Ergebnisse in einer Präsentation verständlich darstellen
Ergebnisse in einer Präsentation visualisieren
Eine nachvollziehbare Ergebnisdarstellung verbindet die Art der Daten mit einer passenden Form der Visualisierung. Dieser Leitfaden ordnet Text, Tabelle und Grafik ein und führt die Auswahl an einem neutralen Beispiel durch.
Ergebnisvisualisierung als Teil wissenschaftlicher Kommunikation
Ergebnisse in einer Präsentation visualisieren heißt, Daten für einen Vortrag, einen Artikel, einen Forschungsbericht oder ein Poster darzustellen. Die Ergebnisdarstellung ist damit ein Teil wissenschaftlicher Kommunikation. Nach einem Versuch gehört auch die Vermittlung der Ergebnisse zur Arbeit. Dafür stehen Text, Tabellen und Grafiken als Darstellungsformen zur Verfügung.
Im Studium und beim wissenschaftlichen Schreiben lässt sich diese Aufgabe als Auswahl zwischen diesen Formen verstehen. Die Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit helfen dabei, die Ergebnisdarstellung von anderen Teilen eines Berichts zu unterscheiden. Beim Thema Hausarbeit schreiben oder Masterarbeit schreiben beginnt die Entscheidung mit den vorhandenen Daten: Es ist zu klären, ob eine Textform genügt, eine Tabelle Präzision ermöglicht oder eine Grafik die Darstellung übersichtlicher macht.
Eine Visualisierung ersetzt eine Textdarstellung nicht grundsätzlich. Bei einfachen Daten kann Text ausreichen. Sind Daten umfangreich und ist Präzision wichtig, kann eine Tabelle verwendet werden. Eine Grafik macht umfangreiche Daten übersichtlicher. Bei komplizierten Datenmustern, etwa bei Interaktionen zwischen Faktoren eines Experiments, ist eine Grafik vorzuziehen. Die Einordnung richtet sich daher nach Datenumfang, Präzision und Muster statt nach einem pauschal bevorzugten Diagrammtyp.
Beim Thema Forschungsfrage formulieren wird für die Darstellung geprüft, welches Ergebnis vorliegt. Wissenschaftliche Argumentation bleibt dabei als Begriff erhalten, während vor einem Diagramm die Datenpunkte, die Skalierung der unabhängigen Variable und das zu zeigende Muster geprüft werden. Bei kontinuierlich abgestuften Datenpunkten kann ein Liniendiagramm Trends darstellen; ohne diese Abstufung ist bei nominalskalierter unabhängiger Variable ein Säulendiagramm vorgesehen. So wird die Visualisierung als begründete Form der Ergebnisdarstellung eingeordnet.
Passend dazu findest du weitere Hinweise im Beitrag wissenschaftliches Schreiben.
Passend dazu findest du weitere Hinweise im Beitrag wissenschaftliche Argumentation.

Text, Tabelle und Grafik in einer begründeten Reihenfolge wählen
Der Aufbau einer Ergebnisvisualisierung folgt der Frage, welche Form zu den vorliegenden Daten passt. Für einfache Daten kann eine Darstellung im Text ausreichen. Bei umfangreicheren Daten ist zu entscheiden, ob die Genauigkeit eine Tabelle nahelegt. Eine Grafik kann umfangreiche Daten übersichtlicher zeigen; bei komplizierten Datenmustern ist sie die passende Darstellungsform. Damit beginnt der Aufbau bei den Daten und nicht bei einem vorab festgelegten Diagramm.
- Daten einordnen: Bestimme, ob die Daten einfach oder umfangreich sind und ob ein kompliziertes Muster erkennbar ist. Ergebnis: eine Grundlage für die Wahl zwischen Text, Tabelle und Grafik.
- Textform abwägen: Prüfe bei einfachen Daten, ob eine textliche Darstellung genügt. Ergebnis: eine Darstellung im Text oder die Entscheidung, eine weitere Form zu nutzen.
- Tabelle wählen: Bei umfangreichen Daten prüfst du, ob die Präzision mit einer Tabelle dargestellt werden soll. Ergebnis: eine tabellarische Darstellung der Daten.
- Grafik bestimmen: Prüfe bei umfangreichen oder komplizierten Datenmustern die grafische Darstellung. Ergebnis: eine Grafik, die das Datenmuster übersichtlicher zeigt.
- Diagrammart entscheiden: Untersuche, ob die Datenpunkte kontinuierlich abgestuft sind oder ob ein Zusammenhang zwischen Datenpunkten betont werden soll. Ergebnis: die Wahl eines Linien- oder Säulendiagramms.
