Professionelle Plagiatsprüfung an Hochschulen verstehen
Das Referat des Fachbereichs Rechtswissenschaften
Diese Seite erklärt, wie Plagiatsprüfung an Hochschulen zwischen Softwarebefund und menschlicher Prüfung unterscheidet, und zeigt dir, welchen nächsten Schritt du selbst gehen kannst.
Was professionelle Plagiatsprüfung an Hochschulen bedeutet
Professionelle Plagiatsprüfung an Hochschulen bedeutet zunächst, Software und menschliche Prüfung sauber zu unterscheiden. Die Universität Marburg berichtete über ein Fachforum zur Plagiat-Erkennung und gab dabei Aussagen aus einem Vortrag wieder. Nach dieser Darstellung behandelt das Referat des Fachbereichs Rechtswissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt Treffer einer Erkennungssoftware lediglich als Hinweis, dem im zweiten Schritt von Hand nachgegangen wird. Die eigentliche Einordnung bleibt also immer menschlicher Prüfung vorbehalten, und laut Bericht sind diese Prüfschritte fest im Regelwerk des Fachbereichs festgeschrieben. Wer die eigene Arbeit absichert, sollte verstehen, dass eine Software Ähnlichkeiten aufspürt, aber keine abschließende Bewertung liefert. Ziel einer solchen Prüfung ist es, mögliche Übernahmen überhaupt erst sichtbar zu machen, damit sie anschließend fachlich beurteilt werden können. Die Grenzen der Technik zeigen sich besonders deutlich: Der Bericht nennt ausdrücklich Schwierigkeiten im Umgang mit Google Books, mit Übersetzungen und mit Umlauten, was belegt, dass ein einzelner Treffer allein noch keine Übernahme beweist. Für Studierende, die sich mit wissenschaftlichem Schreiben beschäftigen, lohnt sich deshalb ein Blick auf die Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit, damit eigene Formulierungen von Anfang an nachvollziehbar bleiben und sich nicht versehentlich mit fremden Textstellen vermischen. Wichtig bleibt die Abgrenzung: Unbelegte Zahlen zu Trefferquoten, pauschale Fristen für Prüfverfahren oder eine allgemeine Softwarepflicht lassen sich aus der vorliegenden Quelle nicht ableiten. Diese Seite beschränkt sich daher bewusst auf die belegte Beschreibung des Frankfurter Vorgehens und macht daraus keine allgemeingültige Regel für sämtliche Hochschulen oder Fachbereiche, denn jede Einrichtung legt ihre eigenen Prüfmechanismen im jeweiligen Regelwerk fest.
Wer sich grundsätzlich mit wissenschaftliches Schreiben auseinandersetzt, erkennt leichter, wo eigene Formulierungen von fremden Textstellen klar abgegrenzt bleiben müssen.

So gehst du bei Plagiatsverdacht Schritt für Schritt vor
Wer Schritt für Schritt vorgehen möchte, sollte den Softwarebefund zunächst als Indiz behandeln und nicht als fertiges Ergebnis lesen. Verdachtsstellen werden anschließend per Hand nachgeprüft, so wie es dem Bericht zufolge im Regelwerk des betreffenden Fachbereichs vorgesehen ist. Diese Reihenfolge lässt sich auf die eigene Praxis übertragen, wenn du beim Hausarbeit schreiben oder beim Masterarbeit schreiben eigene Textstellen gegen die verwendeten Quellen abgleichst, bevor du sie einreichst.
Als nächsten Schritt bestimmst du die zuständige Stelle oder Person an deiner Hochschule, die für Plagiatsfragen verantwortlich ist, denn die Quelle beschreibt ausdrücklich die Zuständigkeit am Fachbereich Rechtswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt und lässt sich nicht ungeprüft auf andere Fachbereiche übertragen. Ermittle die zuständige Stelle deshalb aus den offiziellen Unterlagen deiner eigenen Hochschule, etwa aus der Prüfungsordnung oder den Hinweisen des Prüfungsamts.
Ein kurzes Beispiel verdeutlicht den Ablauf: Eine Studentin erhält bei der Abgabe einer Arbeit einen Hinweis auf auffällige Textstellen. Statt den Hinweis als endgültiges Urteil zu werten, sieht sie ihn als Ausgangspunkt, prüft die markierten Passagen selbst gegen ihre Quellenangaben und wendet sich bei offenen Fragen an die für ihren Studiengang zuständige Stelle. Beim Formulieren der eigenen Argumente hilft es, wenn du beim Forschungsfrage formulieren und beim Aufbau einer wissenschaftliche Argumentation genau dokumentierst, welche Quelle welchen Gedanken trägt.
