Pflege-Lektorat für Abschlussarbeiten und Facharbeiten

Evidenz, Terminologie und Praxisbezug sprachlich zusammenbringen

Lesezeit ca. 7 Min. · aktualisiert: 28. Juli 2026 · zur Akademie

Ein Pflege-Lektorat muss zwei Welten bedienen: die präzise medizinisch-pflegerische Terminologie und den erzählenden Praxisbezug aus dem Stationsalltag. Dazu kommen Leitlinienverweise, Evidenzstufen und Assessment-Instrumente mit festen Bezeichnungen. Diese Seite zeigt, worauf wir bei Bachelorarbeiten, Masterarbeiten und Facharbeiten aus der Weiterbildung achten.

Vier Sprachen in einer Arbeit

Pflegewissenschaftliche Texte kombinieren mehr Sprachebenen als fast jedes andere Fach. Lateinische und griechische Fachbegriffe treffen auf englische Instrumentennamen, deutsche Fachsprache auf den Sprachgebrauch der Station. Dekubitus, Braden-Skala, Advanced Nursing Practice und „der Patient war unruhig“ können im selben Absatz stehen.

Problematisch ist nicht die Mischung an sich, sondern die fehlende Zuordnung: Im Methodenteil und in der Diskussion gehört Fachsprache, im zitierten Material darf der Stationston stehen bleiben. Wir markieren, wo diese Grenze verschwimmt, und vereinheitlichen Flexion und Schreibweise der Fachtermini über die gesamte Arbeit.

Pflege-Lektorat: Pflichtangaben bei Leitlinien
Pflege-Lektorat für Abschlussarbeiten und Facharbeiten im Überblick.

Assessment-Instrumente behalten ihren Namen

Braden-Skala, Barthel-Index, MMST, NRS: Diese Instrumente tragen offizielle Bezeichnungen, die auch dann nicht eingedeutscht werden, wenn sie im Deutschen ungewohnt wirken. Wir prüfen die Schreibweise gegen die gebräuchliche Form und achten darauf, dass Abkürzungen bei erster Nennung eingeführt und im Abkürzungsverzeichnis geführt werden.

Ein häufiger Fehler: Das Instrument wird im Methodenteil korrekt benannt, im Ergebnisteil aber abgekürzt oder umschrieben. Für Prüfende wirkt das, als seien zwei verschiedene Instrumente im Einsatz gewesen.

Leitlinien: Was in die Angabe gehört

Eine Leitlinie ohne Registernummer und Stand ist keine belastbare Quelle, weil sich Empfehlungen zwischen Fassungen ändern. Wir prüfen jede Leitlinienangabe auf Vollständigkeit: Herausgeber, Registernummer, Fassungsstand und Klassifikation.

Bei Evidenzangaben kommt hinzu, dass unterschiedliche Klassifikationssysteme unterschiedliche Stufenbezeichnungen verwenden. Wenn in Kapitel zwei ein anderes System zugrunde liegt als in Kapitel vier, ist die Aussage über die Evidenzstärke nicht mehr vergleichbar. Diese Konsistenz prüfen wir über alle Kapitel.

Inhaltlich bewerten wir Leitlinien nicht. Ob eine Empfehlung auf Ihre Fragestellung passt, entscheiden Sie und Ihre Betreuung.

Pflegewissenschaft: Preisbeispiele

Facharbeiten aus der Weiterbildung

Facharbeiten zur Praxisanleitung, Pflegedienstleitung oder Fachweiterbildung folgen anderen Regeln als Hochschularbeiten: kürzer, praxisnäher, oft mit einem konkreten Fall im Zentrum. Wir bearbeiten sie mit denselben Maßstäben bei Terminologie und Formalia, lassen aber mehr Nähe zur Praxis zu.

Bei Fallbeispielen achten wir zusätzlich auf die Anonymisierung. Wir markieren Stellen, an denen die Kombination aus Alter, Diagnose, Station und Zeitraum eine Zuordnung erlauben könnte. Das ist ein Hinweis, keine rechtsverbindliche Bewertung: Die Entscheidung trifft Ihre Einrichtung.

Preise für Facharbeiten und Abschlussarbeiten

Das Standard-Lektorat kostet 4,90 € pro Normseite bei fünf Werktagen, das reine Korrektorat 1,90 €. Eine Facharbeit mit 25 Normseiten liegt damit bei rund 123 Euro im Lektorat, eine Bachelorarbeit mit 50 Seiten bei rund 245 Euro.

Weil Facharbeiten in der Weiterbildung oft neben dem Schichtdienst entstehen und die Abgabe kurzfristig näher rückt, liefern wir auf Wunsch in 48 Stunden für 6,90 € oder in 24 Stunden für 8,90 € pro Normseite. Eine Seite lektorieren wir vorab kostenlos.

Weiterführend: Pflege-Themen im Überblick, Facharbeit in der Pflege und Medizin und Gesundheitswissenschaften.

Facharbeit oder Abschlussarbeit in der Pflege? Wir prüfen Terminologie und Formalia, die erste Seite kostenlos.

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Häufige Fragen zum Pflege-Lektorat

Kennt ihr die gängigen Assessment-Instrumente?

Ja. Braden-Skala, Barthel-Index, MMST und vergleichbare Instrumente sind uns vertraut. Wir vereinheitlichen die Schreibweise und prüfen, ob Abkürzungen eingeführt wurden.

Lektoriert ihr auch Facharbeiten aus der Weiterbildung?

Ja. Facharbeiten zur Praxisanleitung, Pflegedienstleitung oder Fachweiterbildung bearbeiten wir genauso wie Bachelor- und Masterarbeiten, mit etwas mehr Spielraum für Praxisnähe.

Prüft ihr Leitlinienangaben inhaltlich?

Nein. Wir kontrollieren, ob Herausgeber, Registernummer und Stand vollständig sind und ob Evidenzklassifikationen einheitlich verwendet werden. Ob die Leitlinie fachlich passt, entscheiden Sie.

Achtet ihr auf die Anonymisierung von Fallbeispielen?

Wir markieren Stellen, an denen eine Merkmalskombination eine Zuordnung erlauben könnte. Eine rechtsverbindliche Bewertung ist das nicht, dafür sind Hochschule und Einrichtung zuständig.

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