Literaturrecherche & Datenbanken
Google Scholar, JSTOR, Springer, Web of Science – systematisch recherchieren
Der Unterschied zwischen einer durchschnittlichen und einer 1,0er-Arbeit liegt fast immer in der Qualität der Literaturrecherche und der genutzten Datenbanken. Bevorzuge peer-reviewed Quellen aus etablierten Datenbanken. Hier findest du die wichtigsten Datenbanken nach Fachrichtung, Suchstrategien und Open-Access-Quellen. Mehr im Akademie-Hub.
Multidisziplinäre Datenbanken
Erste Anlaufstelle für die meisten Fachrichtungen – breit, mit Citation-Index.
- Google Scholar – Meta-Suchmaschine, „cited by"-Funktion
- Web of Science – Citation-Index, Hochschulzugang nötig
- Scopus – Elsevier, breite Abdeckung
- BASE – Open-Access-Suche der Uni Bielefeld
- Semantic Scholar – KI-gestützt, kostenlos
- Dimensions – kostenlos, breit
Nach Fachrichtung
Fachspezifische Datenbanken haben oft tiefere Indexierung und höhere Trefferqualität.
- Geistes-/Sozialwissenschaften: JSTOR, SOWIPORT
- Naturwissenschaften / MINT: Springer Link, ScienceDirect
- Medizin: PubMed, Cochrane
- Psychologie: PSYNDEX, PsycINFO
- Wirtschaft: ZBW, RePEc (Open Access)
- Recht: beck-online, juris – Hochschullizenz
- Informatik / Engineering: IEEE Xplore, ACM Digital Library
Open Access & freie Quellen
Open Access wird zunehmend Standard. Hier findest du peer-reviewed Literatur kostenlos.
- DOAJ – Directory of Open Access Journals
- BASE – multidisziplinäre Open-Access-Suche
- OpenAIRE – europäische Open-Access-Plattform
- CORE – größtes Open-Access-Repository
- arXiv – Preprints, MINT
- OSF Preprints – Sozial- & Naturwissenschaften
- DEAL-Verträge: Elsevier, Springer, Wiley – für DE-Hochschulen freier Zugang
Suchstrategie: systematisch & effizient
Eine gute Suche braucht klare Suchwörter, Operatoren und einen Snowball-Ansatz.
- Boolean-Operatoren: AND, OR, NOT, "exact phrase", * (Wildcard)
- Filter: Jahr, Sprache, peer-reviewed, Open Access
- Snowball-Methode: aus 3–5 zentralen Quellen weitere finden (Literaturverzeichnis + „cited by")
- PRISMA-Methode: für systematische Reviews, Pflicht in Medizin
- Suchprotokoll: Datum, Datenbank, Suchanfrage, Treffer dokumentieren
- Iterativ: erste Suche grob, dann Suchwörter verfeinern
Quellen organisieren
Ohne Literaturverwaltung verlierst du den Überblick. Direkt von der Datenbank ins Tool.
- Zitationsgeneratoren-Übersicht (Zotero, Citavi, Mendeley)
- Browser-Plugin: einklicken statt manuell tippen
- Tags: nach Themen, Methode, Status (gelesen/zu lesen)
- PDF-Annotationen: in Mendeley/Zotero direkt im PDF
- Backup: regelmäßiger Cloud-Sync oder Exporte
Studi-Rabatt auf alle Services
Mit Code STUDI10 10 % auf Korrekturlesen, Lektorat, Plagiatsprüfung & KI-Detektor.
Datei jetzt hochladenHäufige Fragen
Wie viele Quellen brauche ich für eine Bachelorarbeit?+
Faustregel: 30–80 Quellen. Wichtiger als Anzahl: Qualität (peer-reviewed), Aktualität, Mehrperspektivität.
Reicht Google Scholar?+
Als alleinige Quelle nicht. Google Scholar ist gut für Einstieg und Snowball, aber für tiefere Recherche brauchst du Fachdatenbanken.
Wie komme ich an kostenpflichtige Artikel?+
Hochschul-Login (VPN für Außerhalb-Campus). Sonst: Open-Access-Version (Sci-Hub im Graubereich), Autor:in direkt anschreiben (häufig erfolgreich), Fernleihe der Bibliothek.
Wie aktuell sollten Quellen sein?+
Faustregel: < 5 Jahre für aktuelle Forschungsstände, Klassiker (Theorie) zeitlos. Bei MINT < 3 Jahre, Geisteswissenschaften lockerer.
Was sind Predatory Journals?+
Pseudo-Wissenschafts-Journale ohne Peer Review, gegen Gebühr publizierbar. Vor Zitieren auf predatoryreports.org oder Beall's List checken.
Mehr Tools für wissenschaftliches Arbeiten im Akademie-Hub; Lektorat fertiger Arbeiten via Korrekturlesen.