Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung nachvollziehbar erklärt
Abgabe Eidesstattliche Versicherung
Die Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung lässt sich als konkrete Prüfaufgabe bearbeiten: Quelle bestimmen, Aussagen zuordnen, Arbeit prüfen und Aussagegrenzen beachten.
Die Abgabe in eine prüfbare Fachfrage übersetzen
Die passende Fachfrage lautet nicht pauschal, was eine eidesstattliche Versicherung an jeder Hochschule bedeutet. Für die hier zugrunde gelegte Abgabe lautet sie: Welche Angaben fordert das vorliegende Formular der Hochschule Bochum für das dort bezeichnete Produkt, und welche Erklärungen müssen vor der Unterschrift anhand der eigenen Unterlagen geprüft werden?
Das überprüfbare Arbeitsergebnis besteht aus einer geordneten Auswertung des Formulars, der Zuordnung zur eigenen Arbeit und einer Prüfung, ob die dort verlangten Aussagen tatsächlich zutreffen. Als mögliche Produkte nennt das Formular eine Hausarbeit, ein Portfolio, eine Bachelorarbeit und eine Masterarbeit. Außerdem führt es Felder für Matrikelnummer, Name, Vorname, Geburtsdatum, E-Mail, Arbeitstitel, Ort, Datum und Unterschrift auf. Die konkrete Dokumentart und die bezeichnete Stelle bleiben dadurch eindeutig im Blick.
Die unterzeichnende Person erklärt nach dem Formular, die ausgewählte Arbeit eigenständig und ohne unzulässige Unterstützung angefertigt zu haben. Zusätzlich ist zu erklären, dass die verwendeten Quellen und Hilfsmittel vollständig angegeben wurden und dass wörtliche ebenso wie sinngemäße Übernahmen erkennbar gemacht sind. Das Formular enthält ferner eine Erklärung dazu, dass die Arbeit zuvor nicht in gleicher oder vergleichbarer Gestalt einer Prüfungsbehörde vorgelegt worden ist. Diese Aussagen sind am eigenen Entstehungsprozess, an der Quellenliste und an der bisherigen Verwendung des Textes zu prüfen.
Wer wissenschaftliches Schreiben vorbereitet, kann die Abgabe deshalb als abschließende Zuordnungs- und Prüfaufgabe behandeln. Die Erklärung ersetzt nicht die Bearbeitung des konkreten Produkts. Wer eine Hausarbeit schreiben oder eine Masterarbeit schreiben möchte, ordnet zunächst die eigene Arbeit einer im Formular genannten Produktart zu und gleicht danach jede Erklärung mit der eigenen Dokumentation ab.
Auch die Belehrung gehört zur Prüfung des konkreten Dokuments. Sie nennt mögliche Folgen eines vorsätzlichen Verstoßes gegen eine täuschungsbezogene Regelung der Hochschulprüfungsordnung, eine mögliche Geldbuße bis zu 50.000 Euro, eine mögliche Exmatrikulation bei einem mehrfachen oder sonst schwerwiegenden Täuschungsversuch sowie die Strafandrohung nach § 156 StGB. Diese Hinweise sind als Bestandteil des Formulars zu lesen und nicht auf andere Einrichtungen zu übertragen.
Aus dem vorliegenden Formular lassen sich keine verlässlichen Aussagen über andere Hochschulen, andere Prüfungsämter, allgemeine Studienordnungen, Fristen, Kosten, Zulassungen oder Berufsaussichten ableiten. Solche Punkte bleiben außerhalb dieser Einordnung. Für die Abgabe zählt daher die nachvollziehbare Verbindung zwischen dem konkreten Formular, dem eigenen Produkt, den eigenen Arbeitsunterlagen und den vor der Unterschrift geprüften Erklärungen.

Bestandteile und Entscheidungen in nachvollziehbarer Reihenfolge
Der Aufbau folgt einer festen Prüfkette. Erstens wird die Fachfrage für die Abgabe Eidesstattliche Versicherung festgelegt. Sie bezieht sich auf das konkrete Formular, das konkrete Produkt und die dort enthaltenen Aussagen. Zweitens wird die direkte Quelle ausgewertet. Im vorliegenden Quellenbeleg handelt es sich um ein Dokument mit dem Titel Eidesstattliche Versicherung der Hochschule Bochum, Gesundheitscampus, Prüfungsamt.
Drittens werden die geltenden Kriterien aus dieser Quelle herausgelöst. Dazu zählen die Bezeichnung des Produkts, die persönlichen Angaben, der Arbeitstitel und die Erklärung zur selbstständigen Erbringung. Hinzu kommen die Angaben zu fremder Hilfe, Quellen, Hilfsmitteln, wörtlichen und sinngemäßen Zitaten sowie zur früheren Vorlage bei einer Prüfungsbehörde.
