Wie sich Hausarbeit, Seminararbeit und Facharbeit unterscheiden
Anlass, Umfang und Bewertung der drei Textsorten im Blick
Die drei Bezeichnungen werden nicht überall gleich verwendet. Häufig liegt der Unterschied im Entstehungskontext: Eine Facharbeit entsteht meist in der Schule, eine Seminararbeit oft in einer Lehrveranstaltung, und eine Hausarbeit kann als eigenständige Prüfungsleistung verfasst werden.
Facharbeit: wissenschaftliches Arbeiten in der Schule
Facharbeiten werden meist in der gymnasialen Oberstufe verfasst. Ob sie eine Klausur ersetzen, ist häufig von Schule, Bundesland und Fach abhängig; auch den Umfang legen die jeweiligen Vorgaben fest.
Formale Anforderungen wie Deckblatt, Inhaltsverzeichnis, Zitierweise und Literaturverzeichnis stehen häufig im Mittelpunkt. Ob ein eigener Erkenntnisgewinn erwartet wird und wie eng die Betreuung erfolgt, regeln Schule und Fach; einen einheitlichen Maßstab gibt es dafür nicht.

Seminararbeit: gebunden an eine Veranstaltung
An Hochschulen ist eine Seminararbeit häufig an ein konkretes Seminar gebunden. Ihr Thema steht meist im Zusammenhang mit den Sitzungen und kann auf einem gehaltenen Referat aufbauen. Den Umfang regelt das jeweilige Fach.
Der Bewertungsmaßstab richtet sich nach dem jeweiligen Seminar und seinen Vorgaben. Erwartet wird häufig, dass Studierende die dort behandelten Begriffe und Positionen aufgreifen und ihre Arbeit darin verorten. Wer diesen Bezugsrahmen ignoriert, kann trotz einer tragfähigen Argumentation Nachteile in der Bewertung haben.
Hausarbeit: eigenständige Prüfungsleistung
Eine Hausarbeit kann eine eigenständige Prüfungsleistung in einem Modul sein und an ein Seminar gebunden sein, muss es aber nicht. Umfang, Bewertung und Anforderungen richten sich nach der Prüfungsordnung und den Vorgaben des Fachs.
Je nach Fach sind eine präzise Forschungsfrage, eine angemessene Methodik und eine darauf bezogene Schlussfolgerung wichtige Anforderungen. Eine allzu breite Problemstellung lässt sich auf begrenztem Raum häufig nicht angemessen bearbeiten und führt leicht zu einer bloßen Themenübersicht.

Die praktische Unterscheidung
Wenn du unsicher bist, welcher Maßstab gilt, hilft eine einfache Frage: Wer hat das Thema gestellt und woran wird die Arbeit gemessen? Die Antwort geben Aufgabenstellung und Bewertungsvorgaben: Bei Facharbeiten steht häufig die formale Umsetzung im Vordergrund, bei Seminararbeiten der Seminarzusammenhang und bei Hausarbeiten die Bearbeitung einer Fragestellung.
Verbindlich ist in allen drei Fällen das Merkblatt deiner Schule, deines Lehrstuhls oder deines Instituts. Die Vorgaben zu Umfang und Zitierweise unterscheiden sich zwischen Fächern erheblich, und im Zweifel gilt das Papier, nicht die Gewohnheit.
Ein Blick auf die Gewichtung hilft bei der Planung: Ob eine Facharbeit eine Klausur ersetzt oder wie stark eine Hausarbeit in die Modulnote eingeht, hängt von Schule, Studiengang und Prüfungsordnung ab.
Was ein Korrektorat hier bringt
Ein Korrektorat kann die formale und sprachliche Überarbeitung unterstützen. Bei Facharbeiten kann eine sorgfältige Formgestaltung für die Bewertung relevant sein, wenn die Vorgaben sie berücksichtigen.
Beim Korrektorat kostet eine Normseite bei 5 Werktagen 1,90 €, beim Lektorat 4,90 €. Zwölf Normseiten im Korrektorat kosten damit rund 23 Euro. Eine Normseite umfasst 1.800 Zeichen einschließlich Leerzeichen. Die Mindestbestellwerte liegen bei 19 Euro im Korrektorat und 49 Euro im Lektorat. Weiterführend: Facharbeit-Beispiel, Gliederung der Seminararbeit und Einleitung der Hausarbeit.