So gelingt Ihr Diss-Deckblatt nach Fakultätswunsch
Deckblatt der Dissertation: Pflichtangaben nach Fakultät
Vom Titel bis zur Rückseite: Hier erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie das Deckblatt Ihrer Dissertation nach den spezifischen Vorgaben Ihrer Hochschule gestalten und die formale Abgabe sicherstellen.
Die Grundstruktur des Titelseitenaufbaus
Auf das Deckblatt einer Dissertation gehören Titel, Promotionsformel, Fakultät und Universität, Verfasserangabe sowie Ort und Jahr der Abgabe. Die genaue Formel kann je nach Universität abweichen. Beim Thema Dissertation schreiben ist daher das Muster der eigenen Fakultät entscheidend.
Das Titelblattmuster der Bergischen Universität Wuppertal zeigt für den Fachbereich A eine konkrete Reihenfolge. Oben steht der Titel der Dissertation. Darunter folgt die Formel zur Erlangung des Doktorgrades der Philosophie. Anschließend nennt das Muster den Fachbereich A, Geistes- und Kulturwissenschaften, sowie die Bergische Universität Wuppertal. Danach folgen „vorgelegt von“ mit Vor- und Nachname der promovierenden Person und „aus“ mit dem Geburtsort. Den unteren Abschluss bilden Wuppertal sowie Monat und Jahr der Abgabe.
Diese Abfolge ist als Muster für den genannten Fachbereich belegt. Sie lässt sich nicht als Regel für andere Fachbereiche oder Hochschulen übernehmen. Dort können die Bezeichnung des Doktorgrades und die übrige Formel anders ausfallen. Die für die Promotion geltende Ordnung der eigenen Fakultät hat Vorrang. Vergleichen Sie deshalb die verlangten Felder mit dem offiziellen Titelblattmuster der Fakultät und übernehmen Sie nur die dort genannten Angaben.
Auch Beispiele aus anderen Hochschulen zeigen, warum ein genauer Vergleich nötig ist. Das Kölner Muster der Humanwissenschaftlichen Fakultät nennt zusätzlich das Datum der zugrunde liegenden Ordnung. Das Freiburger Muster ordnet weitere Rollen und das Prüfungsdatum einer Rückseite zu. Daraus entsteht keine gemeinsame Vorlage. Hinweise unter Promotion im Überblick können beim Auffinden eigener Unterlagen helfen, ersetzen aber weder die geltende Ordnung noch das passende Fakultätsmuster.

Angaben auf der Rückseite des Blattes
Zusätzliche Angaben können auf einer Rückseite stehen. Das Muster der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg für die Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen zeigt dies neben dem eigentlichen Titelblatt. Die Vorderseite enthält dort Thema, Formel, Name sowie Freiburg im Breisgau und das Kalenderjahr der Abgabe. Die weiteren Angaben stehen im Muster auf der Rückseite.
Genannt werden Dekanin oder Dekan, Betreuerin oder Betreuer, sofern diese Person nicht mit der Referentin oder dem Referenten identisch ist, Referentin oder Referent sowie Korreferentin oder Korreferent. Hinzu kommt das Datum der mündlichen Prüfung beziehungsweise der Disputation. Diese Aufzählung gilt für das Freiburger Muster der genannten Fakultät. Sie beschreibt keine Vorgabe für andere Universitäten oder Fakultäten.
Rückseiten-Angaben sind daher nicht überall Pflicht. Das Muster zeigt lediglich, dass Gutachterangaben und das Prüfungsdatum an dieser Fakultät auf einer Rückseite vorgesehen sein können. Die Ordnung der eigenen Fakultät hat bei den Rückseitenangaben Vorrang. Prüfen Sie deshalb das eigene offizielle Muster, bevor Sie eine Rückseite anlegen oder Angaben übernehmen. Ein Vergleich mit einem Deckblatt Bachelorarbeit oder einem Deckblatt Masterarbeit ersetzt diese Prüfung nicht. Wenn die Unterlagen keinen eindeutigen Punkt nennen, lässt sich die zuständige Stelle aus den offiziellen Unterlagen ermitteln. So bleibt das Deckblatt an das eigene Verfahren gebunden.
Warum die lokale Ordnung maßgeblich ist
Ein Titelblattmuster ist an seine Fakultät und Universität gebunden. Das Muster der Universität zu Köln für die Humanwissenschaftliche Fakultät zeigt, warum ein fremdes Muster nicht unverändert übernommen werden sollte. Maßgeblich ist die Promotionsordnung der eigenen Fakultät, denn sie bestimmt, welches Muster für das eigene Verfahren heranzuziehen ist.