Viertens wird das benötigte Material geordnet. Dazu gehören die aktuelle Fassung der eigenen Arbeit, die verwendeten Quellen und Hilfsmittel, die Notizen zur Entstehung des Textes sowie die Dokumentation der Zitate. Wer die Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit prüft, kann das Inhaltsdokument getrennt von den Nachweisen und Formularangaben betrachten. Für die Gliederung einer Hausarbeit ist dabei nur festzuhalten, welche Fassung als das im Formular bezeichnete Produkt vorliegt.
Fünftens wird der fachliche Arbeitsschritt nachvollziehbar umgesetzt: Die Erklärung wird nicht lediglich gelesen, sondern Punkt für Punkt mit dem vorhandenen Material abgeglichen. Eine wissenschaftliche Argumentation kann dabei auf ihre Quellenbezüge geprüft werden, ohne aus dieser Prüfung eine neue rechtliche Aussage abzuleiten. Beim Literaturverzeichnis erstellen und beim Prüfen von Quellenangaben richtig zitieren wird nur kontrolliert, ob die Angaben mit der eigenen Arbeitsdokumentation übereinstimmen.
Sechstens wird das Ergebnis gegen Kriterien und Aussagegrenzen geprüft. Das Ergebnis darf nur festhalten, was die Quelle und die eigenen Unterlagen tragen. Für unterschiedliche Zitierweisen können die verwendeten Nachweise gesondert betrachtet werden. Die Begriffe deutsche Zitierweise und Harvard-Zitierweise bezeichnen dabei keine zusätzliche Aussage des Formulars. Eine Auswahl oder Bewertung dieser Verfahren ist nur nach einer eigenen, passenden Fachquelle möglich.
Schritt für Schritt von der Quelle zum Ergebnis
- Fachfrage festlegen: Formuliere die Frage, welche Angaben und Erklärungen das konkrete Formular für das konkrete Produkt verlangt. Ergebnis ist eine eng begrenzte Prüffrage ohne Aussagen über andere Stellen.
- Direkte Quelle sichern: Lies das Formular der Hochschule Bochum für den Gesundheitscampus und das Prüfungsamt vollständig. Ergebnis ist eine Liste der sichtbaren Felder, Erklärungen und Belehrungen.
- Produkt bestimmen: Ordne die eigene Arbeit der im Formular genannten Bezeichnung zu, etwa Hausarbeit, Portfolio oder Masterarbeit. Ergebnis ist eine dokumentierte Zuordnung des eigenen Titels zum gewählten Produkt.
- Material ordnen: Lege die verwendeten Quellen und Hilfsmittel, die Arbeitsfassung und die Nachweise zu wörtlichen sowie sinngemäßen Zitaten zusammen. Ergebnis ist ein prüfbarer Materialbestand, der nicht um unbelegte Annahmen erweitert wird.
- Erklärung abgleichen: Prüfe die Aussage zur selbstständigen Erbringung und zur unzulässigen fremden Hilfe anhand der eigenen Entstehungsdokumentation. Ergebnis ist eine begründete Feststellung, welche Unterlagen die Prüfung tragen.
- Quellen und Zitate abgleichen: Vergleiche verwendete Quellen und Hilfsmittel mit den Angaben im Text. Prüfe, ob wörtliche und sinngemäße Übernahmen kenntlich gemacht wurden. Ergebnis ist eine getrennte Liste bestätigter und noch zu prüfender Stellen.
- Vorlage prüfen: Bearbeite die Aussage, dass die Arbeit in gleicher oder ähnlicher Form noch keiner Prüfungsbehörde vorgelegen hat, nur anhand der eigenen Unterlagen. Ergebnis ist entweder ein belegter Prüfvermerk oder eine offene Prüfstelle.
- Formularangaben kontrollieren: Vergleiche Matrikelnummer, Namen, Geburtsdatum, E-Mail, Titel, Ort und Datum mit den eigenen Angaben. Ergebnis ist ein ausgefülltes Kontrollprotokoll.
- Aussagegrenze markieren: Trenne belegte Feststellungen von Punkten, die die Quelle nicht beantwortet. Ergebnis ist eine knappe Zusammenfassung ohne Übertragung auf andere Hochschulen oder Dokumente.
Für die fachliche Vorbereitung können Forschungsfrage formulieren, Methoden wissenschaftlicher Arbeiten sowie qualitative und quantitative Forschung eigene Arbeitsschritte sein. Sie werden hier nicht als Inhalt des Formulars ausgegeben. Ebenso unterstützt Plagiat vermeiden die Prüfung von Übernahmen, ersetzt aber nicht die konkrete Auswertung der vorliegenden Erklärung.
