Lektorat für Arztpraxis und Klinik im Gesundheitswesen
Medizinische Genauigkeit und Patientenverständlichkeit verbinden
Patienteninformationen haben eine Eigenschaft, die sie von fast allen anderen Fachtexten unterscheidet: Sie müssen medizinisch korrekt sein und gleichzeitig von Menschen ohne Vorbildung verstanden werden. Eine Aufklärung, die nicht verstanden wird, erfüllt ihren Zweck nicht. Eine Vereinfachung, die Risiken verharmlost, ist noch problematischer. Zwischen diesen Polen arbeitet unser Lektorat.
Fachbegriff erklären statt ersetzen
Der verbreitetste Reflex bei Patiententexten ist, Fachbegriffe zu streichen. Das ist meist der falsche Weg: Die Begriffe tauchen im Befund, im Arztbrief und im Gespräch wieder auf, und wer sie nie gelesen hat, versteht dann noch weniger.
Wir arbeiten stattdessen mit doppelter Führung: Der Fachbegriff bleibt stehen und wird bei erster Nennung erklärt. Danach wird er konsistent verwendet, nicht abwechselnd mit drei Umschreibungen. Das ist für Patientinnen und Patienten nachweislich hilfreicher als ein Text, aus dem die Fachsprache verschwunden ist.

Risiken: weder verstärken noch verharmlosen
Bei Aufklärungstexten ist die sprachliche Gewichtung von Risiken der heikelste Punkt. „Selten“, „gelegentlich“ und „in Einzelfällen“ sind nicht beliebig austauschbar, und eine Umformulierung kann die wahrgenommene Wahrscheinlichkeit deutlich verschieben.
Wir verändern solche Formulierungen nicht eigenmächtig. Wo eine Angabe unklar oder in sich widersprüchlich ist, markieren wir sie und bitten um Klärung durch die ärztliche Leitung. Ebenso markieren wir Handlungsanweisungen, die im Passiv stehen und dadurch offenlassen, wer eigentlich handeln soll.
Ein Begriffsregister für alle Dokumente
Praxen und Kliniken haben selten nur ein Dokument. Aufklärungsbögen, Anamnesebögen, Website, Flyer, Entlassbriefe und Qualitätsberichte entstehen zu unterschiedlichen Zeitpunkten und oft von unterschiedlichen Personen.
Für Einrichtungen mit vielen Dokumenten legen wir deshalb ein Begriffsregister an: Welche Leistung heißt wie, welche Abkürzung wird verwendet, wie werden Patientinnen und Patienten angesprochen. Damit heißt dieselbe Untersuchung auf dem Formular und auf der Website gleich, was Rückfragen an der Anmeldung spürbar reduziert.

Formulare sind Texte, die niemand liest
Anamnese- und Einwilligungsbögen werden im Wartezimmer unter Zeitdruck ausgefüllt, oft ohne Brille und mit einem Klemmbrett auf dem Knie. Ein Formular, das sprachlich wie ein Vertrag gebaut ist, wird in dieser Situation nicht gelesen, sondern überflogen und unterschrieben.
Wir prüfen deshalb bei Formularen anders als bei Fließtexten: Sind die Fragen eindeutig, oder lassen sie zwei Antworten zu? Steht die Frage vor dem Feld oder dahinter? Sind Verneinungen doppelt, etwa „Ich bin nicht damit einverstanden, dass keine Daten weitergegeben werden“? Und passt die Reihenfolge zum tatsächlichen Ablauf in der Praxis?
Diese Punkte klingen banal, entscheiden aber darüber, ob ein Bogen brauchbare Angaben liefert oder ob am Ende doch wieder nachgefragt werden muss.
Datenschutz, Grenzen und Konditionen
Reichen Sie Dokumente bitte ohne Patientendaten ein. Sollten dennoch personenbezogene Angaben enthalten sein, verarbeiten wir sie auf Grundlage einer Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung und löschen sie nach Abschluss.
Wir erbringen keine medizinische Beratung und prüfen keine Aufklärungsinhalte auf rechtliche Vollständigkeit. Ob ein Bogen den Anforderungen genügt, entscheiden ärztliche Leitung und Rechtsberatung. Unser Beitrag ist Verständlichkeit und sprachliche Korrektheit.
Abgerechnet wird über ein kostenloses Geschäftskonto: Korrektorat ab 1,90 €, Lektorat ab 4,90 € pro Normseite. Ab 100 Normseiten je Bestellung greifen Staffelrabatte automatisch, abgerechnet wird per monatlicher Sammelrechnung. Weiterführend: B2B-Konditionen, Leichte Sprache und Pflege-Lektorat.