In echte Vorlesungen schnuppern: Dein Weg ins Studium

Schnupperstudium ausprobieren: Angebot, Ablauf, Hochschulbeispiele

Lesezeit ca. 7 Min. · zuletzt aktualisiert: 16. September 2026 · Hochschulen und Universitäten im Überblick

Bevor du dich endgültig entscheidest, kannst du an Hochschulen testen, ob dir das Lernen zusagt. Dieser Leitfaden erklärt, wie du passende Kurse findest und worauf du bei deiner Planung achten solltest.

Definition und Ziel des Schnupperstudiums

Ein Schnupperstudium ermöglicht Schülerinnen und Schülern, reguläre Hochschulveranstaltungen probeweise zu besuchen. Es hilft bei der Orientierung im Studienangebot und kann Fehlentscheidungen bei der Studienwahl vorbeugen. Dabei ist es kein vorgezogenes Studium mit erwerbbaren Leistungsnachweisen, sondern Unterstützung für die Wahl eines Studienfachs. Prüfe auf der Seite der gewünschten Hochschule, welche Veranstaltungen sie dafür anbietet.

Gasthörer oder ordentlicher Student zu sein, ist beim Schnupperstudium nicht dasselbe. Für die konkrete Einordnung eines Angebots lies die Angaben der Hochschule und kläre offene Fragen mit ihrer Studienberatung. So bleibt nachvollziehbar, was ein Besuch umfasst und welche Bedingungen am gewählten Ort gelten.

Ein eigener Ratgeber zu Beratung zum Studium nutzen vertieft diesen Punkt. Notiere vor einem Gespräch, welche Fächer, Veranstaltungsarten und Termine dich interessieren. Die Beratung kann dann auf die Informationen der jeweiligen Hochschule Bezug nehmen.

Der Hochschulkompass führt teilnehmende Hochschulen nach Orten geordnet auf. Genannt werden dort unter anderem Bamberg, Bonn, Bochum, Bremen, Chemnitz, Darmstadt und Dresden. Die Übersicht ersetzt jedoch keine Prüfung der einzelnen Hochschulseite: Für Termine und Anmeldebedingungen verweist sie auf die jeweilige Hochschule. Eine einheitliche Regelung für das ganze Bundesgebiet wird dort nicht beschrieben.

Schnupperstudium ausprobieren: der Ablauf in drei Schritten

Passende Kurse in Datenbanken entdecken

An der Universität Stuttgart stehen für das Schnupperstudium freigegebene Termine in der Lehrveranstaltungsdatenbank C@MPUS. Dort erscheinen die Termine eines Semesters; zugleich ist das gesamte Studienjahr sichtbar, einschließlich Einträgen aus dem vergangenen Semester. Freigegeben sind Vorlesungen, nicht Übungen. Fehlt bei einem Fach ein entsprechender Eintrag, gibt es dort in diesem Semester kein Schnupperangebot. Prüfe deshalb Fach, Semester und Veranstaltungsart direkt in der Datenbank.

Tabelle: Format, Was ist enthalten
FormatWas ist enthalten
SchnupperstudiumFreigegebene Vorlesungen in C@MPUS an der Universität Stuttgart
GasthörerstudiumVon der Universität Stuttgart als mögliche Alternative genannt
StudienberatungVon der Universität Stuttgart als mögliche Alternative genannt

Die Universität Stuttgart verweist neben der Datenbank auf weitere Orientierungsangebote, die Zentrale Studienberatung und das Gasthörerstudium. Nutze diese Hinweise, wenn ein Fach keinen passenden Eintrag hat oder die Datenbank deine Frage nicht beantwortet.

Studienberatung vor dem Start ergänzt die Suche nach passenden Veranstaltungen. Halte fest, was in C@MPUS sichtbar ist, und frage bei der Hochschule nach den noch offenen Punkten.

