Rhetorische Mittel als Stilfiguren verstehen
Das DWDS nennt rhetorische Figur als Synonym zu Stilfigur und stellt
Hier erfährst du, wie sich rhetorische Mittel als Stilfiguren einordnen lassen und welche Schritte dabei sinnvoll sind.
Was rhetorische Mittel als Stilfiguren bedeuten
Wenn du dich mit rhetorischen Mitteln beschäftigst, begegnest du im Studium und in Hausarbeiten häufig dem Begriff Stilfigur. Das DWDS führt das Substantiv Stilfigur mit dem Plural Stilfiguren und nennt als sinnverwandte Ausdrücke Redefigur, Stilmittel und rhetorische Figur. Als Untertypen erscheinen im Wörterbuch phonologische, semantische und syntaktische Figuren, sodass sich jedes einzelne Mittel grob einer dieser Gruppen zuordnen lässt und du es besser verstehen kannst.
Das Ziel dieser Seite ist es, dir einen Rahmen zu geben, mit dem du einzelne rhetorische Mittel einordnest, ohne eine vollständige Sammlung zu versprechen. Wer sich grundsätzlich mit dem eigenen Studium organisiert, findet dazu auch allgemeine Studium-Tipps hilfreich, etwa wenn es um Hausarbeiten oder Referate geht, in denen Stilfiguren vorkommen. Verschiedene Studiengänge behandeln rhetorische Mittel unterschiedlich intensiv, dazu liegt hier aber keine Aussage vor, ebenso wenig zu Fristen oder Mengenangaben.

So gehst du Schritt für Schritt vor
Rufe zunächst den DWDS-Eintrag zu Stilfigur auf und gleiche dort die Synonyme Redefigur und rhetorische Figur mit dem Mittel ab, das du gerade untersuchst. Ordne das einzelne Mittel anschließend einem der genannten Untertypen zu, etwa einer semantischen oder einer syntaktischen Figur, und halte diese Zuordnung schriftlich fest.
Wenn du dir bei der Einordnung unsicher bist, bestimme die zuständige Stelle oder Person, die dir weiterhelfen kann, etwa eine Dozentin oder ein Schreibzentrum. Wer seine Studienwahl generell überdenkt, nutzt dafür eine Studienberatung oder vergleicht vorab Angebote von Universität oder Fachhochschule, bevor er sich endgültig festlegt.
Dokumentiere dein Ergebnis am Ende in eigenen Worten, etwa in einer Tabelle mit Mittel, Untertyp und Fundstelle, und lege fest, welchen nächsten Schritt du daraus ableitest. Prüfe dazu auch, ob deine Prüfungsordnung Vorgaben zur Quellenarbeit enthält, und orientiere dich bei organisatorischen Fragen an den üblichen Erstsemester-Tipps für dein Fach.
Ein Beispiel: Eine Studentin notiert sich während der Vorbereitung einer Hausarbeit ein auffälliges sprachliches Mittel, schlägt den Begriff Stilfigur im DWDS nach, ordnet das Mittel einer syntaktischen Figur zu und vermerkt die Fundstelle in ihrem Quellenverzeichnis, bevor sie mit der Betreuerin Rücksprache hält.
Zur Orientierung kannst du die drei Untertypen mit bekannten Beispielen verbinden. Eine Alliteration, also der gleiche Anlaut mehrerer Wörter, wirkt über den Klang und gehört deshalb zu den phonologischen Figuren. Eine Metapher wie das Gesicht der Stadt überträgt eine Bedeutung auf einen anderen Bereich und zählt zu den semantischen Figuren. Eine Anapher, bei der mehrere Sätze mit demselben Wort beginnen, betrifft den Satzbau und ist eine syntaktische Figur. Manche Mittel lassen sich mit guten Gründen mehreren Gruppen zuordnen, und dann solltest du in deiner Arbeit begründen, warum du dich für eine Einordnung entschieden hast.
