Welches Thema passt zu deiner Bachelorarbeit in Marketing?
Marketing Themen: Felder, Beispiele und Forschungsfrage
Marketing-Themenfelder einzelner Hochschulen stehen hier im Mittelpunkt, mit Beispielen aus Themenlisten, Hinweisen zur empirischen Anforderung an einzelnen Lehrstühlen und einem Weg von der Idee zur Forschungsfrage; allgemeine betriebswirtschaftliche Themen sind über einen eigenen, separat verlinkten Beitrag erreichbar.
Themenfelder im Marketing
Themen für die Bachelorarbeit in Marketing gibt es in Feldern wie Konsumentenverhalten, Kommunikation und Preis. Diese Felder bilden einen Rahmen, innerhalb dessen einzelne Lehrstühle eigene Schwerpunkte setzen und konkrete Aufgabenstellungen formulieren. Die genannten Lehrinhalte unterscheiden sich zwischen den Hochschulen deutlich in Umfang, Bezeichnung und inhaltlicher Ausrichtung, ohne dass sich daraus eine Aussage über andere Standorte ableiten lässt. Wer eine passende Richtung sucht, sollte die Felder eher als Anregung verstehen, aus der sich mit der betreuenden Person ein konkretes Thema entwickeln lässt.
Das Modulhandbuch des Studiengangs Marketing der Hochschule Harz führt als Lehrinhalte unter anderem Konsumentenverhalten, Marktforschung sowie Marketingziele und -strategien auf. Dazu zählen die Produkt-, Preis-, Kommunikations- und Distributionspolitik als Teilbereiche der Marketingpolitik. Als weitere Module werden außerdem Inhalte rund um digitale Vertriebskanäle, Markenführung samt Produktinnovation, die Planung von Kommunikationsveranstaltungen sowie Datenauswertung im Rahmen des Marketing-Controllings aufgeführt. Wer sich im Bereich Markenführung oder Kommunikation orientieren möchte, findet in diesen Modulen erste inhaltliche Anknüpfungspunkte für ein Thema der Bachelorarbeit, etwa indem eine Markenkampagne oder eine Produkteinführung im digitalen Vertrieb beschrieben und eingeordnet wird.
Einen anderen Zuschnitt zeigt die Themenliste des Fachgebiets Marketing der BTU Cottbus-Senftenberg, die Felder wie Influencer-Marketing, Word-of-mouth, Digital Ad Blocking, das Konsumentenverhalten älterer Menschen, Willingness to pay und Pricing sowie Social Media nennt. Nicht jede Hochschule bietet dieselben Felder an, sodass ein Abgleich mit der eigenen Fakultät sinnvoll ist, bevor ein Themenvorschlag eingereicht wird. Für einen ersten Überblick über mögliche Richtungen lassen sich Themenideen mit dem Generator erzeugen, die anschließend mit den Vorgaben des eigenen Lehrstuhls abgeglichen werden können, etwa um aus einem groben Feld wie Social Media eine konkrete, bearbeitbare Fragestellung zu formen. Wer bereits weiß, dass die Arbeit auf einer eigenen Datenerhebung beruhen soll, kann sich zusätzlich mit dem Thema empirische Bachelorarbeit befassen, bevor das Thema endgültig festgelegt wird, da sich die Anforderungen an den empirischen Teil je nach Lehrstuhl unterscheiden. So lässt sich frühzeitig mit der betreuenden Person klären, ob für das gewählte Feld eine empirische Erhebung erwartet wird und welche Anforderungen der jeweilige Lehrstuhl an den empirischen Teil stellt.

Beispielthemen aus Themenlisten
Lehrstühle veröffentlichen Themenlisten, die als Beispiele für eigene Vorschläge dienen und einen Eindruck von möglichen Fragestellungen geben, ohne dass daraus Rückschlüsse auf aktuell freie Plätze möglich sind. Die folgende Tabelle zeigt, dass die Themenliste der BTU Cottbus-Senftenberg unter anderem das Feld Social Media nennt, während der Lehrstuhl Marketing der HHU Düsseldorf Themengebiete wie Mensch-Chatbot-Interaktion sowie Nachhaltigkeit und Konsum aufführt.
