Was gehört in ein Motivationsschreiben?
Was kommt in ein Motivationsschreiben
Ein Motivationsschreiben ergänzt eine Bewerbung und kann Motivation, Kernkompetenzen, Soft Skills sowie besondere fachliche Qualifikationen mit dem konkreten Ziel verbinden.
Was ein Motivationsschreiben einordnet
Die Quelle beschreibt das Motivationsschreiben als Zusatzbestandteil einer Bewerbung und nennt auch die Bezeichnung „Dritte Seite“. Ob und in welcher Form es für das konkrete Verfahren verlangt wird, prüfst du in dessen Unterlagen.
Für die Einordnung der Frage „Was kommt in ein Motivationsschreiben?“ hilft ein themenspezifischer Ablauf. Zuerst wird festgehalten, worauf sich der Text bezieht: auf ein Unternehmen, einen Studiengang oder ein Stipendium. Danach werden Motivation, Kernkompetenzen, Soft Skills und besondere fachliche Qualifikationen auf dieses Ziel bezogen. So entsteht kein losgelöster Text über die eigene Person, sondern eine nachvollziehbare Verbindung zwischen Anlass, Profil und Vorbereitung.
Ein überprüfbares Ergebnis dieses Ablaufs ist eine kurze Inhaltsübersicht. Sie sollte erkennen lassen, welches konkrete Verfahren angesprochen wird, welches Ziel verfolgt wird, welche persönlichen Stärken genannt werden und welche Nachweise dazu passen. Aussagen, die nicht aus den eigenen Unterlagen oder den Anforderungen des Verfahrens hervorgehen, werden nicht ergänzt.
Zur weiteren Orientierung können Studium-Tipps für den Studienalltag gelesen werden. Wer mehrere Studiengänge vergleicht, sollte den Bezug des Schreibens jeweils neu prüfen. Auch Informationen über Hochschulen und Universitäten ersetzen nicht die Prüfung des konkreten Verfahrens.
Ein neutrales Beispiel: Eine Person möchte sich für einen bestimmten Studiengang bewerben. Sie notiert als Ziel den Studiengang, sammelt passende Erfahrungen und verbindet diese mit ihrer Motivation. Das Ergebnis ist eine überprüfbare Gliederung für genau dieses Verfahren, nicht eine allgemeine Bewerbung ohne Anlass.

Welche Ausgangspunkte geprüft werden
Vor dem Schreiben werden nur belegte Ausgangspunkte übernommen. Prüfe zunächst, ob das konkrete Verfahren ein Motivationsschreiben verlangt und worauf es sich bezieht. Ermittle die zuständige Stelle aus den offiziellen Unterlagen des Verfahrens, wenn unklar ist, wo der Text eingereicht oder besprochen werden soll.
- Notiere das konkrete Ziel des Schreibens: Unternehmen, Studiengang oder Stipendium.
- Prüfe in den offiziellen Unterlagen, welche Dokumentart verlangt wird und ob zusätzlich ein Anschreiben genannt ist.
- Sammle die Anforderungen des konkreten Verfahrens, ohne lokale Studienstruktur, Zulassung oder Fristen auf ein anderes Angebot zu übertragen.
- Ordne nur solche persönlichen Angaben ein, die durch eigene Unterlagen, Erfahrungen oder andere passende Nachweise belegt werden können.
- Halte offene Zuständigkeiten als Prüfauftrag fest: Ermittle die zuständige Stelle aus den offiziellen Verfahrensunterlagen.
Für die Studienwahl kann Studiengang wählen als eigener Orientierungsschritt dienen. Fragen zur passenden Anlaufstelle lassen sich über die Studienberatung weiterverfolgen, wobei die zuständige Stelle aus den offiziellen Unterlagen geprüft werden muss. Wenn die Entscheidung zwischen Universität oder Fachhochschule noch offen ist, bleibt diese Entscheidung vom Inhalt des Motivationsschreibens getrennt.
Auch ein Studienorientierungstest kann als Recherchethema betrachtet werden, darf aber nicht ohne passenden Bezug als persönlicher Nachweis in den Text eingesetzt werden. Prüfe für Zulassungsthemen außerdem, ob der Numerus Clausus in den offiziellen Informationen des konkreten Angebots genannt wird. Aussagen zu Immatrikulation und Rückmeldung gehören nur dann in die Vorbereitung, wenn sie für das konkrete Verfahren ausdrücklich relevant sind.
Der Ablauf mit sichtbaren Zwischenergebnissen
- Ziel und Termin klären: Formuliere in einem Satz, wofür das Motivationsschreiben benötigt wird. Prüfe den vorgesehenen Termin in den offiziellen Unterlagen des konkreten Verfahrens. Zwischenergebnis ist ein dokumentierter Ziel- und Terminvermerk.
- Anforderungen sammeln: Übertrage die verlangte Dokumentart, den Bezug und alle ausdrücklich genannten Inhalte in eine Prüfliste. Wenn die Zuständigkeit nicht eindeutig ist, ermittle sie aus den offiziellen Unterlagen. Zwischenergebnis ist eine verfahrensbezogene Anforderungsliste.
- Inhalte zuschneiden: Ordne die eigene Motivation, Kernkompetenzen, Soft Skills und besonderen fachlichen Qualifikationen dem konkreten Unternehmen, Studiengang oder Stipendium zu. Nutze nur passende Nachweise. Zwischenergebnis ist eine Zuordnung von Aussage zu Beleg.
