Quellenangabe Internet: Herkunft nachvollziehbar belegen
Quellenangabe Internet
Eine Quellenangabe verweist auf die Informationsquelle eines verwendeten Inhalts. Für wissenschaftliches Arbeiten zählt dabei, dass Herkunft und verwendete Aussage nachvollziehbar bleiben.
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Literaturverzeichnis: Muster für APA und Harvard
Für die Internetangabe und vier weitere Fälle: Buch, Sammelbandbeitrag, Zeitschriftenaufsatz, Internetquelle und KI-Quelle, jede Quellenart als fertige Zeile nach APA und nach Harvard. Du tauschst die eckigen Klammern gegen deine Angaben und löschst die überflüssige Zitierweise. Keine Anmeldung.
Wozu eine Quellenangabe im Internet dient
Eine Quellenangabe macht kenntlich, auf welche Informationsquelle ein verwendeter Inhalt zurückgeht. Das kann eine Webseite, ein Buch, ein Zeitungsartikel, ein Bild oder ein anderes Objekt mit Informationsgehalt sein. Bei der Quellenangabe Internet verbindest du eine konkrete Frage mit der Onlinequelle, die du tatsächlich genutzt hast. So lässt sich die übernommene Aussage später wiederfinden und prüfen.
Eine Quellenangabe bestätigt nicht automatisch, dass eine Information richtig ist. Sie zeigt die Herkunft, die Aussage musst du separat prüfen. Wer fremde Inhalte wörtlich übernimmt, zusammenfasst oder ein Bild beziehungsweise ein anderes Multimediaobjekt verwendet, kennzeichnet das mit einem Quellenverweis. Das gilt auch für gemeinfreie Inhalte und Inhalte unter einer CC-Lizenz.
Für wissenschaftliches Schreiben ist entscheidend, dass Leserinnen und Leser die Verbindung zwischen einer Aussage und ihrer Herkunft erkennen. Der Eintrag sollte deshalb den verwendeten Gegenstand eindeutig bezeichnen und die für die Zuordnung nötigen Daten enthalten. Welche Reihenfolge, Zeichensetzung oder Klammerform verwendet wird, richtet sich nach der gewählten Zitierweise und den Vorgaben der jeweiligen Aufgabe. Sind zusätzliche Angaben vorhanden, können sie den Nachweis genauer machen.
Wer eine Hausarbeit schreiben oder eine Masterarbeit schreiben möchte, ordnet jede übernommene Information der passenden Quelle zu. Zuerst wird festgehalten, welche Aussage aus der Webseite verwendet wird. Danach wird geprüft, ob der Quellenverweis genau auf diese Seite oder dieses digitale Objekt zeigt. Abschließend wird kontrolliert, ob die Angaben vollständig genug sind und ob die Darstellung der geforderten Form entspricht. Eigene Schlussfolgerungen werden dabei klar von übernommenen Inhalten getrennt.
Die Angabe kann direkt beim verwendeten Objekt stehen oder in einem gesonderten Quellen- beziehungsweise Literaturverzeichnis erscheinen. Wichtig ist in beiden Fällen, dass die Herkunft nicht nur vermutet, sondern für andere nachvollziehbar angegeben wird. Fehlt ein belastbarer Bezug zwischen Aussage und Quelle, sollte keine zusätzliche Behauptung ergänzt werden. Stattdessen wird die konkrete Fundstelle erneut geprüft und der Eintrag entsprechend der Aufgabe präzisiert.
Für eine klare Orientierung kann Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit als nächster Bezugspunkt dienen, bevor die verwendete Onlinequelle im Nachweis festgehalten wird.

Die Bestandteile in nachvollziehbarer Reihenfolge
Am Anfang steht eine klare Frage. Sie kann zum Beispiel lauten: Welche Aussage aus einer Internetquelle soll für den eigenen Text belegt werden? Willst du eine Forschungsfrage formulieren, hilft es, das Thema auf einen überschaubaren Ausschnitt zu begrenzen. Die Frage bestimmt, welche Passage, welches Bild oder welcher andere Inhalt relevant ist.
