Position und Inhalte der Dankesformel in der Promotion
Danksagung Dissertation: Aufbau, Inhalt und Position
Vier verschiedene Hochschul-Leitfäden zeigen unterschiedliche Lösungen für die Platzierung und Gestaltung der Danksagung. Je nach Leitfaden steht sie nach dem Literaturverzeichnis oder nach dem Deckblatt. Dieser Beitrag klärt anhand konkreter Vorgaben, wie Sie Ihren Text korrekt positionieren, welchen Inhalt er haben sollte und wie die Seitennummerierung aussieht.
Definition und Stellung im Gesamtaufbau
Die Danksagung Dissertation steht nach der Reihenfolge der Medizinischen Fakultät der LMU München hinter Ergebnissen, Diskussion und Literaturverzeichnis. Anschließend nennt die FAQ, soweit vorhanden, Abkürzungs-, Abbildungs- und Tabellenverzeichnis, Anhänge, Affidavit, Lebenslauf sowie Publikationsliste. Diese Abfolge beschreibt die Vorgabe dieser Fakultät; für andere Einrichtungen ergibt sich daraus keine allgemeine Reihenfolge.
Literaturverzeichnis Dissertation: Für die eigene Arbeit ist zunächst das offizielle Regelwerk der zuständigen Einrichtung zu prüfen. Ergibt diese Prüfung keine eindeutige Angabe, kann die betreuende Person zur vorgesehenen Stelle befragt werden. Die LMU-FAQ zeigt nur, dass die Danksagung dort nach dem Literaturteil eingeordnet wird und weitere Bestandteile folgen können. Sie begründet keine Aussage über die Stellung einer Danksagung an anderen Hochschulen.
Für die Planung lässt sich die LMU-Reihenfolge als konkrete Kontrollfolge nutzen: Ergebnisse, Diskussion und Literaturverzeichnis vor der Danksagung prüfen; danach die dort genannten weiteren Bestandteile abgleichen. So bleibt die Entscheidung an eine belegte Regel gebunden. Weicht das lokale Regelwerk ab, ist dessen Angabe maßgeblich.

Zulässiger Inhalt und strikte Grenzen
Danksagung Dissertation Inhalt: Nach der FAQ der Medizinischen Fakultät der LMU München richtet sich der Dank auf wissenschaftliche Betreuung, fachliche Unterstützung und Förderung, etwa durch Stipendiengebende. Persönliche Unterstützung darf freiwillig hinzukommen; die Quelle nennt dafür die Familie als Beispiel. Damit unterscheidet die FAQ zwischen den dort genannten fachlichen Anlässen und einer optionalen persönlichen Ergänzung.
Politische oder religiöse Äußerungen sind nach dieser LMU-FAQ in der Danksagung ausdrücklich nicht zulässig. Diese Aussage gilt für die dortige Medizinische Fakultät und ist keine Regel für andere Einrichtungen. Bei einem Entwurf kann deshalb geprüft werden, ob alle genannten Personen oder Stellen zu den belegten Dankanlässen passen und ob politische oder religiöse Aussagen entfernt wurden. Bleibt eine Passage nach dem eigenen Regelwerk unklar, ist die betreuende Person oder das Regelwerk heranzuziehen.
Danksagung Buch: Für eine Dissertation lässt sich aus der LMU-FAQ kein Maßstab für andere Textsorten ableiten. Der Text kann bei den dort genannten Formen wissenschaftlicher Betreuung, fachlicher Unterstützung, Förderung und einer freiwilligen persönlichen Ergänzung bleiben. Weitere inhaltliche Vorgaben oder Verbote ergeben sich aus dieser Quelle nicht.
Struktur des Anhangs nach würzburgischem Muster
Der Würzburger Leitfaden zur Dissertationsarbeit ordnet den Anhang in römisch bezeichnete Teile. Vor diesem Bereich stehen Titelblatt, Referentenblatt, gegebenenfalls eine Widmung, Inhaltsverzeichnis und die Hauptteile der Arbeit. Im Anhang folgen zunächst die Verzeichnisse; die Danksagung erscheint dort nur bei Bedarf und ist kein Pflichtbestandteil. Die folgende Tabelle gibt die im Leitfaden genannte Reihenfolge wieder.
| Reihenfolge im Anhang | Bestandteil |
|---|---|
| I | Abkürzungsverzeichnis |
| II | Abbildungsverzeichnis |
| III | Tabellenverzeichnis |
| IV | Danksagung |
| V | Lebenslauf |
| VI | Publikationsliste |
Nach den drei Verzeichnissen kann im Würzburger Schema die Danksagung stehen; danach folgen Lebenslauf und die Übersicht eigener Veröffentlichungen. Der Leitfaden verortet diesen optionalen Bestandteil somit hinter Text und Verzeichnissen. Er beschreibt keine verbindliche Abfolge für andere Hochschulen oder Studiengänge.
