Gesamtwerk im Sprachgebrauch verständlich erklärt
Das DWDS führt Gesamtwerk als Substantiv und belegt es unter Bedeutung
Du willst das Wort Gesamtwerk in einer Arbeit verwenden und sauber belegen? Hier erfährst du, welche Angaben der DWDS-Eintrag enthält, wo seine Grenzen liegen und wie du Schritt für Schritt zu einem belastbaren Nachweis kommst.
Was der DWDS-Eintrag zu Gesamtwerk zeigt
Wenn du in einer Hausarbeit, einem Referat oder einem Essay über Literatur oder Musik schreibst, landet das Wort Gesamtwerk schnell in deinem Text. Damit dein Sprachgebrauch nachprüfbar bleibt, hilft ein Blick in den passenden Eintrag im DWDS. Dort wird Gesamtwerk als Substantiv geführt. Unter der Rubrik Bedeutung steht ein Beispiel, das aus dem eWDG stammt: „das Gesamtwerk eines Dichters, Komponisten“.
Die Entscheidung, die vor dir liegt, ist überschaubar: Willst du das Wort in deiner Arbeit mit einer Quelle absichern, und wenn ja, wie gibst du diese Quelle genau an? Diese Seite hat das Ziel, den Eintrag verständlich zu machen und dir einen sauberen Weg zum eigenen Nachweis zu zeigen. Sie erklärt, welche Angaben dort stehen und wie du sie richtig lesen kannst.
Genauso wichtig sind die Grenzen. Aus dem Beispiel unter Bedeutung lässt sich keine eigene Definition des DWDS ableiten. Es begründet weder eine Abgrenzung zu verwandten Wörtern noch eine Regel, wann du Gesamtwerk verwenden sollst. Wenn du eine solche Aussage brauchst, such sie in einer Quelle, die sie ausdrücklich enthält, statt sie aus dem Beispiel herauszulesen.
Diese Seite nennt außerdem keine Zahlen, keine Fristen und keine Umfangsvorgaben für deine Arbeit. Solche Vorgaben ermittelst du aus den offiziellen Unterlagen deines Fachs, zum Beispiel aus der Prüfungsordnung oder aus den schriftlichen Hinweisen deiner Lehrperson.
Ob du dich für Literatur, Musik oder ganz andere Studiengänge interessierst: Mit einem sauberen Beleg können andere deinen Begriff selbst nachschlagen. Welche Zitierweise an deiner Hochschule gilt, ermittelst du aus den Unterlagen deines Instituts. Einen Überblick über Hochschulen und Universitäten findest du auf unserer Übersichtsseite.

Schritt für Schritt zum belegten Wortgebrauch
Für den Nachweis brauchst du nur wenige Schritte. Arbeite sie der Reihe nach ab und notier dir unterwegs alles, was du später zitieren willst.
- Ruf den Eintrag Gesamtwerk im DWDS auf und vergewissere dich, dass du wirklich bei diesem Stichwort gelandet bist und nicht bei einer Zusammensetzung mit ähnlichem Wortanfang.
- Prüf im Eintrag die Wortart. Dort ist Gesamtwerk als Substantiv angegeben; übernimm diese Angabe so, wie sie dasteht.
- Lies unter Bedeutung das Beispiel aus dem eWDG wörtlich nach und schreib es buchstabengetreu ab, so wie es auf der Seite erscheint.
- Bestimme, wer über die Form deines Belegs entscheidet. Ermittle aus dem Modulhandbuch, dem Leitfaden deines Instituts oder der Aufgabenstellung, welche Person oder Stelle die Zitierweise vorgibt, und frag dort nach, wenn etwas offen bleibt.
- Dokumentiere das Ergebnis: Adresse der Seite, Abrufdatum, Wortart und Beispiel. Leg danach fest, was als Nächstes passiert, etwa das Einfügen ins Literaturverzeichnis oder eine Rückfrage per Mail.
Ein Beispiel aus dem Studienalltag: Lena schreibt eine Seminararbeit über einen Komponisten und will in der Einleitung vom Gesamtwerk sprechen. Sie ruft den DWDS-Eintrag auf, notiert die Wortart Substantiv und schreibt das eWDG-Beispiel unter Bedeutung Wort für Wort ab. Im Leitfaden ihres Seminars sucht sie nach Vorgaben zur Zitierweise von Online-Wörterbüchern. Weil sie dort nichts findet, schreibt sie der Seminarleitung eine kurze Mail. Bis zur Antwort hält sie Link und Abrufdatum in ihrer Literaturliste fest.
