Geschäftsbericht und Jahresabschluss lektorieren lassen
Textteil und Zahlenwerk zur Deckung bringen
Beim Geschäftsbericht ist Rechtschreibung das kleinste Problem. Die teuren Fehler liegen woanders: Eine Kennzahl im Vorstandsbrief weicht vom Anhang ab, ein Vorjahresvergleich nutzt eine andere Basis, ein Querverweis zeigt nach der Umstellung ins Leere. Solche Abweichungen fallen intern selten auf, weil jede Abteilung nur ihren Teil liest. Genau dort setzen wir an.
Der Zahlenabgleich ist der eigentliche Auftrag
Lagebericht, Anhang und Kennzahlenübersichten entstehen parallel und werden bis kurz vor Drucklegung geändert. Eine Zahl wird im Anhang aktualisiert, der Vorstandsbrief nennt weiterhin den alten Wert. Für sich genommen ist jeder Teil korrekt, im Gesamtdokument widersprechen sie sich.
Wir lesen den Bericht deshalb als Ganzes und liefern neben der sprachlichen Korrektur eine Abweichungsliste: jede Stelle, an der Fließtext, Tabelle und Anhang nicht übereinstimmen, mit Seitenangabe. Nach Rückmeldung unserer Kundschaft ist das der Teil, der den Auftrag rechtfertigt.
Geprüft werden dabei Kennzahlen, Einheiten, Rundungen, Vorjahresbasis, Segment- und Produktbezeichnungen sowie alle Verweise auf Kapitel, Tabellen und Anlagen.

Vier Abweichungen, die wir fast immer finden
- Aktualisierte Zahl, alter Text: Der Anhang wurde korrigiert, der erläuternde Absatz nicht.
- Wechselnde Einheit: Ein Abschnitt rechnet in Tausend Euro, der nächste in Millionen, ohne dass die Umstellung kenntlich ist.
- Verschobene Vorjahresbasis: Vorjahreszahlen wurden angepasst, der Vergleichssatz im Text bezieht sich noch auf die ursprüngliche Basis.
- Tote Querverweise: Nach einer Kapitelumstellung zeigt „siehe Abschnitt 4.2“ auf ein anderes Thema.
Alle vier entstehen aus demselben Grund: Der Bericht wird arbeitsteilig erstellt und unter Termindruck geändert. Sie sagen nichts über die Qualität der Arbeit aus, fallen einer prüfenden Leserschaft aber sofort auf.
Sprache im Lagebericht: der unterschätzte Teil
Der Lagebericht ist der einzige Teil des Geschäftsberichts, den viele Leserinnen und Leser wirklich lesen. Entsprechend genau wird er wahrgenommen, und entsprechend häufig steht dort Text, der über Jahre fortgeschrieben wurde, ohne dass jemand ihn als Ganzes geprüft hat.
Typisch sind drei Muster: Schachtelsätze, die eine positive Entwicklung so lange einschränken, bis die Aussage verschwindet. Nominalstil, der Verantwortung verschleiert, etwa wenn aus einer Entscheidung eine Entwicklung wird. Und Formulierungen, die im Vorjahr wörtlich genauso dastanden, obwohl sich die Lage geändert hat.
Wir markieren solche Stellen, ohne die Aussage zu verändern. Was kommuniziert werden soll, entscheidet Ihre Unternehmenskommunikation; wir sorgen dafür, dass es auch beim ersten Lesen ankommt.

Was wir ausdrücklich nicht prüfen
Wir erbringen keine Prüfungsleistung und keine Bilanzberatung. Ob eine Angabe den Rechnungslegungsvorschriften entspricht, ob eine Bewertung zulässig ist oder ob die Segmentabgrenzung stimmt, verantworten Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung.
Wir melden ausschließlich Abweichungen innerhalb des Dokuments sowie sprachliche und formale Fehler. Diese Trennung ist wichtig, damit klar bleibt, worauf sich unsere Rückmeldung bezieht und worauf nicht.
Ablauf, Vertraulichkeit und Konditionen
Berichte vor Veröffentlichung behandeln wir als kursrelevant: Bearbeitung in einem festen Team, Vertraulichkeitsvereinbarung auf Wunsch, Löschung nach Abschluss. Weil Berichtszeiträume planbar sind, reservieren wir für wiederkehrende Kundschaft Kapazität im Vorfeld.
Sie übermitteln Textteil und Zahlenwerk gemeinsam, idealerweise als Layout-PDF plus Quelldokument. Zurück kommen eine kommentierte Fassung und die Abweichungsliste. Abgerechnet wird über ein kostenloses Geschäftskonto mit Lektorat ab 4,90 € und Korrektorat ab 1,90 € pro Normseite; ab 500 Normseiten je Bestellung sinkt der Lektoratspreis um elf Prozent.
Weiterführend: B2B-Konditionen im Überblick, Lektorat für Steuerberatung und Whitepaper und Studien.