Wie gehören Gesetze ins Literaturverzeichnis?

Nach dem Lernangebot ZitFIt der FernUniversität in Hagen gehört

Lesezeit ca. 7 Min. · zuletzt aktualisiert: 26. Oktober 2026 · Studium-Tipps

Du zitierst in deiner Arbeit ein Gesetz und fragst dich, wie der Eintrag aussehen soll. Hier findest du den belegten Rahmen, ein klares Vorgehen und eine Checkliste für den letzten Durchgang.

Worum es bei Gesetzen im Literaturverzeichnis geht

Sobald du in einer Arbeit ein Gesetz heranziehst, musst du entscheiden, wie du es im Literaturverzeichnis richtig angeben willst. Eine konkrete Orientierung bietet das Lernangebot ZitFIt der FernUniversität in Hagen. Es zeigt für den Harvard-Stil, dass ein zitiertes Gesetz mit seinem vollen Titel und dem Datum seiner Bekanntmachung in das Literaturverzeichnis gehört. Im Text selbst darf dort eine Abkürzung des Titels stehen, solange Leser den passenden Eintrag im Verzeichnis trotzdem schnell finden.

Ziel dieser Seite ist es, dir diesen Rahmen verständlich zu machen und daraus ein Vorgehen abzuleiten, das du selbst nachprüfen kannst. Die Darstellung stammt aus einer Erklärung zum Harvard-Stil. Wenn du mit der Harvard-Zitierweise arbeitest, bekommst du damit einen greifbaren Anhaltspunkt für deinen Eintrag.

Wichtig sind auch die Grenzen. ZitFIt weist selbst darauf hin, dass konkrete Handreichungen zu Form und Formatierung Vorrang haben, wenn es solche gibt. Du kannst daraus also keine Pflicht für alle Hochschulen, Fächer oder Zitierstile ableiten, und ebenso wenig die Pflicht zu einem eigenen Rechtsquellenverzeichnis. Nutzt dein Fach die deutsche Zitierweise oder andere Zitierweisen, prüfst du die dortigen Vorgaben gesondert.

Angaben zu Seitenumfang, Abgabeterminen oder einer bestimmten Anzahl von Quellen findest du hier bewusst nicht, weil der herangezogene Beleg dazu nichts aussagt. Solche Punkte klärst du mit den offiziellen Unterlagen deines Studiengangs. Damit du den Eintrag sauber einordnen kannst, lohnt sich zusätzlich ein Blick auf die Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit.

Fortschrittsbalken für die einzelnen Ablaufstationen zu Gesetze im Literaturverzeichnis

Schritt für Schritt zum Eintrag

Das folgende Vorgehen setzt den belegten Rahmen in konkrete Arbeitsschritte um. Für alles, was darüber hinausgeht, ermittelst du die zuständige Stelle aus den offiziellen Unterlagen deines Fachs und klärst die Frage dort.

  1. Vollen Gesetzestitel notieren: Schreib dir den vollständigen Titel des Gesetzes auf, nicht nur die Abkürzung. Notiere direkt daneben das Bekanntmachungsdatum, damit du es später nicht erneut suchen musst.
  2. Eintrag im Literaturverzeichnis anlegen: Übertrage vollen Titel und Bekanntmachungsdatum in dein Verzeichnis. Wie du die übrigen Einträge ordnest, zeigt dir die Seite Literaturverzeichnis erstellen.
  3. Kurzform im Text nutzen: Im Fließtext verweist du mit der Abkürzung des Titels und dem betreffenden Paragraphen oder Artikel auf die Stelle. Prüf dabei, ob die Abkürzung eindeutig zum Eintrag im Verzeichnis führt. Hilfe zu Belegen im Text findest du unter Quellenangaben richtig zitieren.
  4. Zuständige Stelle oder Person bestimmen: Ermittle aus den offiziellen Unterlagen deines Fachs, ob es eine Handreichung zu Form und Formatierung gibt und wer sie verantwortet. Ansprechperson kann etwa die Betreuung deiner Arbeit sein, wenn die Unterlagen das so vorsehen.
  5. Ergebnis dokumentieren und nächsten Schritt festlegen: Halte schriftlich fest, welche Vorgabe du gefunden hast und wie du den Eintrag gestaltet hast. Leg danach fest, ob du nachfragst oder direkt weiterschreibst.

