Literaturverzeichnis erstellen lassen mit System
Literaturverzeichnis erstellen lassen
Wenn du ein Literaturverzeichnis erstellen lassen möchtest, kläre vor der Beauftragung den Zweck, die vorhandenen Quellen, die geltenden Vorgaben und die gewünschte Prüfung der Endfassung.
Vom Zweck zur prüfbaren Endfassung
Literaturverzeichnis erstellen lassen bezeichnet hier eine Aufgabe, die aus Zweck, Bausteinen und einer prüfbaren Endfassung entwickelt wird. Behandle sie nicht als bloßes Sammeln von Titeln. Prüfe Arbeitsauftrag, Thema, Forschungsfrage und die im Text verwendeten Belege. Halte anschließend fest, welche Quellen und Angaben für den konkreten Text zu erfassen sind.
Für das eigene wissenschaftliche Schreiben kannst du Recherche und Ordnung gemeinsam dokumentieren. Wenn du eine Hausarbeit schreiben oder eine Masterarbeit schreiben möchtest, prüfe für jeden Textteil, welche Quelle du dort verwendest. Entwickle das Literaturverzeichnis aus diesen verwendeten Quellen. Die LMU-Universitätsbibliothek beschreibt als Recherchewege unter anderem OPAC, „Artikel & mehr“, fachspezifische Datenbanken, Kataloge und frei zugängliche Fachportale. Prüfe Angebote anderer Einrichtungen anhand ihrer offiziellen Unterlagen.
Prüfe in der Endfassung jeden Eintrag anhand der für deinen Text geltenden Vorgaben. Vergleiche verwendete Quellen mit ihrer Verwendung im Text und dokumentiere konsultierte Literatur zusätzlich, sofern die Vorgaben sie vorsehen. Vergleiche außerdem die Angaben im Eintrag mit den für deinen Text geltenden Vorgaben. Wenn eine Vorgabe zu Dokumentart oder Form nicht ausdrücklich vorliegt, ermittle sie in den offiziellen Unterlagen der zuständigen Einrichtung.
Bearbeite die Aufgabe eigenständig: Erfasse Quellen und Texte, ordne die Angaben und prüfe die Fassung am eigenen Text. Das wb-web beschreibt produktives Arbeiten mit Texten als Entwerfen und Erstellen eines Produkts. Nutze dies hier nur als Arbeitsimpuls zum schrittweisen Aufbau und zur abschließenden Prüfung des Literaturverzeichnisses.
Passend dazu findest du weitere Hinweise im Beitrag wissenschaftliches Schreiben.

Bestandteile in nachvollziehbarer Reihenfolge
Der Aufbau beginnt mit Zweck und Zielgruppe. Halte in einem Satz fest, für welchen Text das Literaturverzeichnis erstellt wird und wer die Belege nachvollziehen soll. Ermittle Anforderungen zu Umfang, Darstellung und Auswahl ausschließlich aus den Unterlagen, die für deinen Text gelten.
Leite danach die erforderlichen Bausteine aus diesen Vorgaben ab: die im Text verwendeten Quellen, die bibliografischen Angaben, die verlangte Form der Quellenangabe und die Querverweise zwischen Aussage und Beleg. Wie du eine Gliederung einer Hausarbeit vorbereitest, prüfst du getrennt von der Gestaltung des Literaturverzeichnisses. Erfasse zuerst Textabschnitte, Quellen und Verbindungen; ordne die Darstellung erst anschließend.
Bringe die Inhalte in eine logische Reihenfolge: Zweck festhalten, Vorgaben erfassen, Quellen sammeln, bibliografische Bausteine ordnen und Querverweise prüfen. Richte die Reihenfolge nicht nach einer bloßen Seitenzählung aus. Halte Belege und Verknüpfungen bereits bei der Erfassung fest. Bei Literaturverzeichnis erstellen prüfst du die Verbindung zwischen Quelle und Text von Beginn an.
Arbeite anschließend eine Fassung mit Quellen und Querverweisen aus. Halte für jede verwendete Quelle die zugehörige Aussage oder den Abschnitt fest. Für die Recherche kannst du die von der LMU-Universitätsbibliothek beschriebenen Wege prüfen: die erweiterte OPAC-Suche, Filter nach Schlagwort und Thema, „Artikel & mehr“, DBIS, EZB und webis. Die dort beschriebenen E-Medien sind laut LMU überwiegend lizenziert und auf Mitglieder der LMU beschränkt. Prüfe Zugang und Nutzungsbedingungen anderer Einrichtungen in deren offiziellen Unterlagen.
