Hamlet von William Shakespeare

Rache, Zweifel und Wahnsinn am dänischen Hof

Lesezeit ca. 6 Min. · aktualisiert: 14. Juni 2026 · zurück zum Blog

Hamlet ist eine Tragödie von William Shakespeare und entstand um 1600. Der dänische Prinz erfährt vom Geist seines Vaters, dass dieser ermordet wurde, und soll Rache nehmen. Doch Hamlet zögert, zweifelt und stellt sich wahnsinnig, bis am Ende fast alle Hauptfiguren tot sind. Diese Seite bietet eine kompakte Zusammenfassung, die wichtigsten Figuren und eine Deutung für Unterricht, Klausur und Abitur.

Überblick: Autor, Jahr, Gattung und Epoche

Hamlet wurde von William Shakespeare (1564 bis 1616) um 1600 geschrieben und gehört zu seinen großen Tragödien. Das Drama hat fünf Akte und spielt auf Schloss Helsingör in Dänemark. Es entstand in der englischen Renaissance, im Zeitalter von Königin Elisabeth I. In Deutschland wird es meist in der Übersetzung von August Wilhelm Schlegel gelesen.

Hamlet Aufbau und Handlung in fünf Akten
Hamlet im Überblick.

Inhalt und Handlung

König Hamlet ist gestorben, sein Bruder Claudius hat den Thron bestiegen und die Witwe Gertrud geheiratet. Der Geist des toten Königs erscheint seinem Sohn Hamlet und enthüllt, dass Claudius ihn vergiftet hat. Hamlet schwört Rache, spielt aber zunächst den Wahnsinnigen. Der Hofmann Polonius glaubt, Hamlet sei aus Liebe zu seiner Tochter Ophelia verrückt geworden.

Um Gewissheit zu bekommen, lässt Hamlet Schauspieler ein Stück aufführen, das den Mord nachstellt. Claudius verrät sich durch seine Reaktion. Kurz darauf ersticht Hamlet im Zimmer seiner Mutter den hinter einem Vorhang lauschenden Polonius, weil er ihn für den König hält. Claudius schickt Hamlet nach England, wo er getötet werden soll, doch Hamlet kehrt zurück. Inzwischen ist Ophelia wahnsinnig geworden und ertrunken.

Ihr Bruder Laertes will den Tod von Vater und Schwester rächen. Claudius arrangiert ein Fechtduell mit vergifteter Klinge und vergiftetem Wein. Gertrud trinkt aus dem Becher und stirbt, Laertes und Hamlet werden von der Klinge getroffen. Bevor Hamlet stirbt, tötet er Claudius. Der norwegische Prinz Fortinbras übernimmt die Herrschaft.

Die Figuren

Hamlet ist gebildet, scharfsinnig und melancholisch. Er denkt viel nach, handelt aber spät. Claudius ist ein kluger, skrupelloser Herrscher, der zugleich Schuld empfindet. Gertrud steht zwischen Sohn und Ehemann. Polonius ist ein geschwätziger Ratgeber, Ophelia ein Opfer der Machtspiele. Laertes und Fortinbras sind Söhne, die ebenfalls ihre Väter rächen wollen, und bilden so Gegenbilder zu Hamlet. Horatio ist Hamlets treuer Freund.

Aufbau und Sprache

Das Drama folgt der klassischen Struktur in fünf Akten mit Exposition, Steigerung, Höhepunkt im Schauspiel im Schauspiel, fallender Handlung und Katastrophe. Shakespeare wechselt zwischen Blankvers und Prosa. Berühmt sind Hamlets Monologe, vor allem „Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage“. Wortspiele und doppeldeutige Reden zeigen Hamlets Witz und Misstrauen.

Hamlet Figuren, Motive und Konflikte für die Klausur

Themen und Deutung

Im Zentrum steht das Zögern Hamlets: Er will Gewissheit, bevor er handelt, und verliert dabei Zeit. Daraus ergeben sich Fragen nach Schuld, Gewissen und Gerechtigkeit. Das Motiv von Sein und Schein zieht sich durch das ganze Stück, denn fast jede Figur spielt eine Rolle. Dazu kommen Themen wie Vergänglichkeit, Verfall der Ordnung im Staat und die Grenze zwischen gespieltem und echtem Wahnsinn.

Fazit

Hamlet gehört zu den meistgespielten Dramen der Welt. Für die Klausur solltest du Hamlets Zögern, das Spiel im Spiel und die Spiegelfiguren Laertes und Fortinbras sicher erklären können. Wer den Monolog „Sein oder Nichtsein“ deuten kann, hat einen starken Ankerpunkt für jede Interpretation.

Weitere Schullektüren im Überblick: Macbeth, Das Schloss und Alle Schullektüren im Überblick.

Wenn du eine Interpretation oder Facharbeit zu der Tragödie schreibst, sorgt unsere Facharbeit-Korrektur für eine sprachlich fehlerfreie Endfassung.

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Häufige Fragen zur Tragödie von William Shakespeare

Wann wurde Hamlet geschrieben?

William Shakespeare schrieb Hamlet um 1600. Das Stück gehört zu seinen großen Tragödien und spielt auf Schloss Helsingör in Dänemark.

Wer tötet Hamlets Vater?

Claudius, der Bruder des alten Königs, hat ihn im Schlaf vergiftet. Danach wird er selbst König und heiratet die Witwe Gertrud.

Warum zögert Hamlet mit der Rache?

Hamlet will sicher sein, dass der Geist die Wahrheit sagt. Zugleich lähmen ihn Grübeln, Zweifel und moralische Bedenken. Dieses Zögern ist der Kern der Tragödie.

Was bedeutet Sein oder Nichtsein?

In dem Monolog fragt Hamlet, ob es edler ist, das Leid des Lebens zu ertragen oder ihm durch den Tod zu entkommen. Die Angst vor dem Unbekannten nach dem Tod hält ihn vom Handeln ab.

Wie stirbt Ophelia?

Nach dem Tod ihres Vaters verliert Ophelia den Verstand. Sie fällt beim Blumenpflücken in einen Bach und ertrinkt. Ob es ein Unfall war, bleibt offen.

Wie endet Hamlet?

Beim Fechtduell sterben Gertrud, Laertes, Claudius und Hamlet. Der norwegische Prinz Fortinbras übernimmt die Herrschaft über Dänemark.

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