Experience Sampling Methode: Zustände im Alltag erfassen

Experience Sampling Methode

Lesezeit ca. 8 Min. · zuletzt aktualisiert: 15. August 2026 · Weitere Tipps für Studium und wissenschaftliches Arbeiten

Die Experience Sampling Methode erfasst, was Menschen im Alltag tun, fühlen und denken. Kurze Selbstberichte zu festgelegten Zeitpunkten bilden dafür die Grundlage.

Einordnung der Experience Sampling Methode

Die Experience Sampling Methode, kurz ESM, ist ein Forschungsverfahren zur Untersuchung aktueller menschlicher Zustände im alltäglichen Leben. Im Mittelpunkt stehen Angaben dazu, was eine Person gerade tut, fühlt oder denkt. Die Erhebung beruht auf systematischen Selbstberichten, die Personen an zufälligen oder selbst gewählten Zeitpunkten abgeben. Kurze Fragebögen auf einem Smartphone sind ein in der Quelle genanntes Beispiel für diese Berichte. Damit richtet sich die Methode auf Zustände im jeweiligen Moment und auf das alltägliche Umfeld.

Für das Studium und für wissenschaftliches Schreiben lässt sich die Methode als Gegenstand einer methodischen Erklärung behandeln: Zuerst wird der Begriff mit seinen Quellenmerkmalen beschrieben, anschließend werden Ablauf und Grenzen der Erhebung getrennt dargestellt. Wer wissenschaftliches Schreiben, Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit oder Hausarbeit schreiben als Orientierung nutzt, kann die Begriffserklärung, die Quellenbasis und die eigene Darstellung getrennt festhalten. Für eine längere Arbeit wie Masterarbeit schreiben bleibt dabei entscheidend, jeden Satz über die Methode an der belegten Definition auszurichten.

Die Quelle nennt als möglichen Einsatz die Untersuchung des Nutzererlebens im Feld unter natürlichen Bedingungen. Sie benennt zugleich ein Problem: Nutzende füllen angeforderte Selbstberichte nicht durchgehend aus. Diese Einschränkung gehört zur fachlichen Einordnung, weil sie nicht mit der Definition verwechselt werden darf. Für die Ausarbeitung hilft es, zuerst Forschungsfrage formulieren als eigenen Arbeitsschritt zu behandeln und danach die wissenschaftliche Argumentation an Begriff, Merkmalen und Quelle auszurichten.

Konkreter Abschlusscheck zu Experience Sampling Methode

Begriff, Merkmale und Bestandteile strukturiert aufbauen

Ein nachvollziehbarer Aufbau beginnt mit dem Begriff. Die Experience Sampling Methode untersucht gegenwärtige Zustände von Menschen im Alltag. Danach folgen die drei in der Quelle genannten Inhaltsbereiche: Tun, Fühlen und Denken. Diese Reihenfolge macht sichtbar, worauf die Selbstberichte bezogen sein können, ohne weitere Merkmale hinzuzufügen. Als nächster Bestandteil folgt die Form der Datenerhebung: Personen geben systematische Selbstberichte ab.

Der Zeitbezug ist der nächste Baustein. Die Berichte werden an zufällig bestimmten oder von den Personen selbst gewählten Zeitpunkten bereitgestellt. Anschließend wird das Erhebungsformat benannt. Die Quelle führt kurze Smartphone-Fragebögen als Beispiel an. Für eine Darstellung im eigenen Text kann daraus eine klare Kette entstehen: aktueller Zustand, Selbstbericht, Zeitpunkt, Fragebogen. Eine Gliederung einer Hausarbeit kann diese Kette etwa unter Begriffsbestimmung, Ablauf und Einordnung aufnehmen, ohne aus der Gliederung selbst eine zusätzliche Aussage über die Methode abzuleiten.

Danach kann die Anwendung aus der Quelle folgen: Das Nutzererleben lässt sich im Feld unter natürlichen Bedingungen untersuchen. Davon getrennt steht die benannte Schwierigkeit, dass angeforderte Berichte nicht konsequent ausgefüllt werden. Wer Methoden wissenschaftlicher Arbeiten oder qualitative und quantitative Forschung als weiterführende Begriffe prüft, sollte die Experience Sampling Methode nur mit den hier belegten Merkmalen beschreiben. Die Reihenfolge bewahrt auch beim Literaturverzeichnis erstellen den Überblick: Quelle erfassen, Aussagen daraus auswählen, Darstellung anschließend mit der Quelle abgleichen.

Ablauf in klaren Arbeitsschritten

  1. Gegenstand festlegen: Halten Sie fest, dass die Untersuchung auf aktuelle Zustände im alltäglichen Leben zielt. Das Ergebnis dieses Schritts ist eine Begriffsnotiz, die Tun, Fühlen und Denken ausdrücklich enthält.
  2. Selbstbericht bestimmen: Beschreiben Sie, dass Personen systematische Angaben über ihre aktuellen Zustände bereitstellen. Das Ergebnis ist eine Formulierung, die die Person als Quelle des Berichts sichtbar macht.
  3. Zeitpunkt zuordnen: Notieren Sie, ob die Berichte an zufälligen oder selbst gewählten Zeitpunkten erfolgen sollen. Das Ergebnis ist ein klar benannter Zeitbezug der Erhebung.
  4. Format benennen: Verwenden Sie kurze Fragebögen auf dem Smartphone nur als das in der Quelle genannte Beispiel. Das Ergebnis ist ein konkretes, aber nicht verallgemeinertes Erhebungsformat.
  5. Anwendung und Grenze trennen: Nennen Sie die Untersuchung des Nutzererlebens im Feld unter natürlichen Bedingungen und anschließend das berichtete Problem unvollständig ausgefüllter Selbstberichte. Das Ergebnis ist eine Darstellung, in der Anwendung und Einschränkung getrennt bleiben.

