Worauf es bei Empirismus als philosophische Lehre ankommt

Empirismus ist laut DWDS eine philosophische Lehre

Lesezeit ca. 7 Min. · zuletzt aktualisiert: 27. Oktober 2026 · Studium-Tipps

Du brauchst eine belastbare Definition von Empirismus für Seminar, Referat oder Hausarbeit? Hier liest du, was das DWDS zum Begriff festhält, wie du Schritt für Schritt vorgehst und was du am Ende prüfst.

Was das DWDS unter Empirismus versteht

Wer im Studium auf den Begriff Empirismus stößt, braucht zuerst eine verlässliche Definition, auf die er sich berufen kann. Das DWDS ordnet das Wort als Substantiv dem Sachgebiet Philosophie zu. Es beschreibt den Empirismus als philosophische Lehre, nach der allein sinnliche Erfahrung und unmittelbare Anschauung als Quelle aller Erkenntnis gelten. Als verwandten Begriff führt das Wörterbuch den Positivismus an. Mehr hält der Eintrag nicht fest, und genau darauf baut diese Seite auf.

Ziel dieser Seite ist, dass dir der Begriff verständlich wird und du ihn in einer Hausarbeit, einem Referat oder einer Diskussion im Seminar sauber und mit Beleg definieren kannst. Die Entscheidung, die vor dir steht, lautet: Reicht dir die Wörterbuchdefinition für deinen konkreten Zweck, oder verlangt deine Aufgabe zusätzlich Fachliteratur aus deiner Lehrveranstaltung? Diese Frage klärst du nicht allein über das Wörterbuch, sondern über die Aufgabenstellung und die Unterlagen deines Kurses.

Ebenso wichtig sind die Grenzen. Diese Seite stützt sich ausschließlich auf den DWDS-Eintrag. Sie nennt deshalb keine einzelnen Philosophen, keine philosophischen Schulen, keine Aussagen zur empirischen Methode und keine Bewertung im Verhältnis zum Rationalismus. Auch Jahreszahlen, Epochen oder Fristen findest du hier nicht, weil der Eintrag dazu nichts enthält. Was hier erklärt wird, ist der begriffliche Kern. Alles, was darüber hinausgeht, musst du mit eigener Fachliteratur belegen.

Ob du Philosophie als Hauptfach belegst oder den Begriff in einem anderen Fach brauchst, ändert nichts an der Wörterbuchdefinition selbst. Falls du noch überlegst, welche Studiengänge für dich in Frage kommen, kannst du die Fragen dazu im Leitfaden Studiengang wählen strukturiert durchgehen.

Fortschrittsbalken für die einzelnen Ablaufstationen zu Empirismus als philosophische Lehre

Schritt für Schritt zur belegten Definition

Ein klarer Ablauf schützt dich davor, Vermutungen als Definition auszugeben. Geh die folgenden Schritte nacheinander durch und halte jeden Zwischenstand schriftlich fest.

  1. DWDS-Eintrag lesen: Öffne den Eintrag zum Substantiv Empirismus und notiere Wortart, Sachgebiet und die Bedeutungsangabe vollständig. Kürze die Definition nicht, denn die Angaben zu sinnlicher Erfahrung und unmittelbarer Anschauung gehören beide dazu.
  2. Erfahrung als Erkenntnisquelle benennen: Formuliere in eigenen Worten, worin der Kern liegt: Erkenntnis stammt nach dieser Lehre allein aus Erfahrung über die Sinne und aus unmittelbarer Anschauung. Prüfe deinen Satz danach noch einmal gegen den Eintrag.
  3. Verwandten Begriff Positivismus prüfen: Das DWDS nennt Positivismus als verwandten Begriff. Lies dafür den eigenen Eintrag, bevor du den Ausdruck verwendest, und setze die beiden Wörter nicht ungeprüft gleich.
  4. Zuständige Stelle oder Person bestimmen: Ermittle aus offiziellen Unterlagen wie Modulbeschreibung, Seminarplan oder Aufgabenstellung, wer deine Arbeit betreut und bewertet. Was für Definitionen und Quellenangaben verbindlich ist, prüfst du in deiner Prüfungsordnung und in den Vorgaben deiner Lehrperson.
  5. Ergebnis dokumentieren: Halte Definition, Quelle mit Adresse und Abrufdatum sowie offene Fragen in einer Notiz fest.
  6. Nächsten Schritt festlegen: Entscheide, ob du die Definition übernimmst, eine Rückfrage stellst oder weitere Fachliteratur suchst.

