Lektorat für Geschichte und Germanistik im Studium
Historische Quellenzitate und literarische Analyse korrekt behandeln
Ein Lektorat für Geschichte und Germanistik muss eine Regel besonders gut kennen: Quellenzitate werden nicht korrigiert. Historische Orthografie, dialektale Formen und literarische Eigenheiten sind Teil des Materials, kein Fehler. Diese Seite erklärt, wie unser Lektorat für Geschichte und Germanistik im Studium zwischen Quelle und eigenem Text unterscheidet.
Was diese Arbeiten sprachlich besonders macht
Geisteswissenschaftliche Arbeiten argumentieren am Text. Das verlangt präzise Verben der Quellenbeschreibung: Ein Autor behauptet, konstatiert, suggeriert oder impliziert, und jede dieser Wendungen trägt eine andere Deutung. Wo ein Lektorat solche Verben austauscht, verändert es die Interpretation. Wir glätten deshalb nur, wo Grammatik oder Bezug tatsächlich unklar sind.
Eine Quelle ist Material, kein fehlerhafter Text. Diese Unterscheidung ist die wichtigste Regel im geisteswissenschaftlichen Lektorat und zugleich die, an der unerfahrene Korrektoren am häufigsten scheitern.

Fachkonventionen, die über den Eindruck entscheiden
Quellenzitate bleiben buchstabengetreu, Abweichungen werden mit sic markiert. Historische Datumsangaben folgen einer einheitlichen Form, ebenso Herrschernamen und Ortsbezeichnungen, die sich historisch geändert haben. In der Germanistik kommen Siglen für häufig zitierte Werkausgaben hinzu, die im Verzeichnis vollständig aufgelöst sein müssen. Fußnotenapparate prüfen wir auf durchgängige Struktur.
Prüfende achten stärker auf diese Ebene, als Studierende vermuten. Nicht weil Formalia wichtiger wären als Inhalt, sondern weil sie schnell zu erfassen sind und einen ersten Eindruck prägen, der sich später kaum korrigieren lässt.
Typische Fehlerklassen im Fachlektorat
- historische Orthografie in Quellenzitaten wird stillschweigend modernisiert
- Ortsnamen wechseln zwischen historischer und heutiger Bezeichnung
- Werksiglen sind im Verzeichnis unvollständig aufgelöst
- der Fußnotenapparat mischt Kurz- und Vollbelege ohne System
Diese Fehlerklassen sind typisch für gewachsene Texte. Sie sagen nichts über die fachliche Qualität aus, fallen einer prüfenden Person aber sofort auf, weil sie den Text am Stück liest. Wer im vierten Monat eine Quellenkritik beschreibt, erinnert sich nicht mehr an jede Festlegung aus dem ersten.
Vor der Abgabe lohnt sich deshalb ein gezielter Durchgang mit diesen Prüffragen:
- Ist im gesamten Dokument ausgeschlossen, dass historische Orthografie in Quellenzitaten wird stillschweigend modernisiert?
- Ist im gesamten Dokument ausgeschlossen, dass Ortsnamen wechseln zwischen historischer und heutiger Bezeichnung?
- Ist im gesamten Dokument ausgeschlossen, dass Werksiglen sind im Verzeichnis unvollständig aufgelöst?
- Ist im gesamten Dokument ausgeschlossen, dass der Fußnotenapparat mischt Kurz- und Vollbelege ohne System?
Wenn eine Antwort unklar bleibt, fehlt meist eine Angabe an der Stelle, an der sie gesucht wird. Ein fremder Blick deckt das schneller auf als jedes weitere eigene Durchlesen.
So arbeitet das Fachlektorat auf korrektur.de
Unser Lektorat für Geschichte und Germanistik übernehmen Lektorinnen mit geisteswissenschaftlichem Studium. Sie erkennen Quellenzitate als solche, prüfen Siglenverzeichnis, Fußnotenlogik und Belegkonsistenz und glätten den eigenen Analysetext, ohne die Deutungsverben zu verändern.
Du entscheidest beim Upload, ob wir direkt im Dokument ändern oder mit Kommentaren arbeiten. Beide Varianten kommen als überarbeitete Datei mit nachvollziehbaren Änderungen zurück, sodass du jede Korrektur einzeln annehmen oder ablehnen kannst. Bei Fragen zur Geschichtswissenschaft notieren wir zusätzlich eine kurze Begründung am Rand, damit nachvollziehbar bleibt, warum eine Stelle aufgefallen ist.

Wo die Grenze des Lektorats liegt
Wir bewerten keine historische These und keine literaturwissenschaftliche Interpretation. Ob eine Quellenkritik trägt oder ein Textbefund überzeugt, entscheidet deine Betreuung. Das Lektorat sichert Formalia und sprachliche Klarheit.
Diese Trennlinie schützt vor allem dich. Eine sprachliche Überarbeitung ist an nahezu allen Hochschulen zulässig und häufig ausdrücklich vorgesehen, ein inhaltlicher Eingriff dagegen wäre ein Täuschungsrisiko. Was fachlich in der Geschichtswissenschaft überzeugt, bleibt deine Leistung.
Ablauf, Preise und Lieferzeit
Das Standard-Lektorat kostet 4,90 € pro Normseite bei fünf Werktagen. Eine Hausarbeit mit 20 Normseiten liegt bei rund 98 Euro, eine Masterarbeit mit 70 Normseiten bei rund 343 Euro. Express ist für 6,90 € in 48 Stunden oder 8,90 € in 24 Stunden möglich.
Zur Einordnung: Eine Masterarbeit mit 70 Normseiten kostet im Lektorat 343 Euro. Wer nur Rechtschreibung und Zeichensetzung prüfen lassen will, zahlt im Korrektorat 133 Euro. Der Preis steht vor der Buchung fest.
Praktisch läuft es so ab: Datei hochladen, Festpreis und Probeseite ansehen, entscheiden. Nach der Bearbeitung erhältst du die überarbeitete Fassung per E-Mail; dein Dokument wird danach gelöscht und nicht weitergegeben.
Wenn du zusätzlich wissen willst, wie deine Arbeit bei einer Prüfung auf Übernahmen abschneidet, lässt sich das Lektorat mit einer Plagiatsprüfung für 0,29 € pro Normseite kombinieren. Weiterführende Ratgeber zur Geschichtswissenschaft: Geschichte-Themen im Überblick, Germanistik-Themen, Quelleninterpretation, Primär- und Sekundärliteratur, deutsche Zitierweise.