Prüfe die Endfassung auf Vollständigkeit und Anschlussfähigkeit: Vergleiche die ausgewählten Einträge mit dem bearbeiteten Text und prüfe, ob die vorgesehenen Angaben vorhanden sind. Prüfe außerdem, ob eine Textstelle zum passenden Verzeichniseintrag führt. Wähle zwischen Zitierweisen, der deutschen Zitierweise oder der Harvard-Zitierweise ausschließlich nach den für deinen Text geltenden Vorgaben.
Passend dazu findest du weitere Hinweise im Beitrag deutsche Zitierweise.
Ein konkreter Ablauf mit Ergebnissen
- Zweck klären: Lies Arbeitsauftrag und einschlägige Unterlagen. Ergebnis ist ein kurzer Satz, der festhält, welchem Text das Verzeichnis zugeordnet wird und welche Nachprüfbarkeit erreicht werden soll.
- Zielgruppe bestimmen: Notiere, wer den Text lesen und die Belege nachvollziehen soll. Ergebnis ist eine begründete Auswahl der Informationen, die in den Einträgen und Verweisen sichtbar sein müssen.
- Vorgaben erfassen: Sammle alle ausdrücklich vorhandenen Anforderungen zur Darstellung und Quellenbehandlung. Ergebnis ist eine Liste belegter Vorgaben. Wenn eine Anforderung nicht in den Unterlagen steht, markiere sie als offen und ermittle die zuständige Auskunftsstelle aus den offiziellen Dokumenten.
- Rechercheweg wählen: Nutze für die Quellensuche die passenden Kataloge, Datenbanken oder Fachportale. Die LMU-Universitätsbibliothek nennt hierfür unter anderem OPAC, „Artikel & mehr“, DBIS, EZB und webis. Ergebnis ist eine dokumentierte Suchspur, deren institutionelle Geltung du auf den genannten LMU-Kontext begrenzt.
- Quellen erfassen: Übertrage die Angaben der ausgewählten Titel in eine Arbeitsliste. Ergebnis ist ein Quellenbestand, der nach Quelle, Textverwendung und noch zu prüfenden Angaben getrennt betrachtet werden kann.
- Textbezug herstellen: Ordne jedem verwendeten Eintrag die passende Textstelle oder Aussage zu. Ergebnis ist eine Querverweisliste. Fehlt eine Zuordnung, prüfe die Textstelle, bevor du den Eintrag in die Endfassung übernimmst.
- Bausteine ordnen: Bringe Einträge und Angaben nach der gewählten Vorgabe in eine einheitliche Darstellung. Ergebnis ist eine zusammenhängende Fassung, die nicht nur nach Seitenzahl aufgebaut wurde.
- Fachlichen Zusammenhang prüfen: Wenn deine Arbeit eine Forschungsfrage formulieren oder eine wissenschaftliche Argumentation aufbaut, kontrolliere, ob die aufgenommenen Quellen tatsächlich zu den dafür belegten Abschnitten gehören. Ergebnis ist eine Liste geklärter oder noch offener Bezüge.
- Formale Endkontrolle durchführen: Vergleiche Textbelege, Einträge, Querverweise und Vorgaben. Ergebnis ist eine prüfbare Endfassung mit einem kurzen Prüfvermerk zu offenen Punkten.
Wenn du zusätzlich Methoden wissenschaftlicher Arbeiten oder qualitative und quantitative Forschung beschreibst, erfasse die dafür verwendeten Quellen nach demselben Prinzip. Die Begriffe selbst ersetzen keine Quellenprüfung.
Durchgängiges Beispiel für die Anwendung
Eine Person bearbeitet einen wissenschaftlichen Text zu einem sprachbezogenen Thema. Sie liest zuerst den Arbeitsauftrag und hält als Zweck fest: Die im Text verwendeten Quellen werden so geordnet, dass die Verbindung zu den jeweiligen Aussagen nachvollziehbar bleibt. Danach erfasst sie nur Vorgaben, die in den für den Text geltenden Unterlagen ausdrücklich genannt sind.