Typische Fehler beim Umgang mit rhetorischen Mitteln
Ein häufiger Fehler besteht darin, rhetorische Mittel als eigenes DWDS-Lemma zu zitieren. Das Wörterbuch führt den Ausdruck jedoch als Synonym zu Stilfigur und bietet keine vollständige Sammlung aller möglichen Mittel, sodass ein Verweis darauf immer über den Eintrag Stilfigur erfolgen sollte. Wer stattdessen behauptet, es gebe einen eigenständigen Eintrag namens rhetorisches Mittel, überträgt eine eigene Vereinfachung auf das Wörterbuch und verwischt damit den tatsächlichen Beleg. Solche Verwechslungen wirken auf den ersten Blick harmlos, führen aber dazu, dass eine Quellenangabe nicht mehr nachvollziehbar ist.
Verwechsle außerdem keine eigenen Annahmen mit festen Regeln. Wer ein Mittel einem Untertyp zuordnet, trifft damit eine Einschätzung und keine verbindliche Festlegung, die für alle Hochschulen und Universitäten gleichermaßen gilt. Bevor du dich für eine Deutung festlegst, hilft es, erst den eigenen Studiengang wählen zu können und die Grundlagen des Fachs zu kennen, denn unterschiedliche Fachrichtungen legen auf einzelne Stilfiguren verschiedenes Gewicht. Auch innerhalb eines Faches können Lehrende die Einordnung einzelner Mittel unterschiedlich gewichten, weshalb ein Abgleich mit der jeweiligen Veranstaltung sinnvoll ist, bevor du dich auf eine Deutung festlegst.
Schiebe Nachweise und Rückfragen nicht auf. Wenn du dir bei einer Fundstelle unsicher bist, kläre das zeitnah mit der zuständigen Person, statt die Klärung bis zur Abgabe deiner Arbeit zu verschieben. Notiere dir offene Fragen direkt beim Lesen, damit sie nicht in Vergessenheit geraten, und sammle mögliche Belegstellen fortlaufend, statt sie erst kurz vor der Abgabe zusammenzusuchen. Ein kurzes Gespräch klärt solche Unsicherheiten meist schneller als tagelanges eigenständiges Grübeln. So vermeidest du, dass unklare Zuordnungen unbemerkt in den fertigen Text einfließen und später aufwendig korrigiert werden müssen.

Checkliste zum Abschluss
Notiere zuerst die Wortart Substantiv für den Begriff, sichere das Synonym Redefigur, ordne das Mittel einem Untertyp der Figur zu und halte die DWDS-Fundstelle fest, damit du später nachvollziehen kannst, woher deine Einordnung stammt. Schreibe dir dabei auch kurz auf, in welchem Zusammenhang du das Mittel gefunden hast, damit der Beleg auch nach längerer Zeit noch verständlich bleibt.
Bestimme danach die zuständige Quelle oder Stelle für deine konkrete Rückfrage, etwa im Rahmen eines Studienorientierungstest oder bei organisatorischen Fragen rund um Wohnen im Studium, falls diese Themen deine Entscheidung berühren. Wenn deine Unsicherheit eher fachlicher Natur ist, wende dich stattdessen direkt an die Lehrperson oder an ein Schreibzentrum, statt die Frage allein zu klären. Halte außerdem fest, welche Unterlagen oder Nachweise du für dein konkretes Anliegen tatsächlich brauchst, damit du bei der Rückfrage nicht mehrfach nachfragen musst.
Lege abschließend deinen persönlichen nächsten Schritt fest, egal ob er die Überarbeitung eines Textes betrifft, die Suche nach Studentenjobs umfasst oder ob ein Auslandssemester zu deiner weiteren Planung gehört. Setze dir dafür einen realistischen Zeitrahmen und trage den Schritt in deine eigene Planung ein, damit die Checkliste nicht nur eine Liste bleibt, sondern tatsächlich zu einer Entscheidung führt. So behältst du den Überblick, selbst wenn mehrere Mittel gleichzeitig zu prüfen sind. Prüfe am Ende noch einmal, ob alle vier Punkte der Checkliste tatsächlich erledigt sind, bevor du deinen Text als abgeschlossen betrachtest.
Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.dwds.de (geprüft am 2026-10-22)