Immobilienexposés vor der Veröffentlichung prüfen lassen
Flächen, Pflichtangaben und Objektbeschreibung im Abgleich
Ein Exposé ist Werbung und Datenblatt zugleich. Der Text soll Interesse wecken, die Angaben müssen stimmen. Wo beides vermischt wird, entstehen Formulierungen, die als Zusage gelesen werden, und Zahlen, die zwischen Deckblatt, Datenteil und Portal auseinanderlaufen.
Eine Zahl, drei Stellen
Wohnfläche, Grundstücksfläche, Baujahr und Zimmerzahl stehen im Exposé mehrfach: auf dem Deckblatt, im Datenteil, oft noch im Fließtext. Nach jeder Überarbeitung weicht eine dieser Stellen ab.
Wir gleichen alle Vorkommen gegeneinander ab und melden jede Abweichung mit Fundstelle. Dasselbe machen wir zwischen Exposé und Portaltext, wenn Sie beides einreichen. Welche Zahl die richtige ist, bestimmen Sie.

Pflichtangaben aus dem Energieausweis
Zum Energieausweis gehören Ausweisart, Energieträger, Kennwert mit Einheit, Effizienzklasse und Baujahr laut Ausweis. In Exposés fehlt regelmäßig eine dieser Angaben oder der Kennwert steht ohne Einheit.
Wir prüfen die Vollständigkeit und die einheitliche Schreibweise dieser Felder als feste Liste. Eine rechtliche Prüfung ist das nicht: Wir melden, was fehlt oder uneinheitlich ist, die Bewertung bleibt bei Ihnen.
Häufig weichen auch Bezeichnungen voneinander ab, etwa wenn das Objekt im Titel als Dachgeschosswohnung geführt wird und im Datenteil als Maisonette. Solche Unterschiede wirken klein, führen bei Interessierten aber zu Rückfragen und im Portalvergleich zu falschen Treffern.
Beschreibung ohne unbelegte Zusagen
„Ruhige Lage“, „sanierungsfrei“ und „ideal für Kapitalanleger“ sind Aussagen, die in einer Kaufentscheidung Gewicht haben. Wir melden solche Formulierungen als prüfbedürftig und schlagen präzisere Alternativen vor, etwa eine konkrete Angabe zur letzten Sanierung statt eines pauschalen Urteils.
Der Text wird dadurch nicht nüchterner, sondern belastbarer. Interessierte erkennen konkrete Angaben, und Rückfragen beim Besichtigungstermin sinken.
Ein zweiter Punkt betrifft die Reihenfolge. Viele Exposés beginnen mit der Lage und nennen die Ausstattung erst nach dem Datenteil, obwohl genau sie den Unterschied zu vergleichbaren Objekten ausmacht. Wir melden, wenn das Unterscheidungsmerkmal weit hinten steht, und schlagen eine andere Anordnung vor.

Bildunterschriften und Grundrisse
Zwei wiederkehrende Befunde: Eine Bildunterschrift nennt einen Raum, der auf dem Foto nicht zu sehen ist, weil Bilder nachträglich getauscht wurden. Und der Grundriss zeigt eine Zimmeraufteilung, die nicht zur Zimmerzahl im Datenteil passt.
Wir gleichen Bildunterschriften, Grundrissbeschriftungen und Datenteil gegeneinander ab. Grundrisse selbst bearbeiten wir nicht.
Hinzu kommt ein Punkt, der oft übersehen wird: Auf Fotos aus bewohnten Objekten sind regelmäßig persönliche Gegenstände, Namensschilder oder Nachbargebäude mit Hausnummer zu erkennen. Wir melden solche Stellen, damit Sie vor der Veröffentlichung entscheiden können, ob das Bild so verwendet werden soll.
Konditionen für Maklerbüros
Exposés sind kurz: meist ein bis drei Normseiten. Über das kostenlose Geschäftskonto kostet das Korrektorat ab 1,90 €, das Lektorat ab 4,90 € pro Normseite mit 1.800 Zeichen. Für Büros mit laufenden Objekten ist die Sammelabrechnung praktisch: Sie beauftragen einzeln und erhalten eine Monatsrechnung.
Weil Exposés meist kurzfristig raus sollen, liefern wir sie in der Regel innerhalb eines Werktages. Sinnvoll ist, uns das Objekt als PDF genau so zu schicken, wie es veröffentlicht werden soll, samt Bildern und Datenteil. Nur dann sehen wir Abweichungen zwischen Text, Bild und Tabelle, die im reinen Textdokument nicht auffallen.
Weiterführend: B2B-Konditionen, Produkttexte und Immobilienwirtschaft.