Für die Recherche legt sie eine Arbeitsliste an. Eine Quelle findet sie über eine Katalogsuche, eine weitere über einen Trefferbereich für Aufsätze. Die LMU-Universitätsbibliothek beschreibt OPAC und „Artikel & mehr“ als Rechercheangebote. Die Person dokumentiert diese Wege daher nur als Angebote der LMU und prüft den Zugang anderer Einrichtungen separat.
Anschließend liest sie den Text abschnittsweise. Im ersten Abschnitt ordnet sie Quelle A einer Aussage zu, im zweiten Abschnitt Quelle B. Beide Einträge kommen mit dem zugehörigen Abschnitt und den noch zu prüfenden bibliografischen Angaben in die Arbeitsliste. Sie sortiert das Verzeichnis nicht nach Seitenzahl und ergänzt Belege oder Verknüpfungen nicht erst nach einer fertigen Gliederung, sondern hält den Textbezug während der Erfassung fest.
Für die Darstellung prüft sie die geltenden Unterlagen und übernimmt nur die dort genannte Form der Zitierweisen. Anschließend vereinheitlicht sie die Einträge. In der Endkontrolle markiert sie Quelle A und Quelle B als zugeordnet; eine ungeklärte Angabe bleibt offen, bis sie diese anhand der zuständigen Unterlagen geprüft hat. Das Beispiel ergänzt keine Zahlen, Fristen, Voraussetzungen oder Ergebnisse.
Wer parallel eine Gliederung einer Hausarbeit vorbereitet, prüft diese Strukturarbeit getrennt vom Literaturverzeichnis und hält die inhaltlichen Verknüpfungen fest. Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit können dabei als eigener Prüfaspekt erfasst werden.

Abgrenzung und formale Prüfung getrennt durchführen
Teile den letzten Check in zwei Bereiche. Prüfe zuerst die inhaltliche Abgrenzung: Ist der Zweck benannt? Ist die Zielgruppe aus den verfügbaren Unterlagen abgeleitet? Gehören die verwendeten Quellen zu den Aussagen im Text? Prüfe außerdem den Rechercheweg. OPAC, „Artikel & mehr“, DBIS, EZB, webis und die beschriebenen E-Medien beziehen sich auf Angebote der LMU-Universitätsbibliothek. Ermittle Angebote, Zugang und Bedingungen anderer Einrichtungen aus deren offiziellen Unterlagen.
Prüfe danach die Bausteine: Sind die Quellen erfasst? Sind die erforderlichen bibliografischen Angaben aus den geltenden Vorgaben übernommen? Gibt es für jede verwendete Quelle einen Textbezug? Sind Querverweise vorhanden und verständlich? Entstand die Reihenfolge aus Zweck, Vorgaben und Textbezug statt aus einer Seitenzählung? Wenn ein Punkt offen bleibt, formuliere die konkrete Prüffrage und kläre sie anhand der zuständigen Unterlagen.
Führe die formale Prüfung getrennt durch. Vergleiche Schreibweise und Einheitlichkeit aller Einträge mit den Vorgaben sowie Kurzbelege mit dem Verzeichnis. Prüfe beim Thema Quellenangaben richtig zitieren, ob du die Angaben im eigenen Text nach den geltenden Vorgaben umgesetzt hast. Bei Literaturverzeichnis erstellen lassen dokumentierst du offene Entscheidungen, bis du sie anhand einer geltenden Vorgabe prüfen kannst.
Prüfe zum Abschluss die Anschlussfähigkeit: Ordne jede relevante Textstelle einem passenden Eintrag zu und prüfe jeden Eintrag gegen eine Verwendung im Text oder eine dokumentierte Rechercheentscheidung. Unterscheide Übernahmen und Belege im eigenen Text, wenn du Plagiat vermeiden prüfen möchtest. Das wb-web unterstützt hier nur den Arbeitsimpuls, ein Produkt zu entwerfen, zu erstellen und anschließend sichtbar zu bearbeiten.
Quellen und Stand
- Medienbestand & Recherchetools: Universitätsbibliothek: LMU München: www.ub.lmu.de (geprüft am 2026 bis 08 bis 31)
- Der Kreativität freien Lauf lassen: Aktuelles: wb-web: wb-web.de (geprüft am 2026 bis 08 bis 31)
Zum vollständigen Zusammenhang „Literaturverzeichnis erstellen lassen mit System“ gehören auch „klar“ und „prüfbar“.