nachvollziehbare Quellenbezüge und eine geordnete Erfassung der verwendeten Literatur.
  8. Endfassung prüfen: Vergleiche den Text mit Zweck, Zielgruppe, Bausteinen, Reihenfolge und Zielsetzung. Ergebnis ist eine vollständige Fassung, deren Teile auf das geplante Forschungsvorhaben bezogen bleiben.

Für die inhaltliche Planung kann Forschungsfrage formulieren ein sinnvoller eigener Arbeitsschritt sein, sofern die konkrete Forschungsfrage aus den geltenden Vorgaben und dem Vorhaben hervorgeht. Die wissenschaftliche Argumentation sollte die Verbindung zwischen Ausgangssituation, Problemstellung und Zielsetzung nachvollziehbar machen. Bei methodischen Entscheidungen können Methoden wissenschaftlicher Arbeiten sowie qualitative und quantitative Forschung geprüft werden. Das Beispiel behauptet jedoch keine bestimmte Methode, solange dafür keine konkrete Grundlage vorliegt.

Ein durchgängiges kurzes Anwendungsbeispiel

Angenommen, eine Person plant eine Dissertation dazu, wie sie die Beschreibung einer Ausgangssituation in ausgewählten Exposés untersuchen möchte. Als Ausgangssituation hält sie fest, dass sie mehrere Exposétexte für diese Betrachtung heranziehen will. Das Problem grenzt sie darauf ein, dass ihr Vorhaben klären soll, welche Beschreibungen sie in diesen Texten betrachtet. Sie behauptet damit keine Aussage über die Qualität oder Wirkung der Texte.

Die Zielsetzung lautet: Die Dissertation soll herausarbeiten, welche Beschreibungen der Ausgangssituation in den ausgewählten Exposés vorkommen. Inhaltlich beschränkt die Person die Untersuchung auf diese Beschreibungen; andere Teile der Exposés gehören nicht zum Untersuchungsgegenstand. Als zeitlichen Rahmen notiert sie die Abschnitte Vorbereitung, Untersuchung und Auswertung. Der Plan nennt damit die Reihenfolge der Arbeitsschritte, ohne eine Frist oder einen Termin zu behaupten.

Im Text folgt auf Ausgangssituation und Problemstellung die Zielsetzung. Ein Querverweis von der Zielsetzung zurück zur Problemstellung macht deutlich, dass die Auswahl der Beschreibungen aus dem eingegrenzten Problem hervorgeht. Die Person vermerkt bei einer übernommenen Aussage die verwendete Quelle unmittelbar im Zusammenhang mit dieser Aussage. Sie baut die Gliederung nicht nach Seitenzahl auf und ergänzt Belege oder Verknüpfungen nicht erst nach einer fertigen Gliederung.

Prüfe anschließend, ob Quellenangaben richtig zitieren zu den verwendeten Nachweisen passt und ob die gewählten Zitierweisen den konkreten Vorgaben entsprechen. Prüfe für die Endfassung Zweck, Zielgruppe, Bausteine und den Zusammenhang zwischen Problem, Ziel und Rahmen. Auch Plagiat vermeiden betrifft dabei die Prüfung eigener Übernahmen und vorhandener Belege.

Konkrete Schritte zu Expose schreiben Beispiel

Inhaltliche Abgrenzung und formale Prüfung

Die Qualitätskontrolle trennt zwei Ebenen: die inhaltliche Abgrenzung und die formale Prüfung. Beide beziehen sich auf das Exposé einer Dissertation. Ergänze keine allgemeinen Aussagen über andere Studienformen, wenn sie nicht direkt belegt sind.

Inhaltliche Abgrenzung:

  • Ist der Zweck als Planung des Promotionsvorhabens erkennbar?
  • Ist die Zielgruppe aus diesem Zweck abgeleitet?
  • Sind Ausgangssituation, Problemstellung und Zielsetzung verständlich benannt?
  • Ist sichtbar, was nach Abschluss der Arbeit herausgefunden werden soll?
  • Sind der inhaltliche und der zeitliche Rahmen erkennbar?
  • Bleibt der Text bei belegten Aussagen und lässt Angaben zu Studienstrukturen, Zulassung, Fristen, Kosten und Berufsaussichten ohne direkten Beleg weg?

Formale Prüfung:

  • Sind die geltenden Vorgaben ermittelt und die darin verlangten Bausteine vollständig aufgenommen?
  • Folgen die Bausteine einer nachvollziehbaren Reihenfolge?
  • Sind Quellen an den passenden Textstellen erfasst und erforderliche Querverweise gesetzt?
  • Wurde die Gliederung nicht nur nach Seitenzahl aufgebaut?
  • Wurden Belege und Verknüpfungen während der Ausarbeitung berücksichtigt?
  • Prüft die Endkontrolle Vollständigkeit und den Bezug aller Teile auf das geplante Forschungsvorhaben?

Im Bereich wissenschaftliches Schreiben prüfst du zusätzlich, ob die Formulierung sachlich bleibt und jede Aussage zum jeweiligen Abschnitt passt. Die Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit sind nur dann zum Vergleich geeignet, wenn ihre Übertragung dem Dokumentzweck entspricht. Fehlt für einen Punkt ein direkter Beleg, prüfe die einschlägigen offiziellen Vorgaben, statt die Information zu vermuten.

Quellen und Stand

Das Thema „Exposé schreiben: Beispiel, Aufbau und Prüfung“ wird hier als Gesamtzusammenhang aufgegriffen.

Du möchtest deinen Text vor der Abgabe sprachlich prüfen lassen?

Datei hochladen

Häufige Fragen zu Expose schreiben Beispiel

In welchem fachlichen Zusammenhang beschreibt die Quelle das Exposé?

Die Quelle beschreibt das wissenschaftliche Exposé im Zusammenhang mit der Planung einer Dissertation. Diese Einordnung wird nicht auf andere Studienformen übertragen.

Welche zwei Aufgaben werden dem Exposé zugeschrieben?

Das Exposé dient der Planung eines Promotionsvorhabens. Außerdem kann es einer potenziellen Betreuungsperson die Einschätzung ermöglichen, ob sie das Vorhaben begleiten kann.

Welche Inhalte stehen am Anfang eines Exposés?

Am Anfang steht die Beschreibung der Ausgangssituation beziehungsweise Problemstellung. Die Zielsetzung soll zudem erkennen lassen, was nach Abschluss der Arbeit herausgefunden werden soll.

Welchen Rahmen soll ein Exposé festhalten?

Die Quelle nennt einen ersten inhaltlichen und zeitlichen Rahmen für die Dissertation. Das Exposé soll damit schriftlich festhalten, was innerhalb der begrenzten Promotionszeit erarbeitet werden soll.

Woran lässt sich die Endfassung eines Beispiels prüfen?

Prüfe Zweck, Zielgruppe, Ausgangssituation, Problemstellung, Zielsetzung sowie den inhaltlichen und zeitlichen Rahmen. Prüfe außerdem die geltenden Vorgaben, die Reihenfolge der Bausteine, Quellen, Querverweise und die Vollständigkeit der Endfassung. Angaben ohne direkten Beleg werden nicht ergänzt.

Unsere Partner