Ablaufbeispiel: Lena soll im Einführungsseminar einen Begriff vorstellen und wählt Empirismus. Sie liest den DWDS-Eintrag, notiert Substantiv, Sachgebiet Philosophie und die Bedeutung und schreibt einen eigenen Definitionssatz. Danach öffnet sie den Eintrag zu Positivismus, statt beide Begriffe gleichzusetzen. Im Seminarplan sucht sie heraus, wer das Referat betreut, und fragt per Mail nach, ob eine Wörterbuchdefinition als Einstieg genügt. Ihre Notiz enthält Quelle, Abrufdatum und diese offene Frage.

Wenn du unsicher bist, an wen du dich mit einer Frage zu deinem Studienverlauf wenden kannst, ermittle die Ansprechperson aus den offiziellen Unterlagen deiner Hochschule, zum Beispiel unter dem Stichwort Studienberatung.

Typische Fehler beim Umgang mit dem Begriff

Die meisten Probleme entstehen nicht beim Lesen der Definition, sondern dabei, was man ihr hinzufügt. Achte besonders auf die folgenden Punkte.

  • Positionen ohne Beleg zuschreiben: Schreib dem Empirismus keine Thesen einzelner Philosophen zu, wenn du sie nicht aus Fachliteratur belegen kannst. Der DWDS-Eintrag nennt keine Namen. Dasselbe gilt für einen Vergleich mit dem Rationalismus: Der Eintrag enthält keinen solchen Vergleich, also stellst du ihn nur auf, wenn du eine Quelle dafür hast.
  • Die Definition verkürzen: Wer nur von Erfahrung spricht, lässt die unmittelbare Anschauung weg. Wer das Wort nur weglässt, das die Erfahrung als einzige Quelle kennzeichnet, schwächt die Aussage ab. Gib die Bedeutung vollständig wieder.
  • Verwandt mit gleichbedeutend verwechseln: Dass das DWDS Positivismus als verwandten Begriff nennt, heißt nicht, dass beide dasselbe bedeuten. Prüf den zweiten Eintrag gesondert.
  • Annahmen mit Regeln verwechseln: Die Vermutung, deine Lehrperson akzeptiere jede Wörterbuchdefinition, ist keine Regel. Was verbindlich ist, steht in deinen Prüfungsunterlagen oder ergibt sich aus der Antwort der zuständigen Person. Trenne in deinen Notizen klar zwischen belegter Vorgabe und eigener Annahme.
  • Nachweise und Rückfragen aufschieben: Notiere die Quelle sofort beim Lesen und nicht erst beim Abgeben. Stell Rückfragen zur Aufgabenstellung früh, damit du die Antwort noch in deine Arbeit einbauen kannst.

Saubere Belege sind eine Arbeitsweise, die dir in jedem Fach nützt. Weitere praktische Studium-Tipps helfen dir, solche Gewohnheiten im Alltag zu verankern, und wer gerade anfängt, kann die Erstsemester-Tipps für die Organisation des Studienstarts nutzen.

Empirismus als philosophische Lehre mit einer themenspezifischen Checkliste

Checkliste vor der Verwendung im Text

Bevor du den Begriff in einer Arbeit oder einem Vortrag verwendest, geh diese Fragen einzeln durch. Hak nur ab, was du tatsächlich geprüft hast.