Kurzes Beispiel einer eigenen Anwendung
Eine Studentin bearbeitet ein Dokument mit dem Titel „Auswertung eines Interviews“. Sie verwendet das Formular der Hochschule Bochum für den Gesundheitscampus und ordnet ihr Dokument zunächst dem dort vorgesehenen Produkt zu. Falls die Bezeichnung nicht eindeutig passt, hält sie diese Stelle offen und prüft die zuständige offizielle Unterlage.
Danach sammelt sie ihre Arbeitsfassung, die verwendeten Quellen und Hilfsmittel sowie ihre Notizen. Sie markiert im Text wörtliche und sinngemäße Übernahmen und vergleicht diese Markierungen mit ihrer Dokumentation. Das Ergebnis dieses Arbeitsschritts ist keine allgemeine Aussage über die Qualität des Dokuments, sondern eine Liste der geprüften Textstellen und der noch offenen Abgleiche.
Anschließend prüft sie die Formularfelder für Name, E-Mail und Arbeitstitel. Sie liest die Erklärung zur selbstständigen Erbringung, zur fremden Hilfe und zur Verwendung der Quellen und Hilfsmittel erneut. Zur Aussage über eine frühere Vorlage legt sie nur die eigenen Unterlagen zugrunde. Was daraus nicht eindeutig hervorgeht, wird nicht ergänzt.
Am Ende entsteht ein kurzer Vermerk: Produktbezeichnung geprüft, Formularfelder abgeglichen, Quellen und Hilfsmittel mit der Dokumentation verglichen, Zitate gesondert kontrolliert und offene Aussagegrenzen markiert. Dieser Vermerk ist ein nachvollziehbares Arbeitsergebnis. Er ist kein fertiger Nachweis für andere Hochschulen und keine allgemeine rechtliche Bewertung.

Fachliche und formale Prüfung sichtbar trennen
Die fachliche Prüfung beginnt mit der Fachfrage: Bezieht sich die Bearbeitung auf das konkrete Formular, das konkrete Produkt und die darin enthaltenen Aussagen? Danach wird die direkte Quelle kontrolliert: Ist tatsächlich das Dokument der Hochschule Bochum für den Gesundheitscampus und das Prüfungsamt ausgewertet worden?
Als Nächstes werden die Kriterien einzeln abgehakt. Sind Produkt und Arbeitstitel zugeordnet? Sind die persönlichen Angaben abgeglichen? Sind Quellen und Hilfsmittel erfasst? Wurden wörtliche und sinngemäße Zitate gesondert betrachtet? Ist die Aussage zur selbstständigen Erbringung anhand eigener Unterlagen geprüft? Wurde die Aussage zur vorherigen Vorlage nicht über den belegbaren Stand hinaus erweitert?
Danach folgen Material, Arbeitsschritt und Ergebnis. Das Material muss benannt sein, der Abgleich muss nachvollziehbar beschrieben werden und das Ergebnis muss zeigen, welche Punkte geprüft oder offen gelassen wurden. Die Nachvollziehbarkeit verlangt dabei keine zusätzliche Behauptung über Wirkung, Anerkennung oder Erfolg. Sie verlangt eine klare Verbindung zwischen Quelle, Unterlage, Prüfschritt und Feststellung.
Die Aussagegrenze wird ausdrücklich markiert. Das Quellenmaterial trägt Aussagen zum vorliegenden Formular, zu dessen Erklärungen und zu dessen Belehrung. Es trägt keine Übertragung auf eine andere Hochschule, ein anderes Prüfungsamt oder ein anderes Dokument. Für rechtliche Einordnungen außerhalb des konkret belegten Formulars ist eine zuständige offizielle Quelle zu ermitteln.
Die formale Prüfung steht davon getrennt. Sie umfasst die sichtbaren Formularangaben, die Lesbarkeit der Einträge, Ort, Datum und Unterschrift sowie die Übereinstimmung des Arbeitstitels. Ob weitere formale Anforderungen gelten, wird nicht vermutet, sondern anhand der zuständigen offiziellen Unterlagen geprüft.
Das Formular enthält außerdem eine Belehrung zu möglichen Folgen eines vorsätzlichen Verstoßes gegen eine täuschungsbezogene Regelung der Hochschulprüfungsordnung, zur Zuständigkeit innerhalb der Hochschule Bochum, zu einer möglichen Exmatrikulation bei einem mehrfachen oder sonstigen schwerwiegenden Täuschungsversuch und zur Strafandrohung nach § 156 StGB. Diese Hinweise werden hier nur als Bestandteil des konkreten Formulars wiedergegeben. Eine weitergehende Bewertung verlangt die Prüfung der dort genannten Rechtsgrundlagen.
Quellen und Stand
- Eidesstattliche Versicherung: gesundheitscampus.hochschule-bochum.de (geprüft am 2026 bis 08 bis 30)
- Versicherung an Eides statt, Wikipedia: de.wikipedia.org (geprüft am 2026 bis 08 bis 30)