Schulhomepage und Schulprogramm: Texte prüfen lassen

Kein Schultext wird so lange gelesen und so selten überarbeitet

Lesezeit ca. 6 Min. · aktualisiert: 6. August 2026 · für Lehrkräfte

Die Schulhomepage ist für Eltern, die eine Schule suchen, meist der erste Kontakt, und das Schulprogramm ist das Dokument, an dem sich Schulaufsicht und Kollegium orientieren. Beide entstehen einmal mit viel Aufwand und werden danach jahrelang nur punktuell angefasst. Genau daraus entsteht das Problem.

Anders als ein Elternbrief, der nach zwei Wochen erledigt ist, bleibt ein falscher Satz auf der Homepage stehen, bis jemand ihn zufällig bemerkt. In der Praxis sind das oft Jahre.

Was auf Schulhomepages zuerst veraltet

Bei einer Durchsicht fallen fast immer dieselben Punkte auf, und keiner davon ist ein Rechtschreibfehler:

  • Personen: Ansprechpartner, die längst versetzt sind, eine Schulleitung, die es seit zwei Jahren nicht mehr gibt
  • Jahreszahlen: "im laufenden Schuljahr 2023/24", Termine vergangener Anmeldezeiträume
  • Angebote: AGs, die eingestellt wurden, Kooperationen, die ausgelaufen sind
  • Verweise: Links auf Formulare, die es nicht mehr gibt, PDF-Downloads mit alten Ständen

Der letzte Punkt ist der ärgerlichste, weil Eltern dann veraltete Formulare ausfüllen und das Sekretariat die Korrektur nachziehen muss. Ein einmaliger Durchgang durch alle verlinkten Dateien lohnt sich deshalb mehr als jede stilistische Überarbeitung.

Schulhomepage und Schulprogramm: Texte prüfen lassen, typische veraltete Inhalte
Schulhomepage und Schulprogramm: Texte prüfen lassen im Überblick.

Die Seiten, auf die es wirklich ankommt

Nicht jede Seite verdient denselben Aufwand. Aus Elternsicht zählen drei: die Seite zur Anmeldung, die Seite mit den Kontaktdaten und die Seite, die erklärt, was die Schule inhaltlich ausmacht.

Auf der Anmeldeseite entscheidet Vollständigkeit über die Zahl der Rückrufe: Fristen mit Datum, benötigte Unterlagen als Liste, Ort und Uhrzeit, ein Ansprechname. Wo eine dieser Angaben fehlt, entsteht ein Anruf.

Die Profilseite ist die, an der Schulen am häufigsten scheitern, weil sie in Superlativen schreiben. "Wir sind eine Schule, an der sich jedes Kind wohlfühlt" sagt nichts, was eine andere Schule nicht auch schreiben könnte. Konkret wird es mit Zahlen und Beispielen: wie viele Wahlpflichtkurse, welche Sprachen ab welcher Klasse, wie die Betreuung nachmittags organisiert ist.

Das Schulprogramm: ein Text mit zwei Funktionen

Das Schulprogramm dient nach innen der Verständigung im Kollegium und nach außen dem Nachweis gegenüber der Schulaufsicht. Diese Doppelrolle führt oft zu einem Text, der beides halb erfüllt: zu allgemein für die interne Arbeit, zu unverbindlich für die Aufsicht.

Hilfreich ist dieselbe Regel wie bei Förderplänen: Ziele überprüfbar formulieren. Nicht "wir fördern die Lesekompetenz", sondern welche Maßnahme in welchem Jahrgang stattfindet und woran das Kollegium erkennen will, ob es gewirkt hat.

Wenn ein Schulprogramm über Jahre fortgeschrieben wird, entsteht zusätzlich das Schichtenproblem: Ein Abschnitt spricht von Klassenlehrerteams, ein anderer von Jahrgangsteams, gemeint ist dasselbe. Wir gleichen solche Begriffe ab und legen auf Wunsch eine Liste der verbindlichen Bezeichnungen an.

Rechtlich heikle Stellen

Drei Bereiche verdienen besondere Aufmerksamkeit, weil sie über Sprache hinausgehen. Erstens Fotos von Kindern: Ob eine Einwilligung vorliegt, prüfen wir nicht, aber wir weisen darauf hin, wo Bilder mit erkennbaren Personen eingebunden sind.

Zweitens die Datenschutzerklärung und das Impressum. Beide müssen zur tatsächlichen Technik passen, etwa zu eingebundenen Karten, Videos oder Analysediensten. Wenn im Text von Diensten die Rede ist, die gar nicht mehr laufen, oder umgekehrt, ist das ein Befund, den wir melden.

Drittens Aussagen über Aufsicht, Haftung und Schulordnung. Formulierungen, die pauschal Verantwortung ausschließen, halten selten stand und erzeugen Widerspruch. Hier gilt dasselbe wie beim Elternbrief: Halten Sie sich an das, was Schulträger und Schulaufsicht vorgeben.

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Barrierefreiheit und Lesbarkeit

Schulen öffentlicher Träger unterliegen Vorgaben zur barrierefreien Gestaltung ihrer Websites. Sprachlich heißt das vor allem: kurze Sätze, erklärte Fachbegriffe, sinnvolle Überschriftenstruktur und aussagekräftige Linktexte statt "hier klicken".

Ein zweiter Punkt betrifft Familien, die Deutsch nicht als Erstsprache sprechen. Für die wichtigsten Seiten, also Anmeldung, Kontakt und Krankmeldung, lohnt eine einfache Fassung oder eine Übersetzung. Beides bieten wir an, Deutsch und Englisch.

Ablauf und Kosten

Für die Homepage arbeiten wir am einfachsten mit einem Export oder einer Sammlung der Seitentexte in einer Datei. Ein typischer Schulauftritt umfasst 15 bis 40 Normseiten zu 1.800 Zeichen, im Korrektorat ab 1,90 € pro Seite also rund 30 bis 76 €.

Ein Schulprogramm liegt meist zwischen 20 und 60 Seiten. Hier lohnt das Lektorat ab 4,90 €, weil neben der Sprache auch Aufbau und Begriffskonsistenz bearbeitet werden. Ab 100 Seiten je Bestellung greifen Staffelrabatte, und die Rechnung stellen wir auf Schule oder Schulträger aus. Weiterführend: Korrekturlesen für Lehrkräfte.

Homepage oder Schulprogramm länger nicht angefasst? Lassen Sie beides einmal durchsehen.

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Häufige Fragen von Schulen

Wie liefern wir die Homepage-Texte?

Am einfachsten als Sammlung in einer Word-Datei, gegliedert nach Seiten. Ein PDF-Export des Auftritts geht auch. Direkt im Redaktionssystem arbeiten wir nicht.

Prüfen Sie die Datenschutzerklärung rechtlich?

Nein. Wir prüfen Verständlichkeit und ob der Text zu dem passt, was auf der Seite tatsächlich eingebunden ist. Die rechtliche Bewertung bleibt bei Ihrem Träger.

Können Sie die Anmeldeseite übersetzen?

Ja, Deutsch und Englisch. Für Familien ohne sichere Deutschkenntnisse sind Anmeldung, Kontakt und Krankmeldung die Seiten, bei denen sich das am meisten lohnt.

Wer bekommt die Rechnung?

Wen Sie angeben: Schule, Schulträger oder Förderverein. Mit einem kostenlosen Geschäftskonto läuft es über eine monatliche Sammelrechnung.

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