Konkreter Ablauf an der Universität Tübingen

Die Universität Tübingen öffnet für ihr Schnupperstudium ausgewählte reguläre Veranstaltungen der ersten Semester. Dazu gehören Vorlesungen, Übungen und Seminare. Vertreterinnen und Vertreter der jeweiligen Studienfächer treffen die Auswahl. Damit ist für dieses Beispiel belegt, welche Arten von Lehrveranstaltungen zugänglich sind; prüfe für ein konkretes Fach trotzdem die aktuellen Angaben der Universität.

Die Veranstaltungen werden laut Universität in der Regel wöchentlich angeboten. Im Wintersemester liegt der Zeitraum zwischen Mitte Oktober und Mitte Februar; eine Weihnachtspause von zwei Wochen ist vorgesehen. Ein Besuch zu Beginn des Semesters wird empfohlen, weil das Folgen der Inhalte dann leichter sein soll. Plane einen Besuch daher anhand der veröffentlichten Semestertermine.

Eine Anmeldung ist nach den Angaben der Universität normalerweise nicht nötig. Veranstaltungen können einmal oder mehrfach besucht werden. Das schließt eine abweichende Vorgabe für eine konkrete Veranstaltung nicht aus; kontrolliere deshalb die Angaben zum gewählten Termin vor dem Besuch.

Für einen Besuch ohne Präsenz stellt die Universität Aufzeichnungen aus mehr als 35 Studienfächern bereit. Diese Alternative kann bei der ersten Orientierung helfen. Numerus Clausus erklärt: Beim reinen Schnuppern ist das noch nicht wichtig. Für Fragen zur späteren Bewerbung nutze die passenden Informationen der Hochschule.

Unterschiede zwischen Probestudium und Gasthörens

Schnupper- und Probestudium können unterschiedlich lang sein: Die Bundesagentur für Arbeit nennt einen Rahmen von einzelnen Vorlesungstagen bis zu einem ganzen Semester. An einzelnen Hochschulen dürfen Teilnehmende auch Prüfungen ablegen. Leistungen können dort in manchen Fällen später angerechnet werden. Daraus folgt keine Zusage für andere Hochschulen. Frage daher vorab bei der Hochschule nach, ob Prüfungen, Nachweise oder eine Anrechnung für das konkrete Angebot vorgesehen sind.

Als Beispiel beschreibt die Bundesagentur für Arbeit die RWTH Aachen: Studieninteressierte können dort eine Woche Vorlesungen besuchen und Studierende im Alltag begleiten. Dieses Beispiel zeigt eine mögliche Ausgestaltung, nicht den Ablauf anderer Hochschulen. Prüfe den Umfang immer auf der Seite des jeweiligen Angebots.

Gasthörerprogramme werden daneben als eigenes Format genannt. Laut Quelle liegt die Gebühr bei 50 bis 150 Euro je Semester; ein Prüfungsrecht besteht dabei meist nicht. Die Spanne und die Einschränkung sind keine allgemeine Preis- oder Leistungszusage. Ermittle Gebühr, Auswahl der Veranstaltungen und Prüfungsrecht aus den offiziellen Informationen des konkreten Programms.

Hochschulwechsel vorbereiten kann später wichtig werden, wenn sich deine Studienwahl ändert. Nach einem Besuch helfen Studienberatung und die Angaben der gewünschten Hochschule dabei, die nächsten Schritte zu prüfen.

Kritische Punkte bei der Planung prüfen

Ein Schnupperstudium ist nach der Beschreibung des Hochschulkompasses keine vorgezogene Studienphase zum Erwerb von Leistungsnachweisen. Es dient vielmehr als Hilfe bei der Studienwahl. Behandle einen Veranstaltungsbesuch deshalb nicht als Zusage über Prüfungen, Anerkennungen oder eine spätere Einschreibung. Falls du dazu Fragen hast, kläre sie direkt mit der Hochschule.

Termine und Anmeldebedingungen sind bei der jeweiligen Hochschule zu prüfen. Der Hochschulkompass beschreibt dafür keine bundesweit einheitliche Regel. Öffne die Angebotsseite der Wunschhochschule, lies die Informationen zum gewählten Fach und notiere Punkte, die nicht erklärt werden. Für offene Fragen ist die Studienberatung der Hochschule ein passender nächster Kontakt.

