Quellenangaben in Präsentationen verständlich einsetzen
Quellenangabe Präsentation
Eine Quellenangabe verweist auf die Herkunft verwendeter Informationen, Bilder oder Zitate. In einer Präsentation sollte sie mit Kernbotschaft, Zielgruppe und verfügbarer Redezeit zusammenpassen.
Wozu Quellenangaben in einer Präsentation dienen
Eine Quellenangabe nennt die Informationsquelle, die für eine Veröffentlichung verwendet wurde. Dafür kommen etwa Bücher, Zeitungsartikel oder Webseiten infrage. Auch Fotos, Statistiken, Zeichnungen sowie Ton- und Bildaufzeichnungen können als Quellen dienen, wenn sie Informationen enthalten.
In einer Präsentation ordnest du jedem verwendeten Inhalt seine Herkunft so zu, dass die Zuordnung erkennbar bleibt. Der Hinweis kann unmittelbar beim jeweiligen Objekt stehen oder in einem getrennten Quellen- oder Literaturverzeichnis erscheinen. Die herangezogene Darstellung nennt eine der letzten Folien als üblichen Sammelort für Quellen. Bei Bildern muss die Zuordnung zur passenden Quelle deutlich bleiben.
Richte die Quellenangaben in deiner Präsentation an einer klaren Kernbotschaft und an der verfügbaren Redezeit aus. Entscheide zuerst, was das Publikum aus der Präsentation mitnehmen soll. Wähle anschließend Informationen, Bilder und Zitate aus, die diese Botschaft tragen. Ergänze keine Zusatzbehauptung, deren Herkunft du nicht angeben kannst. Eine Quellenangabe macht die Herkunft einer Information sichtbar; sie bestätigt jedoch nicht, dass die Information richtig ist.
Im wissenschaftlichen Diskurs werden Belege als Qualitätsmerkmal beschrieben, weil andere Personen Herkunft und Verlässlichkeit von Informationen prüfen können. Wenn du wissenschaftliches Schreiben vorbereitest, planst du deshalb auch die nachvollziehbare Kennzeichnung fremder Inhalte ein. Beim Thema Hausarbeit schreiben oder Masterarbeit schreiben prüfst du zusätzlich die Anforderungen des jeweiligen Arbeitsauftrags in den offiziellen Unterlagen, statt sie vorauszusetzen.

Die Präsentation nachvollziehbar strukturieren
Lege als ersten Bestandteil die Kernbotschaft fest. Formuliere sie als kurzen Satz, der den Zweck deiner Präsentation sichtbar macht. Wähle anschließend die Inhalte nach ihrer Relevanz für diese Botschaft aus. Streiche Informationen, Bilder oder Zitate, die du nicht einordnen und nicht mit einer Quelle verbinden kannst.
Ordne die ausgewählten Inhalte in eine nachvollziehbare Reihenfolge. Eine mögliche Struktur besteht aus Ausgangsfrage, zentralen Informationen, Einordnung, Ergebnis und Quellen. Diese Reihenfolge ist eine Arbeitsentscheidung für deine Präsentation. Sie ersetzt keine Vorgabe einer Schule, Hochschule oder anderen Stelle. Wenn du die Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit prüfst, übertrage deren Aufbau nicht ungeprüft auf Folien.
Strukturiere Folien oder ein Handout so, dass jeder Abschnitt einen Gedanken trägt. Eine Folie kann eine Aussage, ein Bild, eine Statistik oder ein Zitat in den Mittelpunkt stellen. Ergänze die notwendige Einordnung und den Quellenhinweis. Vermeide Textwände, die vollständig vorgelesen werden müssten. Die Folie soll deine Erklärung unterstützen, nicht eine ungeprüfte Textsammlung bilden.
Plane für jeden Abschnitt einen Übergang. Notiere, warum der nächste Gedanke auf den vorherigen folgt. Das stärkt die wissenschaftliche Argumentation, ohne dass du eine neue Sachbehauptung hinzufügen musst. Eine Gliederung einer Hausarbeit kann dir dabei als Denkstütze dienen, doch für die Präsentation zählt die Verständlichkeit der gewählten Abfolge.
