So gehst du bei Intuition als Erkenntnisform vor
Intuition ist laut DWDS ein spontanes geistiges Erfassen
Intuition klingt nach Bauchgefühl, hat im DWDS aber eine klare Beschreibung. Hier liest du, was der Eintrag sagt, wie du die beiden Bedeutungen auseinanderhältst und wie du deinen eigenen Text daran misst.
Worum es bei Intuition als Erkenntnisform geht
Das DWDS führt Intuition als feminines Substantiv. Gemeint ist ein spontanes geistiges Erfassen, also eine plötzliche Erkenntnis, die auf Wissen und Erfahrung beruht. Wichtig ist dieser zweite Teil: Die Beschreibung im Wörterbuch stellt Intuition nicht neben das Wissen, sondern verankert sie darin. Wer Intuition als Erkenntnisform verstehen will, beginnt deshalb genau an dieser Stelle und nicht bei Alltagsvorstellungen vom reinen Bauchgefühl.
Daneben nennt das DWDS eine eigene Bedeutung für die Philosophie. Dort steht das Wort für das gefühlsmäßige Erkennen des Wesens einer Sache. Diese Lesart ordnet das Wörterbuch ausdrücklich der Philosophie zu. Prüfe deshalb, ob dein Text tatsächlich in diesem Zusammenhang argumentiert, bevor du dich auf sie beziehst. Zur Herkunft vermerkt das Wörterbuch das spätlateinische Wort intuitio, das mit geistigem Schauen wiedergegeben wird.
Die Entscheidung, die vor dir liegt, ist überschaubar: Welche der beiden Bedeutungen meinst du in deinem Text, und passt deine Formulierung dazu? Das Ziel dieser Seite ist, dir einen sauberen Weg zu dieser Entscheidung zu zeigen. Die Grenzen sind ebenso klar. Die Seite stützt sich allein auf den Wörterbucheintrag. Sie sagt nichts darüber, wie treffsicher intuitive Urteile sind, und sie gibt keine psychologischen Befunde wieder. Zahlen, Fristen oder feste Vorgaben findest du hier nicht, weil die Quelle keine nennt.
Ob du diese Begriffsarbeit auch für andere schriftliche Aufgaben nutzt, entscheidest du selbst anhand deines Textes. Weitere Studium-Tipps rund um Schreiben und Lernen ergänzen diesen Abschnitt, falls du über die Wortbedeutung hinaus nach Unterstützung suchst.

So gehst du Schritt für Schritt vor
Arbeite die folgenden Schritte nacheinander ab, damit du die beiden Bedeutungen getrennt betrachtest, und halte das Ergebnis jedes Schritts kurz fest.
- Eintrag lesen: Öffne den DWDS-Eintrag zu Intuition und lies ihn vollständig. Notiere die Wortart, die Hauptbedeutung und die philosophische Bedeutung getrennt.
- Bedeutungen trennen: Schreibe die Hauptbedeutung in eigenen Worten auf, etwa als plötzliche Einsicht, die aus Wissen und Erfahrung entsteht. Formuliere die philosophische Bedeutung gesondert als gefühlsmäßiges Erkennen des Wesens einer Sache.
- Eigenen Text prüfen: Markiere jede Stelle, an der du Intuition verwendest. Ordne jeder Stelle eine der beiden Bedeutungen zu. Findest du keine passende Zuordnung, formuliere den Satz neu.
- Zuständige Person bestimmen: Kläre, wer deinen Text betreut oder bewertet. Ermittle aus deinen Kursunterlagen oder der Aufgabenstellung, an wen du Fragen zur Begriffsverwendung richtest.
- Ergebnis dokumentieren: Halte fest, welche Bedeutung du gewählt hast und warum. Lege danach deinen nächsten Schritt fest, zum Beispiel eine Rückfrage oder die Überarbeitung eines Absatzes.
Ein kurzes Beispiel zeigt den Ablauf. Lena schreibt einen Essay über Entscheidungen im Alltag und hat den Satz notiert: „Ihre Intuition sagte ihr sofort, dass der Plan nicht aufgehen würde.“ Sie liest den DWDS-Eintrag, ordnet den Satz der Hauptbedeutung zu und ergänzt im folgenden Satz, auf welche Erfahrung sich die Einsicht stützt. Eine zweite Stelle, an der sie über das Wesen der Wahrheit nachdenkt, gehört dagegen in den philosophischen Zusammenhang. Weil sie unsicher ist, ob ihr Essay diesen Fachkontext tragen soll, notiert sie eine Frage an ihre Dozentin und schickt sie noch am selben Tag ab.
Du kannst dieselben Schritte auch auf Texte anwenden, die nicht von Philosophie handeln, etwa wenn du über Studiengänge schreibst und begründest, warum dich ein Fach anspricht. Wer gerade einen Studiengang wählen möchte, kann den Begriff ebenso prüfen, bevor er ihn in einem Motivationsschreiben einsetzt.
Für Fragen, die über die Wortbedeutung hinausgehen, bestimme die passende Ansprechperson aus offiziellen Unterlagen deiner Hochschule. Betrifft deine Frage eher die Studienplanung als einen einzelnen Begriff, ermittle dort, ob und wie eine Studienberatung erreichbar ist.
