Preprints in wissenschaftlichen Arbeiten zitieren

Preprint zitieren

Lesezeit ca. 8 Min. · zuletzt aktualisiert: 15. August 2026 · Weitere Tipps für Studium und wissenschaftliches Arbeiten

Ein Preprint ist als Vorabversion zu kennzeichnen. Hier findest du eine quellennahe Einordnung, einen klaren Ablauf und eine formale Schlussprüfung.

Preprints als Quellen bewusst einordnen

Ein Preprint ist eine Vorabfassung einer wissenschaftlichen Publikation, die bereits öffentlich zugänglich gemacht wird, bevor die offizielle Veröffentlichung vorliegt. Die Quelle beschreibt diesen Weg als Möglichkeit, dem Fachpublikum Inhalte aus Forschungsarbeiten schon während weiterer Überarbeitungs- und Prüfschritte zugänglich zu machen. Für wissenschaftliches Schreiben bedeutet das: Nicht allein der Textinhalt zählt, sondern auch der Veröffentlichungsstatus der verwendeten Quelle.

Beim Thema Preprint zitieren steht daher zuerst die quellenkritische Entscheidung. Laut Quelle haben Preprints häufig noch keine Begutachtung durch andere Forschende im Peer-Review-Prozess durchlaufen. Sie sollen deshalb nur ausnahmsweise verwendet werden. Suche für deine Aussage zuerst nach einer geprüften Veröffentlichung, etwa in einer wissenschaftlichen Zeitschrift oder als Verlagsveröffentlichung. Erst wenn du nach dieser Prüfung beim Preprint bleibst, kennzeichne ihn ausdrücklich als solchen.

Diese Einordnung passt in die Arbeit an einer Hausarbeit ebenso wie beim Masterarbeit schreiben. Sie verbindet die Auswahl der Quelle mit der Frage, wie ein Beleg im eigenen Text sichtbar wird. Wer eine Forschungsfrage entwickelt, eine wissenschaftliche Argumentation aufbaut oder eine Gliederung einer Hausarbeit vorbereitet, kann den Status eines Preprints direkt neben Inhalt und Bezug zur eigenen Aussage prüfen. Der Text wird dadurch nicht mit einer unbezeichneten Vorabversion belegt.

Nutze außerdem die Themen rund um Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit, wenn du den Beleg an der passenden Stelle deiner Arbeit einordnen willst. Beim Hausarbeit schreiben oder beim Planen einer umfangreicheren Arbeit bleibt der gleiche Arbeitsauftrag bestehen: Finde die bestmögliche geprüfte Quelle; ist ein Preprint dennoch die ausgewählte Quelle, mache seine Eigenschaft im Nachweis erkennbar. Für die sprachliche Ausformulierung kann der Bereich wissenschaftliches Schreiben helfen, die Kennzeichnung klar in den Satz einzubetten.

Konkreter Abschlusscheck zu Preprints in wissenschaftlichen Arbeiten zitieren

Bestandteile eines gekennzeichneten Preprint-Nachweises

Der Aufbau folgt der belegten Grundentscheidung: Ein Preprint ist keine offiziell veröffentlichte Fassung eines wissenschaftlichen Textes, muss als Quelle aber ebenso kenntlich gemacht werden. Die entscheidende Besonderheit ist der sichtbare Hinweis, dass der Nachweis ein Preprint ist. Die Quelle zeigt dafür eine bibliografische Form mit Namen, Titel, Bezeichnung als Preprint, einer Preprint-Kennung, Jahresangabe, Online-Hinweis, Fundadresse und Prüfdatum. Übernimm die für deine Quelle verfügbaren Angaben in der Zitierform deiner Arbeit.

  1. Quelle bestimmen: Halte die bibliografischen Angaben der tatsächlich genutzten Vorabversion bereit. Das Ergebnis ist ein Nachweis, der sich auf genau diesen Text bezieht.
  2. Status markieren: Setze im Nachweis die Bezeichnung Preprint sichtbar ein. Das Ergebnis ist eine Kennzeichnung, die die Vorabversion nicht wie eine offizielle Veröffentlichung erscheinen lässt.
  3. Online-Angaben ergänzen: Wenn du den Preprint online nutzt, notiere die Fundadresse und den Zeitpunkt der letzten Prüfung entsprechend dem gezeigten Muster. Das Ergebnis ist ein nachvollziehbarer Online-Nachweis.
  4. Stil angleichen: Verwende den Zitierstil, den du für die gesamte wissenschaftliche Arbeit gewählt hast. Das Ergebnis ist ein einheitlicher Umgang mit dem Preprint und den übrigen Quellen.

Für diese Struktur sind Zitierweisen der Rahmen, nicht ein Ersatz für die Kennzeichnung des Preprints. Wenn du die deutsche Zitierweise oder die Harvard-Zitierweise verwendest, passe die Angaben an die dort von dir verwendete Form an und behalte den Hinweis auf den Preprint bei. Die Quelle fordert einen einheitlichen Zitierstil für die eigene wissenschaftliche Arbeit.

