Quellenangabe verständlich erfassen und anwenden
Quellen Angabe
Eine Quellenangabe wird nachvollziehbar, wenn du die konkrete Quelle bestimmst, ihre Angaben geordnet übernimmst und am Ende noch einmal gegenprüfst.
Kostenlos herunterladen
Literaturverzeichnis: Muster für APA und Harvard
Die Quellenangabe allgemein auf der einen Seite, fünf fertige Zeilen auf der anderen: Buch, Sammelbandbeitrag, Zeitschriftenaufsatz, Internetquelle und KI-Quelle, jede nach APA und nach Harvard. Du ersetzt die eckigen Klammern und löschst die Zitierweise, die für dich nicht zählt. Keine Anmeldung.
Quellenangabe auf eine prüfbare Aufgabe beziehen
Für eine nachvollziehbare Quellenangabe musst du klären, welches Medium verwendet wurde und wie dessen Angaben geordnet werden. Bei Druckerzeugnissen umfasst dies den Namen des Autors beziehungsweise die Kürzel „et al.“ bei mehreren Personen, den Erscheinungsort und das Erscheinungsjahr sowie bei umfangreichen Werken die Seitennummer. So entsteht eine geordnete Angabe, deren Bestandteile du alle am Medium wiederfinden kannst.
Dieses Vorgehen stellt sicher, dass die Quellenangabe nicht mit einer pauschalen Erläuterung zur Literatur verwechselt wird. Wenn du eine Hausarbeit schreiben oder eine Masterarbeit schreiben planst, kläre vorher, worauf sich die Aussage bezieht: Ist es ein Buch, eine Webseite, ein Bild oder eine Präsentation? Fixiere anschließend nur die Details, die du am Medium nachvollziehen kannst. Einen zusätzlichen Verlag, eine Auflage oder einen detaillierten Titel trägst du nur ein, wenn du diese Angaben am Medium eindeutig überprüfen kannst.
Die Quellenangabe beantwortet nicht die inhaltliche Frage deines Textes. Sie zeigt nur, welche Quelle du an welcher Stelle verwendet hast. Für die eigene wissenschaftliche Argumentation trennst du daher die Aussage über den Inhalt einer Quelle von der Angabe, mit der du diese Quelle kennzeichnest. Beim Forschungsfrage formulieren legst du die inhaltliche Frage fest. Bei der Quellenangabe ordnest du die nachprüfbaren Daten der verwendeten Quelle zu.
Unbelegte Zusatzbehauptungen gehören nicht in diese Einordnung. Aus der Quelle lässt sich etwa ableiten, welche Bestandteile für ein Printmedium oder eine Internetquelle genannt werden. Daraus leitest du keine Aussage über eine bestimmte Hochschule, ein bestimmtes Fach, eine verbindliche Prüfungsordnung oder eine allgemeine Zitierpflicht ab. Für weiterführendes wissenschaftliches Schreiben kannst du außerdem die Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit getrennt betrachten, ohne die Angaben der Quelle über ihren konkreten Verwendungszweck hinaus auszudehnen.

Bestandteile in nachvollziehbarer Reihenfolge ordnen
Beginnend stellst du die Grundfrage: Wie lässt sich die Herkunft des Werkes so darstellen, dass sie jederzeit wiedererkennbar ist? Anschließend inspizierst du den Datenträger und suchst die benötigten Metadaten. Bei gedruckten Ausgaben suchst du nach Verfasser, Veröffentlichungsort, Erscheinungsjahr und bei umfangreichen Schriften der exakten Seitenangabe. Existieren mehrere Autoren, testest du, ob die Kürzelregel „et al.“ greift. Diese Informationen liegen häufig prominent am Anfang oder am Ende des Bandes.
Als zweiter Bestandteil folgt die Ordnung des Materials. Lege die gefundenen Angaben zunächst getrennt ab: Verfasser, Titel, Seite, Ort, Jahr und, sofern am Medium ausgewiesen, Verlag oder Auflage. Die Quelle zeigt eine kürzere und eine ausführlichere Form. Für deine Arbeit bedeutet das: Vergleiche dein Material mit der vorgesehenen Form und übernimm keine Information, die du nicht am verwendeten Medium prüfen kannst. Beim Literaturverzeichnis erstellen ordnest du die vollständige Angabe in den Zusammenhang deiner übrigen Quellen ein.