Typische Fehler und wie du sie vermeidest
Ein Denkfehler beim Schreiben über Intuition besteht darin, sie als Gegenpol zum Wissen zu behandeln. Der DWDS-Eintrag beschreibt die plötzliche Erkenntnis ausdrücklich als etwas, das auf Wissen und Erfahrung beruht. Ein Satz wie „Statt zu wissen, verließ er sich auf seine Intuition“ widerspricht dieser Beschreibung. Formuliere lieber so, dass der Bezug zur Erfahrung sichtbar bleibt, etwa: „Aus seiner Erfahrung heraus erfasste er die Lage sofort.“
Ein zweiter Fehler betrifft die Verlässlichkeit. Schreibe nicht, intuitive Urteile seien besonders treffsicher oder besonders unzuverlässig. Der Wörterbucheintrag trifft dazu keine Aussage, und dein Text sollte es ohne eigene Belege ebenfalls nicht tun. Wenn dein Argument eine solche Aussage braucht, kennzeichne sie als offene Frage und kläre mit deiner Betreuung, welche Quellen dafür in Betracht kommen.
Drittens solltest du Annahmen nicht mit Regeln verwechseln. Dass du ein Wort in einer bestimmten Weise gehört hast, macht daraus noch keine verbindliche Vorgabe. Halte auseinander, was im Eintrag steht und was du selbst vermutest. Verbindliche Vorgaben für deine Arbeit entnimmst du den offiziellen Dokumenten, etwa der Prüfungsordnung oder der Aufgabenstellung, und nicht deinem Eindruck.
Viertens: Schiebe Nachweise und Rückfragen nicht auf. Notiere den Beleg für deine Begriffsbestimmung sofort, solange du den Eintrag vor dir hast. Stell offene Fragen an die zuständige Person, bevor du weitere Kapitel auf einer unsicheren Bedeutung aufbaust. Wer gerade mitten im Studienstart steckt, findet in den Erstsemester-Tipps Hinweise, wie sich solche Aufgaben im Alltag einplanen lassen.
Fünftens solltest du die beiden Lesarten nicht unbemerkt in einem Absatz vermischen. Wenn du in einem Satz von einer spontanen Einsicht sprichst und im nächsten vom Erkennen des Wesens einer Sache, mach den Wechsel deutlich. Ein kurzer Hinweis wie „im philosophischen Sinn“ zeigt deinen Lesern, welche Bedeutung gerade gilt.

Checkliste zum Abschluss
Bevor du deinen Text abgibst, gehst du die folgenden Punkte einmal vollständig durch. Hake nur ab, was du wirklich geprüft hast.
- Wortart geprüft: Intuition ist ein feminines Substantiv, und deine Artikel passen dazu, also die Intuition, der Intuition.
- Hauptbedeutung belegt: Du hast das spontane geistige Erfassen, das auf Wissen und Erfahrung beruht, mit Verweis auf das DWDS festgehalten.
- Philosophische Bedeutung abgegrenzt: Stellen, die das gefühlsmäßige Erkennen des Wesens einer Sache meinen, sind als philosophischer Kontext erkennbar.
- Herkunft notiert: Du hast vermerkt, dass das Wort auf spätlateinisch intuitio zurückgeht, wiedergegeben als geistiges Schauen.
- Kein Gegensatz zum Wissen: Kein Satz stellt Intuition als Gegenteil von Wissen dar.
- Keine Aussage zur Verlässlichkeit: Dein Text behauptet nichts zur Treffsicherheit intuitiver Urteile ohne eigenen Beleg.
- Zuständige Quelle oder Stelle: Für die Wortbedeutung hast du den DWDS-Eintrag genutzt, für Vorgaben zur Arbeit die Person, die deinen Text betreut.
- Persönlicher nächster Schritt: Du hast notiert, was du als Nächstes tust, etwa eine Rückfrage senden oder einen Absatz überarbeiten.
Diese Liste ist bewusst knapp gehalten, damit du sie bei jeder Überarbeitung erneut nutzen kannst. Falls du dich parallel mit der Frage beschäftigst, ob für dich eine Universität oder Fachhochschule besser passt, lässt sich dieselbe Haltung übertragen: Trenne Belegtes von Vermutetem. Ein Vergleich verschiedener Hochschulen und Universitäten folgt diesem Gedanken ebenso.
Auch außerhalb des Schreibens begegnen dir Entscheidungen, bei denen du zwischen Eindruck und Beleg unterscheiden solltest. Ein Studienorientierungstest liefert dir zum Beispiel Ergebnisse, die du mit deinen eigenen Erfahrungen abgleichen kannst. Beim Wohnen im Studium prüfst du Angebote anhand der Unterlagen, statt dich allein auf den ersten Eindruck zu stützen.
Gleiches gilt, wenn du Studentenjobs vergleichst oder ein Auslandssemester planst: Halte fest, was schriftlich vorliegt, und kläre den Rest mit der zuständigen Stelle aus offiziellen Unterlagen. Lege zum Schluss deinen persönlichen nächsten Schritt schriftlich fest, damit aus der Prüfung eine konkrete Handlung wird.
So zitieren Sie diese Seite
Stand: 27. Oktober 2026korrektur.de. (2026, 27. Oktober). Intuition als Erkenntnisform verstehen und prüfen. korrektur.de. https://korrektur.de/intuition
„Intuition als Erkenntnisform verstehen und prüfen.“ korrektur.de, 27. Okt. 2026, korrektur.de/intuition. Zugriff 27. Okt. 2026.
korrektur.de (2026) Intuition als Erkenntnisform verstehen und prüfen. Verfügbar unter: https://korrektur.de/intuition (Zugriff: 27. Oktober 2026).
korrektur.de. „Intuition als Erkenntnisform verstehen und prüfen.“ Zuletzt geändert 27. Oktober 2026. https://korrektur.de/intuition.
korrektur.de. Intuition als Erkenntnisform verstehen und prüfen [online]. 2026 [Zugriff am 27.10.2026]. Verfügbar unter: https://korrektur.de/intuition
Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.dwds.de (geprüft am 2026-10-27)