- Text vorbereiten: Erstelle eine klare Reihenfolge für Ziel, Motivation, persönliche Stärken und passende Qualifikationen. Ergänze keine Behauptungen, die nicht aus den gesammelten Unterlagen hervorgehen. Zwischenergebnis ist eine überprüfbare Textstruktur.
- Unterlagen abgleichen: Vergleiche das Motivationsschreiben mit den übrigen Bewerbungsunterlagen. Prüfe besonders, ob der konkrete Bezug erhalten bleibt und ob keine Standardbewerbung an die Stelle des themenspezifischen Textes getreten ist. Zwischenergebnis ist eine abgeglichene Fassung.
- Versand oder Termin nachweisbar abschließen: Reiche die Unterlagen über den im Verfahren genannten Weg ein oder halte den vereinbarten Termin nachvollziehbar fest. Sichere die Versand- oder Terminbestätigung. Zwischenergebnis ist ein gespeicherter Nachweis über den Abschluss.
Für studienbezogene Inhalte können ein Modulhandbuch und die Prüfungsordnung als konkrete Unterlagen geprüft werden, sofern das Verfahren auf diese Informationen Bezug nimmt. Das ECTS-System sollte nur dann erläutert oder erwähnt werden, wenn es für das konkrete Ziel und die offiziellen Anforderungen relevant ist. Weitere Erstsemester-Tipps gehören in die persönliche Studienvorbereitung und werden nicht automatisch Bestandteil des Motivationsschreibens.
Beispiel: Eine Person bewirbt sich für einen Studiengang, notiert den geforderten Termin aus den offiziellen Unterlagen, sammelt passende Erfahrungen und ordnet jede Aussage einem Nachweis zu. Nach dem Abgleich speichert sie die Versandbestätigung. Damit ist jeder Schritt mit einem konkreten Zwischenergebnis verbunden.
Grenzen und offene Prüfungen
Ein Motivationsschreiben darf nicht als Standardbewerbung ohne Bezug zum konkreten Verfahren verwendet werden. Der Bezug sollte ausdrücklich auf das Unternehmen, den Studiengang oder das Stipendium ausgerichtet werden, je nachdem, worauf sich die Bewerbung bezieht. Inhalte aus einer anderen Bewerbung werden deshalb nicht ungeprüft übernommen.
Aus dem Quellenmaterial lassen sich keine allgemeingültigen Aussagen zu Fristen, Rechtsfolgen, Zulassung, Kosten, Studienstruktur oder Berufsaussichten ableiten. Nenne deshalb keine Frist und keine Rechtsfolge, wenn sie nicht in den offiziellen Unterlagen des konkreten Verfahrens belegt ist. Prüfe bei jeder offenen Angabe die zuständige Quelle erneut.
Auch die Bezeichnung des Dokuments muss geprüft werden. Wird ein Motivationsschreiben verlangt, ohne dass ein Bewerbungsschreiben erwähnt wird, muss die konkrete Dokumentanforderung besonders sorgfältig aus den Verfahrensunterlagen geklärt werden. Eine Vermutung über die gewünschte Form ersetzt diese Prüfung nicht.
Ein Stipendium im Studium kann ein eigener Bewerbungsanlass sein. Daraus folgt jedoch nicht, dass derselbe Text für ein anderes Verfahren passt. Ebenso ersetzt ein Studienkredit-Vergleich keine Prüfung der Anforderungen eines Motivationsschreibens. Bleiben Ziel, Dokumentart, Termin oder Zuständigkeit offen, formuliere die nächste konkrete Prüfung und ergänze keine unbelegte Erklärung.

Abschlusscheck vor der Entscheidung
Vor dem Abschluss prüfst du das konkrete Ziel, die Anforderungen und die Frist. Die Frist wird ausschließlich aus den offiziellen Unterlagen des konkreten Verfahrens übernommen. Wenn dort kein eindeutiger Termin steht, ermittle die zuständige Stelle aus diesen Unterlagen und kläre den Termin dort.
- Ist das Ziel des Motivationsschreibens eindeutig als Unternehmen, Studiengang oder Stipendium festgehalten?
- Sind Dokumentart und Anforderungen aus den offiziellen Verfahrensunterlagen übernommen?
- Bezieht sich der Text auf das konkrete Verfahren und nicht auf eine Standardbewerbung?
- Sind Motivation, Kernkompetenzen, Soft Skills und besondere fachliche Qualifikationen nur mit passenden eigenen Nachweisen verbunden?
- Ist die persönliche Vorbereitung abgeschlossen und sind offene Punkte als konkrete Prüfaufträge notiert?
- Liegt eine Versandbestätigung oder eine nachvollziehbare Terminbestätigung vor?
- Wurden die Unterlagen und die zuständige Quelle erneut geprüft?
Arbeite nicht beantwortete Punkte anhand der offiziellen Unterlagen weiter ab. Ergänze keine Frist, Zuständigkeit, Rechtsfolge oder Wirkung, die im konkreten Verfahren nicht belegt ist.
Quellen und Stand
- Motivationsschreiben als "dritte Seite": Aufbau, Vorlage, Beispiele: bewerbung.net (geprüft am 2026-09-01)
Das Thema „Was gehört in ein Motivationsschreiben?“ wird hier als Gesamtzusammenhang aufgegriffen.