Wie viel Leistungspunkte hat deine Bachelorarbeit?
Nach der Saechsischen Studienakkreditierungsverordnung beträgt
Diese Seite zeigt dir, wie du die Leistungspunkte deiner Bachelorarbeit anhand der richtigen Quellen prüfst, statt dich auf ungeprüfte Zahlen zu verlassen.
Überblick: Leistungspunkte der Bachelorarbeit einordnen
Wenn du die Leistungspunkte deiner Bachelorarbeit prüfen willst, geht es um die Frage, wie viele ECTS-Punkte für die Abschlussarbeit vorgesehen sind und wie du diese Zahl verlässlich findest. Diese Punkte zeigen den Bearbeitungsumfang und fließen in deine Studienplanung ein. Eine bundesweit einheitliche Zahl lässt sich daraus nicht ableiten, denn jedes Bundesland regelt das Leistungspunktesystem in einer eigenen Verordnung, und jede Hochschule legt die genaue Punktzahl zusätzlich in der eigenen Prüfungsordnung fest. Als Beispiel für eine solche Landesregelung gilt die Sächsische Studienakkreditierungsverordnung: Sie legt für die Abschlussarbeit im Bachelor einen Rahmen von sechs bis zu zwölf ECTS-Punkten fest, und für Studiengänge der Freien Kunst erlaubt sie bis zu 20 Punkte. Diese Vorgabe gilt für Sachsen und lässt sich nicht automatisch auf andere Bundesländer oder auf jeden Studiengang übertragen. Wer die Zahl für die eigene Arbeit prüfen will, sollte deshalb richtig vorgehen und zunächst die Landesverordnung, dann die Prüfungsordnung heranziehen, statt eine Zahl aus einem anderen Kontext zu übernehmen. Zur Einordnung hilft ein einfaches Beispiel: Ein Studiengang in einem anderen Bundesland kann für die gleiche Abschlussarbeit einen völlig anderen Punktewert vorsehen, ohne dass sich daraus ein allgemeiner Maßstab ableiten lässt.
Für das weitere Schreiben der Arbeit lohnt sich zudem ein Blick auf die Grundlagen des wissenschaftliches Schreiben, denn Umfang und Form einer Bachelorarbeit hängen eng zusammen. Wer die Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit kennt, kann außerdem besser einschätzen, wie sich der zugewiesene Bearbeitungsumfang auf einzelne Kapitel verteilt, etwa auf Einleitung, Hauptteil, Methodik und Fazit. Diese Einteilung hilft dabei, die vorhandene Punktzahl sinnvoll auf den tatsächlichen Arbeitsaufwand zu übertragen, ohne dass die Punktzahl selbst dadurch verändert wird. Ziel dieses Überblicks ist es, dir eine nachvollziehbare Grundlage zu geben, ohne eine Zahl zu versprechen, die für deinen Studiengang nicht geprüft wurde. Am Ende bleibt die zuständige Prüfungsordnung deiner Hochschule die einzige verbindliche Quelle für die konkrete Punktzahl deiner eigenen Bachelorarbeit.

Vorgehen: Punktzahl für deine Arbeit ermitteln
Um die passende Punktzahl zu prüfen, gehst du am besten in festen Schritten vor. Ziehe zuerst den Verordnungstext deines eigenen Bundeslands heran, denn das Leistungspunktesystem wird jeweils landesrechtlich geregelt. Lies danach in deiner eigenen Prüfungsordnung die konkrete Punktzahl der Abschlussarbeit ab, denn nur dieser Text legt die für dich gültige Zahl fest. Ermittle anschließend aus den offiziellen Unterlagen deiner Hochschule, welche Stelle für Rückfragen zuständig ist, und dokumentiere das Ergebnis schriftlich, bevor du den nächsten Schritt planst.
Ein Beispiel kann das Vorgehen verdeutlichen, ohne feste Zahlen zu unterstellen: Eine Studentin, die zunächst eine Hausarbeit schreiben und später eine Bachelorarbeit verfassen will, sucht die für ihr Bundesland gültige Verordnung, findet darin den Rahmen für den Bearbeitungsumfang und gleicht diesen Rahmen mit der Angabe in ihrer Prüfungsordnung ab. Erst danach plant sie, wie sie die einzelnen Kapitel zeitlich aufteilt. Wer später eine Masterarbeit schreiben möchte, kann dieses Vorgehen ebenso nutzen, muss die Werte für den höheren Abschluss aber erneut eigenständig prüfen, weil sich Verordnung und Prüfungsordnung unterscheiden können.