Wenn du unsicher bist, wie du Belege grundsätzlich organisierst, prüf auf den offiziellen Seiten deiner Hochschule, ob dort die Studienberatung oder eine Schreibberatung als Ansprechpartner genannt wird. Für die Organisation der ersten Wochen findest du ergänzend unsere Erstsemester-Tipps.
Fehler, die du beim Belegen vermeiden solltest
Ein Fehler ist es, das Beispiel unter Bedeutung als Definition des DWDS auszugeben. Das Beispiel stammt aus dem eWDG und zeigt eine Verwendung, keine Begriffsbestimmung. Schreib in deiner Arbeit deshalb nicht, das DWDS definiere Gesamtwerk auf eine bestimmte Weise, sondern gib an, dass dort ein eWDG-Beispiel steht.
Ähnlich verhält es sich mit Œuvre. Das Wort erscheint im Eintrag nur in einer Liste bedeutungsverwandter Ausdrücke, die von openthesaurus.de stammt, und trägt dort den Vermerk geh. Stell Œuvre also nicht als Angabe des DWDS dar. Wenn du es erwähnst, nenn openthesaurus.de als Herkunft der Liste.
Ein weiterer Fehler besteht darin, Annahmen mit Regeln zu verwechseln. Dass dir ein Ausdruck vertraut oder passend vorkommt, ist noch kein Beleg dafür, wie er zu verwenden ist. Halte in deinen Notizen getrennt fest, was im Eintrag steht und was deine eigene Einschätzung ist. So musst du später nicht rekonstruieren, woher eine Aussage kommt.
Schieb Nachweise und Rückfragen nicht auf. Wenn du Link und Abrufdatum erst am Ende ergänzen willst, musst du die Seite noch einmal suchen und kannst nicht mehr sicher sagen, was du damals gelesen hast. Egal ob du an einer Universität oder Fachhochschule studierst: Kläre die Zitiervorgaben deines Fachbereichs, bevor du mit dem Schreiben beginnst, und stell offene Fragen frühzeitig.
Diese Sorgfalt lohnt sich auch außerhalb von Hausarbeiten. Wenn du gerade noch einen Studiengang wählen willst oder einen Studienorientierungstest vergleichst, prüf Aussagen zu Fächern ebenfalls selbst an offiziellen Unterlagen.

Checkliste vor dem Abgeben
Geh vor dem Einreichen diese Punkte durch und hake sie einzeln ab:
- Wortart Substantiv im Eintrag geprüft
- eWDG-Beispiel unter Bedeutung wörtlich notiert
- Synonymliste mit Œuvre als Liste von openthesaurus.de vermerkt, nicht als DWDS-Angabe
- Abrufdatum der Seite und Adresse festgehalten
- Zuständige Quelle oder Stelle für die Zitierweise bestimmt, etwa Leitfaden, Modulhandbuch oder Lehrperson
- Eigene Einschätzungen im Text als solche erkennbar gemacht
- Persönlichen nächsten Schritt festgelegt, zum Beispiel Eintrag ins Literaturverzeichnis oder Rückfrage verschicken
Notier deinen nächsten Schritt konkret mit Datum in deinem Kalender, damit er nicht untergeht. Wenn du neben dem Schreiben noch Wohnen im Studium organisierst oder Studentenjobs suchst, plan feste Zeitfenster für deine Recherche ein.
Falls du ein Auslandssemester planst, nimm deine Belegnotizen mit und prüf, ob die Gasthochschule eigene Zitiervorgaben hat. Weitere Ideen für einen strukturierten Studienalltag findest du in unseren Studium-Tipps.
So zitieren Sie diese Seite
Stand: 27. Oktober 2026korrektur.de. (2026, 27. Oktober). Gesamtwerk im Sprachgebrauch: den Eintrag richtig lesen. korrektur.de. https://korrektur.de/gesamtwerk
„Gesamtwerk im Sprachgebrauch: den Eintrag richtig lesen.“ korrektur.de, 27. Okt. 2026, korrektur.de/gesamtwerk. Zugriff 27. Okt. 2026.
korrektur.de (2026) Gesamtwerk im Sprachgebrauch: den Eintrag richtig lesen. Verfügbar unter: https://korrektur.de/gesamtwerk (Zugriff: 27. Oktober 2026).
korrektur.de. „Gesamtwerk im Sprachgebrauch: den Eintrag richtig lesen.“ Zuletzt geändert 27. Oktober 2026. https://korrektur.de/gesamtwerk.
korrektur.de. Gesamtwerk im Sprachgebrauch: den Eintrag richtig lesen [online]. 2026 [Zugriff am 27.10.2026]. Verfügbar unter: https://korrektur.de/gesamtwerk
Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.dwds.de (geprüft am 2026-10-27)