Direkte Zitate mit doppelten Anführungszeichen markieren

Doppelte Anführungszeichen begrenzen wörtliche Zitate

Lesezeit ca. 7 Min. · zuletzt aktualisiert: 22. Oktober 2026 · Studium-Tipps

Du übernimmst fremden Wortlaut und willst ihn korrekt kennzeichnen. Hier siehst du, wie Anführungszeichen, einfache Zeichen und eckige Klammern zusammenspielen und was du am Ende prüfst.

Worum es bei doppelten Anführungszeichen geht

Doppelte Anführungszeichen markieren direkte Zitate: Sie stehen am Anfang und am Ende des übernommenen Wortlauts. Der Leitfaden Neuere Geschichte der Universität zu Köln beschreibt außerdem, dass ein direktes Zitat seitengenau mit einer Fußnote belegt wird. Ein Zitat im Zitat gibst du mit einfachen Anführungszeichen wieder, und eckige Klammern zeigen Eingriffe wie Kürzungen, grammatische Anpassungen oder Ergänzungen. Wer sich in wissenschaftliches Schreiben einarbeitet, begegnet diesen Zeichen früh und braucht für sie eine feste Routine.

Das Ziel ist klar: Leserinnen und Leser sollen sofort erkennen, welcher Wortlaut von anderen stammt und welcher von dir. Die Grenzen solltest du ebenso kennen. Die Aussagen auf dieser Seite stützen sich auf einen Leitfaden aus dem Fach Neuere Geschichte an der Universität zu Köln. Sie ersetzen keine Zitiernorm, die für alle Fächer gilt, und sie erlauben keinen Texteingriff ohne Kennzeichnung. Welche Zitierweisen in deinem Studiengang vorgesehen sind, entnimmst du den Unterlagen deines Faches oder der Betreuung deiner Arbeit.

Auf dieser Seite findest du keine Zahlen, keine Fristen und keine Mengenangaben, weil dafür kein belegter Wert vorliegt. Wenn du solche Angaben brauchst, suchst du sie in den offiziellen Unterlagen deiner Hochschule. Wie sich das Zitieren in die Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit einfügt, kannst du separat nachlesen. Die Entscheidung, die jetzt ansteht, ist übersichtlich: Du musst festlegen, welche Stellen du wörtlich übernimmst, und diese Stellen eindeutig kennzeichnen.

Doppelte Anführungszeichen markieren direkte Zitate mit einer themenspezifischen Checkliste

Schritt für Schritt: Wortlaut richtig kennzeichnen

Beginne damit, den Wortlaut aus deiner Vorlage genau abzuschreiben. Setze ihn danach in doppelte Anführungszeichen, und zwar am Anfang und am Ende der übernommenen Passage. Enthält die Vorlage selbst doppelte Anführungszeichen oder Guillemets, gibst du diese innerhalb deines Zitats als einfache Anführungszeichen wieder. Alle Anpassungen markierst du in eckigen Klammern: Kürzungen, grammatische Änderungen und Ergänzungen. Dabei muss der Satzsinn erhalten bleiben. Hebst du selbst etwas hervor oder hat die Vorlage eine Hervorhebung, vermerkst du das in der Fußnote. Die Fußnote gibt die Seitenzahl genau an.

Bestimme als Nächstes die zuständige Stelle oder Person. Ermittle sie aus den offiziellen Unterlagen deines Studiengangs, etwa aus Modulbeschreibungen oder Hinweisen zur Prüfungsleistung. Dort findest du, wer Fragen zur Zitierweise beantwortet. Wer eine Hausarbeit schreiben möchte, klärt diesen Punkt am besten vor dem ersten Entwurf des Textes. Bei einer Abschlussarbeit gilt dasselbe, wenn du eine Masterarbeit schreiben willst.

Dokumentiere am Ende dein Ergebnis und lege den nächsten Schritt fest. Notiere, welche Zitate du markiert hast, welche Frage offen bleibt und an wen du sie richtest.

Ein kurzes Beispiel: Deine Vorlage enthält den Satz: Sie nannte den Plan „unrealistisch“. Du übernimmst ihn wörtlich und schreibst: „Sie nannte den Plan ‚unrealistisch‘.“ Das Wort in der Vorlage stand in doppelten Zeichen, bei dir steht es deshalb einfach. Möchtest du nur den zweiten Teil nutzen und das Subjekt anpassen, schreibst du etwa: „[Die Autorin] nannte den Plan ‚unrealistisch‘.“ Danach setzt du die Fußnote mit der genauen Seite. Zuletzt notierst du in deiner Übersicht, dass du bei Unsicherheit die zuständige Person aus den Unterlagen deines Faches ansprichst. Wie Fußnoten und Verzeichnis zusammenhängen, erfährst du, wenn du Quellenangaben richtig zitieren möchtest.

Typische Fehler beim Zitieren vermeiden

Der gravierendste Fehler: Du übernimmst Originalwortlaut ohne Anführungszeichen. Nach dem Leitfaden gelten fehlende Anführungszeichen als wissenschaftliches Fehlverhalten. Setze sie deshalb bei jedem wörtlich übernommenen Satzteil, auch bei kurzen Wendungen. Ob du einen Beleg angibst, ändert daran nichts, denn die Fußnote ersetzt die Markierung nicht. Wer Plagiat vermeiden will, beginnt genau an dieser Stelle.