Im Kölner Muster steht nach dem Titel die Formel zur Erlangung des Doktorgrades der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln. Zusätzlich verweist das Muster auf die zugrunde liegende Ordnung vom 18.12.2018. Danach folgen die Angaben „vorgelegt von“ mit Vor- und Familienname, „aus“ mit dem Geburtsort sowie Monat und Jahr der Abgabe. Damit enthält dieses Muster neben Fakultät und Universität auch ein konkretes Datum der zugrunde liegenden Ordnung.
Das Datum vom 18.12.2018 ist keine allgemeine Angabe für jedes Titelblatt. Die Muster aus Wuppertal und Freiburg enthalten einen solchen Datumsverweis in ihrer Formel nicht in derselben Weise. Für die eigene Arbeit zählt daher die Promotionsordnung der eigenen Fakultät und nicht die Gestaltung eines anderen Musters. Beim abschließenden Schritt, eine Doktorarbeit schreiben zu lassen oder selbst fertigzustellen, sollte das offizielle Muster der eigenen Fakultät unmittelbar mit dem Deckblatt abgeglichen werden. So lässt sich prüfen, ob Fakultät, Universität, Gradformel und weitere verlangte Angaben zum eigenen Verfahren passen. Bleibt ein Punkt offen, lässt sich die zuständige Stelle aus den offiziellen Unterlagen ermitteln.
Zugehörige Anhänge und Begleitunterlagen
Neben dem Titelblatt kann das Einreichungspaket weitere Seiten und Unterlagen umfassen. Das zweisprachige Beispiel der Freien Universität Berlin bezieht sich auf den Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften. Dort steht nach dem Titelblatt eine zweite Seite für Gutachterangaben. Vorgesehen sind ein erster und ein zweiter Eintrag sowie ein dritter Eintrag, wenn er zutrifft. Das Beispiel nennt außerdem mehrere Anlagen. Dazu zählen eine Ergebniszusammenfassung in deutscher und englischer Sprache, ein Verzeichnis der Veröffentlichungen, die aus der Dissertation entstanden sind, und eine Erklärung zur Eigenständigkeit. Ein kurzer Lebenslauf ist in diesem Beispiel nicht zwingend vorgesehen, sondern kann ergänzt werden.
| Bestandteil | Beispiel nach FU-Berlin-Muster | Pflicht oder optional |
|---|---|---|
| Gutachterangaben | Einträge für erste und zweite Begutachtung; ein dritter Eintrag bei Bedarf | im Muster vorgesehen |
| Kurzfassung | Zusammenfassung der Ergebnisse auf Deutsch und Englisch | im Muster vorgesehen |
| Vorveröffentlichungen | Verzeichnis der aus der Dissertation entstandenen Veröffentlichungen | im Muster vorgesehen |
| Eigenständigkeitserklärung | Erklärung zur Eigenständigkeit | im Muster vorgesehen |
| Lebenslauf | Kurz gefasster Lebenslauf | optional |
Die Übersicht dient ausschließlich zur Einordnung dieses Berliner Beispiels. Sie beschreibt keine Anforderungen für andere Fachbereiche oder Hochschulen. Für die eigene Abgabe hat die Promotionsordnung der eigenen Fakultät Vorrang. Ziehen Sie zusätzlich die offizielle Vorlage und die dazugehörigen Unterlagen Ihrer Fakultät heran. Gleichen Sie anschließend ab, ob eine zusätzliche Seite für Begutachtungen vorgesehen ist und welche Anlagen ausdrücklich genannt werden. Achten Sie dabei darauf, ob die Vorlage getrennte Sprachfassungen einer Kurzfassung verlangt, ob Veröffentlichungen aufzulisten sind und ob eine Eigenständigkeitserklärung verlangt wird. Beim Lebenslauf zeigt das Berliner Beispiel eine Wahlmöglichkeit; daraus folgt keine Aussage für andere Vorgaben. Wenn Angaben in den Unterlagen unklar bleiben, ermitteln Sie die zuständige Stelle aus den offiziellen Unterlagen Ihrer Fakultät. So verwenden Sie das Berliner Muster als konkreten Vergleich, ohne seinen Geltungsbereich auf Ihre eigene Einreichung zu übertragen.
Regelungen zur Anzahl der Exemplare
Die Zahl der universitären Pflichtexemplare hängt vom jeweiligen Verfahren ab. Das Merkblatt der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster nennt dafür ein Beispiel aus der Promotionsordnung 2017 der Katholisch-Theologischen Fakultät Münster. Die dort genannten Mengen gelten nur für diese Fakultät und dürfen nicht auf andere Universitäten oder Fakultäten übertragen werden.
Bei einer Veröffentlichung im Selbstverlag nennt das Münsteraner Merkblatt 23 gebundene Exemplare in Buch- oder Fotodruck. Für einen gewerblichen Verlag mit Mindestauflage werden neun gebundene Exemplare genannt. Erfolgt die Veröffentlichung über die Hochschulschriftenstelle, sieht das Merkblatt eine elektronische Version vor. Diese drei Wege und Mengen betreffen die im Merkblatt bezeichnete Ordnung von 2017 der Katholisch-Theologischen Fakultät Münster.
