Danksagung Masterarbeit: freiwillig, aber nicht formlos

Wem du dankst, wo das Kapitel steht und wie persönlich es werden darf

Lesezeit ca. 6 Min. · aktualisiert: 14. Juni 2026 · zurück zum Blog

Das Thema Danksagung Masterarbeit taucht meist erst kurz vor der Abgabe auf – und wirft dann gleich mehrere Fragen auf. Ist die Seite Pflicht? Wo genau steht sie? Wen erwähnst du in welcher Reihenfolge, und wie persönlich darf es werden? Die gute Nachricht: Für all das gibt es klare Konventionen. Dieser Ratgeber zeigt dir Position, Aufbau und Ton, liefert Beispielformulierungen zum Anpassen und warnt vor den Fehlern, über die Gutachter regelmäßig stolpern. Sie ist freiwillig, sollte aber nicht formlos wirken.

Ist die Danksagung Pflicht?

Nein. Die Danksagung ist in praktisch allen Prüfungsordnungen ein optionales Element – anders als Deckblatt, Abstract oder eidesstattliche Erklärung. Ob du sie schreibst, entscheidest du allein; auf die Bewertung hat sie keinen Einfluss. Niemand zieht dir Punkte ab, wenn sie fehlt.

Sinnvoll ist sie vor allem dann, wenn dich tatsächlich jemand über das übliche Maß hinaus unterstützt hat: ein Unternehmen, das dir Daten bereitgestellt hat, Interviewpartner, die dir ihre Zeit geschenkt haben, oder eine Betreuerin, die weit mehr geleistet hat als Standard-Sprechstunden. Gab es keine besondere Unterstützung, lässt du das Kapitel besser weg, statt gezwungene Floskeln zu produzieren.

Danksagung Masterarbeit
Danksagung Masterarbeit im Überblick.

Danksagung Masterarbeit: die richtige Position

Die Position ist eindeutig geregelt: Die Danksagung steht nach dem Deckblatt und vor dem Abstract beziehungsweise dem Inhaltsverzeichnis. Sie gehört damit zu den sogenannten Titelei-Seiten, die noch nicht zum eigentlichen Text der Arbeit zählen.

Daraus folgt auch die Formatierung: Die Seite erhält keine arabische Seitenzahl. Entweder bleibt sie ganz ohne Nummer, oder sie wird – wie Abstract und Verzeichnisse – römisch nummeriert (I, II, III). Ins Inhaltsverzeichnis nehmen viele Hochschulen die Danksagung gar nicht erst auf. Ein kurzer Blick in die Formatvorgaben deines Prüfungsamts schafft hier in zwei Minuten Sicherheit.

Wem du dankst – und in welcher Reihenfolge

Für die Danksagung Masterarbeit gilt eine einfache Dramaturgie: vom Fachlichen zum Privaten. So wirkt der Text strukturiert statt beliebig:

Wichtig ist Ehrlichkeit: Nenne nur Personen, denen du wirklich etwas verdankst. Eine Aufzählung aus reinem Pflichtgefühl merkt man dem Text sofort an – und sie wertet den echten Dank ab.

Ton und Länge: persönlich, aber professionell

Als Faustregel für die Danksagung Masterarbeit gilt: eine halbe bis ganze Seite, also etwa 150 bis 300 Wörter. Kürzer wirkt lieblos, länger schnell schwülstig. Drei bis fünf Absätze reichen, um alle Gruppen unterzubringen.

Beim Ton triffst du die Mitte zwischen persönlich und professionell. Du darfst „ich“ schreiben und Dankbarkeit zeigen – die Danksagung ist der einzige Ort der Arbeit, an dem das ausdrücklich erlaubt ist. Insider-Witze, Spitznamen oder ironische Bemerkungen haben hier trotzdem nichts verloren: Gelesen wird die Seite von Gutachtern, künftigen Arbeitgebern und im Zweifel der gesamten Hochschulbibliothek.

Danksagung Masterarbeit

Beispielformulierungen für deine Danksagung

Diese Beispiele kannst du direkt übernehmen und anpassen. Für die Betreuung: „Mein besonderer Dank gilt Prof. Dr. Anna Weber für die engagierte Betreuung dieser Arbeit und die konstruktiven Rückmeldungen in allen Phasen der Entstehung.“

Für Unternehmen und Interviewpartner: „Der Muster GmbH danke ich für die Bereitstellung der Daten und die Möglichkeit, meine Erhebung im Unternehmen durchzuführen; den zwölf Interviewpartnerinnen und Interviewpartnern danke ich für ihre Offenheit und ihre Zeit.“

Für das private Umfeld: „Meiner Familie danke ich für den bedingungslosen Rückhalt während des gesamten Studiums – ganz besonders in den letzten Monaten vor der Abgabe.“ Achte darauf, jeden Dank mit einem konkreten Grund zu verbinden – das unterscheidet eine gute Danksagung von einer Grußkarte.

Häufige Fehler bei der Danksagung Masterarbeit

Vier Stolperfallen tauchen in fast jeder misslungenen Danksagung auf. Zu privat: Beziehungsdetails, Haustiere oder Krankengeschichten gehören nicht in ein Dokument, das dauerhaft archiviert wird. Ironie und Insider-Humor: Was im Freundeskreis funktioniert, wirkt im Prüfungskontext deplatziert und altert schlecht.

Pflichtgefühl-Floskeln wie „Ich danke allen, die zum Gelingen dieser Arbeit beigetragen haben“ sagen nichts aus – dann lieber ganz auf das Kapitel verzichten. Und schließlich die Verwechslungsgefahr: Rücke die Danksagung Masterarbeit nicht in die Nähe der eidesstattlichen Erklärung. Die eine ist eine persönliche Geste, die andere eine rechtsverbindliche Versicherung – beide brauchen klar getrennte Seiten und dürfen inhaltlich nichts miteinander zu tun haben.

Weitere formale Seiten deiner Arbeit: Sperrvermerk der Masterarbeit, Deckblatt der Masterarbeit und Danksagung.

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Häufige Fragen zur Danksagung in der Masterarbeit

Ist eine Danksagung in der Masterarbeit Pflicht?

Nein, sie ist optional und hat keinen Einfluss auf die Note. Üblich ist sie vor allem, wenn Unternehmen, Interviewpartner oder Betreuer dich besonders unterstützt haben.

Wo steht die Danksagung in der Masterarbeit?

Nach dem Deckblatt und vor Abstract beziehungsweise Inhaltsverzeichnis. Die Seite erhält keine arabische Seitenzahl, sondern bleibt unnummeriert oder wird römisch gezählt.

Wie lang sollte die Danksagung sein?

Eine halbe bis ganze Seite, also etwa 150 bis 300 Wörter. Entscheidend ist, dass jeder Dank konkret begründet wird.

Wen erwähnt man in der Danksagung zuerst?

Zuerst die fachliche Seite: Betreuer und Gutachter, dann Unternehmen und Interviewpartner, danach Korrekturleser und zum Schluss Familie und Freunde.

Darf ich meinen Betreuer namentlich nennen?

Ja, das ist üblich und höflich. Bei Unternehmen und Interviewpartnern fragst du besser vorher – vor allem, wenn die Arbeit einen Sperrvermerk trägt.

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