Danksagung Masterarbeit: Der Würzburger Leitfaden betrifft eine Dissertationsarbeit. Für eine Masterarbeit ist daher das dafür geltende offizielle Regelwerk zu ermitteln, statt die dargestellte Anhangsfolge zu übertragen. Ist die Danksagung dort vorgesehen, lässt sich ihre Position nur anhand dieser Unterlagen oder durch Rücksprache mit der betreuenden Person festlegen.
Seitennummern und deren Zuordnung
Danksagung paginieren: Die Ausführungsbestimmungen der Medizinischen Fakultät Münster verlangen eine fortlaufende Seitennummerierung der Dissertation. Literaturverzeichnis, eine vorhandene Danksagung und Lebenslauf erhalten dabei arabische Zahlen. Nicht unter diese Nummerierungspflicht fallen Titelseiten, Zusammenfassung, eine mögliche Widmung und das Inhaltsverzeichnis. Diese Regel ist als Münsteraner Vorgabe von 2014 zu verstehen.
Damit liegt die Widmung in diesem Aufbau vorn und bleibt ohne Seitenzahl; die Danksagung steht nach dem Literaturverzeichnis und trägt die fortlaufende arabische Zählung. Für die Datei kann geprüft werden, ob diese genannten Teile entsprechend behandelt sind. Eine zusätzliche Regel für andere Dokumentteile oder andere Fakultäten lässt sich aus den Ausführungsbestimmungen nicht ableiten. Bei abweichenden örtlichen Vorgaben ist das einschlägige Regelwerk zu prüfen.
Danksagung Bachelorarbeit: Die Münsteraner Quelle behandelt eine Dissertation an der Medizinischen Fakultät. Sie trägt deshalb keine Aussage darüber, wie eine Bachelorarbeit zu nummerieren ist. Für eine Bachelorarbeit sind die dafür zuständigen offiziellen Unterlagen oder die betreuende Person heranzuziehen.
Optionaler Status und vordere Alternativen
Danksagung freiwillig: Der Leipziger Leitfaden von Thomas Reichmann bezeichnet Danksagungen als nicht verpflichtend. Bei Bachelor- und Masterarbeiten kommen sie dort in der Regel nicht vor, sofern nicht eine Institution oder Vergleichbares an der Arbeit beteiligt war. Diese Einordnung stammt aus diesem Leitfaden und stellt keine allgemeine Regel für alle Hochschulen dar.
Deckblatt Dissertation: Wenn eine Danksagung gewünscht ist, kann sie nach diesem Leipziger Leitfaden nach dem Deckblatt und vor dem Inhaltsverzeichnis stehen. Der Leitfaden zeigt damit eine vordere Platzierung, während die anderen hier behandelten Leitfäden die Danksagung hinter dem Literaturverzeichnis verorten. Welche Position für die eigene Arbeit gilt, ist anhand des einschlägigen Regelwerks zu klären.
Für die Entscheidung kann zuerst festgestellt werden, ob die eigene Vorgabe eine Danksagung vorsieht oder offenlässt. Danach ist die dort angegebene Position zu übernehmen. Fehlt eine Angabe, kann die betreuende Person nach der gewünschten Einordnung gefragt werden.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Umsetzung
Zuerst ist die Stelle im Aufbau anhand des einschlägigen Regelwerks festzulegen. Die hier behandelten Vorgaben der LMU München und der Medizinischen Fakultät Münster ordnen die Danksagung nach dem Literaturverzeichnis ein; der Leipziger Leitfaden lässt sie nach dem Deckblatt vor dem Inhaltsverzeichnis zu. Danach ist der Inhalt zu prüfen: Die LMU-FAQ nennt wissenschaftliche Betreuung, fachliche Unterstützung und Förderung als Dankanlässe und untersagt politische sowie religiöse Äußerungen.
Zuletzt ist die Paginierung gegen die Vorgabe abzugleichen. Nach den Münsteraner Ausführungsbestimmungen erhält eine vorhandene Danksagung eine arabische Seitenzahl, während eine Widmung nicht nummeriert wird. Danksagung Masterarbeit und Danksagung Bachelorarbeit: Für beide ist das jeweilige Regelwerk zu prüfen, denn die hier genannten Quellen tragen nur die beschriebenen Regeln für ihre jeweiligen Kontexte.
Quellen und Stand
- Quelle: LMU München, Medizinische Fakultät: Aufbau einer Dissertation (FAQ): www.med.lmu.de (geprüft am 2026-09-16)
- Quelle: Universität Würzburg, Studiendekanat: Leitfaden Dissertationsarbeit: www.uni-wuerzburg.de (geprüft am 2026-09-16)
- Quelle: Universität Münster, Medizinische Fakultät: Ausführungsbestimmungen zur Promotionsordnung: www.medizin.uni-muenster.de (geprüft am 2026-09-16)
- Quelle: Universität Leipzig, Reichmann: Leitfaden für das wissenschaftliche Arbeiten: home.uni-leipzig.de (geprüft am 2026-09-16)
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