Parallel zur Prüfung der Punktzahl lohnt es sich, bereits am Thema zu arbeiten: Wer frühzeitig eine Forschungsfrage formulieren will, sollte die inhaltliche Arbeit nicht von der formalen Prüfung des Umfangs abhängig machen. Beide Schritte lassen sich gut nebeneinander erledigen. Auch der Aufbau einer überzeugenden wissenschaftliche Argumentation profitiert davon, wenn du von Anfang an weißt, wie viel Raum dir laut Prüfungsordnung zur Verfügung steht, denn davon hängt ab, wie ausführlich du einzelne Argumente entfalten kannst.
Typische Fehler beim Umgang mit den Leistungspunkten
Ein häufiger Fehler besteht darin, die sächsische Vorgabe als allgemeine, bundesweit geltende Regel zu behandeln. Die genannte Spanne von sechs bis zwölf ECTS-Leistungspunkten und die Ausnahme von bis zu 20 Punkten für die Freie Kunst gelten ausdrücklich für Sachsen und für den dort beschriebenen Fachkontext, nicht automatisch für andere Bundesländer oder andere künstlerische und nicht-künstlerische Studiengänge. Übertrage die Kunst-Ausnahme deshalb nicht einfach auf dein eigenes Fach, auch wenn dein Studiengang kreative Anteile enthält.
Ein zweiter Fehler liegt darin, Annahmen mit verbindlichen Regeln zu verwechseln. Wer sich auf Angaben aus Gesprächen oder Foren verlässt, statt den Verordnungstext und die eigene Prüfungsordnung zu lesen, riskiert eine falsche Planung der Bearbeitungszeit und der inhaltlichen Tiefe. Prüfe deshalb jede Zahl, bevor du sie für deine eigene Gliederung einer Hausarbeit oder für die Struktur deiner Bachelorarbeit verwendest.
Ein dritter Fehler besteht darin, Nachweise und Rückfragen aufzuschieben. Wer erst kurz vor der Anmeldung beim Prüfungsamt nachfragt, verliert Zeit, die besser in das Schreiben selbst fließt, etwa in den Aufbau beim Literaturverzeichnis erstellen oder in die saubere Arbeit an den Quellenangaben richtig zitieren. Kläre die formalen Fragen deshalb frühzeitig und parallel zur inhaltlichen Arbeit, statt sie bis zuletzt zu verschieben.

Checkliste vor der Abgabe deiner formalen Prüfung
Bevor du die Frage der Leistungspunkte endgültig für dich klärst, kannst du folgende Punkte abhaken.
- Benenne die für dich geltende Landesverordnung und notiere, welche Punktspanne sie für die Bachelorarbeit vorsieht, so wie es die Sächsische Studienakkreditierungsverordnung mit sechs bis zwölf Punkten beispielhaft zeigt.
- Trage die konkrete Punktzahl ein, die in deiner eigenen Prüfungsordnung für die Abschlussarbeit steht, denn diese Zahl ist für dich maßgeblich.
- Prüfe, ob für deinen Studiengang eine Fachausnahme wie jene für die Freie Kunst gilt, und übernimm sie nur, wenn sie ausdrücklich für dein Fach vorgesehen ist.
- Halte fest, welche Stelle oder Quelle an deiner Hochschule für Rückfragen zuständig ist, etwa das Prüfungsamt.
- Lege deinen persönlichen nächsten Schritt fest, etwa ein Gespräch mit deiner betreuenden Person oder das Nachlesen der Prüfungsordnung.
Für die inhaltliche Seite deiner Arbeit lohnt sich außerdem ein Blick auf passende Zitierweisen, etwa wenn du zwischen der deutsche Zitierweise und der Harvard-Zitierweise wählen musst. Kläre frühzeitig, welche Form deine Hochschule verlangt, damit du nicht am Ende umformatieren musst.
Wenn du dich zusätzlich mit den Methoden wissenschaftlicher Arbeiten beschäftigst, etwa mit der Unterscheidung zwischen qualitative und quantitative Forschung, kannst du den vorgegebenen Bearbeitungsumfang sinnvoller auf dein Vorgehen verteilen. Achte in jedem Fall darauf, beim Plagiat vermeiden konsequent zu bleiben, damit die formale Prüfung der Punktzahl nicht durch inhaltliche Mängel überschattet wird.
Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.revosax.sachsen.de (geprüft am 2026-10-22)