Beispiel aus dem Alltag: Mia will ihre Hausarbeit schreiben und stützt einen Abschnitt auf einen Paragraphen eines Gesetzes. Sie notiert zuerst den vollen Titel und das Bekanntmachungsdatum, legt den Eintrag als [voller Titel] vom [Bekanntmachungsdatum] im Verzeichnis an und schreibt im Text die Abkürzung mit dem Paragraphen. Danach sucht sie in den Unterlagen ihres Instituts nach einer Handreichung. Findet sie keine, notiert sie eine Frage an ihre Betreuung und arbeitet an der Gliederung einer Hausarbeit weiter, bis die Antwort da ist.

Willst du deine Masterarbeit schreiben und darin mehrere Gesetze zitieren, gehst du die Schritte für jedes Gesetz einzeln durch: ein eigener Eintrag pro Gesetz, und jede Kurzform im Text prüfst du gesondert.

Typische Fehler und wie du sie vermeidest

Eine Darstellung zur Regel aller Hochschulen machen: Die Erklärung von ZitFIt bezieht sich auf den Harvard-Stil, und ZitFIt stellt konkrete Handreichungen des eigenen Fachs ausdrücklich voran. Gib sie deshalb nicht als verbindliche Regel für jede Hochschule aus. Gutes wissenschaftliches Schreiben bedeutet hier, die Herkunft einer Vorgabe offen zu benennen.

Annahmen mit Regeln verwechseln: Wenn du nur vermutest, dass dein Fach eine bestimmte Form verlangt, ist das noch keine Vorgabe. Trenne in deinen Notizen klar zwischen dem, was du in einer Handreichung gelesen hast, und dem, was du nur annimmst. Diese Trennung stärkt auch deine wissenschaftliche Argumentation, weil du belegte und unbelegte Aussagen auseinanderhältst.

Nur die Abkürzung angeben: Steht im Verzeichnis lediglich die Kurzform, fehlen voller Titel und Bekanntmachungsdatum. Prüf jeden Eintrag darauf, ob beide Angaben vorhanden sind.

Unklare Kurzformen im Text: Eine Abkürzung hilft nur, wenn sie Leser schnell zum passenden Eintrag führt. Kontrolliere deshalb, ob die Kurzform im Text und der Anfang des Eintrags im Verzeichnis zueinander passen.

Nachweise und Rückfragen aufschieben: Trag vollen Titel und Bekanntmachungsdatum sofort ein, sobald du ein Gesetz heranziehst, statt sie erst am Ende zusammenzusuchen. Stelle offene Fragen an die zuständige Person frühzeitig, statt sie bis zur Abgabe liegen zu lassen. Das gilt schon in der Phase, in der du deine Forschungsfrage formulieren willst und erste Gesetze sichtest.

Übernommene Formulierungen nicht kennzeichnen: Prüf bei jedem übernommenen Wortlaut eines Gesetzes, ob du ihn als Zitat markiert und belegt hast. Wie du Übernahmen sauber kennzeichnest, erfährst du unter Plagiat vermeiden.

Gesetze im Literaturverzeichnis mit einer themenspezifischen Checkliste

Checkliste für den letzten Durchgang

Geh vor der Abgabe jeden Gesetzeseintrag mit dieser Liste durch und hake die Punkte einzeln ab.