Ein Liniendiagramm dient dazu, Trends darzustellen, wenn die Datenpunkte eine kontinuierliche Abstufung bilden; die unabhängige Variable ist dafür mindestens ordinalskaliert. Fehlt diese Abstufung bei einer nominalskalierten unabhängigen Variable, ist ein Säulendiagramm die entsprechende Wahl. Werden mehrere Datenreihen in einer Grafik gezeigt und ihr Zusammenhang soll hervortreten, kann auch bei nominalskalierter unabhängiger Variable ein Liniendiagramm verwendet werden.
Beim Thema Gliederung einer Hausarbeit, Literaturverzeichnis erstellen, Quellenangaben richtig zitieren, Zitierweisen, deutsche Zitierweise und Harvard-Zitierweise richtet sich die Auswahl der Darstellungsform weiterhin nach den vorliegenden Daten. Maßgeblich sind Datenumfang, Präzision, Datenmuster und die Skalierung der unabhängigen Variable. So bleibt die Entscheidung nachvollziehbar auf die Darstellung der Ergebnisse bezogen.
Ablauf von den Daten bis zur passenden Darstellung
- Ergebnisse sichten: Lies die Daten und ordne sie als einfach, umfangreich oder als kompliziertes Datenmuster ein. Ergebnis: eine Beschreibung, welche Darstellungsform geprüft werden soll.
- Textform prüfen: Prüfe bei einfachen Daten, ob eine Darstellung im Text genügt. Ergebnis: eine Textdarstellung oder die Entscheidung für Tabelle oder Grafik.
- Präzision prüfen: Bei umfangreichen Daten prüfst du, ob eine Tabelle für die präzise Darstellung verwendet wird. Ergebnis: eine Tabelle oder die weitere Prüfung einer Grafik.
- Grafik wählen: Prüfe bei umfangreichen Daten oder komplizierten Mustern, ob eine Grafik die Daten übersichtlicher darstellt. Ergebnis: eine grafische Form der Ergebnisdarstellung.
- Abstufung untersuchen: Ermittle, ob die Datenpunkte kontinuierlich abgestuft sind und die unabhängige Variable mindestens ordinalskaliert ist. Ergebnis: Ein Liniendiagramm kann Trends darstellen.
- Alternative abgrenzen: Liegt keine kontinuierliche Abstufung vor und ist die unabhängige Variable nominalskaliert, prüfe ein Säulendiagramm. Ergebnis: ein Säulendiagramm als passende Diagrammart.
- Ausnahme prüfen: Prüfe, ob der Zusammenhang bestimmter Datenpunkte betont werden soll, beispielsweise bei mehreren Datenreihen in einer Grafik. Ergebnis: In diesem Fall kann auch bei nominalskalierter unabhängiger Variable ein Liniendiagramm gewählt werden.
Für die Wahl wird hier mit Datenmerkmalen gearbeitet. Die Begriffe Methoden wissenschaftlicher Arbeiten sowie qualitative und quantitative Forschung werden im Ablauf nicht weiter erläutert. Der Ablauf stützt sich auf die Einordnung der Daten, die gewünschte Präzision, komplizierte Muster, die Abstufung der Datenpunkte und die Skalierung der unabhängigen Variable. Dadurch bleibt jeder Schritt auf die Wahl von Text, Tabelle, Grafik oder Diagrammtyp bezogen.
Zum Abschluss vergleichst du die gewählte Form erneut mit den Merkmalen der Daten. Eine Textform kann bei einfachen Daten genügen. Bei umfangreichen Daten kann eine Tabelle gewählt werden, wenn Präzision wichtig ist. Eine Grafik ist für umfangreiche Daten übersichtlicher und bei komplizierten Datenmustern vorzuziehen. Für den Diagrammtyp entscheidet anschließend, ob die Datenpunkte kontinuierlich abgestuft sind oder ob bei mehreren Datenreihen ein Zusammenhang hervorgehoben werden soll. Ergebnis: eine Darstellungsentscheidung, die sich aus den genannten Datenmerkmalen ergibt.
Ein kurzes Beispiel für eine durchgängige Entscheidung
Eine Person bereitet eine Präsentation zu einem eigenen Versuch vor. Bei der Sichtung der Ergebnisse zeigt sich, dass mehrere Datenreihen dargestellt werden sollen. Deshalb prüft die Person neben einer Textform auch eine Grafik. Die Datenpunkte haben keine kontinuierliche Abstufung; die unabhängige Variable ist nominalskaliert. Zunächst spricht diese Einordnung für ein Säulendiagramm.
