Quellenangabe aus dem Internet verständlich anwenden
Quellenangabe aus dem Internet
Nenne eine Internetquelle nicht nur, sondern ordne sie einer konkreten Frage zu und überlege, woran du später prüfst, ob deine Aussage stimmt.
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Literaturverzeichnis: Muster für APA und Harvard
Die Angabe aus dem Internet auf der einen Seite, fünf fertige Zeilen auf der anderen: Buch, Sammelbandbeitrag, Zeitschriftenaufsatz, Internetquelle und KI-Quelle, jede nach APA und nach Harvard. Du ersetzt die eckigen Klammern und löschst die Zitierweise, die für dich nicht zählt. Keine Anmeldung.
Von der Internetquelle zur klaren Frage
Eine Quellenangabe aus dem Internet verweist auf eine Webseite, auf die für eine Veröffentlichung zurückgegriffen wurde. Es reicht deshalb nicht, dass eine Webadresse sichtbar wird. Ordne die Quelle einer konkreten Frage zu und lege fest, was du daran überprüfen willst. Eine passende Frage lautet etwa: Welche Aussage soll aus der Webseite übernommen, zusammengefasst oder anhand eines Bildes belegt werden? Das kann dann ein klar abgegrenzter Textabschnitt, eine beschriftete Abbildung oder eine dokumentierte Zusammenfassung sein.
Quellenangaben machen sichtbar, woher eine Information stammt. Sie zeigen aber nicht, dass die Information richtig ist. Trenne deshalb die Herkunftsangabe von der inhaltlichen Prüfung. Notiere zuerst, welche Aussage von der Internetseite stammt. Prüfe danach, ob dein eigener Satz genau diese Aussage wiedergibt oder darüber hinausgeht.
Wenn du wissenschaftliches Schreiben lernen willst, ist diese Trennung ein wichtiger Baustein. Sie hilft auch beim Planen der Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit, weil die Quelle dann an eine Aussage und ihre Verwendung gebunden ist. Wenn du eine Hausarbeit schreiben oder eine Masterarbeit schreiben möchtest, kannst du dieselbe Logik auf einzelne Webseiten, Bilder oder andere Informationsobjekte anwenden.
Eine Übernahme musst du kenntlich machen, wenn du etwas zitierst, zusammenfasst oder ein Bild beziehungsweise ein anderes Multimediaobjekt verwendest. Das gilt für Schule und Universität. Auf eine bestimmte Hochschule, einen bestimmten Studiengang oder eine örtliche Vorgabe darfst du es nicht einfach übertragen.
Ein allgemeiner Überblick ist noch kein fertiges Ergebnis. Formuliere deshalb deine Frage, bestimme die konkrete Übernahme und überlege, woran du die Antwort später prüfst. Fehlt eine wichtige Information zur Vorgabe oder zur verlangten Form, such sie in den offiziellen Unterlagen deines Arbeitskontexts.

Die Bausteine in sinnvoller Reihenfolge
Beginne mit der Frage zur Quellenangabe aus dem Internet. Schreibe in einem Satz auf, welche Information oder welches Objekt du untersuchen willst. Bei der Entwicklung der Frage kann dir Forschungsfrage formulieren helfen. Danach bestimmst du die Quelle: die konkrete Webseite, den konkreten Artikel, das konkrete Bild oder das andere Informationsobjekt, auf das du dich beziehst.
Als Nächstes klärst du, welche Kriterien gelten. Dazu gehören die Vorgaben deines Arbeitsauftrags und die gewählte Form der Quellenangabe. Ein Zitierstil regelt, wie Quellenangaben gemacht werden. Finde deshalb heraus, welche Angaben verlangt sind, bevor du deinen Eintrag formulierst. Eine Quellenangabe kann direkt am Objekt stehen oder in einem gesonderten Quellen- beziehungsweise Literaturverzeichnis erscheinen.
Ordne anschließend dein Material. Trenne die bibliografischen Angaben von deinem eigenen Material: Quelle, verwendete Aussage, übernommenes Objekt, eigene Formulierung und Prüfnotiz. Für die Übersicht kann ein Literaturverzeichnis erstellen hilfreich sein. Bei der Wahl zwischen Zitierweisen, deutsche Zitierweise und Harvard-Zitierweise zählt die Vorgabe deines Arbeitsauftrags. Nimm keine Regel an, die nicht in deinen Unterlagen steht.
Danach schreibst du: entweder ein Zitat, eine eigenständige Zusammenfassung oder eine Beschreibung des verwendeten Bildes beziehungsweise Multimediaobjekts. Baue die Aussage in eine wissenschaftliche Argumentation ein und kennzeichne, welchen Teil die Quelle trägt. Eine Gliederung einer Hausarbeit kann zeigen, an welcher Stelle die Internetquelle verwendet wird.
Zum Schluss prüfst du das Ergebnis. Vergleiche den fertigen Satz mit der Quelle. Frage dich, ob die Quellenangabe die Herkunft nennt, ob dein Text über die Quelle nicht hinausgeht und ob die Form zum gewählten Zitierstil passt. Die Angabe verweist auf die Herkunft und ist kein Beweis dafür, dass der Inhalt stimmt.
Schritt für Schritt von der Quelle zum Ergebnis
- Frage festlegen: Formuliere die konkrete Frage, die du mit der Webseite bearbeiten willst. Sie sollte in einem einzelnen Satz Platz haben.
- Quelle sichern: Bestimme die Webseite oder das Informationsobjekt, auf das du dich beziehst. Es sollte eine eindeutig zugeordnete Quelle sein, nicht nur ein Thema.
