Sodass oder so dass: zusammen oder getrennt schreiben
Das DWDS führt die Konjunktion mit beiden Schreibungen sodass und so
Wer einen Konsekutivsatz formuliert, stolpert schnell über die Frage, ob sodass zusammen oder getrennt geschrieben wird. Dieser Text zeigt, was der DWDS-Eintrag dazu festhält und wie du die Schreibung für deinen eigenen Text sinnvoll klärst.
Worum es bei sodass und so dass geht
Beim Schreiben von Hausarbeiten, Protokollen oder Bewerbungen taucht die Konjunktion sodass immer wieder auf, wenn ein Satzteil eine Folge einleitet. Das DWDS führt die Konjunktion mit beiden Schreibungen sodass und so dass. Der Eintrag nennt zusätzlich die alte Form mit scharfem s, also so daß, und weist diese als ungültige Schreibung aus. Für dich bedeutet das: Zwei Schreibweisen stehen als zulässig im Wörterbuch, eine dritte, ältere Variante gilt nicht mehr.
Das Ziel dieses Textes ist es, dir die Entscheidung zwischen den beiden gültigen Formen nachvollziehbar zu machen, nicht aber eine allgemeine Stilregel für deinen gesamten Schreibstil vorzugeben. Wer sich grundsätzlicher mit dem eigenen Schreibprozess beschäftigen möchte, findet dazu auch allgemeine Studium-Tipps, die über einzelne Rechtschreibfragen hinausgehen und beim Verfassen längerer Texte während unterschiedlicher Studiengänge helfen können.
Wichtig ist auch, was dieser Text nicht leistet: Er nennt keine Fristen, keine Zahlen zu Häufigkeiten und keine Aussage darüber, welche der beiden Schreibungen an welcher Hochschule verlangt wird. Wer prüfen möchte, wie einzelne Hochschulen und Universitäten mit Formvorgaben für schriftliche Arbeiten umgehen, sollte das direkt bei der jeweiligen Einrichtung klären, da dieser Text dazu keine eigene Quelle heranzieht.

Schritt für Schritt zur eigenen Schreibentscheidung
Der erste Schritt besteht darin, den DWDS-Eintrag zu sodass selbst aufzurufen und die dort genannten Schreibvarianten zu vergleichen. So siehst du unmittelbar, welche Formen als Konjunktion anerkannt sind und welche nicht mehr verwendet werden sollte. Danach legst du für deinen eigenen Text fest, welche der beiden gültigen Schreibungen du nutzt, und hältst diese Entscheidung über das gesamte Dokument hinweg einheitlich durch.
Im zweiten Schritt bestimmst du, wer für Rückfragen zu Formvorgaben in deinem konkreten Fall zuständig ist. Das kann je nach Situation eine Lehrperson, ein Lektorat oder eine Studienberatung sein. Wenn du dich grundsätzlicher mit deiner Fachrichtung auseinandersetzt, kann es zusätzlich sinnvoll sein, die eigene Studiengangwahl noch einmal zu überdenken oder bestehende Entscheidungen noch einmal zu überprüfen, auch wenn das mit der reinen Schreibfrage nichts zu tun hat.
Ein Beispiel zum Ablauf: Eine Studentin schreibt eine Seminararbeit und entscheidet sich nach dem Blick in den DWDS-Eintrag dafür, durchgehend sodass zu verwenden. Sie überprüft anschließend ihren Text noch einmal auf einheitliche Schreibung, bevor sie ihn abgibt. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie an einer Universität oder Fachhochschule eingeschrieben ist oder ob sie vorher einen Studienorientierungstest gemacht hat, denn die Schreibentscheidung betrifft ausschließlich die Sprache des Textes.
Im letzten Schritt dokumentierst du dein Ergebnis kurz für dich selbst, etwa in einer Notiz oder einem Leitfaden für künftige Arbeiten. So musst du die Frage nicht bei jedem neuen Text von vorne klären. Bei formalen Fragen rund um Abgaben lohnt sich zusätzlich ein Blick in die Prüfungsordnung, und wer gerade erst an der Hochschule startet, findet in allgemeinen Erstsemester-Tipps weitere Hinweise zum Umgang mit schriftlichen Arbeiten.
Passend dazu findest du weitere Hinweise im Beitrag Studiengang wählen.
Typische Fehler beim Umgang mit sodass
Ein verbreiteter Irrtum ist die Annahme, die getrennte Schreibung so dass sei grundsätzlich falsch. Das trifft nicht zu: Die getrennte Schreibung gilt nicht als Fehler, solange sie korrekt mit Doppel-s geschrieben wird. Aus dem Eintrag folgt zudem keine allgemeine Regel für andere Wortverbindungen mit dass, etwa für andere Verbindungen mit dass in ganz anderen Kontexten.
Ein zweiter Fehler besteht darin, eigene Annahmen über Rechtschreibregeln mit tatsächlich belegten Regeln zu verwechseln. Wer sich unsicher ist, sollte lieber direkt im Eintrag nachschauen, statt sich auf Erinnerungen aus der Schulzeit zu verlassen. Das gilt übrigens genauso für organisatorische Fragen im Studienalltag, etwa wenn es um Wohnen im Studium oder um Studentenjobs geht: Auch hier helfen geprüfte Quellen mehr als vage Vermutungen.
Ein dritter Fehler ist es, Nachweise und Rückfragen aufzuschieben, bis ein Text bereits abgegeben ist. Wer sich bei einer Formulierung unsicher ist, klärt das besser vorher, etwa durch einen Blick in den Eintrag oder durch eine Rückfrage bei der zuständigen Person. Das gilt auch, wenn parallel größere Vorhaben wie ein Auslandssemester organisiert werden und Zeit für sprachliche Details knapp erscheint.

Checkliste vor der Abgabe deines Textes
Prüfe zum Schluss folgende Punkte: Ist die Wortart Konjunktion bei sodass berücksichtigt, also die Funktion, einen Folgesatz einzuleiten? Sind beide Varianten sodass und so dass als zulässig notiert? Ist die alte Form mit scharfem s vermieden worden? Und ist die gewählte Schreibung im gesamten Text einheitlich durchgehalten?
Kläre außerdem, welche Quelle oder Stelle für deine konkrete Rückfrage zuständig ist, falls Unsicherheiten bleiben. Das kann eine Lehrperson, ein Lektorat oder eine allgemeine Studienberatung sein, je nachdem, in welchem Rahmen dein Text entsteht. Notiere dir am besten direkt, an wen du dich wendest, damit du bei der nächsten Arbeit nicht erneut suchen musst.
Ein kurzes Beispiel zeigt den Nutzen dieser Checkliste: Ein Student liest seine Hausarbeit noch einmal durch und entdeckt an zwei Stellen die Schreibung so dass, während er sonst durchgehend sodass verwendet hat. Er entscheidet sich für eine einheitliche Form, passt die abweichenden Stellen an und vermerkt kurz in seinen eigenen Unterlagen, welche Schreibung er künftig bevorzugt. So verhindert er, dass die gleiche Frage bei der nächsten Arbeit erneut Zeit kostet.
Lege zum Abschluss deinen persönlichen nächsten Schritt fest: Entweder du übernimmst die getroffene Schreibentscheidung direkt in deinen Text, oder du notierst dir, wo du bei Unsicherheit noch einmal nachschlagen willst. Dokumentiere kurz, welche Variante du gewählt hast und warum, damit die Entscheidung auch bei späteren Texten nachvollziehbar bleibt und du dich nicht erneut mit derselben Frage beschäftigen musst.
Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.dwds.de (geprüft am 2026-10-22)