Danach wertest du die Quelle aus. Eine Webseite kann als Informationsquelle dienen. Ordne den tatsächlich verwendeten Inhalt zu und setze nicht bloß eine allgemeine Internetadresse neben den Text. Die Quellenangabe steht entweder direkt am verwendeten Objekt oder in einem gesonderten Quellen- oder Literaturverzeichnis.
Im nächsten Schritt werden die benötigten Materialien geordnet. Dazu gehören die verwendete Internetseite, die konkrete übernommene Aussage und die Angaben, die für ihre Zuordnung vorliegen. Wenn zusätzliche Angaben vorhanden sind, dürfen genauere Angaben gemacht werden, als ursprünglich gefordert ist. Die Form kann sich nach dem verwendeten Zitierweisen-System richten. Ein Zitierstil regelt, wie Quellenangaben gestaltet werden.
Dann setzt du den Beleg um: Du zitierst oder fasst zusammen, ergänzt die Quellenangabe an der passenden Stelle und bereitest den Eintrag für das Verzeichnis vor. Deine wissenschaftliche Argumentation bleibt nur nachvollziehbar, wenn sichtbar ist, was du selbst entwickelt und was du aus der Quelle übernommen hast.
Zum Schluss prüfst du das Ergebnis. Sind die geforderten Daten vorhanden? Stimmen Reihenfolge, Klammern und Kommas mit der Form deiner Aufgabe überein? Eine Gliederung einer Hausarbeit kann die Reihenfolge dieser Schritte sichtbar machen. Der Ablauf umfasst also Frage, Quelle, Material, Zuordnung, Verarbeitung und abschließende Prüfung.
Schritt für Schritt zur gesicherten Aussage
- Frage festlegen: Formuliere, welche einzelne Aussage du mit einer Internetquelle belegen willst. Ergebnis ist eine begrenzte Frage mit klarem Textbezug.
- Quelle bestimmen: Ermittle die Webseite oder das digitale Objekt, auf das du zurückgegriffen hast. Ergebnis ist eine eindeutig bezeichnete Informationsquelle.
- Übernahme markieren: Kennzeichne, ob du eine Aussage wörtlich zitierst, inhaltlich zusammenfasst oder ein Bild beziehungsweise Multimediaobjekt verwendest. Ergebnis ist eine erkennbare Zuordnung zwischen fremdem Inhalt und eigener Darstellung.
- Angaben ordnen: Sammle die für die Quelle vorhandenen Daten und wähle die verlangte Form. Ergebnis ist ein vollständiger Eintrag nach dem verwendeten Zitierstil.
- Beleg einsetzen: Setze die Quellenangabe direkt am verwendeten Objekt oder ordne sie einem gesonderten Quellen- oder Literaturverzeichnis zu. Ergebnis ist eine sichtbare Herkunftsangabe.
- Verzeichnis prüfen: Wenn du ein Literaturverzeichnis erstellen musst, gleiche den Eintrag mit der Angabe im Text ab. Ergebnis ist eine konsistente Zuordnung zwischen Textstelle und Verzeichnis.
- Aussage kontrollieren: Prüfe, ob die Quelle nur deine verwendete Aussage trägt oder ob du darüber hinaus etwas behauptest. Ergebnis ist entweder eine belegte Formulierung oder ein konkreter offener Punkt, den du noch prüfst.
Willst du Quellenangaben richtig zitieren, zählt keine lose Formelsammlung, sondern die Verbindung aus Frage, Quelle, Übernahme und Prüfung. Die deutsche Zitierweise und die Harvard-Zitierweise können unterschiedlich aussehen. Welche Form gilt, richtet sich nach den Vorgaben deiner Aufgabe.
