Quellenangabe bei Bildern nachvollziehbar anwenden
Quellenangabe bei Bildern
Eine Bildquelle wird nicht nur gesammelt, sondern anhand der konkreten Bildseite, ihrer Lizenzangabe und des vorgesehenen Verwendungszwecks geprüft. So entsteht ein überprüfbares Arbeitsergebnis, ohne Aussagen über die Quelle hinaus auszudehnen.
Die Bildquelle in eine prüfbare Fachfrage übersetzen
Quellenangabe bei Bildern beginnt mit einer eng gefassten Fachfrage. Sie kann lauten: Welche Angaben sind auf der konkreten Bildseite zu erkennen, und welche davon lassen sich für den vorgesehenen wissenschaftlichen Text nachvollziehbar festhalten? Das Ergebnis ist dann keine pauschale Aussage über Bilder, sondern eine prüfbare Notiz zu einem bestimmten Bild, seiner Fundstelle, dem sichtbaren Lizenzhinweis und dem geplanten Verwendungszweck.
Für diese Einordnung wird die Quelle Wo finde ich kostenlose Bilder?: Medien: Material: wb-web ausgewertet. Dort werden mehrere Plattformen und Suchmöglichkeiten für frei lizenzierte Medien beschrieben. Die Darstellung nennt außerdem eine in Deutschland betriebene Plattform, deren dort verzeichnete Bilder mit CC-0 gekennzeichnet sind. Für diesen beschriebenen Bestand hält die Quelle eine Nutzung auch für kommerzielle Zwecke ohne Quellen- oder Urheberverweis für möglich. Diese Aussage bleibt auf die genannte Plattform und die dort aufgeführten Bilder begrenzt. Sie wird nicht automatisch auf ein anderes Angebot oder auf ein anderes Bild übertragen.
Die Quelle beschreibt außerdem Pixabay als Plattform aus Ulm, auf der Fotos zum Download angeboten werden. Sie bezeichnet die Bilder als gemeinfrei und weist gleichzeitig auf mögliche Einschränkungen hin, beispielsweise wenn Persönlichkeitsrechte dargestellter Personen berührt sein können. Nach der Quelle werden die Bilder seit Januar 2019 unter einer eigenen Pixabay License veröffentlicht. Für die eigene Prüfung bedeutet das: Der Plattformname allein genügt nicht als Arbeitsergebnis. Maßgeblich ist der Hinweis, der am ausgewählten Bild sichtbar ist, sowie die Frage, ob die Beschreibung der Quelle genau zu diesem Fall passt.
Beim Thema wissenschaftliches Schreiben ist daher zwischen Beschreibung, Prüfung und Schlussfolgerung zu unterscheiden. Die Beschreibung hält fest, was an der Bildseite oder in der direkten Quelle steht. Die Prüfung vergleicht diese Angabe mit den festgelegten Kriterien. Die Schlussfolgerung benennt nur das, was aus diesem Vergleich hervorgeht. So lassen sich Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit geordnet erfassen, ohne einen allgemeinen Überblick in eine unbelegte Einzelfallentscheidung umzuwandeln.
Die Quellenangabe wird dadurch zu einem überprüfbaren Arbeitsergebnis. Eine lesende Person soll erkennen können, welches Bild gemeint ist, an welcher Stelle die Information gefunden wurde, welcher Lizenztext betrachtet wurde und wo die Aussage endet. Aussagen über eine allgemeine Pflicht, eine verbindliche Zitierform oder weitere rechtliche Folgen werden nur aufgenommen, wenn die direkte Quelle sie ausdrücklich trägt. Fehlt ein solcher Beleg, wird die offene Frage als nächster Prüfschritt notiert.
Eine sorgfältige Einordnung trennt außerdem die vorhandenen Angaben von den eigenen Arbeitsschritten. Die Quelle kann als Ausgangspunkt für die Suche und den Vergleich dienen. Die konkrete Bildseite muss dennoch eigenständig betrachtet werden. Erst danach lässt sich entscheiden, welche Formulierung im eigenen Nachweis sachlich vertretbar ist und welche Information weiterhin offenbleibt.