Arbeite beim Literaturverzeichnis erstellen mit derselben Entscheidung weiter: Der Nachweis soll die verwendete Quelle beschreiben und zugleich ihren Preprint-Status ausweisen. Prüfe beim Einfügen anschließend, ob du Quellenangaben richtig zitieren für alle Quellen nach demselben Stil bearbeitest. Der Aufbau bleibt nachvollziehbar, weil erst die konkrete Quelle feststeht, dann ihre Eigenschaft als Preprint erscheint und schließlich die bibliografischen sowie Online-Angaben folgen.

Preprints in vier Schritten prüfen und nachweisen

  1. Nach einer geprüften Veröffentlichung suchen. Beginne nicht mit dem Eintrag ins Literaturverzeichnis, sondern mit der Quellensuche. Die Quelle empfiehlt, die bestmögliche Quelle zu finden und zu zitieren, insbesondere geprüfte Veröffentlichungen aus wissenschaftlichen Zeitschriften oder Verlagsveröffentlichungen. Ergebnis: Du hast geprüft, ob eine begutachtete Fassung anstelle des Preprints verwendet werden kann.
  2. Die Ausnahmeentscheidung festhalten. Bleibt der Preprint nach deiner Suche die verwendete Quelle, behandle ihn als Ausnahmefall. Berücksichtige dabei, dass die Erkenntnisse und Daten laut Quelle noch nicht den Peer-Review-Prozess durchlaufen haben können. Ergebnis: Die Quellenwahl ist an den in der Quelle genannten Status der Vorabversion gebunden.
  3. Den Nachweis mit Preprint-Hinweis bauen. Übernimm die Angaben der verwendeten Quelle und ergänze die Bezeichnung Preprint. Füge bei einer Online-Quelle die Fundadresse und den Prüfzeitpunkt nach dem gezeigten Muster ein. Ergebnis: Der Nachweis benennt die Quelle und kennzeichnet ihren Status.
  4. Den Stil mit dem gesamten Text abgleichen. Vergleiche Zeichensetzung, Reihenfolge der Angaben und Schreibweise mit deinen übrigen Nachweisen. Ergebnis: Der Preprint folgt dem einheitlichen Zitierstil deiner wissenschaftlichen Arbeit.

Verbinde diesen Ablauf mit der inhaltlichen Arbeit. Beim Forschungsfrage formulieren prüfst du zuerst, welche Aussage du belegen willst. Bei den Methoden wissenschaftlicher Arbeiten und bei qualitative und quantitative Forschung prüfst du anschließend, ob der Preprint tatsächlich die Aussage trägt, die du im Text belegst. Der Quellenstatus bleibt dabei ein eigener Prüfschritt und wird nicht durch eine passende Formulierung ersetzt.

Zum Schluss lies den Satz mit dem Beleg und den Eintrag im Verzeichnis zusammen. Kontrolliere, ob die Quelle im Text und im Nachweis als Preprint behandelt wird. Diese konkrete Prüfung unterstützt auch das Ziel, Plagiat vermeiden: Übernahmen und verwendete Quellen werden nicht unmarkiert gelassen, sondern als Quelle kenntlich gemacht.

Kurzes Beispiel für die Anwendung

Angenommen, du schreibst einen Abschnitt und möchtest eine Aussage mit einer online zugänglichen Vorabversion stützen. Du suchst zunächst nach einer geprüften Veröffentlichung zum selben Inhalt. Für deinen Arbeitsgang notierst du: „Geprüfte Fassung gesucht.“ Findest du eine solche Fassung, verwendest du sie als Quelle. Bleibt nach dieser Suche die Vorabversion dein verwendeter Text, setzt du den nächsten Schritt fort.

Im Fließtext kennzeichnest du den Bezug zu der Quelle nach dem Zitierstil deiner Arbeit. Im Quellenverzeichnis legst du einen Eintrag an, der die vorhandenen Angaben der Vorabversion aufnimmt und das Wort Preprint sichtbar enthält. Eine neutrale Arbeitsform lautet: A. Beispiel. „Arbeitstitel“. Preprint. [Online] Verfügbar unter: [Fundadresse], zuletzt geprüft am [Prüfdatum]. Ersetze die Platzhalter ausschließlich durch die Angaben der von dir verwendeten Quelle und ergänze eine vorhandene Preprint-Kennung in der Form, die dein einheitlicher Zitierstil vorsieht.

Das Beispiel behauptet nichts über den Inhalt der Vorabversion. Es zeigt nur die Abfolge: geprüfte Quelle suchen, die Ausnahmeentscheidung treffen, Preprint im Nachweis benennen und die Online-Angaben ergänzen. Prüfe danach, ob die Kennzeichnung im Verzeichnis zu deiner Verwendung im Text passt. Wenn du den Nachweis in eine wissenschaftliche Argumentation einfügst, belege nur die Aussage, die du anhand des tatsächlich gelesenen Preprints vertreten kannst.