Ein zweiter Fehler betrifft Kürzungen. Du darfst Wortlaut kürzen, musst die Auslassung aber in eckigen Klammern zeigen. Zugleich muss der Sinn des Zitats erhalten bleiben. Streichst du eine Einschränkung oder eine Verneinung, drehst du die Aussage möglicherweise um. Lies dein gekürztes Zitat deshalb noch einmal neben der Vorlage und frage dich, ob die Autorin oder der Autor es so gemeint hätte. Prüfe auch, ob eine grammatische Anpassung oder Ergänzung nur in eckigen Klammern steht.

Verwechsle außerdem keine Annahmen mit Regeln. Dass du ein Zeichen in einem Text gesehen hast, ist keine Vorgabe für deine Arbeit. Der hier genutzte Leitfaden stammt aus dem Fach Neuere Geschichte an der Universität zu Köln und gilt nicht als Norm für jedes Fach. Lies die Hinweise zu deiner Prüfung nach, bevor du dich auf eine Schreibweise festlegst. Wenn du noch deine Forschungsfrage formulieren musst, hilft dir eine klare Frage dabei, die wirklich nötigen Zitate auszuwählen.

Schiebe schließlich Nachweise und Rückfragen nicht auf. Wer erst kurz vor der Abgabe merkt, dass eine Seitenzahl in der Fußnote fehlt, muss alles suchen. Notiere die Seite deshalb direkt beim Abschreiben und kläre offene Punkte sofort mit der zuständigen Person. Ein sauberer Beleg stützt auch die wissenschaftliche Argumentation, weil Leser jede übernommene Aussage nachprüfen können.

Doppelte Anführungszeichen markieren direkte Zitate

Checkliste: Das prüfst du zum Schluss

  • Stehen doppelte Anführungszeichen am Anfang und am Ende jedes wörtlichen Zitats?
  • Hast du ein Zitat im Zitat mit einfachen Anführungszeichen gekennzeichnet?
  • Stehen Kürzungen, grammatische Anpassungen und Ergänzungen in eckigen Klammern, und bleibt der Satzsinn erhalten?
  • Hast du übernommene oder eigene Hervorhebungen in der Fußnote vermerkt?
  • Nennt jede Fußnote die genaue Seite der Vorlage?
  • Hast du die zuständige Quelle oder Stelle aus den offiziellen Unterlagen deines Studiengangs bestimmt?

Gehe die Liste Absatz für Absatz durch, nicht nur einmal am Ende. So findest du fehlende Zeichen, bevor sie zum Problem werden. Prüfe zuletzt, ob alle Belege im Literaturverzeichnis auftauchen. Wenn du ein Literaturverzeichnis erstellen musst, kannst du die Liste der Fußnoten als Grundlage nehmen. Eine passende Gliederung einer Hausarbeit hilft dir zusätzlich, die Stellen für Zitate im Blick zu behalten.

Lege jetzt deinen persönlichen nächsten Schritt fest. Markiere in deinem Text ein einziges Zitat und prüfe es mit der Liste. Kläre danach eine offene Frage mit der zuständigen Person aus deinen Unterlagen. Wenn du merkst, dass dein Fach eine andere Schreibweise verlangt, schaust du dir die deutsche Zitierweise oder die Harvard-Zitierweise an und vergleichst sie mit den Vorgaben deines Faches. Für Forschungsfragen zu Methoden wissenschaftlicher Arbeiten oder zu qualitative und quantitative Forschung brauchst du dieselbe Sorgfalt beim Belegen.

Quellen und Stand

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Fragen und Antworten zum Thema Doppelte Anführungszeichen markieren direkte Zitate

Wie kennzeichne ich ein direktes Zitat?

Du setzt den übernommenen Wortlaut am Anfang und am Ende in doppelte Anführungszeichen und belegst ihn seitengenau mit einer Fußnote. Das beschreibt der Leitfaden Neuere Geschichte der Universität zu Köln. Für dein Fach prüfst du zusätzlich die eigenen Vorgaben.

Was mache ich mit Anführungszeichen, die schon in der Vorlage stehen?

Doppelte Anführungszeichen oder Guillemets in der Vorlage gibst du beim Zitat im Zitat als einfache Anführungszeichen wieder. Das gilt laut dem Kölner Leitfaden für Neuere Geschichte.

Wofür stehen eckige Klammern im Zitat?

Kürzungen, grammatische Anpassungen und Ergänzungen kennzeichnest du mit eckigen Klammern. Der Satzsinn muss dabei erhalten bleiben. So steht es im Leitfaden Neuere Geschichte der Universität zu Köln.

Wo vermerke ich Hervorhebungen?

Übernommene oder eigene Hervorhebungen vermerkst du in der Fußnote. Diese Angabe stammt aus dem Leitfaden der Universität zu Köln für Neuere Geschichte, dessen Regeln du nicht automatisch auf andere Fächer überträgst.

Was gilt, wenn Anführungszeichen bei wörtlicher Übernahme fehlen?

Nach dem Leitfaden Neuere Geschichte der Universität zu Köln gelten fehlende Anführungszeichen als wissenschaftliches Fehlverhalten. Setze sie deshalb bei jedem wörtlich übernommenen Wortlaut.

Gilt diese Schreibweise für jedes Fach?

Das belegt die Quelle nicht. Sie stammt aus dem Fach Neuere Geschichte an der Universität zu Köln. Ermittle die Vorgaben für dein Fach aus den offiziellen Unterlagen deines Studiengangs.

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