Bestandteile und Entscheidungen in sinnvoller Reihenfolge
Der Aufbau folgt einer festen Folge von sieben Arbeitsbestandteilen. Zuerst wird die Fachfrage eingegrenzt: Welche Information zur Bildquelle soll im eigenen Text nachvollziehbar belegt werden? Danach wird die direkte Quelle festgelegt. Anschließend werden die geltenden Kriterien gesammelt, das benötigte Material geordnet, der fachliche Arbeitsschritt durchgeführt, das Ergebnis formuliert und zuletzt die Aussagegrenze geprüft.
- Fachfrage: Formuliere, ob die Herkunft des Bildes, der sichtbare Lizenzhinweis oder die Eignung des Nachweises für den vorgesehenen Text geprüft werden soll. Eine enge Frage erleichtert die spätere Kontrolle.
- Direkte Quelle: Notiere den Titel der ausgewerteten Seite und die konkrete Bildseite getrennt. Die wb-web-Seite dient hier als Grundlage für Informationen über Plattformen, Lizenzen und mögliche Einschränkungen.
- Kriterien: Ordne die Prüfung nach Plattform, Bild, Lizenzbezeichnung, Urheberhinweis, Verwendungszweck und möglichen Einschränkungen. Bei Pixabay nennt die Quelle ausdrücklich mögliche Einschränkungen im Zusammenhang mit abgebildeten Personen.
- Material: Sammle die Bildansicht oder Bilddatei, den Fundort, den angezeigten Lizenztext und vorhandene Urheberangaben. Wenn eine Information fehlt, wird genau dieses Fehlen festgehalten.
- Arbeitsschritt: Vergleiche die konkrete Bildseite mit den zuvor bestimmten Kriterien. Prüfe, ob der dort sichtbare Hinweis zur Beschreibung in der direkten Quelle passt. Trenne dabei Beobachtung und Bewertung.
- Ergebnis: Schreibe eine kurze Quelleninformation für den eigenen Text. Sie enthält nur Angaben, die tatsächlich geprüft wurden, und macht die Fundstelle für andere Leserinnen und Leser auffindbar.
- Aussagegrenze: Kennzeichne ausdrücklich, welche Schlussfolgerung nicht aus dem Material hervorgeht. Aussagen über sämtliche Bildplattformen, jede Nutzungsart oder alle Arbeitskontexte werden nicht ohne passenden Beleg ergänzt.
Diese Reihenfolge kann beim Hausarbeit schreiben und beim Masterarbeit schreiben als Arbeitsgerüst dienen. Beim Forschungsfrage formulieren lässt sich die Bildquelle auf einen einzelnen prüfbaren Aspekt beziehen. Für die wissenschaftliche Argumentation bleibt dann erkennbar, welche Aussage auf einer Quelle beruht und welche Handlung noch ausgeführt werden muss.
Halte die inhaltliche Prüfung und die formale Darstellung getrennt fest. Prüfe für die Gliederung einer Hausarbeit, für das Literaturverzeichnis erstellen und für Quellenangaben richtig zitieren die Unterlagen des jeweiligen Arbeitskontexts. Vergleiche anschließend die gewählte Darstellung mit Bild, Fundstelle und den tatsächlich festgehaltenen Angaben.
Ermittle die für den Arbeitskontext verlangte Darstellung in den dafür maßgeblichen Unterlagen, bevor du eine der Zitierweisen auswählst. Prüfe dann, ob etwa die deutsche Zitierweise oder die Harvard-Zitierweise dort vorgesehen ist und ob die Angaben zur konkreten Fundstelle passen.
Schritt für Schritt von der Fundstelle zum Ergebnis
Der Ablauf beginnt mit der Auswahl eines konkreten Bildes. Notiere zuerst, auf welcher Plattform du es gefunden hast, und öffne anschließend die Bildseite. Das Ergebnis dieses Schritts ist eine eindeutige Arbeitsgrundlage: ein Bild, eine Fundstelle und eine zugehörige Seite.
- Frage festlegen: Schreibe einen Satz wie: Welche Lizenzangabe ist auf dieser Bildseite sichtbar? Ergebnis: eine eng begrenzte Prüfungsfrage.
- Quelle sichern: Halte den Titel der wb-web-Quelle und die Bildseite getrennt fest. Ergebnis: zwei klar unterscheidbare Fundstellen.