Probiere Zeit und Übergänge laut. Kontrolliere dabei, ob die Kernbotschaft innerhalb der verfügbaren Redezeit erkennbar bleibt. Prüfe außerdem die Lesbarkeit jeder Folie und die Sichtbarkeit der Quellenangaben im Präsentationsmodus. Für Belege kannst du die Zitierweisen vergleichen und die im Arbeitsauftrag verlangte Form auswählen. Die Begriffe Quellenangaben richtig zitieren, Literaturverzeichnis erstellen, deutsche Zitierweise und Harvard-Zitierweise bezeichnen dabei unterschiedliche Arbeitsentscheidungen, die du anhand der konkreten Vorgaben prüfen musst.
Schritt für Schritt zur belegten Präsentation
- Kernbotschaft bestimmen: Schreibe einen Satz auf, der den zentralen Gedanken deiner Präsentation ausdrückt. Ergebnis ist eine klare Leitlinie für die Auswahl.
- Zielgruppe und Zeitlimit prüfen: Ermittle, für wen du sprichst und welche Redezeit zur Verfügung steht. Ergebnis ist eine begrenzte Inhaltsliste, die du mit der Kernbotschaft abgleichst.
- Material sammeln: Ordne jeder übernommenen Information, jedem Bild und jedem Zitat die verwendete Quelle zu. Ergebnis ist eine Arbeitsliste mit Herkunftshinweisen.
- Quellenangaben vorbereiten: Für ein Printmedium notiere Autor, Erscheinungsort und Erscheinungsjahr sowie die Seitennummer der konkret verwendeten Seite oder Passage. Bei einer Internetquelle hältst du den genauen Link, das Aufrufdatum und den Urheber fest, sofern diese Angaben aus der Quelle hervorgehen. Ergebnis ist ein verwendbarer Quellenhinweis.
- Darstellung entscheiden: Lege fest, ob der Beleg direkt am Objekt oder gesammelt in einem Quellen- oder Literaturverzeichnis stehen soll. Ergebnis ist eine eindeutige Platzierung.
- Folien ordnen: Gib jedem Abschnitt einen Gedanken und ergänze die nötige Einordnung. Ergebnis ist eine verständliche Gliederung statt einer ungeordneten Materialsammlung.
- Visualisierungen zuordnen: Nummeriere Abbildungen beispielsweise als Abb. 1 oder Abb. 2 und verwende dieselbe Benennung bei den Quellen. Ergebnis ist eine klare Verbindung zwischen Bild und Herkunft.
- Vortrag proben: Sprich die Präsentation laut und prüfe Zeit, Übergänge, Lesbarkeit und Quellenangaben im Präsentationsmodus. Ergebnis ist eine Liste konkreter Korrekturen.
- Formale Prüfung abschließen: Vergleiche die verwendete Form mit den offiziellen Vorgaben des Arbeitsauftrags. Ergebnis ist eine getrennte Sach- und Formkontrolle.
Wenn du die Themen Forschungsfrage formulieren, Methoden wissenschaftlicher Arbeiten oder qualitative und quantitative Forschung behandelst, notierst du jeweils die verwendete Quelle. Ergänze keine Aussage über ein Thema, die du nicht belegen kannst. Beim Thema Plagiat vermeiden ordnest du übernommene Gedanken, Formulierungen, Bilder und Daten ihrer Quelle zu.
Kurzes Beispiel für eine belegte Folienfolge
Angenommen, eine Präsentation erklärt eine einzelne Information aus einem Buch und verwendet dazu eine Abbildung aus einer Webseite. Die Kernbotschaft lautet: Eine bestimmte Information soll anhand eines belegten Beispiels verständlich werden. Diese Formulierung beschreibt nur das Präsentationsziel und behauptet noch nichts über den Inhalt.
Die erste Folie nennt das Thema und die Leitfrage. Die zweite Folie zeigt die Buchinformation in eigenen Worten und nennt den Autor, das Erscheinungsjahr, den Erscheinungsort sowie die Seitennummer. Die dritte Folie zeigt die Abbildung mit der Bezeichnung Abb. 1. Unter oder neben der Abbildung steht ein kurzer Quellenhinweis, der die Herkunft eindeutig zuordnet. Die letzte Folie sammelt die vollständigen Angaben zur Buchquelle und zur Internetquelle.