| Lehrstuhl | Themenfeld | Beispiel |
|---|---|---|
| BTU Cottbus-Senftenberg | Social Media | Videolänge und Engagement bei TikTok, Podcast-Werbung, Pop-up-Stores |
| HHU Düsseldorf | Chatbots, Nachhaltigkeit, Konsum | Mensch-Chatbot-Interaktion, Reparatur, Refurbishing und Digitaler Produktpass, Food Consumption |
Am Fachgebiet Marketing der BTU Cottbus-Senftenberg können Studierende der Liste zufolge auch eigene Vorschläge einreichen, die sich individuell zuschneiden lassen, sodass die genannten Beispiele nicht als abschließende Auswahl zu verstehen sind. Ein Formulierungsbeispiel, abgeleitet aus dem Themenfeld Social Media, könnte lauten: der Zusammenhang zwischen dem Format eines Beitrags und der Interaktion bei einer klar benannten Zielgruppe von Studierenden. Dieses Beispiel ist eine eigene Formulierung und kein Thema, das von einer Hochschule übernommen wurde. Sobald ein Themenfeld aus einer solchen Liste ausgewählt ist, lässt sich mit dem Generator für Forschungsfragen eine erste Fragestellung ableiten, die anschließend mit der betreuenden Person abgestimmt werden kann. Soll die Fragestellung später über eine eigene Befragung bearbeitet werden, hilft es, frühzeitig einen Fragebogen erstellen zu lassen oder selbst zu entwerfen, damit die Konstrukte aus dem Themenfeld messbar werden.
Empirisch oder literaturbasiert?
Ob eine Marketing-Bachelorarbeit empirisch sein muss, hängt vom Lehrstuhl ab. Diese Frage lässt sich nur durch Rücksprache mit der betreuenden Person oder einen Blick in den Leitfaden des Fachbereichs klären.
Der Lehrstuhl Marketing der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf schreibt, dass Bachelorarbeiten an diesem Lehrstuhl grundsätzlich einen empirisch-quantitativen Teil enthalten sollen, umgesetzt über eine einmalige standardisierte Befragung, die mit einer multiplen Regression ausgewertet wird. Rein theoretisch-konzeptionelle Arbeiten sollen dort künftig nicht mehr möglich sein. Für die Erhebung empfiehlt der Lehrstuhl, auf anonyme Daten zu setzen. Diese Vorgabe gilt für den genannten Lehrstuhl und lässt sich nicht auf andere Standorte übertragen, weshalb ein Blick in den eigenen Prüfungsleitfaden sinnvoll bleibt.
Die Themenliste der BTU Cottbus-Senftenberg nennt zudem Pop-up-Stores als Beispiel, das sich auch literaturbasiert bearbeiten lässt, ohne eigene Datenerhebung. Welche Variante am Ende gefordert wird, lässt sich nur über Rücksprache mit der betreuenden Person oder einen Blick in den Leitfaden des Fachbereichs klären. Wer nach Abschluss des Bachelors prüfen möchte, wie sich Anforderungen im weiteren Studium verändern, kann sich mit Themenideen für die Masterarbeit auseinandersetzen und so die beiden Studienstufen vergleichen.

Von der Idee zur Forschungsfrage
Aus einem gewählten Themenfeld wird erst durch mehrere Zwischenschritte eine bearbeitbare Forschungsfrage. Die folgende Schrittfolge orientiert sich an den Lerninhalten, die der Lehrstuhl Marketing der Universität Bayreuth für die Bachelorarbeit nennt, und beschreibt den Weg von der ersten Idee bis zur konkreten Fragestellung.
- Themenfeld auswählen
- Zielgruppe und Untersuchungsgegenstand benennen
- Forschungsfrage formulieren
- Operationalisierung und Datenerhebung klären
Am Lehrstuhl Marketing der Universität Bayreuth gehören zu den Lerninhalten der Bachelorarbeit das Formulieren einer bearbeitbaren Forschungsfrage, die Operationalisierung des gewählten Themas und die Literaturrecherche. Ergänzend werden dort die Datenerhebung und -auswertung sowie der Umgang mit unterschiedlichen Forschungsdesigns als Lerninhalte beschrieben. Diese Schritte lassen sich auf unterschiedliche Themenfelder im Marketing anwenden, etwa auf eine Fragestellung zu Social Media oder zu Preissetzung. Wer stattdessen eine Fragestellung außerhalb des Marketings sucht, findet unter Themen für BWL-Bachelorarbeiten weitere Anknüpfungspunkte aus anderen betriebswirtschaftlichen Teilgebieten, die sich mit einem ähnlichen Vorgehen bearbeiten lassen.
Quellen und Stand
- BTU Cottbus-Senftenberg, Fachgebiet Marketing: Themenliste Abschlussarbeiten (Stand 03/2024): www-docs.b-tu.de (geprüft am 2026-10-02)
- Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Lehrstuhl Marketing: Abschlussarbeiten: www.marketing.hhu.de (geprüft am 2026-10-02)
- Hochschule Harz: Modulhandbuch Marketing: www.hs-harz.de (geprüft am 2026-10-02)
- Universität Bayreuth, Marketing: Bachelorarbeit: www.marketing.uni-bayreuth.de (geprüft am 2026-10-02)
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