- Angaben erfassen: Übertrage Plattformname, Bildtitel, Urheberangabe, Lizenzbezeichnung und Fundort nur dann, wenn sie tatsächlich vorliegen. Ergebnis: eine Rohnotiz ohne Ergänzungen.
- Kriterien anwenden: Vergleiche die Rohnotiz mit der Beschreibung der direkten Quelle. Bei der in Deutschland betriebenen CC-0-Plattform prüfst du, ob das Bild dort verzeichnet ist. Bei Pixabay prüfst du, ob die eigene Pixabay License angezeigt wird.
- Einschränkungen markieren: Wenn Personen abgebildet sind, wird die von der Quelle genannte mögliche Einschränkung ausdrücklich notiert. Ergebnis: eine getrennte Anmerkung zur Aussagegrenze.
- Nachweis formulieren: Führe die sichtbaren Angaben zu einem Bildnachweis zusammen: Plattform, Bildtitel, Urheberangabe, Fundstelle und Lizenzhinweis. Eintrag: Bildnachweis: [Plattform], „[Bildtitel]“, [Urheberangabe], Bildseite: [Fundstelle], Lizenzhinweis: [sichtbare Lizenzbezeichnung], abgerufen am [Datum]. Fehlt eine Angabe, bleibt sie als offene Prüfung markiert. Ergebnis: ein Nachweis, der die auf der Bildseite festgehaltenen Angaben bündelt.
- Offene Punkte prüfen: Wenn Lizenztext, Urheberhinweis oder Fundstelle nicht eindeutig vorliegen, formuliere eine konkrete Prüfhandlung. Ergebnis: keine unbelegte Ergänzung, sondern eine klar benannte offene Aufgabe.
Die Methode kann in eine Planung zu den Methoden wissenschaftlicher Arbeiten eingeordnet werden, ohne die Bildquelle selbst zu einer Forschungsmethode umzudeuten. Auch die Unterscheidung qualitative und quantitative Forschung beantwortet nicht automatisch die Frage nach dem Bildnachweis. Sie darf nur dann erwähnt werden, wenn die eigene Fachfrage diese Unterscheidung tatsächlich benötigt und dafür eine passende Quelle vorliegt.
Halte fest, ob das Bild analysiert, veranschaulichend eingesetzt oder als fremdes Material dokumentiert wird. Prüfe zusätzliche Anforderungen für diesen Zweck anhand der maßgeblichen Unterlagen. Im Ergebnis werden nur der gewählte Zweck, Bild, Fundstelle, Lizenztext und die festgehaltene Aussagegrenze benannt.
Dokumentiere Übernahmen und Belege so, dass die eigene Prüfung nachvollziehbar bleibt. Für die Arbeit zu Plagiat vermeiden werden Bild, Fundstelle, Lizenztext und Aussagegrenze getrennt geprüft; weitergehende Rechtsaussagen werden nur mit einem passenden direkten Beleg aufgenommen.
Kurzes Beispiel für eine eigene Bildprüfung
Eine Studentin prüft für ihre Hausarbeit ein Foto auf Pixabay, auf dem eine Person zu sehen ist. Sie öffnet die Bildseite und schreibt nur Angaben auf, die dort angezeigt werden: Plattform, Bildtitel, Urheberangabe, Bildseite und Lizenzhinweis.
Für ihre Notiz führt sie diese Angaben in einer festen Reihenfolge zusammen. Als vollständig ausgefülltes, ausdrücklich fiktives Beispiel notiert sie: Bildnachweis: Pixabay, „Abendlicht am Fenster“, Lena Beispiel, Bildseite: https://beispiel.invalid/bild/abendlicht, Lizenzhinweis auf der Bildseite: Pixabay License, abgerufen am 31. August 2026. Sämtliche Angaben in diesem Muster sind erfunden und stehen nicht für ein tatsächliches Foto oder eine tatsächliche Bildseite.
Für das ausgewählte Foto setzt sie nur die auf der Bildseite sichtbaren Angaben ein, statt fehlende Angaben zu ergänzen. Sie hält zusätzlich fest, dass die Quelle Pixabay als Plattform aus Ulm beschreibt und seit Januar 2019 auf eine eigene Pixabay License verweist. Weil auf dem Foto eine Person zu sehen ist, notiert sie getrennt die in der Quelle angesprochene mögliche Einschränkung bei Persönlichkeitsrechten abgebildeter Personen.
