Was bedeutet Schreibtherapie als Methode?
Schreibtherapie ist nach dem Lexikon der Psychologie
Hier erfährst du, wie das Lexikon der Psychologie Schreibtherapie bestimmt, welches Ziel dort genannt wird und warum du aus dieser Begriffsbestimmung keine Versprechen ableiten solltest. Danach gehst du Schritt für Schritt vor und hältst deinen nächsten Schritt fest.
Schreibtherapie als Methode: Begriff, Ziel und Grenzen
Wer sich mit Schreibtherapie als Methode beschäftigt, braucht zuerst einen klaren Begriff. Das Lexikon der Psychologie beschreibt Schreibtherapie als therapeutischen Umgang mit Literatur. Als Ziel nennt der Eintrag die Selbstbefreiung und die Selbstverwirklichung. Einen Schwerpunkt sieht das Lexikon in der Aufarbeitung vergangener Frustrationen. Direkt hinter dieser Begriffsbestimmung steht in Klammern das Wort Poesietherapie.
Diese Bestimmung stammt aus einem psychologischen Fachlexikon und gehört in diesen Fachkontext. Sie beschreibt, worum es bei der Methode geht, sagt aber nichts darüber aus, wie gut sie wirkt, für wen sie passt oder ob sie andere Behandlungen ersetzen kann. Deshalb findest du auf dieser Seite keine Zahlen, keine Zeitangaben und keine Versprechen. Auch das Verhältnis von Schreibtherapie und Poesietherapie lässt der Klammerzusatz offen. Lies ihn als Hinweis im Eintrag, nicht als Gleichsetzung und nicht als Abgrenzung.
Die Entscheidung, die vor dir liegt, hat zwei Seiten. Willst du die Methode für dich persönlich nutzen, kläre deine Fragen mit einer fachlich qualifizierten Person, statt dich allein auf eine Definition zu stützen. Willst du die Methode dagegen als Thema bearbeiten, etwa weil du eine Hausarbeit schreiben möchtest, geht es um sauberes wissenschaftliches Schreiben mit einer belegten Definition und klar getrennten eigenen Gedanken.
Im zweiten Fall ist die Lexikondefinition nur dein Ausgangspunkt. Prüfe zusätzlich, welche Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit in deinen Vorgaben genannt sind, damit die Begriffsbestimmung an der richtigen Stelle steht.

Schritt für Schritt vorgehen
- Eintrag lesen: Öffne den Eintrag zur Schreibtherapie im Lexikon der Psychologie und lies ihn vollständig. Notiere, dass dort Selbstbefreiung und Selbstverwirklichung als Ziel genannt werden und dass die Aufarbeitung vergangener Frustrationen einen Schwerpunkt bildet.
- Klammerzusatz wörtlich festhalten: Schreib das Wort in Klammern genau so ab, wie es im Eintrag steht: (Poesietherapie). Füge keine eigene Deutung hinzu und mach daraus keine Aussage über das Verhältnis der beiden Begriffe.
- Zuständige Stelle oder Person bestimmen: Geht es um ein persönliches Anliegen, such dir eine fachlich qualifizierte Person und kläre mit ihr deine Fragen. Geht es um eine Studienarbeit, ermittle die zuständige Betreuung aus den offiziellen Unterlagen deines Studiengangs.
- Ergebnis dokumentieren: Halte fest, welche Quelle du gelesen hast, an welchem Tag du sie aufgerufen hast, welche Antwort du auf deine Rückfrage bekommen hast und welche Punkte noch offen sind.
- Nächsten Schritt festlegen: Formuliere einen einzigen, konkreten nächsten Schritt und trag ihn mit Datum in deine Notiz ein.
Beispiel: Lena möchte in einem Seminar über Schreibtherapie als Methode berichten. Sie liest den Lexikoneintrag, notiert Ziel und Schwerpunkt und schreibt den Klammerzusatz Poesietherapie wörtlich ab. Weil sie unsicher ist, ob sie die Methode in ihrer Arbeit bewerten soll, sucht sie in den Seminarunterlagen die zuständige Lehrperson heraus und schickt ihr eine kurze Frage. In ihrer Notiz hält sie Quelle, Abrufdatum und offene Punkte fest. Als nächsten Schritt plant sie die Gliederung einer Hausarbeit mit einem eigenen Kapitel zur Begriffsbestimmung.
Lege für eine größere Arbeit eine klar umrissene Fragestellung fest. Bevor du deine Forschungsfrage formulieren kannst, prüfe, ob sich deine Frage mit der Lexikondefinition und weiteren Quellen überhaupt beantworten lässt. Diese Prüfung kannst du wiederholen, wenn du später eine Masterarbeit schreiben und das Thema dort vertiefen möchtest.