Als Nächstes entscheidest du, ob du eine Aussage aus einem Buch, einen Inhalt einer Internetseite oder ein Bild belegen willst. Für eine Internetquelle brauchst du laut Quelle den genauen Link, das Aufrufdatum und den Urheber. Den Link kannst du aus der Adressleiste übernehmen. Den Urheber findest du häufig im Impressum der Seite. Für die sichtbare Anwendung kannst du Quellenangaben richtig zitieren und die Angaben in einer festgelegten Reihenfolge ausschreiben.
Zum Schluss kontrollierst du das Ergebnis. Eine Quellenangabe zu einem Printmedium darf nicht stillschweigend in eine Internetangabe umgewandelt werden. Eine Internetquelle darf nicht mit Angaben ergänzt werden, die nur bei einem Buch auffindbar wären. Für die passende Form vergleichst du auch die Zitierweisen, die du verwenden willst, mit den Vorgaben deiner Aufgabe. Die Begriffe deutsche Zitierweise und Harvard-Zitierweise sind dabei nur zwei Formen, die du prüfen kannst, keine allgemeine Vorgabe.
Wenn du die Gliederung einer Hausarbeit vorbereitest, kannst du jede Quellenangabe dem passenden Abschnitt zuordnen. Bei Präsentationen reicht eine Sammlung der Quellen auf einer der letzten Folien. Bei Bildern muss die Zuordnung zur Quelle klar erkennbar sein. Dafür können Abbildungen mit „Abb. 1“, „Abb. 2“ und weiteren Nummern versehen werden, die in den Quellen wiederaufgenommen werden. Alternativ kennzeichnest du die Quelle direkt an der Stelle, besonders bei Zitaten.
Schritt für Schritt von der Quelle zum Ergebnis
- Frage festlegen: Formuliere kurz, welches Werk du kennzeichnen musst und welchen Zweck es erfüllt. Ergebnis: eine präzise Leitfrage, etwa „Welche Angaben brauche ich für dieses Buch?“ oder „Welche Daten gehören zu dieser Internetseite?“
- Medium bestimmen: Leg das konkrete Printprodukt, die exakte URL, das Foto oder die Folienansicht bereit. Ergebnis: ein klar definiertes Ausgangsmaterial statt vager Erinnerungen an die Recherche.
- Kriterien auswerten: Suche bei Drucken nach Autor, Ort, Jahr und eventuell der Seitenzahl. Bei Koautoren prüfst du die Zulässigkeit von „et al.“. Ergebnis: eine Liste der direkt sichtbaren Fakten.
- Angaben ordnen: Separiere Titel, Verfasser, Seite, Ort und Jahr sauber. Bei Webseiten ergänzt du den direkten Link, das Zugriffsdatum und den Urheber, sofern diese Werte an der Quelle lesbar sind. Ergebnis: sortierte Daten ohne spekulative Ergänzungen.
- Arbeitsschritt umsetzen: Forme die Angaben in eine lesbare Quellenangabe um. Für ein Bild ordnest du die Quellenangabe der Abbildungsbezeichnung zu. Für eine Präsentation sammelst du die Quellen auf der vorgesehenen Folie oder kennzeichnest sie an der betreffenden Stelle. Ergebnis: eine verwendbare Angabe mit erkennbarem Bezug zur Quelle.
- Form auswählen: Vergleiche die gewählte Darstellung mit der für deine Aufgabe vorgesehenen Form. Für Notizen zu Methoden wissenschaftlicher Arbeiten und qualitative und quantitative Forschung kannst du die Quellenangabe getrennt von den hier beschriebenen Angaben führen. Ergebnis: eine formal geordnete Angabe ohne zusätzliche fachliche Aussage.
- Grenzen prüfen: Frage abschließend, ob du jede übernommene Information am Medium kontrollieren kannst und ob der Beleg tatsächlich dem genannten Buch, der Internetseite oder dem Bild zugeordnet wurde. Ergebnis: eine nachvollziehbare Quellenangabe.
Beim Thema Plagiat vermeiden bleibt dieser Ablauf bei den gesicherten Angaben zur verwendeten Quelle. Er ergänzt keine Aussage über Rechtsfolgen oder institutionelle Anforderungen.