Ihr Ergebnis ist keine pauschale Freigabe. Der Bildnachweis benennt das konkret geprüfte Foto und seine Fundstelle; die Lizenzangabe und die mögliche Einschränkung bleiben getrennte Punkte ihrer Prüfung.
So zeigt das Beispiel einen ausformulierten Nachweis, ohne für andere Plattformen oder andere Bilder zusätzliche Aussagen abzuleiten.

Qualität, Abgrenzung und formale Prüfung
Am Ende wird zunächst die fachliche Prüfung abgeschlossen. Stelle fest, ob die Fachfrage als einzelner, verständlicher Satz vorliegt. Prüfe danach, ob die direkte Quelle genannt und für die betreffende Aussage ausgewertet wurde. Vergleiche anschließend jedes Kriterium mit dem vorhandenen Material: Plattform, konkrete Bildseite, Lizenztext, Urheberangabe, Verwendungszweck und mögliche Einschränkung.
- Fachfrage: Ist klar, welche Information zur Bildquelle geprüft werden soll?
- Direkte Quelle: Ist die wb-web-Quelle von der konkreten Bildseite unterschieden?
- Kriterien: Werden Lizenzbezeichnung und mögliche Einschränkungen getrennt betrachtet?
- Material: Sind nur sichtbare Angaben oder ausdrücklich aus der direkten Quelle entnommene Informationen aufgenommen?
- Arbeitsschritt: Ist der Vergleich zwischen Bildseite und Quellenbeschreibung für eine andere Person nachvollziehbar?
- Ergebnis: Gibt der Nachweis ausschließlich geprüfte Angaben wieder?
- Nachvollziehbarkeit: Können Bild und Fundstelle anhand der Notiz wiedergefunden werden?
- Aussagegrenze: Ist erkennbar, ob eine Aussage nur für die beschriebene Plattform, den genannten Bildbestand oder den sichtbaren Lizenzhinweis gilt?
Danach folgt die inhaltliche Abgrenzung. Suche nach unbelegten Aussagen über allgemeine Pflichten, Rechtsfolgen, Institutionen, Fristen oder verbindliche Formen. Entferne solche Aussagen oder ersetze sie durch eine konkrete Prüfhandlung. Ermittle formale Anforderungen für den eigenen Arbeitskontext in den dafür maßgeblichen Unterlagen und gleiche sie nicht mit ungesicherten Annahmen ab.
Erst nach dieser Abgrenzung erfolgt die formale Prüfung. Kontrolliere, ob Bildnachweis, Fundstelle und Lizenzangabe in der gewählten Darstellung zusammenpassen. Prüfe außerdem anhand der maßgeblichen Unterlagen, wo der Nachweis im eigenen Text stehen soll. Halte das Ergebnis dieser Prüfung getrennt von den Angaben zur Bildquelle fest.
Zum Schluss wird die Aussagegrenze nochmals sichtbar formuliert. Die beschriebene CC-0-Regelung darf nur dem von der Quelle genannten Plattformbestand zugeordnet werden. Bei Pixabay werden die Lizenzangabe und mögliche Einschränkungen für das konkrete Foto getrennt betrachtet. Fehlt ein eindeutiger Hinweis, lautet das Ergebnis nicht eine Vermutung. Stattdessen wird festgehalten, dass Fundstelle und Lizenztext erneut geprüft werden müssen.
Eine formale Kontrolle ersetzt dabei nicht die fachliche Prüfung. Zuerst muss feststehen, welche Frage beantwortet werden soll und welche Quelle dafür herangezogen wurde. Danach wird kontrolliert, ob Material, Arbeitsschritt und Ergebnis zusammenpassen. Erst wenn diese Kette nachvollziehbar ist, wird die Darstellung abschließend auf Vollständigkeit und klare Aussagegrenzen geprüft.
Quellen und Stand
- Wo finde ich kostenlose Bilder?: Medien: Material: wb-web: wb-web.de (geprüft am 2026 bis 08 bis 31)
Die Einordnung „Quellenangabe bei Bildern nachvollziehbar anwenden“ berücksichtigt außerdem „einordnen“.