Trenne im Hauptteil durchgehend zwischen Quelle und eigener Deutung. Achte auf eine wissenschaftliche Argumentation, bei der an jeder Stelle erkennbar ist, ob ein Satz aus dem Lexikon stammt oder deine eigene Überlegung ist. Welche Methoden wissenschaftlicher Arbeiten zu deiner Frage passen, besprichst du am besten direkt mit deiner Betreuung.
Typische Fehler vermeiden
- Schreibtherapie als Ersatz für Psychotherapie darstellen: Die Begriffsbestimmung im Lexikon trägt eine solche Aussage nicht. Schreib in deinem Text nichts, was diesen Eindruck erweckt, und verweise bei persönlichen Anliegen auf eine fachlich qualifizierte Person.
- Eine Heilwirkung versprechen: Der Eintrag nennt ein Ziel, aber keine nachgewiesene Wirkung. Formuliere Ziele deshalb als Ziele und nicht als Ergebnisse.
- Das Verhältnis zu Poesietherapie festlegen: Das Lexikon setzt das Wort nur in Klammern hinter die Definition. Behaupte daraus weder, dass beide Begriffe dasselbe meinen, noch, dass sie sich unterscheiden.
- Annahmen mit Regeln verwechseln: Was dir selbstverständlich vorkommt, ist noch keine Vorgabe. Markiere eigene Vermutungen in deinen Notizen als offene Frage und kläre sie schriftlich mit der zuständigen Person.
- Nachweise und Rückfragen aufschieben: Notiere die Quelle in dem Moment, in dem du sie liest, und stell deine Rückfrage, sobald eine Unklarheit auftaucht. So bleibt dein Stand jederzeit nachvollziehbar.
Jede Übernahme aus dem Lexikon gehört gekennzeichnet. Prüfe in deinen Vorgaben, wie du Quellenangaben richtig zitieren sollst, und entnimm denselben Unterlagen, welche der Zitierweisen für dich gilt.
Ein weiterer Fehler ist ein uneinheitlicher Belegstil. Kläre vor dem Schreiben, ob deine Vorgaben die deutsche Zitierweise oder die Harvard-Zitierweise verlangen, und bleib dann konsequent bei dieser einen Form.
Gib die Definition in eigenen Worten wieder und nenne immer die Quelle, denn beides gehört dazu, wenn du ein Plagiat vermeiden willst. Unterstelle der Methode außerdem keine Studienergebnisse, die du nicht belegen kannst. Planst du eigene Daten, lies dich zuerst in qualitative und quantitative Forschung ein und sprich dein Vorhaben mit deiner Betreuung ab.

Checkliste zum Abschluss
- Hast du die Begriffsbestimmung aus dem Lexikon der Psychologie in eigenen Worten wiedergegeben: therapeutischer Umgang mit Literatur?
- Ist das Ziel der Methode genannt, also Selbstbefreiung und Selbstverwirklichung?
- Steht der Schwerpunkt auf der Aufarbeitung vergangener Frustrationen in deinem Text?
- Hast du den Klammerzusatz Poesietherapie wörtlich übernommen, ohne ihn zu deuten?
- Fehlen Versprechen zur Wirkung, Zahlen und jede Darstellung als Ersatz für Psychotherapie?
- Ist die zuständige Quelle oder Stelle benannt, also der Lexikoneintrag und die Person, die du für Rückfragen ermittelt hast?
- Sind deine Rückfragen gestellt und die Antworten mit Datum dokumentiert?
- Hast du deinen persönlichen nächsten Schritt aufgeschrieben, zum Beispiel ein Gespräch vereinbaren oder ein Kapitel beginnen?
Am Ende sollte jede Aussage über die Methode auf eine Quelle zurückführbar sein. Nimm den Lexikoneintrag mit Abrufdatum in deine Quellenliste auf, wenn du dein Literaturverzeichnis erstellen willst, und gleiche die Angaben im Text noch einmal mit diesem Verzeichnis ab.
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Stand: 26. Oktober 2026korrektur.de. (2026, 26. Oktober). Schreibtherapie als Methode: Begriff, Ziel, Grenzen. korrektur.de. https://korrektur.de/schreibtherapie
„Schreibtherapie als Methode: Begriff, Ziel, Grenzen.“ korrektur.de, 26. Okt. 2026, korrektur.de/schreibtherapie. Zugriff 26. Okt. 2026.
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korrektur.de. Schreibtherapie als Methode: Begriff, Ziel, Grenzen [online]. 2026 [Zugriff am 26.10.2026]. Verfügbar unter: https://korrektur.de/schreibtherapie
Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.spektrum.de (geprüft am 2026-10-26)