- Kriterien ermitteln: Lies den Arbeitsauftrag und die maßgebliche Vorgabe für die Quellenangabe. Notiere kurz, welche Angaben und welche Darstellungsform verlangt sind.
- Material ordnen: Trenne Quelle, verwendete Aussage, eigene Formulierung und Nachweis. So vermischst du Herkunft und Bearbeitung nicht.
- Schreiben: Übernimm die Aussage als Zitat, fasse sie eigenständig zusammen oder kennzeichne das verwendete Bild beziehungsweise Multimediaobjekt.
- Quellenangabe einfügen: Setze den Nachweis direkt am Objekt oder ordne ihn dem Quellen- beziehungsweise Literaturverzeichnis zu. So ist die Verbindung zwischen Übernahme und Herkunft sichtbar.
- Aussage kontrollieren: Vergleiche deinen Satz mit der Quelle. Am Ende steht entweder eine belegte, abgegrenzte Aussage oder eine konkrete Korrektur.
Für die fachliche Einordnung können Methoden wissenschaftlicher Arbeiten sowie qualitative und quantitative Forschung passende Orientierungspunkte sein, wenn sie zu deinem Arbeitsauftrag gehören. Füge aber keine Methode hinzu, die sich nicht aus der Quelle oder den geltenden Kriterien ergibt.
Beim abschließenden Überarbeiten hilft dir Quellenangaben richtig zitieren, die Zuordnung zu kontrollieren. Der Zweck bleibt derselbe: Die Herkunft der Information soll nachvollziehbar sichtbar sein. Über die inhaltliche Richtigkeit sagt die Quellenangabe nichts.
Ein kurzes durchgängiges Beispiel
Eine Studentin fragt sich: Welche Aussage einer bestimmten Webseite soll in einem Abschnitt ihrer Arbeit verwendet werden? Sie öffnet die Internetquelle und markiert einen kurzen Abschnitt, den sie in eigenen Worten zusammenfassen möchte. In ihrer Notiz trennt sie vier Dinge: die Webseite als Herkunft, die markierte Aussage, ihre eigene Zusammenfassung und die Stelle, an der der Nachweis erscheinen soll.
Danach prüft sie den Arbeitsauftrag und stellt fest, welche Form der Quellenangabe verlangt wird. Sie erfindet keine Vorgabe, sondern ordnet den Nachweis dem verwendeten Abschnitt zu. Ihr eigener Satz bleibt beim Inhalt der markierten Stelle. Eine weitergehende Schlussfolgerung übernimmt sie nicht, weil die Quelle dafür nichts hergibt.
Am Ende hat sie einen abgegrenzten Absatz mit sichtbarer Quellenangabe und eine Notiz, die die Quelle festhält. Danach fragt sie: Passt der Satz zur markierten Aussage? Ist die Herkunft eindeutig zugeordnet? Entspricht die Form dem gewählten Zitierstil? Fehlt eine Antwort, notiert sie eine konkrete Aufgabe, statt etwas anzunehmen.
Wer dieses Beispiel auf Plagiat vermeiden ausrichtet, prüft vor allem, ob die eigene Zusammenfassung als Übernahme erkennbar bleibt. Das Beispiel nennt keine Hochschulregel, keine Frist und keine Voraussetzung. Es zeigt nur den Weg von der Frage über die Quelle bis zur gesicherten Aussage.

Inhaltliche und formale Prüfung
Führe am Ende zwei getrennte Prüfungen durch. Die inhaltliche Prüfung untersucht den Inhalt. Die formale Prüfung untersucht die Darstellung der Quellenangabe.
Inhaltliche Prüfung:
- Ist die Frage konkret formuliert?
- Ist die Webseite oder das verwendete Informationsobjekt eindeutig bestimmt?
- Ist die übernommene Aussage von deiner eigenen Formulierung getrennt?
- Trägt die Quelle genau den Satz, den du daraus ableitest?
- Gibt dein Text nur den belegten Umfang wieder?
- Wird die Quellenangabe nicht als Beweis für die Richtigkeit der Information dargestellt?
- Ist ein allgemeiner Überblick klar von einem fertigen Ergebnis unterschieden?
Formale Prüfung:
- Sind die nach dem Arbeitsauftrag geltenden Angaben vollständig ermittelt?
- Ist der Nachweis direkt am Objekt oder im vorgesehenen Quellen- beziehungsweise Literaturverzeichnis zugeordnet?
- Wurde der ausgewählte Zitierstil konsequent angewendet?
- Stimmen Quelle, verwendete Aussage und Nachweis miteinander überein?
- Wurde für ein Zitat, eine Zusammenfassung, ein Bild oder ein anderes Multimediaobjekt eine passende Herkunftsangabe vorgesehen?
Eine Quellenangabe kann ausführlicher sein, wenn zusätzliche Angaben vorhanden sind. Ob Reihenfolge, Klammern oder Kommas in deinem Arbeitsauftrag festgelegt sind, siehst du in den maßgeblichen Unterlagen. Fehlende Angaben holst du direkt aus der Quelle oder aus der geltenden Vorgabe. Schreibe keiner Stelle eine Zuständigkeit zu, wenn die Unterlagen das nicht ausdrücklich belegen.
Erst wenn du Frage, Quelle, Kriterien, Material und Nachweis einzeln geprüft hast, bist du fertig. Bleibt ein Punkt offen, notiere, was noch fehlt.
Belege und Stand
- Quellennachweise: lernen mit Serlo!: de.serlo.org (geprüft am 2026-08-30)
- Quellenangabe, Wikipedia: de.wikipedia.org (geprüft am 2026-08-30)