Die zugänglichen Veranstaltungsarten unterscheiden sich nach dem Angebot. An der Universität Stuttgart sind für das Schnupperstudium Vorlesungen freigegeben, nicht Übungen. Das Tübinger Beispiel umfasst dagegen ausgewählte Vorlesungen, Übungen und Seminare der ersten Semester. Übertrage diese Beispiele nicht auf andere Hochschulen, sondern prüfe die dort veröffentlichte Beschreibung.

Zulassungsfreien Studiengang einschreiben kann ein möglicher nächster Schritt nach dem Schnuppern sein. Ob das für dich passt, lässt sich anhand der Informationen der Hochschule und einer Studienberatung weiter prüfen.

Schnupperstudium ausprobieren: Prüfliste mit vier Punkten

Drei Schritte zum erfolgreichen Start

Prüfe zuerst auf der Website deiner Wunschhochschule, ob und in welcher Form sie ein Schnupperstudium anbietet. Suche nach der Angebotsbeschreibung und lies insbesondere die Hinweise zu Terminen und Anmeldung. Der Hochschulkompass verweist für diese Punkte auf die einzelne Hochschule. Wenn die Website eine Frage offenlässt, notiere sie für die Studienberatung der Hochschule.

Wähle danach passende Vorlesungen in der Veranstaltungsdatenbank der Hochschule aus. An der Universität Stuttgart dient dafür C@MPUS; dort sind die freigegebenen Schnupperveranstaltungen verzeichnet. Für andere Hochschulen kann die Datenbank anders heißen oder anders aufgebaut sein. Entscheidend ist, die veröffentlichte Veranstaltungsart, das Fach und den Termin für das konkrete Angebot zu kontrollieren.

Beachte zuletzt die Anmeldebedingungen und Termine der Hochschule. Eine allgemeine Regel lässt sich daraus nicht ableiten. Prüfe vor dem Besuch erneut, ob sich Angaben geändert haben, und kläre Unklarheiten bei der Hochschule oder ihrer Studienberatung.

Numerus Clausus verstehen kann als Nachbarseite für spätere Fragen hilfreich sein. Nach dem Schnuppern weisen auch die Nachbarseiten zu Studienberatung und Hochschulwechsel auf weitere Themen hin.

Quellen und Stand

Der Beitrag „In echte Vorlesungen schnuppern: Dein Weg ins Studium“ trägt den vollständigen Titel „Schnupperstudium: So funktioniert das Probieren“.

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Häufige Fragen zum Schnupperstudium

Muss ich mich anmelden?

An der Universität Tübingen ist eine Anmeldung in der Regel nicht erforderlich. Für konkrete Termine und Anmeldebedingungen prüfe die Angaben der jeweiligen Hochschule.

Bekomme ich Noten?

Beim klassischen Schnupperstudium können keine Leistungsnachweise erworben werden. Bei einem Probestudium können je nach Hochschule Prüfungen möglich sein; Ergebnisse können später in einzelnen Fällen angerechnet werden.

Für wen ist es gedacht?

Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler.

Wie lange dauert es?

Sehr variabel. Mal nur ein Tag, mal ein ganzes Semester. In Aachen gibt es eine Woche. In Tübingen laufen Kurse wochenlang. Entscheide selbst, wie tief du gehen willst. Kurze Einsichten geben Impulse, längere Zeiträume zeigen echteren Alltag. Passt die Länge an deine Verfügbarkeit an.

Ist es kostenlos?

Für Gasthörerprogramme nennt die Bundesagentur für Arbeit 50 bis 150 Euro pro Semester. Prüfe die Kosten beim gewählten Angebot.

Brauche ich Vorkenntnisse?

Lies die Veranstaltungsbeschreibung und kläre offene Fragen direkt mit der Hochschule.

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