Das Ergebnis der Prüfung solltest du festhalten, etwa indem du notierst, welche Stellen geprüft wurden und welche Rückfrage offen bleibt. Daraus ergibt sich der nächste Schritt, sei es eine Korrektur der Quellenangabe oder ein Gespräch mit der zuständigen Person.
Typische Fehler bei der Plagiatsprüfung vermeiden
Ein häufiger Fehler besteht darin, einen Softwarebefund entweder als endgültigen Beweis für ein Plagiat oder umgekehrt als vollständigen Freispruch zu behandeln. Die Quelle beschreibt ausdrücklich, dass Ergebnisse der Software nur als Indiz gelten und dass Verdachtsmomente anschließend von Menschen geprüft werden. Die am Fachbereich Rechtswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt beschriebene Praxis gilt zudem für diesen Fachbereich und sollte nicht als allgemeine Regel aller Hochschulen dargestellt werden.
Ein weiterer Fehler liegt darin, eigene Annahmen über Prüfverfahren mit tatsächlich geltenden Regeln zu verwechseln. Wer beim Aufbau der Gliederung einer Hausarbeit ein Schema aus einer anderen Arbeit unverändert übernimmt, läuft Gefahr, Textstellen ungeprüft zu wiederholen, ohne die eigentliche Quelle zu nennen. Ebenso riskant ist es, beim Literaturverzeichnis erstellen Einträge aus fremden Verzeichnissen zu kopieren, ohne sie an der eigenen Arbeit zu überprüfen.
Schließlich schieben manche Studierende Nachweise und Rückfragen zu lange auf. Wer Quellenangaben richtig zitieren möchte, sollte Unsicherheiten frühzeitig klären, statt erst nach einem Hinweis der Software zu reagieren. Das frühzeitige Klären offener Fragen bei der zuständigen Stelle verhindert, dass aus einer einfachen Unsicherheit ein größeres Problem wird.

Checkliste zur Plagiatsprüfung vor der Abgabe
Vor der Abgabe lohnt sich eine kurze Prüfung in mehreren Schritten. Stufe einen Softwarebefund als Indiz ein und nicht als abschließendes Ergebnis. Prüfe markierte Verdachtsstellen anschließend von Hand, so wie es die beschriebene Praxis am Fachbereich Rechtswissenschaften vorsieht.
Beachte dabei die Grenzen der Software: Genannt werden Schwächen bei Google Books, Übersetzungen und Umlauten, die zeigen, dass ein Treffer allein nichts beweist. Ziehe außerdem das Regelwerk des jeweiligen Fachbereichs heran, denn dort sind laut Quelle die Prüfmechanismen verankert.
Für die eigene Arbeit hilft ein Blick auf die verwendeten Zitierweisen, damit deine Quellenangaben einheitlich bleiben.
Wer zwischen der deutsche Zitierweise und der Harvard-Zitierweise wählt, sollte die Entscheidung konsequent durchhalten und nicht während der Arbeit wechseln.
Auch die Methoden wissenschaftlicher Arbeiten solltest du kennen, besonders wenn du zwischen qualitative und quantitative Forschung unterscheidest, da unterschiedliche Methoden unterschiedliche Belegpraxis nahelegen können.
Ermittle als nächsten persönlichen Schritt die für dich zuständige Quelle oder Stelle an deiner Hochschule, etwa über die Prüfungsordnung oder das Prüfungsamt. So lässt sich Plagiat vermeiden, indem du Verdachtsstellen frühzeitig selbst gegenprüfst, bevor eine Software oder eine prüfende Person das übernimmt.
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Stand: 26. Oktober 2026korrektur.de. (2026, 26. Oktober). Professionelle Plagiatsprüfung an Hochschulen. korrektur.de. https://korrektur.de/professionelle-plagiatspruefung
„Professionelle Plagiatsprüfung an Hochschulen.“ korrektur.de, 26. Okt. 2026, korrektur.de/professionelle-plagiatspruefung. Zugriff 26. Okt. 2026.
korrektur.de (2026) Professionelle Plagiatsprüfung an Hochschulen. Verfügbar unter: https://korrektur.de/professionelle-plagiatspruefung (Zugriff: 26. Oktober 2026).
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korrektur.de. Professionelle Plagiatsprüfung an Hochschulen [online]. 2026 [Zugriff am 26.10.2026]. Verfügbar unter: https://korrektur.de/professionelle-plagiatspruefung
Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.uni-marburg.de (geprüft am 2026-10-23)