Im Vortrag wird die Buchinformation erklärt, statt den gesamten Quellentext als Textwand vorzulesen. Die Abbildung wird eingeordnet, bevor aus ihr ein Ergebnis abgeleitet wird. Das Ergebnis erscheint nicht ohne Einordnung und Quellenhinweis. Bei einer Internetquelle gehören der genaue Link, das Aufrufdatum und der Urheber in den Quellenhinweis, wenn diese Angaben ermittelt wurden.
Wer dieses Beispiel für wissenschaftliches Schreiben nutzt, kann anschließend prüfen, ob die Darstellung zur eigenen Aufgabe passt. In einem Abschnitt zur wissenschaftlichen Argumentation wird die Verbindung zwischen Aussage, Einordnung und Beleg sichtbar gemacht. Beim Thema Hausarbeit schreiben oder Masterarbeit schreiben prüfst du zusätzlich die dort verlangte Zitierform. Eine Quellenangabe allein bestätigt nicht die Richtigkeit der Information.
Passend dazu findest du weitere Hinweise im Beitrag wissenschaftliche Argumentation.

Sachliche und formale Prüfung trennen
Sachliche Prüfung: Prüfe zuerst, ob die Kernbotschaft eindeutig formuliert ist und zur Zielgruppe passt. Kontrolliere danach das Zeitlimit: Jeder Abschnitt muss in der verfügbaren Redezeit erklärt werden können. Vergleiche die Gliederung mit der Kernbotschaft und streiche Inhalte ohne erkennbare Funktion. Prüfe jede Visualisierung auf Einordnung und Herkunft. Bei Bildern muss die Quelle klar zugeordnet werden können. Ergebnisse dürfen nicht ohne Einordnung oder Quellenhinweis erscheinen.
Prüfe anschließend die Übergänge. Lies jeden Abschnitt laut und notiere, ob der nächste Gedanke verständlich angeschlossen wird. Kontrolliere, ob die Folien im Präsentationsmodus lesbar sind. Prüfe, ob Quellenangaben sichtbar bleiben und ob gesammelte Angaben eindeutig zu den jeweiligen Inhalten gehören. Kontrolliere bei Abbildungen die Nummerierung und die Wiederholung dieser Bezeichnung im Quellenverzeichnis.
Formale Prüfung: Ermittle die verlangte Zitierweise aus dem konkreten Arbeitsauftrag. Vergleiche danach Autor, Erscheinungsort, Erscheinungsjahr und Seitennummer bei Printmedien. Bei Internetquellen prüfst du den genauen Link, das Aufrufdatum und den Urheber. Wenn du ein Literaturverzeichnis erstellen sollst, kontrolliere die Vollständigkeit der dort gesammelten Angaben. Wenn du Quellenangaben richtig zitieren willst, gleiche die gewählte Form mit den offiziellen Unterlagen ab.
Die sachliche Prüfung fragt, ob Aussage, Auswahl, Einordnung, Visualisierung und Quellenbezug zusammenpassen. Die formale Prüfung fragt, ob die Angaben in der verlangten Form vorhanden und platziert sind. Diese beiden Prüfungen sollten sichtbar getrennt bleiben. Die Begriffe Zitierweisen, deutsche Zitierweise und Harvard-Zitierweise darfst du nur in der Form anwenden, die dein Arbeitsauftrag trägt. Für Plagiat vermeiden kontrollierst du zusätzlich, ob jede Übernahme als solche erkennbar und mit ihrer Herkunft verbunden ist.
Eine weiterführende Planung kann sich auf die Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit, die Gliederung einer Hausarbeit, die Forschungsfrage formulieren oder die Methoden wissenschaftlicher Arbeiten beziehen. Für jede solche Erweiterung gilt: Prüfe die zuständige Aufgabenbeschreibung und belege die konkrete Aussage. So bleibt die Präsentation in Inhalt, Aufbau und Form nachvollziehbar.
Quellen und Stand
- Quellennachweise: lernen mit Serlo!: de.serlo.org (geprüft am 2026 bis 09 bis 01)
- Quellenangabe, Wikipedia: de.wikipedia.org (geprüft am 2026 bis 09 bis 01)
Der Überblick „Quellenangaben in Präsentationen verständlich einsetzen“ umfasst ebenso „nutzen“.