Dann betrachtet die Person den Zweck der Grafik. Sie möchte den Zusammenhang zwischen Datenpunkten aus den mehreren Datenreihen hervorheben. Für diesen Fall kann sie ein Liniendiagramm wählen, obwohl die unabhängige Variable nominalskaliert ist. Das Beispiel behauptet keinen bestimmten Effekt des Versuchs. Es zeigt nur, wie die Merkmale der Daten und der beabsichtigte Vergleich zur Wahl der Darstellungsform führen.
Die Person vergleicht anschließend die möglichen Formen noch einmal: Eine Textdarstellung kann bei einfachen Daten genügen. Für umfangreiche Daten, bei denen Präzision wichtig ist, kommt eine Tabelle in Betracht. Bei komplizierten Mustern hilft eine Grafik dabei, die Daten übersichtlicher zu zeigen. Im Beispiel führt die fehlende kontinuierliche Abstufung zunächst zum Säulendiagramm; der hervorgehobene Zusammenhang mehrerer Datenreihen eröffnet die genannte Ausnahme mit dem Liniendiagramm.
Beim Arbeitsschritt Plagiat vermeiden bleibt das Beispiel bei der Auswahl der Darstellungsform: Die Person prüft Datenumfang, Präzision, Datenmuster und die Abstufung der Datenpunkte. Daraus ergibt sich für ihre Präsentation eine begründete Entscheidung zwischen Text, Tabelle, Säulendiagramm und Liniendiagramm.

Darstellung und Abgrenzung getrennt kontrollieren
Definition prüfen: Kontrolliere, ob du Ergebnisvisualisierung als Darstellung von Daten für Vortrag, Artikel, Forschungsbericht oder Poster beschreibst. Zentrale Merkmale prüfen: Kontrolliere, ob Text, Tabelle und Grafik als verschiedene Darstellungsformen erkennbar sind. Anwendung prüfen: Prüfe, ob die ausgewählte Form zu einfachen Daten, zu umfangreichen Daten mit wichtigem Präzisionsbedarf oder zu komplizierten Datenmustern passt.
Abgrenzung prüfen: Trenne die Auswahl der Darstellungsform von der Wahl des Diagrammtyps. Eine Textform kann bei einfachen Daten ausreichen. Für umfangreiche Daten, bei denen Präzision wichtig ist, kann eine Tabelle verwendet werden; eine Grafik zeigt solche Daten übersichtlicher und ist bei komplizierten Mustern vorzuziehen. Prüfe außerdem, ob ein Linien- und ein Säulendiagramm anhand der Abstufung der Datenpunkte und der Skalierung der unabhängigen Variable unterschieden sind.
Ausnahme prüfen: Ein Liniendiagramm ist zur Darstellung von Trends geeignet, wenn die Datenpunkte kontinuierlich abgestuft sind und die unabhängige Variable mindestens ordinalskaliert ist. Bei nominalskalierter unabhängiger Variable ohne kontinuierliche Abstufung ist ein Säulendiagramm vorgesehen. Soll der Zusammenhang bestimmter Datenpunkte betont werden, etwa bei mehreren Datenreihen in einer Grafik, kann ein Liniendiagramm auch bei nominalskalierter unabhängiger Variable gewählt werden.
Formale Prüfung: Vergleiche abschließend die gewählte Darstellungsform mit dem Datenumfang, dem Bedarf an Präzision und dem vorliegenden Datenmuster. Bei einer Grafik prüfst du zusätzlich, ob die Datenpunkte kontinuierlich abgestuft sind oder ob der Zusammenhang von Datenpunkten hervorgehoben werden soll. Diese Kontrolle betrifft die Auswahl von Text, Tabelle, Grafik sowie Linien- oder Säulendiagramm.
Die Schlussprüfung hält damit zwei Fragen getrennt: Zuerst geht es um die passende Form für die Daten; anschließend um die Abgrenzung zwischen Linien- und Säulendiagramm. So bleiben Definition, Merkmale, Anwendung, Abgrenzung und formale Kontrolle sichtbar voneinander unterschieden.
Quellen und Stand
- Präsentation von Daten – eLearning - Methoden der Psychologie - TU Dresden: methpsy.elearning.psych.tu-dresden.de (geprüft am 2026-08-24)
Zum vollständigen Zusammenhang „Ergebnisse in einer Präsentation verständlich darstellen“ gehören auch „Präsentationen“ und „klar“.