Für die eigene Arbeitsorganisation kannst du den Eintrag neben deiner Quellenliste kontrollieren: Quelle ausgewählt, Preprint-Hinweis gesetzt, Fundadresse geprüft, Prüfdatum eingetragen, Zitierstil angeglichen. So bleibt das Anwendungsbeispiel bei den Merkmalen, die die Quelle für das Zitieren eines Preprints nennt, und ergänzt keine unbelegten Angaben zu Inhalt, Fachgebiet oder Veröffentlichungsweg.

Konkrete Schritte zu Preprints in wissenschaftlichen Arbeiten zitieren

Inhaltliche Abgrenzung und formale Prüfung trennen

Abgrenzung prüfen: Stelle zuerst fest, ob du die Quelle zutreffend als Preprint einordnest. Ein Preprint ist nach der Quelle eine öffentlich bereitgestellte Vorabversion vor der offiziellen Veröffentlichung. Prüfe außerdem, ob du eine geprüfte Veröffentlichung finden kannst. Die Quelle empfiehlt diese Suche, weil Preprints häufig noch nicht von anderen Forschenden begutachtet wurden und nur ausnahmsweise zitiert werden sollen. Ergebnis der Abgrenzungsprüfung: Du verwendest nicht unbezeichnet eine Vorabversion, sondern entscheidest bewusst zwischen einer geprüften Veröffentlichung und dem Preprint.

  • Ist die verwendete Quelle die Vorabversion, die du tatsächlich gelesen hast?
  • Hast du nach einer geprüften Veröffentlichung gesucht?
  • Ist im Nachweis ausdrücklich erkennbar, dass es sich um einen Preprint handelt?
  • Belegst du mit dem Preprint nur die Aussage, für die du ihn im Text heranziehst?

Formale Prüfung: Prüfe danach getrennt davon die Gestaltung des Nachweises. Vergleiche die Angaben mit dem Zitierstil deiner eigenen wissenschaftlichen Arbeit. Kontrolliere Namen, Titel, die Preprint-Bezeichnung, vorhandene Kennung, Jahresangabe sowie bei einer Online-Quelle Fundadresse und Prüfdatum. Ergebnis der formalen Prüfung: Die Kennzeichnung des Preprints und die bibliografischen Angaben erscheinen im gleichen Stil wie die übrigen Quellen.

  • Steht die Bezeichnung Preprint im Eintrag?
  • Sind die Angaben der tatsächlich verwendeten Quelle übernommen?
  • Sind Fundadresse und Prüfdatum eingetragen, wenn du die Online-Form des gezeigten Musters nutzt?
  • Passt die Reihenfolge der Angaben zu deinem gewählten Zitierstil?

Diese beiden Prüfblöcke erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Die Abgrenzung betrifft den Status und die Auswahl der Quelle. Die formale Prüfung betrifft ihre sichtbare Kennzeichnung und die einheitliche Zitierform. Erst wenn beide Ergebnisse vorliegen, füge den Nachweis endgültig in deinen Text und in das Literaturverzeichnis ein.

Quellen und Stand

Die Einordnung „Preprints in wissenschaftlichen Arbeiten zitieren“ berücksichtigt außerdem „korrekt“.

Du möchtest deinen Text vor der Abgabe sprachlich prüfen lassen?

Datei hochladen

Häufige Fragen zu Preprint zitieren

Was ist ein Preprint?

Ein Preprint ist eine Vorabversion einer wissenschaftlichen Publikation, die vor der offiziellen Veröffentlichung öffentlich zugänglich ist.

Soll ich einen Preprint zitieren?

Die Quelle empfiehlt, Preprints nur ausnahmsweise zu zitieren und zuerst nach einer geprüften Veröffentlichung zu suchen.

Warum ist der Status als Preprint wichtig?

Die Quelle weist darauf hin, dass Preprints häufig noch keinen Peer-Review-Prozess durchlaufen haben. Deshalb soll der Nachweis den Preprint als solchen kennzeichnen.

Welche Angaben gehören in den Nachweis?

Das Quellenmuster enthält bibliografische Angaben, die Bezeichnung als Preprint sowie bei der Online-Form Fundadresse und Prüfdatum.

Muss der Preprint zum Zitierstil meiner Arbeit passen?

Ja. Die Quelle fordert, den einheitlichen Zitierstil der eigenen wissenschaftlichen Arbeit zu verwenden.

Kann ich den Preprint im Literaturverzeichnis wie eine offizielle Veröffentlichung behandeln?

Nein. Die Quelle beschreibt den Preprint nicht als offiziell veröffentlichte Version; seine Eigenschaft als Preprint soll deshalb im Nachweis sichtbar sein.

Unsere Partner