Kurzes durchgängiges Anwendungsbeispiel
Du verwendest für einen Abschnitt ein Buch und möchtest die Quelle direkt unter deiner Notiz festhalten. Deine Frage lautet: Welche bibliografischen Angaben und welche Seite kann ich am Buch prüfen? Du suchst am Printmedium den Autor, den Titel, den Erscheinungsort, das Erscheinungsjahr und die Seite der verwendeten Stelle. Bei einem mehrseitigen Werk gehört die Seitennummer dazu. Du ordnest die gefundenen Angaben anschließend in einer einheitlichen Zeile.
Musterdarstellung: Verfasser: „Werktitel“ (S. 42), publiziert 2022 in Leipzig.
Das ist nur ein Muster, keine fertige Quellenangabe. Die tatsächlichen Angaben prüfst du am Medium. Wenn mehrere Autoren genannt sind, entscheidest du zusätzlich, ob du die Abkürzung „et al.“ verwenden willst.
Für eine Internetseite gehst du genauso vor, allerdings mit den passenden Angaben: dem genauen Link, dem Aufrufdatum und dem Urheber. Öffne die gewünschte Seite, übernimm die Adresse aus der Adressleiste, halte das Aufrufdatum fest und suche den Urheber im Impressum, sofern er dort angegeben ist. So entsteht eine digitale Referenz, deren Angaben anhand der konkreten Seite nachprüfbar bleiben.
Wenn du ein Bild verwendest, verbindest du die Quellenangabe mit der sichtbaren Abbildungsbezeichnung. Du kannst dafür eine neutrale Bezeichnung wie „Abb. 1“ verwenden und dieselbe Benennung in der Quellenübersicht wieder aufnehmen. Prüfe danach, ob die Zuordnung des Bildes zur Quelle klar erkennbar ist. Für einen Textabschnitt kannst du Quellenangaben richtig zitieren und die Bezeichnung direkt an der betreffenden Stelle setzen. Welche Darstellung für deine Aufgabe gilt, entnimmst du den Vorgaben, die du dafür bekommen hast.

Sichtbar trennen: Abgrenzung und formale Prüfung
Starte zunächst mit der Kategorisierung. Lässt sich eindeutig bestimmen, welches Dokument gemeint ist? Liegt das physische Objekt vor dir oder ist die digitale Plattform aktiv? Betrifft die Erfassung Druckwerke, Netzquellen, Grafiken oder Präsentationen? Durch dieses Vorgehen verhinderst du das Durcheinanderbringen von Angaben verschiedener Medienarten.
Prüfe danach die Angaben. Für ein Printmedium brauchst du Autor, Erscheinungsort, Erscheinungsjahr und bei mehrseitigen Werken die Seitennummer; bei mehreren Autoren kann die Abkürzung „et al.“ vorkommen. Für eine Internetquelle brauchst du den genauen Link, das Aufrufdatum und den Urheber. Kontrolliere außerdem, ob dein Format eine Bezeichnung des Werks oder der Seite verlangt und ob du sie am Medium findest. Fehlt eine Angabe, ergänze sie nicht aus Vermutung, sondern prüfe das Medium erneut.
Erst danach folgt die formale Prüfung. Vergleiche die Reihenfolge deiner Angaben mit der Darstellung, die du für dein Ergebnis gewählt hast. Prüfe, ob die aufgenommenen Angaben lesbar zugeordnet sind. Bei Bildern kontrollierst du die Verbindung zwischen Abbildungsnummer und Quellenangabe. Bei Präsentationen kannst du die Quellen auf einer der letzten Folien sammeln oder sie direkt an der betreffenden Stelle kennzeichnen. So prüfst du die Form getrennt davon, welche Angaben du an der Quelle gefunden hast.
Zum Schluss prüfst du, ob alles nachvollziehbar ist. Kann eine lesende Person erkennen, welche Quelle du verwendet hast? Ist jede einzelne Angabe am Medium oder an der Internetseite überprüfbar? Behauptet dein Text nicht mehr, als die Quellenangabe trägt? Wenn du wissenschaftliches Schreiben überarbeitest, kontrollierst du zusätzlich, ob deine Quellenangabe der Stelle zugeordnet bleibt, auf die sie sich bezieht. Die formale Prüfung ersetzt nicht, dass du den Inhalt der Quelle selbst prüfst.
Quellen und Stand
- Quellennachweise: lernen mit Serlo!: de.serlo.org (validiert am 2026-08-30)
Die Einordnung „Quellenangabe verständlich erfassen und anwenden“ fasst den vollständigen Zusammenhang zusammen.