Für die Textarbeit können Quellenangaben richtig zitieren und Zitierweisen als getrennte Prüfpunkte erscheinen: Prüfen Sie zuerst, ob die Aussage tatsächlich aus der verwendeten Quelle stammt, und prüfen Sie danach die gewählte Nachweisform. deutsche Zitierweise und Harvard-Zitierweise können dabei als sichtbare Begriffe für die spätere Formprüfung stehen; aus der vorliegenden Quelle folgt keine Vorgabe für eine dieser Formen. Das Ergebnis dieser Prüfung ist ein Text, in dem die Erklärung der Methode nicht mit einer unbelegten Zitierregel vermischt wird.

Kurzes Anwendungsbeispiel mit durchgängigem Ablauf

Ein kurzes Beispiel kann die belegten Elemente in einer zusammenhängenden Situation zeigen. Eine Person soll ihr aktuelles Nutzererleben im Alltag festhalten. Zu einem für die Erhebung vorgesehenen Zeitpunkt öffnet sie einen kurzen Fragebogen auf dem Smartphone. Darin beschreibt sie, was sie gerade tut, wie sie sich fühlt und woran sie denkt. Der ausgefüllte Fragebogen ist in diesem Beispiel der Selbstbericht zu einem aktuellen Zustand.

Für einen zweiten Eintrag kann die Person den Fragebogen zu einem selbst gewählten Zeitpunkt ausfüllen. Auch dann bleiben Gegenstand und Form gleich: Der Bericht bezieht sich auf einen momentanen Zustand, wird von der Person selbst abgegeben und in einem kurzen Smartphone-Fragebogen festgehalten. Das Beispiel behauptet weder eine bestimmte Dauer noch eine Häufigkeit der Einträge. Es zeigt nur die in der Quelle beschriebenen Bestandteile in einer möglichen Reihenfolge.

In einer wissenschaftlichen Darstellung wird anschließend getrennt vermerkt, dass die Quelle das Nutzererleben im Feld unter natürlichen Bedingungen als Anwendung nennt. Ebenso wird getrennt notiert, dass angeforderte Selbstberichte nicht immer konsequent ausgefüllt werden. Wer beim Ausarbeiten Plagiat vermeiden als Prüffrage aufnimmt, kann die eigenen Beispielsätze von der fachlichen Erklärung unterscheiden und die Aussage über die Methode auf die Quelle zurückführen. Das Ergebnis ist ein Beispiel, das keinen zusätzlichen Fachbefund, keine Jahreszahl und kein Ergebnis der Erhebung ergänzt.

Konkrete Schritte zu Experience Sampling Methode

Definition, Abgrenzung und Form getrennt prüfen

Definition prüfen: Enthält die Erklärung alle belegten Kernelemente? Prüfen Sie, ob sie die Untersuchung aktueller Zustände, das alltägliche Leben sowie Tun, Fühlen und Denken nennt. Prüfen Sie außerdem, ob die systematischen Selbstberichte als Grundlage der Erhebung erkennbar bleiben.

Merkmale und Anwendung prüfen: Kontrollieren Sie, ob zufällige oder selbst gewählte Zeitpunkte genannt sind und ob kurze Smartphone-Fragebögen lediglich als Quellenbeispiel erscheinen. Prüfen Sie bei der Anwendung, ob das Nutzererleben im Feld unter natürlichen Bedingungen als genannter Fall bezeichnet wird. Entfernen Sie Sätze, für die sich kein entsprechender Quellenbezug feststellen lässt.

Abgrenzung prüfen: Halten Sie die Definition getrennt von der Einschränkung. Die Quelle berichtet, dass angeforderte Selbstberichte nicht konsequent ausgefüllt werden. Prüfen Sie deshalb, ob dieser Punkt als Problem der berichteten Durchführung steht und nicht als Teil der Begriffsdefinition. Prüfen Sie auch, ob aus den genannten Beispielen keine zusätzlichen Aussagen über Ergebnisse, Voraussetzungen oder andere Anwendungen abgeleitet werden.

Formale Prüfung: Lesen Sie den eigenen Text Satz für Satz und gleichen Sie jede Aussage über die Methode mit der Quelle ab. Prüfen Sie danach unabhängig davon die gewählte Belegform und die Schreibweise der Quellenangabe. Das Ergebnis der formalen Prüfung ist eine sauber getrennte Liste: fachliche Aussage, zugehörige Quelle und verwendete Nachweisform. So bleibt die Abgrenzung sichtbar von der rein formalen Prüfung getrennt.

Quellen und Stand

Du möchtest deinen Text vor der Abgabe sprachlich prüfen lassen?

Datei hochladen

Häufige Fragen zu Experience Sampling Methode

Was untersucht die Experience Sampling Methode?

Sie untersucht aktuelle Zustände von Menschen im alltäglichen Leben, darunter Tun, Fühlen und Denken.

Wie werden bei ESM Angaben erhoben?

Personen stellen systematische Selbstberichte bereit, etwa durch kurze Fragebögen auf dem Smartphone.

Wann werden Selbstberichte abgegeben?

Die Quelle nennt zufällige oder selbst gewählte Zeitpunkte.

Welche Anwendung nennt die Quelle?

Sie nennt die Untersuchung des Nutzererlebens im Feld unter natürlichen Bedingungen.

Welche Einschränkung wird beschrieben?

Die Quelle beschreibt, dass Nutzende angeforderte Selbstberichte nicht konsequent ausfüllen.

Unsere Partner