Daneben beschreibt ein Merkblatt der Deutschen Nationalbibliothek die Ablieferungspflicht für veröffentlichte, öffentlich zugängliche Medienwerke. Bei ausschließlicher Verbreitung in körperlicher Form oder bei einer Printfassung, die sich inhaltlich von der Online-Ausgabe unterscheidet, sind zwei Pflichtexemplare an die Deutsche Nationalbibliothek abzuliefern. Erscheint die Hochschulschrift online und gedruckt, nimmt die Nationalbibliothek nach diesem Merkblatt nur die Online-Ausgabe in ihren Bestand auf. Die universitäre Ordnung der eigenen Fakultät hat für die dort verlangten Pflichtexemplare Vorrang; eine Abgabe an die Deutsche Nationalbibliothek kann daneben zusätzlich bestehen. Prüfen Sie daher beide Vorgaben getrennt anhand der offiziellen Unterlagen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Umsetzung
Gehen Sie in drei Schritten vor: Besorgen Sie zuerst die Promotionsordnung und das Titelblattmuster Ihrer eigenen Fakultät. Füllen Sie danach Deckblatt und, falls das Muster eine zweite Seite enthält, auch diese nach der Vorlage aus. Klären Sie abschließend die Pflichtexemplare, den Abgabeweg bei der Universitätsbibliothek und eine mögliche zusätzliche Ablieferung an die Deutsche Nationalbibliothek.
Im ersten Schritt vergleichen Sie die eigene Vorlage mit den Angaben, die Sie bereits vorbereitet haben. Das Wuppertaler Muster für den Fachbereich A enthält beispielsweise Titel, eine Formel zum Doktorgrad, Angaben zu Fachbereich und Universität, den Namen, den Geburtsort sowie Ort und Zeitpunkt der Abgabe. Andere Fachbereiche oder Hochschulen können eine andere Formel verlangen. Nutzen Sie deshalb keine fremde Vorlage als verbindlichen Ersatz für das Muster Ihrer Fakultät.
Im zweiten Schritt übertragen Sie nur die Angaben, welche die eigene Vorlage verlangt. Das Freiburger Muster zeigt, dass zusätzliche Angaben auf einer Rückseite stehen können. Das Berliner Muster enthält auf einer zweiten Seite bis zu drei Gutachterangaben, sofern diese zutreffen. Diese Beispiele zeigen unterschiedliche Muster, aber keine einheitliche Vorgabe. Prüfen Sie daher, ob Ihre Vorlage eine Rückseite vorsieht und welche Felder dort stehen.
Im dritten Schritt prüfen Sie die Abgabe. Für die Katholisch-Theologische Fakultät Münster nennt das Merkblatt je nach Veröffentlichungsart 23 gebundene Exemplare im Selbstverlag, neun bei einem gewerblichen Verlag mit Mindestauflage oder eine elektronische Version über die Hochschulschriftenstelle. Diese Zahlen gelten nur für die dort genannte Promotionsordnung. Bei ausschließlich körperlicher Verbreitung oder bei einer inhaltlich abweichenden Printfassung nennt die Deutsche Nationalbibliothek zwei Pflichtexemplare. Erscheint die Schrift online und gedruckt, nimmt sie nur die Online-Ausgabe in ihren Bestand auf. Die Ablieferung an die Deutsche Nationalbibliothek kann zusätzlich zur universitätsinternen Abgabe bestehen. Die für die Promotion geltende Ordnung Ihrer eigenen Fakultät hat stets Vorrang.
Quellen und Stand
- Bergische Universität Wuppertal: Muster für das Titelblatt einer Dissertation: zgs.uni-wuppertal.de (geprüft am 2026-09-14)
- Albert-Ludwigs-Universität Freiburg: Muster für das Titelblatt einer Dissertation: www.unr.uni-freiburg.de (geprüft am 2026-09-14)
- Universität zu Köln: Titelblatt der Dissertation nach der Promotionsordnung 2018: hf-promotionen.uni-koeln.de (geprüft am 2026-09-14)
- Freie Universität Berlin: Muster für das Titelblatt einer Dissertation (Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften): www.geschkult.fu-berlin.de (geprüft am 2026-09-14)
- Westfälische Wilhelms-Universität Münster: Formalia zur Abgabe einer Dissertation (PromO 2017): www.uni-muenster.de (geprüft am 2026-09-14)
- Deutsche Nationalbibliothek: Ablieferungspflicht von Dissertationen und Habilitationsschriften: www.dnb.de (geprüft am 2026-09-14)
Die Einordnung „So gelingt Ihr Diss-Deckblatt nach Fakultätswunsch“ berücksichtigt außerdem „richtig“ und „erstellen“.