  • Hast du die Definition aus dem DWDS vollständig notiert, also sinnliche Erfahrung und unmittelbare Anschauung als einzige Quelle aller Erkenntnis?
  • Hast du festgehalten, dass das DWDS Empirismus als Substantiv führt?
  • Hast du das Sachgebiet Philosophie vermerkt?
  • Hast du den verwandten Begriff Positivismus in seinem eigenen Eintrag geprüft, statt ihn gleichzusetzen?
  • Steht jede Aussage über Philosophen, Schulen oder den Rationalismus mit einem eigenen Beleg in deinem Text, oder hast du sie gestrichen?
  • Hast du die Quelle mit Adresse und Abrufdatum dokumentiert?
  • Weißt du aus offiziellen Unterlagen, welche Person deine Arbeit betreut und welche Vorgaben für Quellen gelten?
  • Sind offene Fragen als Rückfrage formuliert und abgeschickt?

Als zuständige Quelle für die Definition dient dir auf dieser Seite der DWDS-Eintrag. Für alles, was die Bewertung deiner Arbeit betrifft, ist die Stelle maßgeblich, die du aus Modulbeschreibung, Seminarplan oder Prüfungsunterlagen ermittelt hast.

Leg zum Schluss deinen persönlichen nächsten Schritt fest und schreib ihn als einen konkreten Satz auf, etwa: Ich lese heute den Eintrag zu Positivismus und schicke morgen meine Rückfrage zum Referat ab. Wenn du dabei noch grundsätzlich klären willst, ob eher eine Universität oder Fachhochschule zu deinen Plänen passt, kannst du auch einen Studienorientierungstest als zusätzliche Anregung nutzen.

Plane die Recherche fest in deine Woche ein, auch wenn Themen wie Wohnen im Studium oder Studentenjobs gerade Zeit binden. Einen Überblick über Hochschularten und Standorte gibt dir die Seite zu Hochschulen und Universitäten.

Wer den Begriff später in einem anderen Land weiterverwendet, etwa während eines Aufenthalts für ein Auslandssemester, prüft dort die Vorgaben der jeweiligen Lehrveranstaltung erneut, bevor er seine Definition übernimmt.

So zitieren Sie diese Seite

Stand: 27. Oktober 2026

korrektur.de. (2026, 27. Oktober). Empirismus als philosophische Lehre verständlich erklärt. korrektur.de. https://korrektur.de/empirismus

Quellen und Stand

Die Einordnung „Worauf es bei Empirismus als philosophische Lehre ankommt“ fasst den vollständigen Zusammenhang zusammen.

Du möchtest deinen Text vor der Abgabe sprachlich prüfen lassen?

Datei hochladen

Fragen und Antworten zum Thema Empirismus als philosophische Lehre

Wie definiert das DWDS den Empirismus?

Das DWDS beschreibt Empirismus als philosophische Lehre, nach der allein sinnliche Erfahrung und unmittelbare Anschauung als Quelle aller Erkenntnis gelten.

Welche Wortart und welches Sachgebiet nennt das DWDS?

Das DWDS führt Empirismus als Substantiv und ordnet es dem Sachgebiet Philosophie zu.

Welchen verwandten Begriff nennt der DWDS-Eintrag?

Als verwandten Begriff nennt das DWDS den Positivismus. Lies dessen eigenen Eintrag, bevor du ihn in deinem Text verwendest.

Darf ich Empirismus und Positivismus gleichsetzen?

Das DWDS nennt Positivismus nur als verwandten Begriff zum Empirismus. Eine Gleichsetzung trägt der Eintrag nicht, prüf deshalb beide Einträge getrennt.

Nennt der DWDS-Eintrag Philosophen oder einen Vergleich mit dem Rationalismus?

Nein. Der Eintrag enthält Wortart, Sachgebiet Philosophie, die Bedeutung und den verwandten Begriff Positivismus. Namen oder einen Vergleich mit dem Rationalismus belegst du mit eigener Fachliteratur.

Unsere Partner