  • Vollen Titel prüfen: Steht der vollständige Titel des Gesetzes im Literaturverzeichnis und nicht nur die Abkürzung?
  • Bekanntmachungsdatum prüfen: Ist das Datum der Bekanntmachung beim Eintrag angegeben und stimmt es mit deiner Notiz überein?
  • Kurzform im Text prüfen: Nutzt du im Text die Abkürzung mit Paragraph oder Artikel, und führt sie eindeutig zum Eintrag im Verzeichnis?
  • Handreichung des eigenen Fachs prüfen: Hast du nachgesehen, ob es eine konkrete Handreichung zu Form und Formatierung gibt, und deinen Eintrag daran angepasst?
  • Zuständige Quelle oder Stelle festhalten: Weißt du, aus welchem offiziellen Dokument deine Vorgabe stammt oder welche Person du bei Unklarheiten fragst?
  • Persönlichen nächsten Schritt notieren: Hast du festgelegt, was du als Nächstes tust, etwa eine Rückfrage senden oder den Eintrag endgültig übernehmen?

Diese Prüfung betrifft nur die Angaben zu Gesetzen und ersetzt nicht die Kontrolle deiner übrigen Kapitel. Ob du gerade über Methoden wissenschaftlicher Arbeiten schreibst oder einen Abschnitt über qualitative und quantitative Forschung ergänzt, die Gesetzeseinträge kontrollierst du gesondert.

Formuliere zum Schluss deinen persönlichen nächsten Schritt als einen kurzen Satz und schreib ihn sichtbar in deine Notizen. So weißt du beim nächsten Arbeitstag sofort, wo du weitermachst.

So zitieren Sie diese Seite

Stand: 26. Oktober 2026

korrektur.de. (2026, 26. Oktober). Gesetze im Literaturverzeichnis richtig angeben. korrektur.de. https://korrektur.de/steht-das-gesetz-im-literaturverzeichnis

Quellen und Stand

Die Einordnung „Wie gehören Gesetze ins Literaturverzeichnis?“ fasst den vollständigen Zusammenhang zusammen.

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Fragen und Antworten zum Thema Gesetze im Literaturverzeichnis

Gehört ein zitiertes Gesetz ins Literaturverzeichnis?

Das Lernangebot ZitFIt der FernUniversität in Hagen zeigt für den Harvard-Stil, dass ein zitiertes Gesetz mit vollem Titel und Bekanntmachungsdatum ins Literaturverzeichnis gehört. Gibt es in deinem Fach eine konkrete Handreichung zu Form und Formatierung, geht diese nach ZitFIt vor.

Darf ich im Text die Abkürzung eines Gesetzes verwenden?

Nach ZitFIt kann im Harvard-Stil bei der Zitation im Text die Abkürzung des Titels stehen, wenn sie das schnelle Auffinden des Eintrags im Literaturverzeichnis nicht behindert. Prüf zusätzlich die Handreichung deines Fachs.

Gilt die Darstellung von ZitFIt für jede Hochschule?

Nein, daraus lässt sich keine allgemeine Pflicht für alle Hochschulen, Fächer oder Zitierstile ableiten. ZitFIt erklärt den Harvard-Stil und stellt konkrete Handreichungen zu Form und Formatierung ausdrücklich voran.

Brauche ich ein eigenes Rechtsquellenverzeichnis?

Eine solche Pflicht lässt sich aus der Darstellung von ZitFIt zum Harvard-Stil nicht ableiten. Ermittle aus den offiziellen Unterlagen deines Fachs, ob dort eine eigene Vorgabe dazu besteht.

Was mache ich, wenn ich keine Handreichung meines Fachs finde?

Halte fest, wo du gesucht hast, und richte eine konkrete Frage an die Person, die laut den offiziellen Unterlagen deines Studiengangs für deine Arbeit zuständig ist. Bis zur Antwort kannst du den Eintrag nach der ZitFIt-Darstellung zum Harvard-Stil mit vollem Titel und Bekanntmachungsdatum anlegen und später anpassen.

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