Kurzes Beispiel einer eigenen Anwendung
Eine Studentin fragt sich: Wie kennzeichne ich in meinem Text eine zusammengefasste Aussage von einer Internetseite? Sie nutzt die Webseite „Quellennachweise, lernen mit Serlo!“ und notiert zunächst den Inhalt, den sie übernehmen will. In ihrem Entwurf formuliert sie: „Für einen übernommenen Gedanken soll die Herkunft erkennbar sein.“ Damit bleibt ihre Aussage auf die Frage der Quellenangabe begrenzt.
Direkt nach diesem Satz setzt sie den sichtbaren Verweis: „(vgl. Quellennachweise, lernen mit Serlo!, https://de.serlo.org/informatik/167847/quellennachweise)“. Sie verwendet den Verweis als Zuordnung zu ihrer zusammengefassten Aussage und ergänzt ihn zusätzlich in der für ihre Aufgabe verlangten Form im Quellenverzeichnis. Die Studentin hält dabei die Aussage knapp und fügt keine Behauptung über die Zuverlässigkeit der Webseite hinzu.
Anschließend prüft sie, ob der Quellenverweis genau die Internetseite nennt, deren Inhalt sie zusammengefasst hat, und ob die Textstelle erkennen lässt, welcher Gedanke übernommen wurde. Sie kontrolliert auch, ob die vorhandenen Angaben zur verlangten Form passen. Das Ergebnis ist ein begrenzter Beleg für diese eine Übernahme. Es ist kein allgemeiner Überblick über Internetquellen und enthält keine Aussage über ungeprüfte Inhalte.
Möchte sie anschließend qualitative und quantitative Forschung unterscheiden, braucht sie dafür eine eigene Quelle. Die verwendete Webseite trägt diese zusätzliche Behauptung nicht. Auch Methoden wissenschaftlicher Arbeiten bezieht sie nur ein, wenn sie eine passende Quelle geprüft hat.

Abgrenzung und formale Prüfung trennen
Der inhaltliche Check beginnt mit der Frage: Ist klar, welche Aussage belegt werden soll? Danach prüfst du die Quelle: Verweist die Angabe tatsächlich auf die verwendete Webseite oder das digitale Objekt? Zuletzt gleichst du das Material ab: Sind die notierte Aussage und die zugehörigen Quelldaten vorhanden?
Danach kontrollierst du die Umsetzung. Hast du fremden Inhalt zitiert, zusammengefasst oder als Bild beziehungsweise Multimediaobjekt verwendet? Ist er an der passenden Stelle gekennzeichnet? Trägt die Quelle genau die Aussage, die im Text steht? Herkunft und eigene Verarbeitung müssen sich auseinanderhalten lassen. Eine Quellenangabe macht die Herkunft überprüfbar, ersetzt aber nicht die Prüfung der Richtigkeit.
Die formale Prüfung folgt zuletzt: Prüfe die verlangte Zitierweise, die enthaltenen Daten, die Zuordnung zum Quellen- oder Literaturverzeichnis sowie Klammern, Kommas und andere Zeichensetzung. Bei mehreren vorhandenen Angaben darf der Eintrag genauer ausfallen.
Zum Abschluss streichst du jede Ergänzung, die nicht direkt von der Quelle getragen wird, oder machst daraus einen offenen Punkt, den du noch prüfst. Wer Plagiat vermeiden möchte, prüft außerdem, ob jede zitierte, zusammengefasste oder bildlich übernommene fremde Leistung gekennzeichnet ist.
Quellen und Stand
- Quellennachweise: lernen mit Serlo!: de.serlo.org (geprüft am 2026-09-01)
- Quellenangabe, Wikipedia: de.wikipedia.org (geprüft am 2026-09-01)
Die Einordnung „Quellenangabe Internet: Herkunft nachvollziehbar belegen“ fasst den vollständigen Zusammenhang zusammen.